2. März 2023

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Wie immer am ersten Donnerstag des Monats geben wir an diesem Abend wieder ausführliche und grundlegende Meditationsanleitungen zur Sitz- und Gehmeditation, verbunden mit praktischen Übungen in Form einer geleiteten Meditation.

    Die Erfahrungen und Rückmeldungen der letzten Monate ergaben, dass dies nicht nur für Neueinsteigerinnen und -einsteiger hilfreich ist. Gerade für Menschen mit Erfahrungen sind die Erinnerer und Hinweise während des Praxisteils hilfreich, um aus eingefahrenen Gleisen, auf die man vielleicht unbemerkt abgebogen ist, wieder zurück auf diesen „alten Pfad, der zu dieser alten Stadt“* führt, zurückzufinden. Auch der Austausch über die Erfahrungen des Abends ist oft sehr einsichtsreich für alle.

    * „… So habe ich ebenfalls, Bhikkhus, den alten Pfad gesehen, die alte Straße, die von den Vollkommen Erleuchteten der Vergangenheit zurückgelegt wurde. Und was ist dieser uralte Pfad, dieser uralte Weg? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; das heißt, rechte Ansicht, rechte Absicht, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration. Ich bin diesem Pfad gefolgt, und dadurch habe ich Altern und Tod, seinen Ursprung, sein Ende und den Weg, der zu seinem Ende führt, direkt erkannt. Ich habe Geburt … Existenz … Anhaften … Verlangen … Gefühl … Kontakt … die sechs Sinnesgrundlagen …. Name-und-Form … Bewusstsein … Willensformationen, ihren Ursprung, ihr Aufhören und den Weg, der zu ihrem Aufhören führt, direkt erkannt. Nachdem ich sie direkt erkannt habe, habe ich sie den Bhikkhus, den Bhikkhunīs, den männlichen Laienanhängern und den weiblichen Laienanhängern erläutert. Dieses gute Leben, Bhikkhus, ist erfolgreich und blühend geworden, ausgedehnt, geschätzt, weit verbreitet, gut verkündet unter Devas und Menschen.“ (Aus: Die Stadt. Samyutta Nikaya 12.65, Angereihte Lehrreden über Kausalität. Nach der Übersetzung von Bikkhu Bodhi)
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditationserfahrungen und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch nicht mehr bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße (wegen Renovierung und Betreiberwechsel geschlossen), sondern in einem neuen Wirtshaus, über das wir uns dann verständigen werden.
  • Im Rahmen des letzten Einführungsabends in die Meditation wurde ein Teil eines Gesprächs über das Thema „Was Achtsamkeit nicht ist“  unter Dharmalehrern des Bodhi College vorgestellt. Der vollständige übersetzte Text steht zum Herunterladen zur Verfügung. Darin befindet sich auch der Link zur englischen Originalversion.
  • Der Text, den wir am 23. Februar gehört und besprochen haben, wird noch feingeschliffen und wie versprochen nachgereicht.

23. Februar 2023

Programm für den 23. Februar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung: Meditation und die Neurowissenschaften
    Auf der Grundlage eines Kapitels aus dem Buch „The Mind Illuminated/Handbuch Meditation“ von John Yates/Culadasa werden wir die Zusammenhänge von buddhistischer Praxis und Ihrer Wahrnehmung und Erklärung durch neurowissenschaftliche Ansätze anhand eines Beispiels ansprechen.
    Achtsamkeit, übersetzt aus dem Pali-Wort „Sati“ (sich an das Wichtige erinnern), ist ein zentraler Begriff in vielen buddhistischen Traditionen und Meditationspraktiken. Nächsten Donnerstag schauen wir uns einmal eine etwas andere Sicht auf diesen Begriff an und betrachten den Prozess, wie wir damit umgehen. Yates berücksichtigt in seinen Anleitungen auch die physiologischen und psychologischen Wirkmechanismen unseres Gehirns, die sich abspielen, während wir uns in der Meditation befinden.
    Interessant an seinem Ansatz ist auch, dass er Samatha und Vipassana als zusammengehörig versteht, da das Eine nicht ohne das Andere sinnvoll sei. Man solle nicht „die Praxis der Konzentration ausschließlich mit Shamata und die Praxis der Achtsamkeit ausschließlich mit Vipassana“ verknüpfen.
    Da wir alle keine Neurowissenschaftlerinnen sind, versuchen wir, uns anzunähern, wissend, dass die Forschungslage laut Ronald Purser noch ausbaufähig ist.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße
  • Im Rahmen des letzten Einführungsabends in die Meditation wurde ein Teil eines Gesprächs über das Thema „Was Achtsamkeit nicht ist“  unter Dharmalehrern des Bodhi College vorgestellt. Der vollständige übersetzte Text steht zum Download zur Verfügung. Darin befindet sich auch der Link zur englischen Originalversion.
  • Am letzten Donnerstag (16. 02.) ging es um „Praktizieren an der Grenze“, den Rand unserer Wohlfühlzone.
    Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.

