11. Juni 2026: Die erste edle Wahrheit – eine veredelnde Aufgabe

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab (ca. 20-10-20 Min.).

Wir wollen uns in lockerer Reihenfolge mit den Grundlagen des Buddhismus befassen, angelehnt an das Buch von Fred von Allmen und Lama Tilmann Lhündrup „Grundlagen des Buddhismus“.
Wir beginnen mit den vier edlenWahrheiten und schauen uns an diesem Abend die erste edle Wahrheit genau an: die drei Arten von dukkha.

In zwei Wochen werden wir uns mit den Ursachen von dukkha befassen.

Im Anschluss besteht reichlich Gelegenheit, uns über die angesprochenen Themen auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Rückschau

Letzte Woche ging es in der geführten Meditation um die Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. Unsere geführten Meditationen sollen die eigene häusliche Praxis unterstützen bzw. dazu anregen. Eine Anleitung zur Achtsamkeit in Bezug auf den Atem und den Körper in schriftlicher Form findet sich im Buch „Mit Buddhas Augen sehen“ von Fred von Allmen. Sie steht zum Download zur Verfügung. Ergänzt wird sie durch ein paar Anmerkungen zur Meditationspraxis, die Gegenstand der Meditationsanleitung des letzten Donnerstags waren.

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Vorschau I

Am 18. Juni wird Sylvia Wetzel (buddhistische Meditationslehrerin, Autorin und Publizistin) im Zentrum für Buddhismus in Bern einen interessanten Vortrag mit dem Titel „Was kann ich tun? Dharmapraxis in unruhigen Zeiten“ halten. Wir werden an diesem Abend an der Zoom-Übertragung teilnehmen.

Vorschau II

Zu unserem 7. Praxissamstag am 27. Juni 2026 könnt ihr euch jetzt anmelden. Bitte teilt uns persönlich oder per Email mit, wenn ihr dabeisein wollt.

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Innenschau

Der meditierende Geist ist von Natur aus entspannt, ruhig und friedvoll. Lerne, nicht zu fokussieren, zu kontrollieren, zu erschaffen, einzuengen oder einzuschränken.

Warum ist da so viel Fokussieren? Es könnte sein, dass du eine bestimmte Erfahrung haben möchtest oder nicht magst, was gerade geschieht.

Erschaffe nicht oder lehne nicht ab und vergiss nicht, gewahr zu sein, wann immer etwas entsteht oder vergeht.

Wo ist der Geist? Achtet er auf das, was im Inneren geschieht (Geist und Körper)? Oder ist seine Aufmerksamkeit bei externen Phänomenen (z. B. bei anderen Leuten)?

Ein Geist ist ein meditierender Geist, wenn in ihm keine Gier, Ärger, Trauer oder Besorgnis sind. Du ermüdet dich nur selbst, wenn du mit Verlangen oder Erwartungen praktizierst.

Sayadaw U Tejaniya: Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen. Verein Vipassana Publikationen Schweiz, S. 65

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Übrigens: Du kannst den Newsletter auch online lesen.

Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

4. Juni 2026: Einführung in die Meditationspraxis – und wichtige Hinweise

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

In Form einer geführten Meditation üben wir uns heute in der Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. In der Satipatthana Sutta empfielt der Buddha vier „Haltungen des Achtsamseins“ (vgl. Anālayo: Der direkte Weg: Satipatthana. Beyerlein & Steinschulte, 2010, S. 41). Eine dieser Haltungen ist es, die Empfindungen des Körpers mit Achtsamkeit zu begleiten und auf diese Weise das Kommen und Gehen der physischen Erscheinungen zu bemerken und ihre Natur auch intuitiv zu erkennen.

In der Kāyagatā-sati Sutta  (MN 119) beschreibt Gotama die Bedeutung der Achtsamkeit auf den Körper so:
„Nun, angenommen, es gäbe ein trockenes, saftloses Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entzünden. Ich werde Hitze erzeugen.‘ Was meint ihr? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entzünden und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem trockenen, saftlosen Stück Holz reibt?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es: In wem auch immer Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, nicht entwickelt und nicht kultiviert wird, da gewinnt Māra (die unheilsamen inneren Kräfte, Anm. d. Red.) Einlass, da fasst Māra Fuß.
[…]

„Nun stelle dir vor, es gäbe ein feuchtes, saftiges Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entfachen. Ich werde Wärme erzeugen.‘ Was meinst du? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entfachen und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem feuchten, saftigen Stück Holz reibt?“
„Nein, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es bei jenen, in denen Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, entwickelt und kultiviert wird: Māra findet keinen Zugang, Māra findet keinen Halt.

(Nach der englischen Übersetzung Thanissaro Bhikkhus)

Die Achtsamkeit auf die Gefühle, die Gedanken und die Geistobjekte werden Schwerpunkte der nächsten Einführungsabende sein.

Im Anschluss an die Meditation besteht reichlich Gelegenheit, uns über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

7. Marburger Praxistag

Am 27. Juni 2026 findet endlich wieder ein Praxissamstag statt. Wir treffen uns von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr zur gemeinsamen Praxis. Ab sofort könnt ihr euch dafür anmelden, am besten per Email.
Eine Anmeldung ist wichtig, um z. B. das Mittagessen gut planen zu können.
Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website.

