23. Juli 2026: „Ich“ und „Mich“ aus der Sicht des Dzogchen

Wir beginnen wieder pünktlich um 19:00 Uhr mit der Meditation. Bitte nicht auf den letzten Drücker kommen.
Wer früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen und hat Zeit, in Ruhe anzukommen.

An diesem Abend hören wir als Grundlage des Dharma-Gesprächs ein oder zwei kurze Abschnitte aus dem Buch „HIER UND JETZT SEIN“ von James Low. In diesem Werk erläutert der Dzogchen Lehrer einen sogenannten Schatztext in 40 Versen von Nuden Dorje mit dem Titel „Der Spiegel der klaren Bedeutung“. Darin geht um die Kultivierung der Gewahrseinspraxis. Die kurzen Kapitel tragen die Titel „Ich und Mein“ (Vers 17) und „Sei gut zu dir“ (Vers 34). Sie könnten gut zum Gespräch in der letzten Woche (s. u.) passen.

Dzogchen ist neben Mahamudra eine der Erkenntnispraktiken aus den tibetischen Traditionen, in denen wir üben, uns direkt und unverstellt der unmittelbaren Erfahrung unseres Seins und unseres Geistes zu öffnen. Sie ähnelt der Vipassana Praxis, die im frühen Buddhismus kultiviert wird.

Im Anschluss an die Lesung besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über unsere Erfahrungen mit der Praxis sowie die vorgestellten Gedanken.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

Der nächste Praxistag kommt bestimmt

Die Abstimmung für den Termin unseres nächsten Praxistages geht weiter. Wer Interesse hat, einen Tag (9:30 bis 17:30) der meditativen Praxis zu widmen, kann sich für die entsprechenden Termine hier eintragen.

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Ein persönliches Wort des Redakteurs

Am letzten Donnerstag hatten sich trotz Wärme und Ferienzeit eine ganze Reihe von Interessierten in der Biegenstraße eingefunden. Dieser Abend hatte wieder etwas von einer Sternstunde des Dharma in Marburg. 

Nach dem Vortrag über die vierfache Aufgabe, die mit den vier edlen Wahrheiten verknüpft ist, schloss sich ein inspirierendes offenes Gespräch über die Implikationen dieses Konzepts an. Schnell standen die Gefühlstönungen (vedanas) und das große Thema  der Unbeständigkeit der Phänomene im Zentrum. Gemeinsam näherten wir uns den Stolpersteinen an, die sich so schnell in den Weg stellen, wenn wir unsere Vorstellungen darüber, wie es sein sollte oder könnte, in die Runde werfen. Am Ende fanden wir große Übereinstimmungen und merkten wieder einmal, wie schnell wir uns an Worten orientieren, die doch nur versuchen, Realität oder unsere Sicht davon abzubilden. Die Abbildung ist eben nie das Original. Schwarmintelligenz in Aktion!

Dank Ulis achtsamen Einwands, dass doch nichts gegen Freude spräche und man beim Freuen nicht schon an das Ende denken müsse, kamen wir überein, dass wir all das Schöne, das uns immer wieder begegnet, natürlich in vollen Zügen genießen sollten. Niemandem darf es erlaubt sein, uns dies zu untersagen. Die Kunst liegt doch gerade darin, den angenehmen und unangenehmen Erfahrungen mit Freundlichkeit, Mitgefühl, Freude und Gelassenheit zu begegnen. „Hier und Jetzt Sein“ ist der Schlüssel, fanden wir heraus. Nur mit offenem Gewahrsein können wir die schönen Seiten genießen, weil wir dann nicht schon das Ende dieser Erfahrung vorwegnehmen und damit den Genuss vorzeitig selbst beenden. Wenn wir das Verwelken einer wunderbaren Blüte bemerken, bleibt die Freude über die Schönheit. Gerade weil auch Schönheit der Unbeständigkeit und Veränderung unterworfen ist, können wir sie bemerken. Alles andere wäre dumpfer Stillstand, in dem keinerlei Erfahrung möglich ist. Wir können also entspannt und gelassen bleiben. Zumal Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachters liegt – „Wat dem eenen sien Uul, is dem annern sien Nachtigall“, sagen wir in Norddeutschland. Eine Objektivität ist schwer zu finden.

Hundertmal können wir zum Augenblicke sagen: „Verweile doch, du bist so schön“, er wird sich unserem Wunsch nicht beugen. Dies bedeutet allerdings nicht, ihn nicht in vollen Zügen auszukosten, solange er entsprechend seiner Natur verweilt. Mit den schwierigen Erfahrungen ist es ebenso. Begegnen wir ihnen mit Gewahrsein und spüren wir, was sie in uns anstoßen, haben sie geringere Chancen, uns so zu dominieren, dass wir dem Schmerz noch inneres Leiden hinzufügen. Verlust, Vergänglichkeit bzw. Prozesshaftigkeit ist weder gut noch schlecht, sondern die Natur aller Erscheinungen. Es ist an uns, etwas Heilsames daraus zu machen und dem Leiden die Chance zu geben, ein Ende zu finden.

Nichts von all dem werden die meisten von uns bereits vollständig realisiert haben. Wir sind schließlich auf dem Weg. Aber der Entschluss, es mit der buddhistischen Herzens- und Geistesschulung zu versuchen, ist ein erster, entscheidender Schritt. Alles Weitere hängt davon ab, wie sehr wir dies durch unsere formale Meditations- und unsere achtsame Lebenspraxis kultivieren.

Dieser wunderbare Abend hat uns sehr bestärkt, den Weg, den wir mit der Buddhistischen Gruppe Marburg begonnen haben, freudig und zuversichtlich weiter zu gehen. Ein Blick in die Akten ergab, dass wir seit dem 1. August 2022 Mieter des Raums in der Biegenstraße sind. Bald haben wir vierjähriges Jubiläum! Wie schön.

