14. September 2023: Galerie Großer Geister I

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten)
  • GALERIE GROSSER GEISTER I
    Unter dieser Rubrik möchten wir in lockerer Folge Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen buddhistischen Traditionen vorstellen. Der Lebenslauf wird dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger sind die Unterweisungen, die wir von ihnen erhalten können.

    Den Einstieg in die Reihe machen wir mit Buddhadasa Bikkhu (1906-1993). Er verkörpert einen Aspekt unseres Ansatzes als Buddhistische Gruppe, über Traditionsgrenzen hinaus aktiv zu sein und das Verbindende und nicht das Trennende in den Vordergrund zu stellen.
    Buddhadasa hat sehr früh versucht, die Verbindungslinien zwischen Theravada und Mahayana herauszuarbeiten und beides zu integrieren.
    In seinen Unterweisungen hat er intensiv auf die Bedeutung der Erkenntnis von suññyata (Leerheit) hingewiesen, was auf diese Weise im Theravada selten zu finden war. Ein anderer Aspekt seiner Lehrtätigkeit war der „engagierte Buddhismus“. Er hat sich früh Gedanken über die gesellschaftlichen Aspekte unserer Praxis gemacht und sich in Thailand politisch und ökologisch engagiert. Bekannt geworden ist er u. a. für seine Idee des „dhammic socialism“.
    Lange Jahre hat er dem Kloster Suan Mokkh (Garden of Liberation) in Surat Thani in Südthailand vorgestanden. Dort hat er viele Europäer und Amerikaner ausgebildet, die auch heute noch unterrichten. In Bangkok gibt es ein großes Zentrum, das seinem Wirken gewidmet ist, die „Buddhadasa Indapanno Archives“. Dort werden seine Manuskripte aufbewahrt und Gelegenheiten für Praxis und Studium angeboten.
    Sein Hauptwerk, „Das Kernholz des Bodhibaums“, ist auch heute noch sehr empfehlenswert.
    Eine seiner wichtigen Aussagen traf er auf die Frage, wie die Botschaft des Buddhismus zusammengefasst werden könne: „Das kann in einem kurzen Satz beantwortet werden: Nichts, was immer es auch sei, sollte ergriffen oder festgehalten werden.“ (Buddhadasa: Das buddhistische ABC – Dhamma-Prinzipien für kluge Leute, Buddhistische Gesellschaft München, 2016, S. 21)
    Buddhadasa Bikkhus Bücher in deutscher Übersetzung können auf dhamma-dana.de angesehen und kostenlos (Spenden für weitere Publikationen sind eine Übung in Großzügigkeit) heruntergeladen werden.
  • Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
  • Ende: gegen 21:00 Uhr.
  • Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu gemütlichem Austausch und Plausch zusammenzukommen.

7. September 2023: Einführung in die Meditation

Veranstaltungshinweis

„Das Spiel der Energien in uns und in der Natur entdecken

Von Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Oktober 2023 findet in Marburg wieder ein Maitri-Seminar statt. Es wir geleitet von Anja Hutwelker und Hans-Peter Hulliger. Nähere Informationen und die Anmeldeformalitäten können dem Flyer entnommen werden.

Anja und Hans-Peter sind sehr erfahrene Praktizierende in der tibetischen Tradition. Das Maitri-Programm wurde von Chögyam Trungpa entwickelt, mit dessen Gedanken zum spirituellen Materialismus wir uns am 10. und 17. August beschäftigt haben.

Diesen Donnerstag machen wir uns um 18:45 Uhr lachend auf den Weg ins Nirwana mit Geschichten und Anekdoten von Ajahn Brahm, einem englischen Mönch aus der Waldkloster-Tradition Ajahn Chahs in Thailand.

Einem Vortrag in Frankfurt hat er einmal den Titel „Hahayana – Laughing on the Way to Nibbana“ gegeben, um auszudrücken, dass es in der buddhistischen Lehre und Praxis nicht um Selbstkasteiung, sondern auch um Freude und Erkenntnis auf dem Weg der Befreiung geht.

Ajahn Brahm leitet das Bodhinyana Monastery in Serpentine/Südwest-Australien.