16. Februar 2023

Unser Programm für Donnerstag, den 16. Februar 2023

Beginn: 18:45

  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag: Praxis am Rande der Komfortzone

    Da der Referent am letzten Donnerstag doch kein Fels in der Brandung der Erscheinungen war, sondern sich dem Erkältungsvirus ergeben musste, wird der Vortrag am 16. 02. nachgeholt.

    Manche an Meditation Interessierte halten Dharmapraxis für eine Variante der Wellnessbewegung. So viele Buddhastatuen stehen in Geschäften und Vorgärten und vermitteln ein wohliges Gefühl der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Da kann man schnell auf den Gedanken kommen, dass buddhistische Praxis darauf zielt, sich eine Wohlfühloase zu schaffen, in der die Fährnisse der Welt uns nichts mehr anhaben können. Friede, Freude, Dharmakuchen.
    Tatsächlich tun wir etwas ganz anderes. In der (Vipassana-) Meditationspraxis lassen wir alles zu, was im Geist erscheinen mag. Das können angenehme Gefühle und Gedanken sein oder auch sehr unangenehme oder bedrohliche. Je stiller unser Geist wird, desto mehr unterschiedliche Tiere kommen an diesen „stillen Waldteich“ (Ajahn Chah). Dabei kann es geschehen, dass wir an die Grenze unserer „Komfortzone“ kommen.
    Wie damit in der Meditation umgegangen werden kann, werden wir heute nach der gemeinsamen Meditation in einem Vortrag und dem sich anschließenden Gespräch ausloten.
    „Auf unserer Reise der Öffnung stoßen wir an die Grenzen dessen, was uns vertraut ist oder was bequem ist. Genau an diesen Grenzen beginnt das tief konditionierte Muster der Angst aufzutauchen. Wir fürchten uns vor dem, was in einem bestimmten Moment die Wahrheit des Augenblicks ist. Wir müssen lernen, mit dieser Angst umzugehen. Andernfalls wird unser Leben fragmentiert; wir spalten uns von Teilen von uns selbst ab, von Teilen dessen, was in der Erfahrung wahr ist.“ (Aus: Joseph Goldstein: „Practicing on the Edge“ in der Frühjahrsausgabe 2003 der Zeitschrift Inquiring Mind)
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation, die Komfortzone und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße

9. Februar 2023

Unser Programm für Donnerstag den 9. Februar 2023

Beginn: 18:45

Manche an Meditation Interessierte halten Dharmapraxis für eine Variante der Wellnessbewegung. So viele Buddhastatuen stehen in Geschäften und Vorgärten und vermitteln ein wohliges Gefühl der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit. Da kann man schnell auf den Gedanken kommen, dass buddhistische Praxis darauf zielt, sich eine Wohlfühloase zu schaffen, in der die Fährnisse der Welt uns nichts mehr anhaben können. Friede, Freude, Dharmakuchen.

Tatsächlich tun wir etwas ganz anderes. In der (Vipassana-) Meditationspraxis lassen wir alles zu, was im Geist erscheinen mag. Das können angenehme Gefühle und Gedanken sein oder auch sehr unangenehme oder bedrohliche. Je stiller unser Geist wird, desto mehr unterschiedliche Tiere kommen an diesen „stillen Waldteich“ (Ajahn Chah). Dabei kann es geschehen, dass wir die Grenze unserer „Komfortzone“ berühren.
Wie damit in der Meditation umgegangen werden kann, werden wir heute nach der gemeinsamen Meditation in einem Vortrag und dem sich anschließenden Gespräch ausloten.

