Die Buddhistische Meditationsgruppe im hessischen Marburg ist eine unabhängige und traditionsübergreifende Gemeinschaft von Praktizierenden (Sangha), die sich jeweils verschiedenen Traditionen verbunden fühlen und gemeinsam der Praxis der Meditation sowie dem Studium vor allem buddhistischer Texte widmen.

Programmhinweise (weitere Informationen unter „Termine“):

Weisheit der Woche:

Im Kālāma Sutta empfahl der Buddha, etwas nicht bloß deswegen zu akzeptieren, weil es sich um eine über Generationen weitergebene Tradition handelt, noch weil jeder darüber spricht, noch weil es in heiligen Schriften geschrieben steht.
Glaubt nicht einfach etwas nur, weil es logisch ist, noch weil man durch die Methoden der philosophischen oder metaphysischen Spekulationen zu einem bestimmten Schluss kommt, noch weil es dem „gesunden Menschenverstand“ entspricht.
Glaubt nicht nur, weil es etwas mit eigenen Meinungen übereinstimmt oder weil der Sprecher beeindruckende Referenzen, eine angenehme Stimme oder ein freundliches Auftreten hat; noch nicht einmal, nur weil der Sprecher dein Lehrer, dein Guru oder der Gründer deiner Religion ist.
Der Buddha lehrte, dass nichts davon ein ausreichender Grund ist, um etwas zu glauben. Stattdessen ist etwas glaubwürdig, wenn es gründlich untersucht und durch direkte Erfahrung bestätigt wurde. Das ist die Art der Unabhängigkeit, die der Buddha im Kālāma Sutta als Grundprinzip buddhistischer Praxis empfahl.

– Buddhadasa Bikkhu: Unter dem Bodhibaum, Buddhistische Gesellschaft München, 2024, S. 45

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