Wie bereits in der vorigen Nachricht geschrieben, lesen wir ein paar Geschichten aus Ajahn Brahms Buch „Die Kuh, die weinte“ und könnten überprüfen, ob Freude und Buddhismus nicht ursprünglich zusammengehören.

31. August 2023: „Hahayana“ – Lachend auf dem Weg zum Nibbana

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen

Lesung und Gespräch:
Hahayana: Lachend auf dem Weg zum Nibbana
Ajahn Brahms Motto, dass der Buddhismus nicht zur Tristesse einladen will, drücken sein Spruch und seine Erfindung eines neues Yanas, „HAHAYANA“, wunderbar aus. 
Er gilt als Meister der buddhistischen Anekdoten und versteht es meisterhaft, seine Unterweisungen mit lustigen oder komischen Geschichten zu verknüpfen.
An diesem Abend hören wir uns ein paar Geschichten aus seinem Buch „Die Kuh, die weinte“ an und schauen nach, ob sich zwischen den Zeilen eine ernste Botschaft verstecken könnte, die wir uns lachend oder wenigstens schmunzelnd zu Herzen nehmen könnten. Niemand sollte den Abend mit heruntergezogenen Mundwinkeln verlassen müssen.
Lachen beim Erwachen lässt sich machen!

Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
Ende: gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.

Allen, die sich gerade im Urlaub befinden, wünschen wir weiterhin schöne Ferien und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Veranstaltungstipp:
Im September findet wieder ein Maitri Wochenende-Workshop statt. Nähere Infos findet ihr unter „Buddha hier und da„.

PS: Der Werbeblock nach unseren Inhalten verdankt sich des günstigen Vertrags mit dem Anbieter „WordPress“.

10. August 2023: Spiritueller Materialismus

Einladung für Donnerstag, den 10. August 2023

  1. Ein Würstel – auch vegan – bei passender Gelegenheit und Begegnung
    oder
  2. Ein gedrucktes Exemplar von „Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen“ von Sayadaw U Tejaniya (Abt des Shwe Oo Min Dhamma Sukha Forest Meditation Center in Yangon, Myanmar)
    oder
  3. Wer das „Buch“Dhamma überall“ schon hat, kann sich für „Das Verhalten der Bodhisattvas in 37 Strophen“ von Gyalse Thogme Sangpo, herausgegeben anlässlich des Besuchs des 17. Karmapa Thaye Dorje in Dagpo Möhra und Bodhi Path Renchen Ulm, entscheiden
    oder
  4. Ein Würstel und ein Buch (lesen macht manchmal hungrig)

3. August 2023: Grundlagen buddhistischer Meditation – Eine Einführung

Es wird also praktisch und theoretisch interessant sein. Wir werden nachschauen, was sich in Fach 108 finden lässt.

Zeit und Raum für Fragen, Gedanken- und Erfahrungsaustausch wird es reichlich geben.

Beginn (das Gute am Anfang) ist wie immer um 18:45 Uhr mit Aufbau und Ankommen. Das Gute in der Mitte sind die Praxis und die Gespräche. Den Schluss (das Gute am Ende), bilden die Widmung und das gemeinsame Aufräumen gegen 21:00 Uhr.

PS: Jüngst haben wir begonnen, einen Aufsatz von Dzongsar Khyentse Rinpoche, „Buddhismus in einer Nussschale: Die vier Siegel des Dharma“, vorzustellen und zu besprechen. Die Beschäftigung damit wird am 17. August fortgesetzt. Wer sich den Text schon einmal anschauen möchte, findet ihn z. B. auf der Website „rangdrols blog„.

Das überarbeitete Skript des Vortrags vom 13. Juli zu den Gefühlstönungen, Vedanā, liegt nun zum Download auf unserer Homepage bereit.

27. Juli 2023: „Die vier Siegel des Dharma“. Teil 2

Das Thema für den 27. Juli 2023:

Nachdem wir in der letzten Woche die Erläuterungen Dzongsar Khyentse Rinpoches zu ersten zwei Siegel betrachtet haben, wenden wir uns nun den zwei letzten zu:

  • Alle Phänomene sind leer; sie sind ohne inhärente Existenz. Dies ist eigentlich die letztendliche Sicht des Buddhismus; die anderen drei gründen auf diesem dritten Siegel.
  • Das vierte Siegel ist, dass Nirvana jenseits der Extreme ist.