„Auf unserer Reise der Öffnung stoßen wir an die Grenzen dessen, was uns vertraut ist oder was bequem ist. Genau an diesen Grenzen beginnt das tief konditionierte Muster der Angst aufzutauchen. Wir fürchten uns vor dem, was in einem bestimmten Moment die Wahrheit des Augenblicks ist. Wir müssen lernen, mit dieser Angst umzugehen. Andernfalls wird unser Leben fragmentiert; wir spalten uns von Teilen von uns selbst ab, von Teilen dessen, was in der Erfahrung wahr ist.“ (Aus: Joseph Goldstein: „Practicing on the Edge“ in der Frühjahrsausgabe 2003 der Zeitschrift Inquiring Mind)

Ende: gegen 21:00 Uhr

Anschließend besteht wie immer die Möglichkeit, das Gespräch in noch lockererer ( Schön, was die deutsche Sprache so alles möglich macht. Anm. d Red.) Atmosphäre in der „Lotte“ in der Frankfurter Straße fortzusetzen.

02. Februar 2023

Programm für Donnerstag, den 02. Februar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung:
  • Es ist wieder Zeit für eine Einführung mit geleiteter Meditation. Für Geübte und Ungeübte gleichermaßen gut geeignet, denn jede Meditation beginnt ganz von vorne.

    „Im Schweigen, im Nach-Innen-Horchen, lassen wir uns vom Leben berühren.
    Die Stille macht uns von einem Handelnden zu einem Empfangenden.
    Stille hat auch etwas Entlarvendes, Verdrängungsmechanismen haben weniger Chancen. In der Stille ist es schwieriger, Kränkung nicht zu spüren, Ungeduld nicht wahrzunehmen, eine innere Rührung nicht zuzulassen oder einen Gedanken des Neides nicht mitzubekommen.
    Stille macht uns sensibler für die leidhaften, schmerzhaften Erfahrungen, aber sie macht uns auch empfänglicher für die beglückenden.“
    (Ursula Flückiger)

    Wir werden also wieder gemeinsam versuchen, unserem Leben zu begegnen. Achtsam verbinden wir uns von Moment zu Moment mit unserer Erfahrung und versuchen dabei, die Natur unseres Geistes und die Prozesshaftigkeit der Phänomene zu erkennen. Innere Stille ist dafür eine wesentliche Bedingung. Wie dies gehen könnte ist Teil der Erläuterungen und der Übung.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße
  • Im Rahmen des letzten Einführungsabends in die Meditation wurde ein Teil eines Gesprächs über das Thema „Was Achtsamkeit nicht ist“  unter Dharmalehrern des Bodhi College vorgestellt. Der vollständige übersetzte Text steht zum Download zur Verfügung. Darin befindet sich auch der Link zur englischen Originalversion.
  • An einem der letzten Donnerstage ging es um „Achtsamkeit“ als einen der Erleuchtungsfaktoren.
    Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.
  • Auch der Text des Vortrages von Fred von Allmen, den wir am 26. Januar gesehen haben, kann auf seiner Homepage zum nachlesen heruntergeladen werden.

26. Januar 2023

Programm für den 26. Januar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung:
    Von Achtsamkeit zu befreiender Erkenntnis
    In einem Videovortrag im Rahmen eines Online Retreats erläutert Fred von Allmen, Schweizer Meditationslehrer, Autor und Mitbegründer des Meditationszentrums Beatenberg im Berner Oberland, was es benötigt, damit „Achtsamkeit“ zu einer Herz und Geist befreienden Praxis werden kann.
    Auch die Katze braucht Achtsamkeit, damit sie nicht vom Dach fällt, genauso wie der nächtliche Einbrecher, damit er nicht erwischt wird.
    Ob dies zur Befreiung führt? Nicht umsonst hat Buddha Shakyamuni Achtsamkeit in den Achtfachen Pfad eingebunden.
    Den Videovortrag werden wir uns gemeinsam ansehen und im Anschluss darüber austauschen.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße

Im Rahmen des letzten Einführungsabends in die Meditation wurde ein Teil eines Gesprächs über das Thema „Was Achtsamkeit nicht ist“  unter Dharmalehrern des Bodhi College vorgestellt. Der vollständige übersetzte Text steht zum Download zur Verfügung. Darin befindet sich auch der Link zur englischen Originalversion.

An einem der letzten Donnerstage ging es um „Achtsamkeit“ als einen der Erleuchtungsfaktoren.
Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.