Deshalb an dieser Stelle endlich einmal: Vielen Dank an alle, die schon einmal den Weg in die Biegenstraße gefunden haben bzw. immer wieder finden.  Danke für all die Unterstützung aus nah und fern. Dadurch ermöglicht ihr, dass der Dharma in Marburg auf diese Weise und so einfach zugänglich sein kann.

Natürlich tragen auch eure großzügigen Futtergaben für das Spendenschweinchen ordentlich dazu bei, dass dieses Projekt eine Zukunft haben kann.

Danke!
Rüdiger

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S.A.N.G.H.A. könnte Sehr Angenehme Nichtkommerzielle Gemeinschaft, Heilsames Anstrebend bedeuten. Aber ist dies die einzig mögliche Bedeutung?

Findet weitere innovative und treffende Auflösungen des Akronyms S.A.N.G.H.A.

Schickt uns eure kreativen Vorschläge. Wie wir alle wissen, sind Gedanken kein Fehler. Unbestelltes reaktives Denken trägt allerdings wenig zum Erwachen bei, strengt bitte deshalb eure grauen Dharma-Zellen zielgerichtet an. Dann weitet sich der Gedankenraum ins Unendliche.

Die prachtvollste, radikalste, intelligenteste, mitfühlendste, anregendste Idee gewinnt einen noch unbekannten im Dharma begründeten Preis. 

Im Sinne der S.A.N.G.H.A. Selbsthilfe bitten wir dafür um stoffliche oder ideelle Spenden. Sollte mehr als ein Preis gespendet werden, sorgen wir dafür, dass sich der Segen der Großzügigkeit auf möglichst viele Akronymisten verteilen wird. Alles hat seinen Preis, wird behauptet. Aber warum soll es nur einen geben? Gar nicht einzusehen. Zack!

Einsendeschluss ist weiterhin der  22. August.

Die feierliche Übergabe der Preise und die Lobpreisung der Gewinnerinnen und Gewinner könnte an einem sommerlich-geselligen Treffen der BGM-S.A.N.G.H.A. in der folgenden Woche stattfinden. Auch dafür werden noch vor allem räumliche Vorschläge gesucht.

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Dharmabutter

Die Tibeter sagen, man könne Butter benutzen, um Leder weich zu machen; wenn man jedoch Butter in einem Ledersack aufbewahrt, wird das Leder allmählich trocken und brüchig. In ähnlicher weise können wir den Dharma gebrauchen, um uns weich zu machen, um diese Stellen unserer Rigidität zu öffnen, so dass wir flexibel werden und fähig, auf Situationen offen und angemessen zu antworten. Wir können uns aber auch mit Dharma anfüllen, so dass wir zu einem sehr starren Topf werden, zu jemandem, der viel über den Dharma weiß, in Wirklichkeit aber keinerlei Bewegungsfreiheit oder Spielraum mehr besitzt. Wir müssen den Dharma in uns hineinmassieren, so dass wir dadurch weich werden.

– James Low: Hier und Jetzt Sein. Ein Kommentar zu „Don Sal Melong – Der „Spiegel der klaren Bedeutung“ ein Dzogchen-Schatztext von Nuden Dorje. Edition Mandarava, 2005, S. 88

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16. Juli 2026: Die zweite edle Wahrheit und das Loslassen der Reaktivität

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

An diesem Donnerstag setzen wir unsere kleine Reihe zu Gotamas vier edlen Wahrheiten fort. Diesmal geht es um die zweite edle Wahrheit bzw. die zweite veredelnde Aufgabe, wie Stephen Batchelor es nennt. Es geht um die Ursachen des Leidens. Wir werden untersuchen, ob es um eine ewige Wahrheit geht, an die zu glauben ist oder um das Verstehen, wie wir uns selbst in innere Leidenszustände bringen, die unseren eingeübten Reaktivitätsmustern geschuldet sind.

Zugleich soll es auch darum gehen, dass unser Leben nicht nur von Leiden geprägt ist oder geprägt sein muss. Menschliches Leben kennt viele glückliche und freudvolle Umstände, dies war auch dem Buddha sehr bewusst:

„Wenn dieses Leben, Mahāli, ausschließlich von Leiden durchtränkt wäre und wenn es nicht auch von Freude durchdrungen wäre, dann wären Wesen nicht hingezogen zu ihm.“ [Samyutta Nikaya 22:60]

In diesem Sinne soll es heute auch darum gehen, das Leben zu feiern und den Weg zu beleuchten, der uns trotz aller Widrigkeiten ein heiteres, beschwingtes Leben im Hier und Jetzt ermöglichen kann.

Im Anschluss an die Meditation besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über unsere Erfahrungen sowie die entstandenen Schwierig- und Leichtigkeiten.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

Der nächste Praxistag kommt bestimmt

Die Abstimmung für den Termin unseres nächsten Praxistages geht weiter. Wer Interesse hat, einen Tag (9:30 bis 17:30) der meditativen Praxis zu widmen, kann sich für die entsprechenden Termine hier eintragen.