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Vesakh

Letzten Donnerstag war es wieder einmal recht voll. Wir hatten uns, wie angekündigt, zu einer kleinen Vesakhfeier zusammengefunden. Sabine erläuterte, was es mit Vesakh (Pali) bzw. Saga Dawa (tib.) auf sich hat. Birgit hielt einen Vortrag über Buddha sowie seine Schülerinnen und Schüler. Zudem gab sie einen Eindruck von den Zeit- und Gesellschaftsumständen, in denen Gotama lehrend im heutigen Nordindien umherwanderte. Zum Schluss las Rüdiger noch die Lehrrede Bei Sedaka vor. Danach gab es noch ein schönes Beisammensein bei süßem und salzigem Gebäck, Erdbeeren, Nüssen und Tee. Viele interessante und inspirierende Gespräche kamen zustande.

Es sind nicht alle Anwesenden abgebildet

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Rainbow Dharma

Im Meditationszentrum Beatenberg im Berner Oberland findet vom 23. bis 26. Juli 2026 ein Retreat für die LGBTQIA+ Gemeinschaft statt.

Katrin Auf der Heyde und Bernat Font werden das Retreat leiten. Der Kurs findet auf Englisch statt, aber die Lehrenden sprechen auch Deutsch und Spanisch.

Alles Weitere steht auf der Homepage des Beatenbergs.

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Das Dhamma und das Glück

Ein Online-Kurs des Bodhi College mit Yuka Nakamura

An drei Dienstagen (9., 16. und 23. Juni, 19 – 21 Uhr) geht es nicht primär um das Leiden, sondern ausdrücklich um Glück und Freude in der buddhistischen Praxis. Anmeldung und weitere Informationen auf der Website des Bodhi College. Kurssprache ist deutsch.

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Meditation

Jeder, der meditiert, müßte schon nach den ersten Erfahrungen wissen, daß die eigenen Gedanken unzuverlässig und nicht glaubwürdig sind. Sie kommen, ohne daß sie gerufen wurden, gehen sofort wieder und enthalten im allgemeinen ziemlichen Unsinn. Halten wir diese Gedanken im täglichen Leben weiterhin für glaubwürdig und zweifeln nicht an unseren Ansichten, dann haben wir bei der Meditation nicht aufgepaßt.

– Ayya Khema: Komm und sieh selbst. Jhana Verlag, 1994, S. 154

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28. Mai 2026: Vesakh – Gotamas Leben, Erwachen und Lehren

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab (ca. 20-10-20 Minuten).

In diesen Wochen wird in vielen Buddhistischen Gemeinschaften und in allen Tradionen Vesak (früher Buddhismus/Theravada) bzw. Saga Dawa (Mahayana/tibet. Buddhismus) gefeiert. Dabei wird der Geburt, des Lebens und Lehrens und des Sterbens Gotamas, des Erwachten, gedacht. Diese Feierlichkeiten haben verschiedene Formen. Wir halten es eher einfach und zugleich bunt.

Geplant sind 

  • ein kurzer Vortrag mit einem realistischen Blick auf das Leben Siddharta Gotamas,
  • die Lesung einer Lehrrede (Sutta) aus dem Palikanon,
  • die Vorstellung eines Widmungsgebetes aus einer tibetischen Tradition,
  • Austausch über unsere eigenen Bezüge zu Buddha und der auf seinen Unterweisungen beruhenden Praxis,
  • Tee und Knabbereien

Wer etwas mitbringen möchte (Knabbereien, Nüsse, Obst), ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Dana, Großzügigkeit, ist eine der wichtigsten Übungen unserer Lebenspraxis. Die Kapazitäten der kleinen Teeküche in der Biegenstraße sind begrenzt. Deshalb wäre es hilfreich, wenn ihr eine Tasse und eventuell ein Tellerchen mitbrächtet.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nicht vergessen:

Für Juni planen wir wieder einen Praxistag
Um möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen haben wir eine Nuudel-Umfrage gestartet, um den besten Termin zu finden. Wer ernsthaftes Interesse hat, einmal einen ganzen Samstag (von 10 bis 17 Uhr) der Meditation zu widmen, kann sich gerne bis zum 27. Mai an der Terminfindung beteiligen. Sobald der Tag feststeht, ist die Anmeldung möglich. Wer Fragen hat, kann sich gerne an uns wenden. Email genügt.

Nachschlag

Bärbels wunderbarer Vortrag zum Workshop der BuddhaStiftung zu den ethischen Wurzeln der Achtsamkeit und die Fallstricke beim Umgang mit Schuld und Scham steht jetzt zum Abruf zur Verfügung. Allen, die letzten Donnerstag nicht dabeisein konnten, sei er wärmstens ans Herz gelegt.