19. Januar 2023

Programm für den 19. Januar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung:
    „Selbst oder Nicht-Selbst – das ist die Frage.“
    Existenz – ein Irrtum? Dieser Titel ist ein Irrtum des Redakteurs. Der Referent hat ihn in allerletzter Minute darauf hingewiesen, dass er diesen ketzerischen Titel bevorzuge: Existenz ist eine Angewohnheit

    Immer wieder tauchen in buddhistischen Diskussionen die Begriffe Leerheit, Nicht-Selbst, anatta oder shunyata auf. Manchmal wird Buddhisten Nihilismus vorgeworfen, weil sie den Phänomenen eine dauerhafte unabhängige Existenz absprechen und behaupten, dies sei durch Meditationsübungen direkt erfahrbar.
    Worum geht es also, wenn wir von und über „Existenz“ sprechen? Ein Irrtum, eine Täuschung oder eine Angewohnheit?
    Heute werden wir der Frage der Existenz aus philosophischer Sicht auf den Grund gehen. Mittels Betrachtungen der Äußerungen verschiedener Philosophen wird der Referent überprüfen, ob wir einer Täuschung auf den Leim gegangen sind.

    Der buddhistische Lehrer Gangteng Tulku Rinpoche aus Bhutan schreibt: 
    „Wir lebenden Wesen halten die Phänomene, die nicht wahrhaft vorhanden sind, für existent. Obwohl kein Selbst existiert, halten wir doch daran fest und denken, es wäre existent. Deshalb sollten wir den Phänomenen keine Existenz zuschreiben, aber auch ihr eigentliches Wesen nicht ableugnen. Denn auch wenn die Dinge nicht aus sich selbst heraus existieren und deshalb nicht für existent gehalten werden sollten, sollte man auch nicht denken, es bestünde dadurch eine völlige Nichtsheit, in der nicht das Geringste vorhanden wäre. Das bedeutet, dass beide Extreme, das einer beständigen Existenz und das einer völligen Nichtexistenz, aufgegeben werden sollten.“ (Gangteng Tulku Rinpoche: Das Samantabadhra Dzogchen Gebet, Khampa Edition, Freiburg und Eckernförde, 2015, S. 84 f.)
    Es verspricht also wieder eine spannende und geistreiche Forschungsreise mit Bodenhaftung zu werden.
  • Fragen, Antworten & Austausch über das Thema des Abends, Meditation und buddhistische Themen im Allgemeinen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße

12. Januar 2023

Programm für den 12. Januar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung:
    „Ein Schüler traf einst den Sufiweisen Mullah Nasrudin, wie er einen ganzen Berg Chilischoten aß. Der Mullah schwitzte außerordentlich, und sein Gesicht war vor Schmerz rot angelaufen. Auf die Frage, was er da tue, antwortete er: ‚Ich bin mir ganz sicher, wenn ich nur ein wenig weitermache, werde ich eine süße Schote finden.‘ Ganz gleich was uns die Erfahrung lehrt, wieder und immer wieder begehen wir die gleichen Fehler.“ (Stephen Batchelor: Mit dem Bösen leben – Warum wir das Gute wollen und immer wieder das Böse tun, Theseus, 2005, S. 74)
    Letzten Donnerstag gab es, wie immer am ersten Donnerstag des Monats, eine Einführung in die Meditation mit Anleitung.
    Im anschließenden Gespräch ging es auch um Samsara und die Schwierigkeiten auf dem buddhistischen Pfad. Deshalb wird dieser Aspekt am 12. 1. noch einmal aufgegriffen. 
    In der buddhistischen Terminologie spielt „Mara“ (Teufel, Satan, wörtl. Gegner, derjenige, der Widerstände in den Weg stellt) eine Rolle. Dies kennzeichnet die Hindernisse, die sich in der Praxis ergeben können. Oft im Alltag, aber auch während einer Meditationssitzung, erscheinen andere Dinge von so großer Bedeutung und Wichtigkeit, dass wir allzu schnell geneigt sind, ihnen Platz einzuräumen und uns abzulenken, also zu vergessen, weshalb wir gerade auf dem Kissen sitzen. Gerade wenn es schwierig scheint, die Konzentration aufrecht zu erhalten, wählen wir gern den einfacher erscheinenden Weg und verstricken uns z. B. in unsere Wolkenkuckucksheime
    Wir drehen uns im Kreise. Dafür gibt es den zentralen Begriff „Samsara“, „der die Tendenz des Lebens zur Wiederholung beschreibt“ (Batchelor: S. 73).
    Der säkulare englische Dharmalehrer Stephen Batchelor (Mitgründer des Bodhi College) beschäftigt sich in seinem Werk „Mit dem Bösen leben“ damit. In dem kurzen Kapitel „Teufelskreis“ geht es darum. Der „Teufel“ – Mara, als Tendenz einen vermeintlich einfacheren, gewohnten Weg zu wählen – steckt wie immer im Meditationsdetail. Wir werden einen Textausschnitt vorstellen und diskutieren.