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Irrtümer

Letzten Donnerstag hat Rona aus einem tollen Buch vorgelesen. Das daran anschließende Gespräch war inspiriert und tiefgründig. Es handelte sich um dieses Buch:

Björn Natthiko Lindeblad: Ich kann mich irren

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Achtsamkeitsbasiertes ethisches Leben

Die Buddhastiftung bietet einen Online-Kurs zu MBEL (Mindfulness Based Ethical Living, achsamkeitsbasiertes ethischen Leben) an. Er beginnt am Dienstag, 15. September 2026 und erstreckt sich über insgesamt acht aufeinananderfolgende Dienstage. Es lehren Jochen Weber (Gründer der Buddhastiftung) und Ulla König (Dharmalehrerin, z. B. im Seminarhaus Engl)

Aus der Ankündigung: „Es ist kein Kurs zur Selbstoptimierung und keine Entspannung um ihrer selbst willen; es ist eine Schulung in verantwortlicher Beteiligung an der Welt. Viele Achtsamkeitsansätze betonen zu Recht ein nicht wertendes Gewahrsein der inneren Erfahrung — den eigenen Gedanken und Gefühlen ohne harte Selbstkritik zu begegnen. MBEL bewahrt diese Sanftheit sich selbst gegenüber, fügt aber einen weiteren, bewussten Schritt hinzu: Es lehrt, zu unterscheiden und zu bewerten, so ehrlich wir können, was hilfreich ist und was schädlich. Die Haltung, die es kultiviert, ist daher keine wertfreie Aufmerksamkeit, sondern eine ethisch unterscheidende.“

Weitere Infos und Anmeldung auf der Website der Buddhastiftung.

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Wer findet eine weitere innovative und treffende Auflösung des Akronyms S.A.N.G.H.A.?

Schickt uns eure kreativen Vorschläge. Wie wir wissen, sind Gedanken kein Fehler. Unbestelltes reaktives Denken trägt allerdings wenig zum Erwachen bei, also strengt eure grauen Zellen zielgerichtet an. Dann wird es schon.

Die prachtvollste, radikalste, intelligenteste, mitfühlendste, anregendste Idee gewinnt einen noch unbekannten im Dharma begründeten Preis. 

Im Sinne des S.A.N.G.H.A. (Sehr Angenehme Nichtkommerzielle Gemeinschaft, Heilsames Anstrebend) Gedankens bitten wir dafür um stoffliche oder ideelle Spenden. Sollte mehr als ein Preis gespendet werden, sorgen wir dafür, dass sich der Segen der Großzügigkeit auf möglichst viele Akronymisten verteilen wird. Alles hat seinen Preis, wird behauptet. Aber warum soll es nur einen geben? Gar nicht einzusehen. Zack!

Einsendeschluss ist der  22. August.

Die feierliche Übergabe der Preise und die Lobpreisung der Gewinnerinnen und Gewinner könnte an einem sommerlich-geselligen Treffen der BGM-S.A.N.G.H.A. in der folgenden Woche stattfinden. Auch dafür werden noch vor allem räumliche Vorschläge gesucht.

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Gotama

Gotamas Lehrreden bezeugen seine Kunstfertigkeit in dialektischer Argumentation. Seine Autorität ist nicht die eines Gurus, der seinen Anhängerinnen und Anhängern seine Ansichten aufzwingt, weil diese an seine Erleuchtung glauben. Er diskutiert mit seinen Gesprächspartnern und überzeugt sie durch die konsequente Anwendung der Vernunft. Da es sein Anliegen ist, die Lebensweise der Menschen zu ändern, sind seine Argumente eher praktischer denn theoretischer Natur. Um anderen bei ihren Entscheidungen zu helfen, wie sie denken, sprechen und handeln können, benutzt er Argumente. Er hat kein Interesse daran, abstrakte Thesen zu verfolgen, um eine theoretische Wahrheit aufzuzeigen. Seine praktische Vernunft ist eine ethische.

– Stephen Batchelor: Jenseits des Buddhismus. Eine säkulare Vision des Dharma. Edition Steinrich, 2017, S. 92

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9. Juli 2026: Still wie ein klarer Waldteich

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wir meditieren wieder gemeinsam im Sitzen und Gehen (ca. 20 – 10 – 20 Min.).
Vorentlastung: Vorschriften, wie zu meditieren oder zu sitzen sei, gibt es bei uns nicht. Der achtsame Geist findet seine hilfreiche Körperhaltung von selbst: Learning by Ausprobiering. Wenn es schwierig werden sollte, stehen wir euch mit Rat und Tat zur Seite.

An diesem Abend werden wir uns mit der Waldklostertradition in Thailand beschäftigen. Wir lesen einen Abschnitt aus dem Buch Björn Natthiko Lindeblads, eines ehemaligen Mönchs, der einige Zeit im Kloster von Ajahn Chah gelebt hat.

Im Anschluss an die Lesung besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über das Gehörte und unsere eigenen Erfahrungen mit dem buddhistischen Geistes- und Herzenstrainings.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

PRAXISSAMSTAG – Ein neuer Versuch

Ende August und im September könnten wir den wegen der Hitzewelle vertagten Praxistag nachholen.

Um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen, starten wir wieder eine Nuudel-Umfrage. Es ist ja noch eine Weile hin, trotzdem wäre es schön, wenn sich das Interesse bald manifestierte. Andere Mieter haben auch so ihre Wünsche für den Raum.
Hier geht es zur Umfrage.

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Summer in the City

Das Geheimnis der drei Juwelen – Teil 1

B.U.D.D.H.A., D.H.A.R.M.A. und S.A.N.G.H.A. werden unter Buddhisten als die drei Zufluchten gesehen, als Ideen, die uns Zuversicht und inneren Schutz versprechen. So etwas kann man ja immer behaupten, aber stimmt das auch?

Um dem Geheimnis der S.A.N.G.H.A auf die Spur zu kommen, haben wir, das Marburger Dharmaforschungsteam, in den tiefsten Kellern der Erkenntnis der bald 500 Jahre alten Marburger Universität gegraben, in der Hoffnung auf Inspiration und Einsicht. 