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Das Original

Dhammapada 1-8

Absicht formt Erfahrungen;
Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.
Wenn man aus unlauterer Absicht
redet oder handelt,
folgt einem Leiden
wie das Rad dem Fuß des Ochsen.

Absicht formt Erfahrungen;
Absicht kommt zuerst, von Absicht sind sie gemacht.
Wenn man aus reiner Absicht
redet oder handelt, folgt einem Glück
wie ein Schatten, der niemals weicht.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!
Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“
Für die, die so hadern,
kommt der Hass nie zur Ruhe.

„Man hat mich beschimpft, man hat mich geschlagen!
Man hat mich bezwungen, man hat mich beraubt!“
Für die, die nicht so hadern,
kommt der Hass zur Ruhe.

Denn niemals wird Hass
durch Hass beigelegt;
durch Liebe wird er beigelegt:
Das ist eine Lehre von alters her.

Wenn andere das nicht verstehen,
so wollen wir, die wir verstehen,
uns in dieser Hinsicht zügeln;
denn so werden Spannungen beigelegt.

Die, die das Schöne betrachten,
die Sinne unbeherrscht,
beim Essen ohne Maß,
träge, mit wenig Energie:
Sie wirft Māra nieder
wie der Wind einen schwachen Baum.

Die, die das Abstoßende betrachten,
die Sinne wohl beherrscht,
mit Maß beim Essen,
vertrauensvoll und energisch:
Māra kann sie nicht niederwerfen,
wie der Wind einen Felsenberg.

Übersetzung ins Deutsche von der ehrw.  Sabbamitta
Quelle: SuttaCentral

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Umfrage zur Meditationspraxis

Die Universität von Melbourne und andere Forschungsinstitute haben wieder eine Umfrage zur Meditationspraxis und ihren Wirkungen gestartet. Teilnehmen kann jeder, die/der schon einmal auf einem Meditationskissen saß.
Registrierung auf der Homepage (auf Deutsch)

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21. Mai 2026: Die ethischen Wurzeln des Buddhismus

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab.

Am 1. Mai fand in Heidelberg der Workshop der Buddhastiftung mit dem Titel „Die ethischen Wurzeln des Buddhismus“ statt. Referent:innen waren u . a. Stephen Batchelor, Akincano Weber, Sylvia Wetzel und Ulla König. Zwei unserer Mitglieder haben teilgenommen. Daraus ist die Idee eines Vortrags entstanden, der um die während des Workshops angesprochenen Themen kreisen soll.

In diesem Vortrag wird es um die Frage gehen, wie Schuld und Scham unser inneres Erleben, unser Selbstbild und auch unser ethisches Handeln prägen – oft weit stärker, als uns bewusst ist.

Der Vortrag nähert sich diesem Thema zunächst über die ethischen Wurzeln der Achtsamkeit, die Bedeutung der inneren Haltung und des bewussten Handelns. Dabei wird deutlich, dass Achtsamkeit nicht nur Aufmerksamkeit schult, sondern auch einen Raum eröffnet, in dem wir bewusster und freier mit uns selbst und anderen umgehen können.

Der eigentliche Schwerpunkt liegt dann auf der Frage:
Wie kann ein ethischer und achtsamer Weg gelingen, ohne von Selbstkritik, Schuld und Scham überlagert zu werden?

Anhand buddhistischer Perspektiven und psychologischer Reflexionen geht es unter anderem um:
• Schuld und Scham als unterschiedliche innere Dynamiken
• den Einfluss von Scham auf Selbstwert und persönliche Entwicklung
• die Gefahr, Werte in innere Druck- und Bewertungssysteme zu verwandeln
• die Bedeutung von Selbstachtung und innerer Autorität
• einen achtsamen Umgang mit Fehlern als Teil eines lebendigen Lernprozesses

Im Anschluss besteht reichlich Gelegenheit, uns über die angesprochenen Themen auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vorträge

Am Dienstag, 26. Mai beginnt die dreiteilige Online-Vortragsreihe zum Abhidhamma/Abhidharma „Kosmos, Karma, Pfad“.

Nähere Infos auf der Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU).

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Retreat

Opening to the Open
mit James Low im Retreathaus „Berghof“ im Spessart vom 4. bis 11. Juli 2026

Es ist geplant, dass James zwei Dzogchen-Unterweisungen am Tag geben wird, sofern es seine Gesundheit zulässt. Retreatsprache ist Englisch.

Nähere Informationen auf deren Homepage.

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Gedanken

Alle Arten von Gedanken in unserem Kopf unterscheiden sich nicht allzu sehr von den Gedanken, die andere Menschen im Kopf haben. Doch allein die Tatsache, dass ein Gedanke innerhalb dessen auftaucht, was ich als mich ansehe, macht ihn zu meinem Gedanken. Es scheint gewiss und offensichtlich, dass diese Gedanken etwas mit mir zu tun haben müssen.

Wenn jedoch in der Meditation Gedanken auftauchen, Gefühle usw., bleiben wir offen für sie, ohne sie uns anzueignen. Es ist die Eigenbewegung des Geistes, die den Gedanken bindet und ihm eine bestimmte Bedeutung oder einen bestimmten Wert abzugewinnen versucht.

