4. Juni 2026: Einführung in die Meditationspraxis – und wichtige Hinweise

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr. Wer etwas früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen.

In Form einer geführten Meditation üben wir uns heute in der Achtsamkeit auf den Atem und den Körper. In der Satipatthana Sutta empfielt der Buddha vier „Haltungen des Achtsamseins“ (vgl. Anālayo: Der direkte Weg: Satipatthana. Beyerlein & Steinschulte, 2010, S. 41). Eine dieser Haltungen ist es, die Empfindungen des Körpers mit Achtsamkeit zu begleiten und auf diese Weise das Kommen und Gehen der physischen Erscheinungen zu bemerken und ihre Natur auch intuitiv zu erkennen.

In der Kāyagatā-sati Sutta  (MN 119) beschreibt Gotama die Bedeutung der Achtsamkeit auf den Körper so:
„Nun, angenommen, es gäbe ein trockenes, saftloses Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entzünden. Ich werde Hitze erzeugen.‘ Was meint ihr? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entzünden und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem trockenen, saftlosen Stück Holz reibt?“
„Ja, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es: In wem auch immer Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, nicht entwickelt und nicht kultiviert wird, da gewinnt Māra (die unheilsamen inneren Kräfte, Anm. d. Red.) Einlass, da fasst Māra Fuß.
[…]

„Nun stelle dir vor, es gäbe ein feuchtes, saftiges Stück Holz, und ein Mann käme mit einem Feuerholzstück und dächte: ‚Ich werde ein Feuer entfachen. Ich werde Wärme erzeugen.‘ Was meinst du? Wäre er in der Lage, ein Feuer zu entfachen und Hitze zu erzeugen, indem er das Feuerholzstück an dem feuchten, saftigen Stück Holz reibt?“
„Nein, ehrwürdiger Herr.“
„Genauso ist es bei jenen, in denen Achtsamkeit, die in den Körper eingetaucht ist, entwickelt und kultiviert wird: Māra findet keinen Zugang, Māra findet keinen Halt.

(Nach der englischen Übersetzung Thanissaro Bhikkhus)

Die Achtsamkeit auf die Gefühle, die Gedanken und die Geistobjekte werden Schwerpunkte der nächsten Einführungsabende sein.

Im Anschluss an die Meditation besteht reichlich Gelegenheit, uns über die Erfahrungen mit dieser Praxis auszutauschen.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.

7. Marburger Praxistag

Am 27. Juni 2026 findet endlich wieder ein Praxissamstag statt. Wir treffen uns von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr zur gemeinsamen Praxis. Ab sofort könnt ihr euch dafür anmelden, am besten per Email.
Eine Anmeldung ist wichtig, um z. B. das Mittagessen gut planen zu können.
Weitere Informationen findet ihr auf unserer Website.

______________________

Vesakh

Letzten Donnerstag war es wieder einmal recht voll. Wir hatten uns, wie angekündigt, zu einer kleinen Vesakhfeier zusammengefunden. Sabine erläuterte, was es mit Vesakh (Pali) bzw. Saga Dawa (tib.) auf sich hat. Birgit hielt einen Vortrag über Buddha sowie seine Schülerinnen und Schüler. Zudem gab sie einen Eindruck von den Zeit- und Gesellschaftsumständen, in denen Gotama lehrend im heutigen Nordindien umherwanderte. Zum Schluss las Rüdiger noch die Lehrrede Bei Sedaka vor. Danach gab es noch ein schönes Beisammensein bei süßem und salzigem Gebäck, Erdbeeren, Nüssen und Tee. Viele interessante und inspirierende Gespräche kamen zustande.

Es sind nicht alle Anwesenden abgebildet

______________________

Rainbow Dharma

Im Meditationszentrum Beatenberg im Berner Oberland findet vom 23. bis 26. Juli 2026 ein Retreat für die LGBTQIA+ Gemeinschaft statt.

Katrin Auf der Heyde und Bernat Font werden das Retreat leiten. Der Kurs findet auf Englisch statt, aber die Lehrenden sprechen auch Deutsch und Spanisch.

Alles Weitere steht auf der Homepage des Beatenbergs.

______________________

Das Dhamma und das Glück

Ein Online-Kurs des Bodhi College mit Yuka Nakamura

An drei Dienstagen (9., 16. und 23. Juni, 19 – 21 Uhr) geht es nicht primär um das Leiden, sondern ausdrücklich um Glück und Freude in der buddhistischen Praxis. Anmeldung und weitere Informationen auf der Website des Bodhi College. Kurssprache ist deutsch.

______________________

Meditation

Jeder, der meditiert, müßte schon nach den ersten Erfahrungen wissen, daß die eigenen Gedanken unzuverlässig und nicht glaubwürdig sind. Sie kommen, ohne daß sie gerufen wurden, gehen sofort wieder und enthalten im allgemeinen ziemlichen Unsinn. Halten wir diese Gedanken im täglichen Leben weiterhin für glaubwürdig und zweifeln nicht an unseren Ansichten, dann haben wir bei der Meditation nicht aufgepaßt.

– Ayya Khema: Komm und sieh selbst. Jhana Verlag, 1994, S. 154

______________________

Übrigens: Du kannst den Newsletter auch online lesen.

Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

Kommentar verfassen