Eine gute Gelegenheit in die Essenz der buddhistischen Lehre einzutauchen und ihre Relevanz für das eigene Leben zu überprüfen.

Wir beginnen wie immer um 18:45 Uhr mit Aufbau und Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten).
Anschließend werden die zwei Siegel vorgestellt und besprochen.

Den Abend rundet dann eine kurze Meditation mit Widmung der Verdienste ab. Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße zu Plausch und Austausch zusammenzukommen.

Hinweis: am 13. Juli gab es einen Vortrag zu „Vedanā„, den sog. Gefühlstönungen. In dem Vortrag wurde versucht, dem Begriff und seiner Bedeutung etwas näher zu kommen. Es gab den Wunsch, das Skript zugänglich zu machen. Nach einer kleinen Überarbeitung liegt er nun zum Download bereit.

20. Juli 2023: Buddhismus in einer Nusschale – „Die vier Siegel des Dharma“

Unser Programm für Donnerstag, den 20. Juli 2023

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen

Thema: An diesem Abend geht es um „Buddhismus in einer Nusschale – Die vier Siegel des Dharma“, basierend auf einem Artikel von Dzongsar Khyentse Rinpoche. Er beschäftigt sich u. a. mit der Frage der Erleuchtung/des Erwachens. Dabei werden  die Unterschiede des Buddhadharma zu theistischen oder sogenannten mystischen Ansätzen und den Ideen der Anhänger der Ideologie des New Age bzw. von Leuten wie E. Tolle deutlich.

Er sagt: „Unglücklicherweise scheint der Buddhismus im Westen in der religiösen Abteilung gelandet zu sein, oder auch in der Abteilung für Selbsthilfe oder Selbstentwicklung und ganz klar in der zeitgeistigen Meditationsabteilung.“

Wie Dzongsar Khyentse Rinpoche die Sache sieht, werden wir uns anschauen und diskutieren.

Es verspricht, spannend zu werden.

Angesichts der gelegentlichen Vermischung des Dhamma mit Selbstoptimierungstechniken und esoterischen Ansätzen, ist es sicherlich wichtig, sich dazu Gedanken zu machen, damit es nicht zu Verwechslungen darüber kommt, worum es im Buddhismus tatsächlich (durchaus in Abgrenzung von anderen Konstrukten wie Mystik, Sufismus, Taoismus etc.) geht, unabhängig von den verschiedenen Traditionen oder „Fahrzeugen“.

Dzongsar Khyentse Rinpoche fasst die „vier Siegel“ folgendermaßen zusammen:

  1. Alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich.
  2. Alle Emotionen sind leidvoll. Das ist etwas, worüber nur Buddhisten sprechen würden. Viele Religionen beten Dinge wie Liebe durch Feiern und Lieder an. Buddhisten denken: „Das ist leidvoll.“
  3. Alle Phänomene sind leer; sie sind ohne inhärente Existenz. Dies ist eigentlich die letztendliche Sicht des Buddhismus; die anderen drei gründen auf diesem dritten Siegel.
  4. Das vierte Siegel ist, dass Nirvana jenseits der Extreme ist.

Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende: gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.

PS: Das versprochene Skript des Vortrags von letzter Woche über Vedanā, die Gefühlstönungen, ist noch in der Endredaktion und wird mit der nächsten Einladung verschickt.

13. Juli 2023: Vedanā – die Gefühlstönungen

Programm für Donnerstag, den 13. Juli 2023:

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Im Laufe des letzten Donnerstagabends, nach der Einführung in die Meditation, kam die Frage auf, was in einer Meditationssitzung so alles bemerkt werden kann.