Wird der Gedanke als eine Bewegung von Energie erlebt, die einfach entsteht und vergeht, sind wir uns über seinen Inhalt nicht weniger klar und dennoch nicht von ihm gefangen. Das heißt, was wir für unsere Aktivität halten, unsere Gedanken, unser Sprechen, Gehen, Reden und so weiter, offenbart sich als Energiebewegung in der Welt.

Wir können das Geschehen als Beweis für unsere Existenz nehmen und den semantischen Inhalt eines Gedankens als Bestätigung dafür, dass es mein Gedanke ist, dass er etwas mit mir zu tun hat. Beenden wir aber diese selbstreferenzielle Bewegung der Interpretation, ist alles, was unsere individuelle Identität ausmacht, bloß irgendein Kram, der kommt und geht.

– James Low: Die heilende Kraft der Leerheit, Eine Anthologie von Dzogchen-Texten. Wandel Verlag, Berlin, 2025, S. 121

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Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

14. Mai 2026: Im Sitzen ist nur das Sitzen, im Gehen nur das Gehen

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab.

Als kleinen Impuls und Anregung für den anschließenden Austausch lesen wir einen kurzen Abschnitt aus Trungpas Buch „Die Insel des JETZT im Strom der Zeit“. Darin geht es um die Idee eines stabilen Ichs, um Karma und die verschiedenen Vorstellungen von Wiedergeburt bzw. Reinkarnation.

„Man kann auch ohne ein Ego zu einer grundvernünftigen Sicht der Dinge kommen, wie sie sind. Ohne das Ego ist sogar größere Vernunft möglich; man kann frei von Hoffnung und Furcht mit den Dingen umgehen, und man kann dabei auch noch sein natürliches Ichgefühl, seine logische Vernunft wahren.“ (Chögyam Trungpa: Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit. Fischer, 1999, S.35)

Im Anschluss an die Meditation besteht reichlich Gelegenheit, uns über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Vorträge

Am Dienstag, 26. Mai beginnt die dreiteilige Online-Vortragsreihe zum Abhidhamma/Abhidharma „Kosmos, Karma, Pfad“.

Nähere Infos auf der Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU).

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Retreat

Opening to the Open
mit James Low im Retreathaus „Berghof“ im Spessart vom 4. bis 11. Juli 2026

Es ist geplant, dass James zwei Dzogchen-Unterweisungen am Tag geben wird, wenn es seine Gesundheit zulässt. Retreatsprache ist Englisch.

Nähere Informationen auf deren Homepage.

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Gedanken

Alle Arten von Gedanken in unserem Kopf unterscheiden sich nicht allzu sehr von den Gedanken, die andere Menschen im Kopf haben. Doch allein die Tatsache, dass ein Gedanke innerhalb dessen auftaucht, was ich als mich ansehe, macht ihn zu meinem Gedanken. Es scheint gewiss und offensichtlich, dass diese Gedanken etwas mit mir zu tun haben müssen.

Wenn jedoch in der Meditation Gedanken auftauchen, Gefühle usw., bleiben wir offen für sie, ohne sie uns anzueignen. Es ist die Eigenbewegung des Geistes, die den Gedanken bindet und ihm eine bestimmte Bedeutung oder einen bestimmten Wert abzugewinnen versucht.

Wird der Gedanke als eine Bewegung von Energie erlebt, die einfach entsteht und vergeht, sind wir uns über seinen Inhalt nicht weniger klar und dennoch nicht von ihm gefangen. Das heißt, was wir für unsere Aktivität halten, unsere Gedanken, unser Sprechen, Gehen, Reden und so weiter, offenbart sich als Energiebewegung in der Welt.

Wir können das Geschehen als Beweis für unsere Existenz nehmen und den semantischen Inhalt eines Gedankens als Bestätigung dafür, dass es mein Gedanke ist, dass er etwas mit mir zu tun hat. Beenden wir aber diese selbstreferenzielle Bewegung der Interpretation, ist alles, was unsere individuelle Identität ausmacht, bloß irgendein Kram, der kommt und geht.

– James Low: Die heilende Kraft der Leerheit, Eine Anthologie von Dzogchen-Texten. Wandel Verlag, Berlin, 2025, S. 121

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7. Mai 2026: Einführung in die Meditation

Wir beginnen wie stets um 18:45 Uhr.

Gewahrsein umfasst sowohl die Achtsamkeit auf etwas, wie auch das einfache Sosein in wacher, vollig gelöster Präsenz“ (Tilmann Lhündrup, Ursula Flückiger, Fred von Allmen: Mahāmudrā & Vipassana – Gewahr Sein, Retreat-Unterweisungen. Norbu Verlag, 2015, S. 41). So umschreibt Lama Tilmann Lhündrup die Übung der Mahāmudrā-Meditation. Heute werden wir in Form einer geführten Meditation versuchen, dieser gelösten Präsenz etwas näher zu kommen.
Diese Übung mag auf den ersten Blick geradezu anstrengend wirken, weil wir versuchen, uns einfach dem Erleben des Augenblicks zu widmen, ohne etwas hinzuzufügen oder vermeiden zu wollen. Das ist unser stets kommentierender und urteilender Geist nicht gewohnt. Gleichwohl ist es möglich.