Nach Stunden des Suchens begegneten wir einigen dort unerkannt hausenden Kellergeistern Evangelisch seit der Gründung der Universität, vermochten sie aus sich heraus nichts Erhellendes beizutragen. Sie meinten, es sei am einfachsten, einfach daran zu glauben, dass die Sache mit den drei Zufluchten irgendwie, also auf jeden Fall, gottgegeben sei. Wie überhaupt alles in dieser und in anderen Welten, die man sich ausdenken könnte. Das Forschungsteam äußerte mitfühlende Zweifel und schlug die Seite im vorsorglich mitgeführten Pali-Kanon mit der Kalama Sutta auf. Kaum zeigten wir den Kellergeistern die Textstelle, krümmten sie sich vor Glaubensschmerz, lösten sich auf und wurden nimmer mehr gesehen. Unsere spontanen guten Wünsche, sie mögen doch frei von Leiden und den Ursachen des Leidens sein und auch noch den Weg der Selbstbefreiung finden, schienen sie kaum beeindruckt, eher verschreckt zu haben. Wir haben wohl doch nicht so viel gemeinsam, sobald es ums Wesentliche geht. Hier unten war für uns offensichtlich nichts zu holen, außer muffigen Talaren.

Also machten wir uns wieder auf den Weg nach oben ins strahlende Sonnenlicht des Marburger Sommers und gingen in unseren Mediraum in der Biegenstraße. Dort setzten wir uns im Kreis auf die Kissen und Stühle. Nach 45 Minuten im stillen offenen Gewahrsein schauten wir uns gegenseitig an und erkannten, dass die Antwort auf unsere Frage gar nicht im kühlen Keller zu finden ist, sondern in unserem von den Feuern der Anhaftung, Aversion und Ignoranz befreiten Geist selbst. Die Praxis mit Gleichgesinnten ist eben doch äußerst unterstützend! Wie Schuppen aus den Haaren fiel uns die Bedeutung von S.A.N.G.H.A in die Mitte unseres Kreises. Da hätten man ja auch gleich drauf kommen können:

Sehr Angenehme Nichtkommerzielle Gemeinschaft, die Heilsames Anstrebt

Dieses Rätsel scheint erstmal gelöst zu sein. Ob unsere Erkenntnis zutrifft, kann jeden Donnerstag in der Biegenstraße 20 ab 18:45 Uhr durch direkte und unverstellte Wahrnehmung überprüft werden.

Was es mit B.U.D.D.H.A. und D.H.A.R.M.A. auf sich hat, werden wir auch noch herausfinden und bald an geeigneter Stelle publizieren.

Sarva mangalam
Mögen alle Wesen glücklich sein

M.D.S.P.A.
MarburgerDharmaSommerPreisausschreiben

Wer findet eine weitere innovative und treffende Auflösung des Akronyms S.A.N.G.H.A.?

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Die prachtvollste, radikalste, intelligenteste, mitfühlendste, anregendste Idee gewinnt einen noch unbekannten Preis. 

Im Sinne des S.A.N.G.H.A. Gedankens bitten wir dafür um stoffliche oder ideelle Spenden. Sollte mehr als ein Preis gespendet werden, sorgen wir dafür, dass sich der Segen der Großzügigkeit auf möglichst viele Akronymisten verteilen wird. Alles hat seinen Preis, wird behauptet. Aber warum soll es nur einen geben? Gar nicht einzusehen. Zack!

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Sommerliche Leselust

Unsere Bibliotheksliste liegt nun in einem kompakteren Format (pdf) vor. Sie liegt zum Download bereit.

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Spätsommerlicher Workshop

Die Dharmagruppe Münster bietet einen Wochenend Workshop zur Maha Prajna Paramita an. Sollten sich mehrere Leute interessieren, könnte über eine gemeinsame Fahrt nachgedacht werden. Lama Öser wird den Kurs leiten, der für schon erfahrenere Teilnehmer gedacht ist.

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Fremde Federn

Wir müssen aber bedenken, dass die Zukunft weder vollständig in unserer Macht liegt, noch dass sie gänzlich unserer Macht entzogen ist – damit wir das Künftige weder als etwas unweigerlich Eintretendes betrachten noch die Hoffnung aufgeben, die Zukunft verändern zu können.
Epikur (-341bis -271)

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2. Juli 2026: Meditieren wie der Buddha es empfahl

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie immer am ersten Donnerstag eines Monats gibt es heute wieder Grundlegendes zu Zweck und Wirkung buddhistischer Meditationspraxis. Neben ein paar Erläuterungen steht die praktische Übung im Mittelpunkt des Abends. Schritt für Schritt nähern wir uns dabei angeleitet der Vipassana- oder Einsichts-Meditation an. Auch für erfahrene Praktizierende ist es immer wieder hilfreich, an die Grundlagen unserer Praxis erinnert zu werden und so bequem und sinnvoll scheinende Routinen zu überprüfen.

Im Anschluss an die Meditation besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über unsere Erfahrungen sowie die entstandenen Schwierig- und Leichtigkeiten.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

7. Marburger Praxistag wurde verschoben

Wie bereits separat mitgeteilt, haben wir unseren Praxistag wegen der klimatischen Bedingungen verschoben. Ein neuer Termin muss nun gefunden werden. Sobald wir die möglichen Termine (eventuell noch im Juli, sonst eher Ende August/September) kennen, starten wir wieder eine Umfrage, um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen.
Wir setzen auf euer Verständnis.

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Spontan

Wer noch keinen Sommerurlaub geplant hat, aber noch etwas unternehmen möchte, könnte sich noch schnell für ein 14-Tage-Retreat im Seminarhaus Engl anmelden. Vom 4. bis 18. Juli leitet Akincano M. Weber dort ein Vipassana Retreat. Näheres auf der Website des Seminarhauses.

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Samsara

Der grundlegende Punkt ist, dass Samsara der Versuch ist, etwas zu stabilisieren, was niemals stabilisiert werden kann. Und deshalb kommt man nie zu einem Ende. Während wir uns bemühen, das Unmögliche möglich zu machen, übersehen wir das einzig tatsächlich Stabile, nämlich die Tür zu Nirvana. Deshalb ist es sehr wichtig, sich der Tatsache der Unbeständigkeit bewusst zu werden.

