
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.
Wie üblich wechseln sich Sitz- und Gehmeditation ab.
Als kleinen Impuls und Anregung für den anschließenden Austausch lesen wir einen kurzen Abschnitt aus Trungpas Buch „Die Insel des JETZT im Strom der Zeit“. Darin geht es um die Idee eines stabilen Ichs, um Karma und die verschiedenen Vorstellungen von Wiedergeburt bzw. Reinkarnation.
„Man kann auch ohne ein Ego zu einer grundvernünftigen Sicht der Dinge kommen, wie sie sind. Ohne das Ego ist sogar größere Vernunft möglich; man kann frei von Hoffnung und Furcht mit den Dingen umgehen, und man kann dabei auch noch sein natürliches Ichgefühl, seine logische Vernunft wahren.“ (Chögyam Trungpa: Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit. Fischer, 1999, S.35)
Im Anschluss an die Meditation besteht reichlich Gelegenheit, uns über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.
Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.
Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.
Außerdem…
Vorträge

Am Dienstag, 26. Mai beginnt die dreiteilige Online-Vortragsreihe zum Abhidhamma/Abhidharma „Kosmos, Karma, Pfad“.
Nähere Infos auf der Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU).
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Retreat
Opening to the Open
mit James Low im Retreathaus „Berghof“ im Spessart vom 4. bis 11. Juli 2026
Es ist geplant, dass James zwei Dzogchen-Unterweisungen am Tag geben wird, wenn es seine Gesundheit zulässt. Retreatsprache ist Englisch.
Nähere Informationen auf deren Homepage.
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Gedanken
Alle Arten von Gedanken in unserem Kopf unterscheiden sich nicht allzu sehr von den Gedanken, die andere Menschen im Kopf haben. Doch allein die Tatsache, dass ein Gedanke innerhalb dessen auftaucht, was ich als mich ansehe, macht ihn zu meinem Gedanken. Es scheint gewiss und offensichtlich, dass diese Gedanken etwas mit mir zu tun haben müssen.
Wenn jedoch in der Meditation Gedanken auftauchen, Gefühle usw., bleiben wir offen für sie, ohne sie uns anzueignen. Es ist die Eigenbewegung des Geistes, die den Gedanken bindet und ihm eine bestimmte Bedeutung oder einen bestimmten Wert abzugewinnen versucht.
Wird der Gedanke als eine Bewegung von Energie erlebt, die einfach entsteht und vergeht, sind wir uns über seinen Inhalt nicht weniger klar und dennoch nicht von ihm gefangen. Das heißt, was wir für unsere Aktivität halten, unsere Gedanken, unser Sprechen, Gehen, Reden und so weiter, offenbart sich als Energiebewegung in der Welt.
Wir können das Geschehen als Beweis für unsere Existenz nehmen und den semantischen Inhalt eines Gedankens als Bestätigung dafür, dass es mein Gedanke ist, dass er etwas mit mir zu tun hat. Beenden wir aber diese selbstreferenzielle Bewegung der Interpretation, ist alles, was unsere individuelle Identität ausmacht, bloß irgendein Kram, der kommt und geht.
– James Low: Die heilende Kraft der Leerheit, Eine Anthologie von Dzogchen-Texten. Wandel Verlag, Berlin, 2025, S. 121
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