„Was Erwachte von nicht Erwachten unterscheidet, ist nicht ihr Äußeres, ihr Geschlecht oder Alter, ihre Hautfarbe, Kultur oder Sprache, es ist ihr Gewahrsein – ein Gewahrsein von dem, was ist, frei von Anhaften und Verstrickung. Alle Erwachten sagen uns: ‚Das ist auch dir möglich! Befreie dich von Schleiern, von Verstrickungen, und dieses Gewahrsein wird sich ganz natürlich in dir zeigen, so wie ein Juwel, den du vom Schlamm befreist. Es ist deine wahre Natur, die wahre Natur des Geistes aller Lebewesen.‘“ (S. 59)

Wir werden also versuchen, einfach und natürlich zu „sein“ und dies auch noch ganz wach und aufmerksam. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Im Anschluss an die Meditation besteht natürlich reichlich Gelegenheit über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.
Der Abend wird wieder für geübte Praktizierende wie auch für Neulinge ertragreich sein.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Retreat

Für das Retrat Vipassana an Himmelfahrt mit Irene Bumbacher im Seminarhaus Engl in Niederbayern sind noch Plätze frei. Irene ist eine wunderbare Lehrerin. Es gibt sogar eine Mitfahrgelegenheit von Marburg!
Anmeldung und weitere Infos auf der Homepage des Seminarhauses Engl.

Vipassana an Himmelfahrt
13. 05. 2026 – 17. 05. 2026

Aus der Retreatbeschreibung: „In diesem viertägigen Vipassana- oder Einsichtsmeditationsretreat errichten wir einen Ankerplatz in uns selbst, aus dem heraus wir uns für das ständige Kommen und Gehen des momentanen Erlebens zu öffnen beginnen. Statt dieses Erleben kontrollieren oder überdenken zu müssen, lernen wir es mit freundlicher Akzeptanz in seiner unmittelbaren Wirkung und seiner Unbeständigkeit besser kennen. In dieser wachen und erlaubenden Haltung kann sich ein innerer Freiraum entwickeln, in dem Gelassenheit, innerer Frieden und unser mitfühlendes Herz genau jetzt erfahrbar werden.

Der Retreattag besteht aus einer kontinuierlichen Meditationspraxis in allen Aktivitäten und beinhaltet formale Meditationszeiten im Sitzen, Stehen und Gehen, ausgleichende Bewegungsmeditationen, Vorträge und Gespräche mit der Lehrerin.

Das Retreat findet im edlen Schweigen statt unter Verzicht auf jegliche elektronische Kommunikation. Für eine Teilnahme braucht es die Bereitschaft, dem gemeinsamen Tagesplan (siehe Muster) zu folgen. Sowohl Einsteiger*innen als auch Erfahrene sind herzlich willkommen.

Diese kontinuierliche Praxis im Schweigen kann anspruchsvoll sein und erfordert eine gewisse physische und psychische Stabilität.

Frauen und Männer sowie Paare werden getrennt untergebracht.“

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Neuerscheinung

Im Norbu Verlag ist der erste Band der Reihe „Buddha in deiner Hand – Beiträge zu einem Weg des Erwachens in unserer Zeit“.

Aus dem Verlagstext: „Diese Buchreihe gibt uns Beiträge zu einem alltagsnahen Buddhismus buchstäblich in die Hand.

Die Vorträge, die Du hier findest, sind für ein breites Publikum gedacht – für erfahrene Praktizierende ebenso wie für Menschen, die
einfach mal schnuppern wollen. Sie zeigen erste Einblicke in die buddhistische Lehre und ihre Umsetzung. Zudem geben sie Impulse, wie wir mithilfe unserer persönlichen Praxis die Herausforderungen des Alltags meistern können.

Auf die Unterweisungen folgen jeweils konkrete Fragen, die von Teilnehmenden gestellt wurden. Der inspirierende Austausch unterstützt uns, die Themen tiefer zu verstehen.

Band Eins dieser Reihe umfasst drei Vorträge, in denen Buddhas Lehre und einige ihrer grundlegenden Aspekte wie die vier Edlen Wahrheiten und die Vier Unermesslichen auf den Punkt gebracht werden.“

Der Band kostet 12 € und sollte direkt beim Verlag bestellt werden. So wird sichergestellt, dass kein Geld an Zwischenhändler abfließt und jeder Cent wieder in neue Projekte gesteckt werden kann.

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Meditation

Welcher Methode Sie sich auch bedienen, Ziel der Meditation ist es, den eigenen Geist kennenzulernen. Hier geht es nicht darum, „über“ etwas zu meditieren oder in einen Bereich zu gelangen, in dem Sie in einem Zustand von Glückseligkeit den in Ihrem Geist vorhandenen Gedanken und Vorstellungen entrückt sind. Meditation bedeutet vielmehr, sich mit dem eigenen Geist vertraut zu machen.