Selbst wenn wir alle äußeren und inneren Phänomene als unbeständig betrachten, sehnen wir uns immer noch nach einem Ort der Ruhe. Wozu sollen wir also Zuflucht nehmen? Nimmt man Zuflucht zu Dingen, die unbeständig sind, werden sie einen immer enttäuschen. Nicht weil sie „schlecht“ sind, sondern weil sie nun mal so sind.

Wir aber sind tapfer und mutig und dumm, also versuchen wir es weiter! Versuche einmal zu beobachten, wieviel Zeit du aufwendest, wieviel Mühe du dir gibst, um Situationen zu festigen, anstatt sie zu genießen.

– James Low: Die heilende Kraft der Leerheit – Eine Anthologie von Dzogchen-Texten. Wandel Verlag, 2025, S.98

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25. Juni 2026: Die erste edle Wahrheit – Teil II

Die vier edlen Wahrheiten – eine vierfache Aufgabe Teil II

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Vor zwei Wochen haben wir mit der ersten edlen Wahrheit und der Aufgabe, „das Leben zu umarmen“ (Stephen Batchelor) begonnen und setzen dies an diesem Abend fort mit der Beschäftigung mit den drei Arten des Leidens. Angelehnt an das Standardwerk „Grundlagen des Buddhismus“ von Fred von Allmen und Lama Tilmann Lhündrup steht heute das „potenzielle Leiden“ im Mittelpunkt des kurzen Vortrags und des sich anschließenden Gesprächs.

Im Anschluss an die Meditation besteht noch Gelegenheit, uns über den Vortrag auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Unschlagbares Praxisangebot

Zu unserem 7. Praxissamstag am 27. Juni 2026 in Marburg laden wir euch herzlich ein. Es sind noch viele Kissen und Stühle frei.

Einen Tag (9:30 bis 17:30) der Praxis in Gemeinschaft zu widmen ist eine gute Gelegenheit, einmal tiefer in den Prozess des Annehmen und Loslassen, also des So-sein-lassens, einzutauchen. Alle, die schon einmal an einem Retreat teilgenommen haben, werden dies bestätigen können. Unser Praxistag ist in diesem Sinne ein „Schnupperangebot“ für alle, die eine intensivere Praxis einmal ausprobieren möchten. Für Unterstützung durch erfahrenere Praktizierende ist gesorgt. Es besteht die Möglichkeit, auftretende Fragen oder Schwierigkeiten in Einzelgesprächen zu thematisieren.

Bitte teilt uns persönlich oder per Email mit, wenn ihr dabeisein wollt. Dies erleichtert uns die Vorbereitung (Mittagessen etc.) enorm.

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Das Leben umarmen

Dukkha wird traditionell als „Leiden“ übersetzt, was dem soteriologischen Element im traditionellen Buddhismus entspräche. Aber es ist ungeeignet, um Buddhas explizite Aufzählung dessen, wofür Dukkha steht, auszudrücken: Geburt, Krankheit, Altern, Tod, Trennung von dem, was wir lieben, Feststecken in dem, was wir verabscheuen, nicht zu bekommen, was wir wollen und unsere allgemeine psychophysische Verletzlichkeit. Kein Mensch kann sich irgendeiner dieser Erfahrungen entziehen.

Bei dieser ersten Facette der vierfachen Aufgabe geht es also darum, unser menschliches Dasein anzunehmen. Zu diesem Leben gehört auch Freude und das Potenzial zum Erwachsen, wie der Buddha lehrte. Aber der Weg zu einer umfassenderen Erfahrung dieser Potenziale liegt darin, „die ganze Katastrophe“ in den Griff zu bekommen, wie es Alexis Sorbas im gleichnamigen Film ausdrückte.

Wir brauchen kein esoterisches Wissen, um Dukkha zu verstehen. Wir brauchen das ethische und meditative Know-how, um das Leben „in inniger und ironischer Weise zu verstehen, in all seinen Paradoxien und Launen, seinen Schrecken und witzigen Momenten, seiner Erhabenheit und Banalität“, schreibt Stephen.

– Winton Higgins: Säkularer Buddhismus – Arbeitsbuch zu „Jenseits des Buddhismus“ von Stephen Batchelor. Verlag Mittlerer Weg, 2020, S. 35 f.

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Abschiede

Traurig müssen wir vermelden, dass zwei Menschen, die den Dharma auf jeweils besondere Weise gelehrt und verbreitet haben, von uns gegangen sind.

Saskia Graf (1979-2026) hat viel für den säkularen, aber nicht nur den, Buddhismus geleistet. Viel Zeit hat sie für die Buddhastiftung in Heidelberg investiert, hat übersetzt, gelehrt und beraten. 2024 wurde sie mit dem “Outstanding Women in Buddhism Award” ausgezeichnet.

Robert Thurman (1941-2026), ein us-amerikanischer Dharmalehrer, gehörte zu den engen westlichen Freunden des 14. Dalai Lama und war unermüdlich für den Dharma in unterschiedlichster Weise unterwegs. Er schrieb Bücher, lehrte, übersetzte und war Professor an der Columbia University.

