Die Buddhistische Meditationsgruppe im hessischen Marburg ist eine unabhängige und traditionsübergreifende Gemeinschaft von Praktizierenden (Sangha), die sich jeweils verschiedenen Traditionen verbunden fühlen und gemeinsam der Praxis der Meditation sowie dem Studium vor allem buddhistischer Texte widmen.

Programmhinweise (Klicken für weitere Informationen):

Weisheit der Woche:

Achtsamkeit richtet sich nicht nur nach innen. Wenn Sie ruhig und klar genug sind, weiten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Umgebung aus: das Gewirr der ständig dem Ohr präsenten Laute; das selbst durch geschlossene Lider wahrnehmbare Spiel von Licht, Schatten und Farbe; Gerüche, die der Nase zugeweht werden; ein noch am Gaumen haftender Geschmack. Halten Sie bei Ihren täglichen Verrichtungen gelegentlich inne; lassen Sie los von den Sorgen, Phantasien und Plänen, die Sie gerade beschäftigen mögen, und nehmen Sie die sinnliche Unmittelbarkeit des Augenblicks in sich auf: das tiefe Rumpeln eines Lastwagens, durchschnitten vom erschreckten Zetern einer Amsel.

Meditieren heißt nicht den Geist leer machen und die Dinge in tranceartigem Stupor anglotzen. Nichts von Bedeutung wird sich je zeigen, wenn man irgendeinen Gegenstand nur leeren Blicks anstarrt, wie lange auch immer. Meditieren heißt, mit höchster Sensibilität jedem Farbschimmer nachzuspüren, jeder Lautfolge, jeder Berührung durch die Hand eines anderen, jedem stockenden Wort, das zu sagen versucht, was nicht zu sagen ist.

– Stephen Batchelor: Buddhismus für Ungläubige, Fischer, 2003, S. 79 f.

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