– Dzogchen Ponlop Rinpoche: Rebell Buddha – Aufbruch in die Freiheit. O. W. Barth, 2011, S. 144

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30. April 2026: Vier Gedanken, die den Geist dem Dharma zuwenden

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen. (ca. 20-10-20 Min.)

Die vier grundlegenden Gedanken,
die den Geist dem Dharma zuwenden

Wir beginnen wie stets mit Meditationspraxis im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.)

Anschließend an das bewegende Gespräch in der letzten Woche soll es nach der Meditation um die vier Gedanken gehen, die den Geist dem Dharma zuwenden.

Mit diesen Kontemplationen hat Gotama uns eine gute Orientierungshilfe an die Hand gegeben. Sie umfassen in kurzer Form das, was unser Leben oft so schwer macht. Je mehr wir uns über diese vier Punkte klarwerden, desto inniger wird die Verbindung zum Dharma, zum Leben und zur Praxis.

Heute Abend werden wir uns etwas näher mit der Bedeutung dieser vier Gedanken auseinandersetzen.

In den vier grundlegenden Gedanken geht es um

  • Wertschätzung für die Kostbarkeit und Seltenheit menschlichen Lebens
  • Kontemplation von Vergänglichkeit und Tod
  • Einsicht in Karma: Unser Denken und Handeln wirkt
  • Die Nachteile von Samsara

Stützen werden wir uns u. a. auf Ausführungen Gendün Rinpoches in den „Herzensunterweisungen eines Mahamudra-Meisters“.

Den Abend beschließen wir mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Dr. Jochen Link (9. 5. 1943 – 23. 4. 2026)

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von unserem Jochen.

Mit seiner gedanklichen Klarheit, seiner Lebensfreude und seinem großen Herzen hat er als Mann der ersten Stunde der Buddhistischen Gruppe Marburg unseren Sangha mitgeprägt.

Seine inspirierenden Vorträge und Beitrage leitete er oft mit der ihm eigenen Bescheidenheit mit der Bemerkung ein, dass er zwar kein Buddhist sei und von Meditation keine Ahnung habe, aber… Dann folgten tiefgründige Gedanken, die er nie als absolut sehen wollte, könnten sich doch die Bedingungen seiner Schlussfolgerungen schon verändert haben oder dies irgendwann tun. Die jederzeitige Möglichkeit des Irrtums, der Täuschung, war einer seiner Leitgedanken, weshalb er oft mit Montaigne von der „toxischen Gewissheit“ sprach.

Jede Form der geistigen oder traditionellen Enge war ihm fremd. So las er zum Beispiel mit Begeisterung die Werke Stephen Batchelors und Nagarjunas. Einen Gesprächsbeitrag zu machen, ohne zumindest einmal auf Shakespeare – er konnte ihn fast komplett auswendig zitieren – oder Michel de Montaigne hinzuweisen, war, zu unser aller Freude, nahezu undenkbar.

Wir sind sehr traurig, dass wir nun ohne seine Inspiration und seinen mitfühlenden, kritischen Geist auskommen müssen und zugleich glücklich, dass wir einen Teil unseres Weges mit ihm gehen durften. Der Gedanke „Was würde Jochen jetzt sagen?“ wird uns sicherlich noch lange begleiten, vor allem wenn wir uns mal wieder unserer vorschnellen Be- und Verurteilungen bewusst werden.

In seiner Erzählung „Das goldene Zeitalter“ findet sich der Satz: „Wichtiger als das Denken ist das, was zu denken gibt“. Wir werden uns daran erinnern, wenn Gedanken während der Meditation uns wieder einmal vorgaukeln, wichtiger als das ihnen zugrundeliegende Geschehen zu sein.

Für die Buddhistische Gruppe Marburg
mit großer Dankbarkeit
Birgit Wilbert und Rüdiger Meier

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Wie sieht die Kommunikation aus, denkt Max, die aus voneinander abgeschotteten Subjekten entsteht? Wie können Menschen miteinander kommunizieren, wo sie doch auf etwas zurückgreifen müssen, was nicht kommuniziert? Der Verkehr zwischen Monaden, die ohne Tür und Fenster sind. Der Austausch der Einsamen dieser Erde. Es gibt keinen Leibniz’schen Gott mehr, der eine Korrespondenz zwischen ihnen dank einer prästabilierten Harmonie herstellt. Sie verkehren miteinander aufgrund von Mißverständnissen, und wenn sie einander verstehen, so nur, weil sie das gleiche Mißverständnis vorausgesetzt haben. Wenn zwei Leute miteinander sprechen, so bewahren sie sich vor Irrtümern am besten, wenn sie in diesem Augenblick nicht von einer Wahrheit ausgehen, sondern von vier Wahrheiten. Jeder hat seine eigene Erkenntnis von der Welt und seine eigene Welt, die seiner Erkenntnis entspricht. Wenn er seinen Sehpunkt für wahr hält und auch die Welt, die diesem Sehpunkt entspricht, und dem andern dasselbe zugesteht, dann macht das im Gespräch zusammen vier Wahrheiten. Er muß davon ausgehen, daß es nicht darauf ankommt, Wahrheit zu suchen, sondern Irrtümer auszusprechen, um Wahrheiten freizulassen.