Diese Selbstbezogenheit ist angesichts der Tatsache, dass wir uns ja für das Wichtigste im Universum halten, vollkommen natürlich. Ob dies moralisch verwerflich ist, steht hier nicht zur Debatte. Doch ich bezweifle, dass diese Sichtweise korrekt ist. Wir mögen zwar mit der „Gewissheit“ aufwachen, wir seien der Mittelpunkt des Universums, doch sobald wir unseren Fuß nach draußen setzen, treffen wir nicht einen Menschen, der dieser Sichtweise zustimmt. Wenn wir die Möglichkeit hätten, die Gedanken anderer zu hören, schallten uns Chöre entgegen: „Das bist du nicht, denn das bin nämlich ich! Ich bin der Mittelpunkt.“ Wir befinden uns daher in ständigem Widerspruch zu anderen, sind allesamt fest im Griff jenes kleinen inneren Diktators, der jeden Menschen glauben machen will, er oder sie sei der Mittelpunkt des Universums.

Und was will dieser Diktator? Jeder möchte natürlich glücklich sein und tut alles für die Erfüllung dieses Wunsches. Aber reicht denn allein der Wunsch nach Glück aus, um wirklich glücklich zu werden? Das hat noch nie geklappt. Wenn ich besessen von dem Wunsch handele, mein Glück zu finden, verfehle ich es mit Sicherheit. Möglicherweise führt der von mir beschrittene Weg in die Irre.

Wenn ich mich darum bemühe, glücklich zu werden, befehle „ich“ mir selbst, was ich für „mich“ zu tun habe. Wenn ich „mir selbst“ gehorche, tue ich dies so selbstverständlich, wie ich dies bei keinem anderen tun würde, da ich davon ausgehe, dass ich ja „ich“ bin. Doch ich profitiere offenbar wenig von dem Diktat des „Ichs“. Es scheint, als ob ich für mich handelte, doch in Wahrheit erntet ein anderer „Chef“ die Früchte meiner Bemühungen. Ich fülle im Schweiße meines Angesichts ein Gefäß, doch es wird niemals voll. Entweder sickert das Wasser aus einem Loch im Boden heraus, oder es wird in ein anderes Gefäß umgeleitet. Vielleicht entspricht dieses „Ich“ nicht wirklich dem, der ich wirklich bin. Wie könnte es das wahre Ich sein, wenn es ein so falsches Verständnis von seinem Platz im Universum hat?

Robert Thurman: Revolution von innen – Die Lehren des Buddhismus oder das vollkommene Glück. Econ Verlag, 1999, S. 74 f.

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18. Juni 2026: Was kann ich tun? Dharmapraxis in unruhigen Zeiten

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

An diesem Abend werden wir dem Live-Vortrag Sylvia Wetzels (buddhistische Meditationslehrerin, Autorin und Publizistin) mit dem Thema

„WAS KANN ICH TUN? DHARMAPRAXIS IN UNRUHIGEN ZEITEN“

via Zoom folgen. Sie wird ihn im Zentrum für Buddhismus in Bern (Schweiz) halten. Wer den Vortrag zuhause verfolgen möchte, kann dies mit diesem Link tun: https://us02web.zoom.us/j/89925754311

Wie auch unsere Donnerstage in Marburg, basieren die Angebote des Berner Zentrums für Buddhismus auf dem Prinzip von Dana, der Übung der Großzügigkeit. Ohne eure Spenden geht es nicht. Deshalb bitten wir diesmal um Spenden für unsere Berner Dhammafreunde, damit Sylvias Reisekosten gedeckt werden können und sie weiter lehren kann. Den heutigen Inhalt unseres Spendenschweinchens werden wir deshalb dem Berner Zentrum überweisen.

Im Anschluss an die Meditation besteht noch Gelegenheit, uns über den Vortrag auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Rückblick

Am letzten, gut besuchten Donnerstag ging es um die erste edle Wahrheit. Wir haben uns im anschließenden Gespräch mit dem Leiden und dem Erkennen von Leiden beschäftigt. Dabei entstand die Idee, bis zum 25. Juni darauf zu achten, inwiefern es uns gelingt, unserem Herzen, den liebevollen und heilsamen Aspekten unseres Wesens, zu folgen und auch die Situationen, in denen uns dies nicht gelingt zu bemerken. Dabei soll es sich um unsere alltäglichen, meist undramatischen Handlungs- und Denkmuster gehen. Am 25. Juni wollen wir die Beschäftigung mit der ersten edlen Wahrheit fortsetzen. Dabei können wir uns über unsere Erfahrungen austauschen.

PS: Das „Gemälde“ entstand natürlich durch digitale Verfremdung eines achtsamkeitsbasierten Fotos während der Meditation. Es war ein beeindruckender Abend, da kann ein Schuss Impressionismus nicht schaden.

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Ausblick

Zu unserem 7. Praxissamstag am 27. Juni 2026 könnt ihr euch jetzt anmelden. Bitte teilt uns persönlich oder per Email mit, wenn ihr dabeisein wollt. Dies erleichtert uns die Vorbereitung (Mittagessen etc.) enorm.

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Weitblick

Auch Buddhas – erwachte Menschen – kennen angenehme und unangenehme Gefühle, sonst könnten sie nicht überleben in einer Welt mit unterschiedlichen Temperaturen, in der es spitze Steine und Bitterstoffe, Autos und Hagelschauer gibt. Der Unterschied zwischen erwachten und unerwachten Menschen besteht im Umgang mit Gefühlen. Buddhas leben mit Akzeptanz und Vertrauen und handeln angemessen und klug. Sie machen aus jeder Situation das Beste. Wenn wir aufhören, auf angenehme und unangenehme Gefühle mit Dramen zu reagieren, wenn wir aufhören, panisch vor unangenehmen Gefühlen wegzulaufen, haben wir alle Zeit der Welt. Dann ruhen wir „geborgen im Sein“, wach und entspannt, ohne Bedauern über Vergangenes und ohne Furcht vor der Zukunft, ohne die existenzielle Angst vor Leben und Tod.

Sylvia Wetzel: Leichter leben – Praktische Meditationen zum Umgang mit Gefühlen. Theseus, 2002, S. 68

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Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

11. Juni 2026: Die erste edle Wahrheit – eine veredelnde Aufgabe

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab (ca. 20-10-20 Min.).