    Interessant ist, dass Mara in den Lehrreden des Palikanons zwar immer wieder als Person/Wesen vorgestellt wird (man spricht sogar von den „Armeen Maras“). Tatsächlich ist dies aber keine äußere Erscheinung, sondern eine innere Haltung, die uns nicht guttut. Wie gut, dass es im Mahayana die Idee der „Buddhanatur“ gibt. Sie besagt, dass wir grundsätzlich bereits alle Voraussetzungen in uns haben, ein erwachtes Leben zu führen: „Sati ist machbar, Herr Nachbar!“
    Der Abend verspricht also wieder, interessant, spannend und erhellend zu werden.
  • Im Rahmen der letzten Einführung wurde ein Teil eines Gesprächs über das Thema „Was Achtsamkeit nicht ist“  unter Dharmalehrern des Bodhi College vorgestellt. Der vollständige Text steht zum Download zur Verfügung. Darin befindet sich auch der Link zur englischen Originalversion.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation und buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße
  • An einem der letzten Donnerstage ging es um „Achtsamkeit“ als einen der Erleuchtungsfaktoren.
    Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.

05. Januar 2023

Programm für den 05. Januar 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation (2 x ca. 20 Minuten mit einer Gehmeditation dazwischen)
  • Vortrag/Lesung:
    Der 5. Januar ist der erste Donnerstag des Jahres und des Monats. Es wird deshalb heute wieder eine Einführung in eine der Meditationstechniken gegeben, mit einer anschließenden geleiteten Meditation. Die Einführung ist für Erfahrenere und Beginnende gleichermaßen geeignet. (Zengeist = Anfängergeist)
    Wer sich mit einer Haltung der liebenden Güte (Metta) auf das kommenden Jahr und die Praxis einstimmen möchte, könnte dies mit einer gesungenen Variante der Metta Sutta tun. Die chinesisch-malaysische Sängerin Imee Oi hat dies vor vielen Jahren bereits eingespielt. Man kann den Text beim Hören mitlesen.

    Der Schwerpunkt der Einführung wird diesmal bei der Verbindung von Samatha und Vipassana Meditation liegen, angelehnt an die Maha-Satipatthana-Sutta, der Lehrrede über die Grundlagen der Achtsamkeit. Die Vipassana Meditation wurde im Westen z. B. durch Joseph Goldstein, Fred von Allmen, Jack Kornfield, Tara Brach und anderen bekannt gemacht. Die Technik wurde in Burma u. a. durch Mahasi Sayadaw „wiederentdeckt“ als Gelegenheit für Laien, sich der Praxis zu widmen. Gleichwohl ist sie mit tibetischen Übungen des Geistestrainings wie Mahamudra oder Dzogchen eng verwandt. Ruhiges Verweilen, Samatha, ist die Grundlage aller Meitationsübungen. Ohne ein Minimum von Geistesruhe, Einspitzigkeit, erklären viele LehrerInnen, wird es schwer, die Bewegungen des Geistes wirklich bemerken und erforschen zu können.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über Meditation und buddhistische Themen im Allgemeinen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch bei „Lotte“ in der Frankfurter Straße
  • Vorletzten Donnerstag ging es um „Achtsamkeit“ als einen der Erleuchtungsfaktoren.
    Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.

29. Dezember 2022

Das Programm für Donnerstag, den 29. 12. 2022:

Wer möchte, kann heute das Jahr kontemplativ mit einer gemeinsamen Meditation ausklingen lassen. Wir treffen uns zur gewohnten Zeit um 18:45 Uhr.

Ein festes Thema gibt es diesmal nicht. Wir können nach der Meditation über aktuelle Meditationserfahrungen sprechen oder was immer den Teilnehmer:innen wichtig erscheint.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die uns in diesem Jahr besucht und unsere Abende damit bereichert haben. Ganz herzlich gedankt sei allen für die großzügigen Spenden, die dazu beitragen, dass wir unsere Ausstattung finanzieren können.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die uns in diesem Jahr besucht und unsere Abende damit bereichert haben. Ganz herzlich gedankt sei allen für die großzügigen Spenden, die dazu beitragen, dass wir unsere Ausstattung finanzieren können.

Letzten Donnerstag ging es um „Achtsamkeit“ als einen der Erleuchtungsfaktoren.

Das versprochene überarbeitete und ergänzte Skript liegt nun zum Download bereit.