– Jochen Link: Das goldene Zeitalter. Suhrkamp, 1981, S. 89

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23. April 2026: UNBESCHWERT – mit unerwünschten Emotionen

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen. (ca. 20-10-20 Min.)

An diesem Abend werden wir im Anschluss einen Vortrag der Schweizer Dharmalehrerin Ursula Flückiger hören, der sich mit dem Umgang mit unerwünschten Emotionen beschäftigt. gehalten wurde er auf dem wegweisenden tradionsverbindenden Mahamudra & Vipassana Retreat mit ihr, Lama Tilmann Lhündrup und Fred von Allmen auf dem Beatenberg (siehe auch das Zitat am Ende dieser Einladung zur Meditation).

Wie oft werden wir uns von unerwünschten Emotionen getrieben und merken es noch nicht einmal. Ursula Flückiger gibt hilfreiche Hinweise, wie wir lernen können, schneller zu erkennen, wenn eine Gefühlslage beginnt, von uns Besitz zu ergreifen und wie wir klug und achtsam damit umgehen können.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vipassana Retreat mit Ursula Flückiger

Das Pfingst-Retreat im Meditationszentrum Beatenberg (Schweiz) mit Ursula Flückiger, Ingeborg Mösching und Doris Eckstein, an Pfingsten, 22. bis 25. Mai 2026, ist vor Ort bereits ausgebucht, aber die Teilnahme am Livestream (online) ist noch möglich:
Info und Anmeldung

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Karuna und Upekkha

Es sind die Qualitäten von Mitgefühl und Gelassenheit, die in uns das Vertrauen schaffen, angesichts der Unsicherheit des Lebens und der Panik zu entspannen, ja, uns sogar innerlich davor zu verbeugen. Sie machen es möglich, dass sich unsere Gefühle von Angst und Isolation aufweichen können. Es sind jene Herzens- und Geistesqualitäten, welche die scheinbaren Barrieren zwischen mir und dir, zwischen uns und den anderen, zwischen unterschiedlichen Teilen in uns selbst, als Illusionen entlarven.
Es geht nicht darum, sich in der Praxis abzumühen, um eines Tages, wenn wir den Kampf gewonnen haben, liebevollere, weisere Menschen zu werden. Vielmehr lernen wir, uns stetig mit der Güte, der Weisheit und dem Gleichmut in uns zu verbinden.

Ursula Flückiger in: Tilmann Lhündrup, Ursula Flückiger, Fred von Allmen: Mahamudra & Vipassana – Gewahr Sein. Norbu Verlag, 2015, S. 323

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Übrigens: Du kannst den Newsletter auch online lesen.

Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

16. April 2026: Die fünf Skandhas/Kandhas – Die Mengen unseres Erlebens

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

Heute soll es um die Skandhas (Pali: Kandhas), die Mengen unseres Erlebens, gehen, die dafür sorgen, dass wir so schnell von einem festen Ich anstatt einem dynamischen ausgehen, was uns so viele vermeidbare Probleme bereiten kann.

Es geht darum, zu erkennen wie wir auf der Grundlage unserer Wahrnehmung unsere Welt bauen und gestalten. Am Ende des Prozesses und des Zusammenwirkens der Skandhas stehen wir allzuoft als vemeintlich feste stabile Wesen da, die von Gewohnheitsmustern getrieben manches Gutes, aber viel Unheilsames denken und tun. (Siehe auch das Zitat am Ende dieser Einladung)

Grundlage des Gesprächs werden zwei kurze Vorträge von Lama Tilmann Lhündrup und Karl-Heinz Brodbeck sein, die sich auf durchaus unterschiedliche Weise diesem Thema widmen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Entwicklungslinien der buddhistischen Lehre

In einem der letzten Einladungen haben wir auf einen einjährigen Kurs der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) aufmerksam gemacht. Er beginnt am 21. April. Hiermit sei an ihn erinnert. Weitere Infos zu auf der Homepage der DBU. Einige von uns werden teilnehmen und bieten einen Austausch darüber an, wenn gewünscht.

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Grundlagen der buddhistischen Lehre II

Das von Lama Tilmann Lhündrup mitgegründete Ekayana Institut bietet einen Grundlagenkurs an, der systematisch in die buddhistische Lehre einführt. Vom 18. bis 26. April 2026 findet der Dharma Grundkurs 5 mit dem Schwerpunkt „Unsere Geistestrübungen auf den Weg bringen“ statt. Auch wer die ersten vier Grundkurse nicht mitgemacht hat, kann problemlos einsteigen. Alle vorherigen Aufzeichnungen werden zugänglich gemacht, wenn man dies möchte. Es geht aber auch einfach so. Der gesamte Kurszyklus ist auf zehn Jahre angelegt und kann Neulingen und Erfahreneren Praktizierenden nur empfohlen werden.