Wir wollen uns in lockerer Reihenfolge mit den Grundlagen des Buddhismus befassen, angelehnt an das Buch von Fred von Allmen und Lama Tilmann Lhündrup „Grundlagen des Buddhismus“.
Wir beginnen mit den vier edlenWahrheiten und schauen uns an diesem Abend die erste edle Wahrheit genau an: die drei Arten von dukkha.

In zwei Wochen werden wir uns mit den Ursachen von dukkha befassen.

Im Anschluss besteht reichlich Gelegenheit, uns über die angesprochenen Themen auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Rückschau

Letzte Woche ging es in der geführten Meditation um die Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. Unsere geführten Meditationen sollen die eigene häusliche Praxis unterstützen bzw. dazu anregen. Eine Anleitung zur Achtsamkeit in Bezug auf den Atem und den Körper in schriftlicher Form findet sich im Buch „Mit Buddhas Augen sehen“ von Fred von Allmen. Sie steht zum Download zur Verfügung. Ergänzt wird sie durch ein paar Anmerkungen zur Meditationspraxis, die Gegenstand der Meditationsanleitung des letzten Donnerstags waren.

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Vorschau I

Am 18. Juni wird Sylvia Wetzel (buddhistische Meditationslehrerin, Autorin und Publizistin) im Zentrum für Buddhismus in Bern einen interessanten Vortrag mit dem Titel „Was kann ich tun? Dharmapraxis in unruhigen Zeiten“ halten. Wir werden an diesem Abend an der Zoom-Übertragung teilnehmen.

Vorschau II

Zu unserem 7. Praxissamstag am 27. Juni 2026 könnt ihr euch jetzt anmelden. Bitte teilt uns persönlich oder per Email mit, wenn ihr dabeisein wollt.

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Innenschau

Der meditierende Geist ist von Natur aus entspannt, ruhig und friedvoll. Lerne, nicht zu fokussieren, zu kontrollieren, zu erschaffen, einzuengen oder einzuschränken.

Warum ist da so viel Fokussieren? Es könnte sein, dass du eine bestimmte Erfahrung haben möchtest oder nicht magst, was gerade geschieht.

Erschaffe nicht oder lehne nicht ab und vergiss nicht, gewahr zu sein, wann immer etwas entsteht oder vergeht.

Wo ist der Geist? Achtet er auf das, was im Inneren geschieht (Geist und Körper)? Oder ist seine Aufmerksamkeit bei externen Phänomenen (z. B. bei anderen Leuten)?

Ein Geist ist ein meditierender Geist, wenn in ihm keine Gier, Ärger, Trauer oder Besorgnis sind. Du ermüdet dich nur selbst, wenn du mit Verlangen oder Erwartungen praktizierst.

Sayadaw U Tejaniya: Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen. Verein Vipassana Publikationen Schweiz, S. 65

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4. Juni 2026: Einführung in die Meditationspraxis – und wichtige Hinweise

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

In Form einer geführten Meditation üben wir uns heute in der Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. In der Satipatthana Sutta empfielt der Buddha vier „Haltungen des Achtsamseins“ (vgl. Anālayo: Der direkte Weg: Satipatthana. Beyerlein & Steinschulte, 2010, S. 41). Eine dieser Haltungen ist es, die Empfindungen des Körpers mit Achtsamkeit zu begleiten und auf diese Weise das Kommen und Gehen der physischen Erscheinungen zu bemerken und ihre Natur auch intuitiv zu erkennen.

In der Kāyagatā-sati Sutta  (MN 119) beschreibt Gotama die Bedeutung der Achtsamkeit auf den Körper so:
„Nun, angenommen, es gäbe ein trockenes, saftloses Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entzünden. Ich werde Hitze erzeugen.‘ Was meint ihr? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entzünden und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem trockenen, saftlosen Stück Holz reibt?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es: In wem auch immer Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, nicht entwickelt und nicht kultiviert wird, da gewinnt Māra (die unheilsamen inneren Kräfte, Anm. d. Red.) Einlass, da fasst Māra Fuß.
[…]

„Nun stelle dir vor, es gäbe ein feuchtes, saftiges Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entfachen. Ich werde Wärme erzeugen.‘ Was meinst du? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entfachen und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem feuchten, saftigen Stück Holz reibt?“
„Nein, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es bei jenen, in denen Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, entwickelt und kultiviert wird: Māra findet keinen Zugang, Māra findet keinen Halt.

(Nach der englischen Übersetzung Thanissaro Bhikkhus)

Die Achtsamkeit auf die Gefühle, die Gedanken und die Geistobjekte werden Schwerpunkte der nächsten Einführungsabende sein.

Im Anschluss an die Meditation besteht reichlich Gelegenheit, uns über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

7. Marburger Praxistag

Am 27. Juni 2026 findet endlich wieder ein Praxissamstag statt. Wir treffen uns von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr zur gemeinsamen Praxis. Ab sofort könnt ihr euch dafür anmelden, am besten per Email.
Eine Anmeldung ist wichtig, um z. B. das Mittagessen gut planen zu können.
Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website.

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Vesakh

Letzten Donnerstag war es wieder einmal recht voll. Wir hatten uns, wie angekündigt, zu einer kleinen Vesakhfeier zusammengefunden. Sabine erläuterte, was es mit Vesakh (Pali) bzw. Saga Dawa (tib.) auf sich hat. Birgit hielt einen Vortrag über Buddha sowie seine Schülerinnen und Schüler. Zudem gab sie einen Eindruck von den Zeit- und Gesellschaftsumständen, in denen Gotama lehrend im heutigen Nordindien umherwanderte. Zum Schluss las Rüdiger noch die Lehrrede Bei Sedaka vor. Danach gab es noch ein schönes Beisammensein bei süßem und salzigem Gebäck, Erdbeeren, Nüssen und Tee. Viele interessante und inspirierende Gespräche kamen zustande.