    Wir kennen es alle, dass nach ein, zwei Atemzügen bereits die Denkmaschine in Aktion tritt und uns immer wieder vom Objekt der Achtsamkeit fortträgt und wir uns forttragen lassen. Vielleicht ist es also hilfreich, sich dem, was unsere Gedankenströme so enorm in Fahrt bringt, einen Abend lang zu widmen.
    Der Buddha hat seinen Schülerinnen und Schülern in der Satipatthāna Sutta die Betrachtung der fünf Khandhas (skrt. Skandhas) gelehrt. „Der Buddha nannte vier Bereiche unserer Erfahrung, denen wir mit rechter Achtsamkeit begegnen sollen. Es sind der Körper (kāya), die Gefühlstönungen (vedanā), Geist und Herz (citta) sowie die Objekte von Herz und Geist (dhamma).“ (Fred v. Allmen)
    Es geht dabei um die „Mengen des Erlebens“ (Nagarjuna), also um die Bereiche, die in unsere Wahrnehmung fallen. Das zweite Khandha ist „vedanā“, was oft mit Gefühlstönung übersetzt wird. Darum soll es am 13. Juli gehen. Wie gehen wir mit den ersten Eindrücken um, sobald eine Erfahrung in unser Bewusstsein dringt und wir sie beurteilend einordnen? Wir werden sehen, dass diese Reaktionen enorme Auswirkungen auf unser inneres und äußeres Er-Leben hat, ebenso wie das mögliche Aussteigen aus dem Muster der Reaktivität.

    Der formale Ablauf des Abends wird wie üblich sein, allerdings mit wenigen kurzen Anleitungen während der Meditation, die auf das Vortragsthema vorbereiten sollen.
  • Fragen, Antworten & Gespräch über die Erfahrungen mit der Meditation und andere buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch im „Schamdan“ in der Weidenhäuser Straße.

Das überarbeitete Skript dieses Vortrags liegt jetzt auch zum Download bereit.

6. Juli: Einführung in die Meditation

Unser Programm für Donnerstag, 6. Juli 2023

  • Beginn: 18:45 Uhr
  • Der 1. Juni ist der erste Donnerstag des Monats. Es wird deshalb heute wieder eine Einführung in eine der Meditationstechniken gegeben, mit anschließender geleiteter Meditation. Der Abend ist für Erfahrenere und Beginnende gleichermaßen geeignet: Zengeist = Anfängergeist.
    „Die Essenz des einen Dharma ist Weisheit. Wir üben uns in Achtsamkeit – im Hinblick auf den Körper, das Denken, die Gefühle und schließlich auf das Gewahrsein selbst. Daraus entsteht eine immer tiefere Konzentration, eine Stille des Geistes , die uns Einsicht in einige grundlegenden Wahrheiten schenkt. Die Weisheit erkennt das wandelbare, flüchtige Wesen der Erfahrung und die grundlegende Unbeständigkeit der Erscheinungen. Die Weisheit öffnet unseren Geist für die Erfahrung der fehlenden Eigenexistenz oder des Nicht-Selbst, des befreienden Herzstücks von Buddhas Erleuchtung, und für den klaren Blick auf die Natur des Geistes, der wesensmäßig leer, natürlich strahlend und ständig reaktionsbereit ist. Und schließlich vermittelt uns nur die Weisheit die Einsicht, dass das Nicht-Anhaften nichts anderes ist als die essenzielle, einende Erfahrung der Freiheit. Das Nicht-Anhaften ist sowohl eine Praxis, die wir üben können, als auch das Wesen des erwachten Geistes selbst.“ Aus: Joseph Goldstein: Ein Dharma – Buddhismus im Alltag, München, 2004, S. 278
  • Fragen, Antworten & Gespräch über die Erfahrungen mit der Meditation und andere buddhistische Themen
  • Meditation und Widmung
  • Ende: Gegen 21:00 Uhr
  • Gesellige Fortsetzung mit Austausch und Plausch im „Schamdan“ in der Weidenhäuser Straße.

PS: Im Rahmen unseres 2. Praxistags letzten Samstag, 1. 7. 23, haben wir einen Dhamma-Vortrag von Lama Tilmann Lhündrup mit dem Titel „Achtsamkeit und befreiendes Gewahrsein entwickeln“ gesehen und gehört. Auch er spricht darin, wie der Vipassanalehrer Joseph Goldstein, von dem „einen Dharma“, der vom historischen Buddha gelehrt wurde. Sehr inspirierend und ermutigend für unsere traditionsübergreifende Gruppe.
Der vielfachen Nachfrage nach dem Link wird hiermit gerne entsprochen.