Der Kurs findet analog am Titisee (Schwarzwald) und online statt. Es gilt das Prinzip von Dana, der Übung der Großzügigkeit. Deshalb wird der Kurs kostenlos angeboten. Lediglich für die Vorortteilnahme sind 50 € für die Raummiete fällig.

Lehren werden Lama Tilmann Lhündrup und Lama Heiko.

Nähere Infos finden sich auf der Homepage des Ekayana Instituts.

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Skandhas – unsere psychophysischen Bestandteile

Weisheit entsteht nur, wenn wir erkennen, dass die Dinge, die wir für real und substanziell halten, überhaupt nicht real und substanziell sind. Alle unsere negativen Gewohnheiten und verzerrten Sichtweisen kommen daher, dass wir nicht verstehen, wie die Dinge wirklich sind, und uns stattdessen darauf konzentrieren, wie sie uns erscheinen. So interpretieren wir alles falsch. Diese Fixierung lässt den Glauben entstehen, dass unsere psychophysischen Bestandteile (Skandhas) ein „Selbst“ sind, und verstärkt das Missverständnis, dass die Objekte, die durch unsere Sinnesbewusstseine wahrgenommen werden, real und substanziell sind. Dies wiederum stört den Geist und führt zu diskursiven Gedanken und widerstreitenden Emotionen. Daraus ergeben sich zwangsläufig negative Verhaltensweisen und wir gelangen schließlich zu unseren Erfahrungen von Leiden und Unzufriedenheit zurück. Dies wiederum führt zur weiteren Erzeugung diskursiver Gedanken und widerstreitender Emotionen.

Nur wenn wir die Natur des Geistes und die Natur der Dinge erkennen, kehren wir diesen Abwärtstrend in die samsarische Existenz um. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich eine direkte Wahrnehmung der leuchtenden, spontan entstandenen Weisheit, die von Natur aus klar ist.

Diese Weisheit manifestiert sich auf unablässige Weise. Sie ist gänzlich ungeschmückt von den Vorstellungen von Subjekt und Objekt. Nur unser Unvermögen, diesen selbst-leuchtenden Zustand zu erkennen, hat zu unserer Verstrickung in den dualistischen Fixierungen geführt, die unser samsarisches Leiden verursachen. Wenn wir der Unzufriedenheit ein Ende setzen wollen, müssen wir unseren Verblendungen ein Ende setzen. Es ist daher unerlässlich, die Wahrheit zu begreifen, dass die Natur der Dinge leer von einer inhärenten Existenz ist. Wir müssen wahrhaft erkennen, dass es kein selbst-existierendes Subjekt oder Objekt gibt, das letztendlich real ist.

 – Traleg Kyabgön Rinpoche: Leuchtend klare Glückseligkeit. Meditation und Philosophie der Mahamudra-Tradition. Manjugosha Edition, 2020, S. 105

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9. April 2026: Simply Being – Einfach Sein

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr.

Anstatt am ersten Donnerstag eines Monats gibt es diesmal am zweiten eine Einführung in eine der buddhistischen Meditationstechniken in Form einer geleiteten Meditation.

Heute werden wir, neben der Achtsamkeit auf den Atem – der Grundübung der Meditation – versuchen, im „einfachen Sein“ zu verweilen. Die Mahamudra-Unterweisungen Lama Tilmann Lhündrups werden dafür die Basis sein.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

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Leerheit erfahren

Alles Negative wird selbst befreit, denn wenn wir im Zustand des Gleichmuts in der Leerheit verweilen, werden wir nicht zwischen Hoffnung und Angst hin und her pendeln. Es gibt weder Angst davor, durch emotionale Konflikte korrumpiert zu werden, wodurch es zu Schaden kommt, noch die Hoffnung, Befreiung von diesem Schaden zu erlangen. Wenn wir auf diese Weise über die Dinge kontemplieren, werden wir Einsicht in die ursprüngliche Reinheit all unserer Erfahrungen gewinnen, sowohl in Bezug auf den Geist als auch auf die Außenwelt. Das ist die Essenz von Einsicht in der Mahamudra-Tradition.

Es reicht nicht aus, flüchtige Einblicke in die Natur des Geistes oder ein gewisses Verständnis von „der Einheit von Leerheit und Gewahrsein“ oder „der Einheit von Leerheit und der Welt der Phänomene“ zu haben. Wir müssen über ein angemessenes Verständnis für die harmonische Koexistenz aller drei verfügen. Dies muss zu einer direkten Erfahrung werden, da nur eine direkte, unmittelbare Erfahrung der nicht-dualen Leerheit über die Verbalisierung dieser Realität hinausgeht.

 – Traleg Kyabgon Rinpoche: Leuchtend klare Glückseligkeit – Meditation und Philosophie der Mahamudra-Tradition, Manjugosha Edition, 2020, S. 229

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Karma erleben

„Handlungen sind, wie Verträge,

So unwiderruflich wie Schulden –

Ihre Unwiderruflichkeit

Lässt sie reifen.“

– Nagarjuna

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