Es sind nicht alle Anwesenden abgebildet

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Rainbow Dharma

Im Meditationszentrum Beatenberg im Berner Oberland findet vom 23. bis 26. Juli 2026 ein Retreat für die LGBTQIA+ Gemeinschaft statt.

Katrin Auf der Heyde und Bernat Font werden das Retreat leiten. Der Kurs findet auf Englisch statt, aber die Lehrenden sprechen auch Deutsch und Spanisch.

Alles Weitere steht auf der Homepage des Beatenbergs.

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Das Dhamma und das Glück

Ein Online-Kurs des Bodhi College mit Yuka Nakamura

An drei Dienstagen (9., 16. und 23. Juni, 19 – 21 Uhr) geht es nicht primär um das Leiden, sondern ausdrücklich um Glück und Freude in der buddhistischen Praxis. Anmeldung und weitere Informationen auf der Website des Bodhi College. Kurssprache ist deutsch.

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Meditation

Jeder, der meditiert, müßte schon nach den ersten Erfahrungen wissen, daß die eigenen Gedanken unzuverlässig und nicht glaubwürdig sind. Sie kommen, ohne daß sie gerufen wurden, gehen sofort wieder und enthalten im allgemeinen ziemlichen Unsinn. Halten wir diese Gedanken im täglichen Leben weiterhin für glaubwürdig und zweifeln nicht an unseren Ansichten, dann haben wir bei der Meditation nicht aufgepaßt.

– Ayya Khema: Komm und sieh selbst. Jhana Verlag, 1994, S. 154

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28. Mai 2026: Vesakh – Gotamas Leben, Erwachen und Lehren

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab (ca. 20-10-20 Minuten).

In diesen Wochen wird in vielen Buddhistischen Gemeinschaften und in allen Tradionen Vesak (früher Buddhismus/Theravada) bzw. Saga Dawa (Mahayana/tibet. Buddhismus) gefeiert. Dabei wird der Geburt, des Lebens und Lehrens und des Sterbens Gotamas, des Erwachten, gedacht. Diese Feierlichkeiten haben verschiedene Formen. Wir halten es eher einfach und zugleich bunt.

Geplant sind 

  • ein kurzer Vortrag mit einem realistischen Blick auf das Leben Siddharta Gotamas,
  • die Lesung einer Lehrrede (Sutta) aus dem Palikanon,
  • die Vorstellung eines Widmungsgebetes aus einer tibetischen Tradition,
  • Austausch über unsere eigenen Bezüge zu Buddha und der auf seinen Unterweisungen beruhenden Praxis,
  • Tee und Knabbereien

Wer etwas mitbringen möchte (Knabbereien, Nüsse, Obst), ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Dana, Großzügigkeit, ist eine der wichtigsten Übungen unserer Lebenspraxis. Die Kapazitäten der kleinen Teeküche in der Biegenstraße sind begrenzt. Deshalb wäre es hilfreich, wenn ihr eine Tasse und eventuell ein Tellerchen mitbrächtet.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nicht vergessen:

Für Juni planen wir wieder einen Praxistag
Um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen haben wir eine Nuudel-Umfrage gestartet, um den besten Termin zu finden. Wer ernsthaftes Interesse hat, einmal einen ganzen Samstag (von 10 bis 17 Uhr) der Meditation zu widmen, kann sich gerne bis zum 27. Mai an der Terminfindung beteiligen. Sobald der Tag feststeht, ist die Anmeldung möglich. Wer Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden. Email genügt.

Nachschlag

Bärbels wunderbarer Vortrag zum Workshop der BuddhaStiftung zu den ethischen Wurzeln der Achtsamkeit und die Fallstricke beim Umgang mit Schuld und Scham steht jetzt zum Abruf zur Verfügung. Allen, die letzten Donnerstag nicht dabeisein konnten, sei er wärmstens ans Herz gelegt.

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Das Original

Dhammapada 1-8

Absicht formt Erfahrungen;
Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.
Wenn man aus unlauterer Absicht
redet oder handelt,
folgt einem Leiden
wie das Rad dem Fuß des Ochsen.

Absicht formt Erfahrungen;
Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.
Wenn man aus reiner Absicht
redet oder handelt, folgt einem Glück
wie ein Schatten, der niemals weicht.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!
Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“
Für die, die so hadern,
kommt der Hass nie zur Ruhe.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!
Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“
Für die, die nicht so hadern,
kommt der Hass zur Ruhe.

Denn niemals wird Hass
durch Hass beigelegt;
durch Liebe wird er beigelegt:
Das ist eine Lehre von alters her.

Wenn andere das nicht verstehen,
so wollen wir, die wir verstehen,
uns in dieser Hinsicht zügeln;
denn so werden Spannungen beigelegt.

Die, die das Schöne betrachten,
die Sinne unbeherrscht,
beim Essen ohne Maß,
träge, mit wenig Energie:
Sie wirft Māra nieder
wie der Wind einen schwachen Baum.

Die, die das Abstoßende betrachten,
die Sinne wohl beherrscht,
mit Maß beim Essen,
vertrauensvoll und energisch:
Māra kann sie nicht niederwerfen,
wie der Wind einen Felsenberg.

Übersetzung ins Deutsche von der ehrw.  Sabbamitta
Quelle: SuttaCentral

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Umfrage zur Meditationspraxis

Die Universität von Melbourne und andere Forschungsinstitute haben wieder eine Umfrage zur Meditationspraxis und ihren Wirkungen gestartet. Teilnehmen kann jeder, die/der schon einmal auf einem Meditationskissen saß.
Registrierung auf der Homepage (auf Deutsch)

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