Die Buddhistische Meditationsgruppe im hessischen Marburg ist eine unabhängige und traditionsübergreifende Gemeinschaft von Praktizierenden (Sangha), die sich jeweils verschiedenen Traditionen verbunden fühlen und gemeinsam der Praxis der Meditation sowie dem Studium vor allem buddhistischer Texte widmen.

Programmhinweis (weitere Informationen unter „Termine“):

Weisheit für die Woche

Wenn ihr diesen Lehren des Buddha auf den Grund gehen wollt, braucht ihr eine gewisse intellektuelle Redlichkeit, sonst lest ihr sie nicht so, wie sie gemeint sind. Und ihr dürft nicht nur ein paar Einzelheiten herausgreifen, sondern müsst euch das Ganze ansehen, ohne etwas hinzuzufügen oder auszuklammern. Beruft euch nicht einfach nur auf ein paar obskure Abschnitte, die euren Ansichten zu stützen scheinen. Lest nicht alles Mögliche in eine schwer verständliche und schwer zu übersetzende Passage hinein, während ihr das Gros sehr klarer, sehr präziser und im Kanon der buddhistischen Schriften oft wiederholter Lehren unbeachtet lasst. Dann werdet ihr sicher verstehen, was der Buddha wirklich gelehrt hat. Und diejenigen unter euch, die den Schritt ins Mönchstum getan haben, dürfen ruhig ein wenig Zutrauen zu dem haben, was der Buddha lehrte. Auch ein wenig Vertrauen zu den Mönchen (und Nonnen, d. Red.), die schon so viel länger praktizieren als ihr, kann nicht schaden. Deswegen haben wir Nissaya oder Rückhalt, wir verlassen uns auf den anderen. Das ist für die Praxis so wichtig. Wir finden einfach nicht genug Rückhalt in uns selbst.

– Ajahn Brahm: Nur dieser Moment: Lotos, 2009, S. 79 f.

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