
Einladung zur Meditation
Beginn: 18:45 Uhr
Einführung in die buddhistische Meditationspraxis und geleitete Meditation
Warum meditieren?
Man setze sich in eine Ecke, schwelge in himmlischen Sphären und die Belange der Welt gehen uns nichts mehr an und wir wandeln von Glückseligkeit zu Glückseligkeit. Ist es das, was buddhistische Meditation ausmacht? Sicher nicht.
Ernsthafte buddhistische Praxis ist der Welt, der inneren wie der äußeren, zugewandt. Mit neugieriger Gelassenheit versuchen wir, den Dingen auf die Spur zu kommen. Dass dabei nichts bleibt, wie es ist und und wir selbst aktiv an den Veränderungen beteiligt sind, ist ausgemachte Sache. Wer sonst sollte es tun?
Auf welchen Weg begeben wir uns also? Auf den Weg „ein ganzer […] Mensch zu werden, der die nicht der Wirklichkeit gemäßen Vorstellungen, Vorurteile, Verhaltensmuster, Gewohnheitsenergien und Ich- oder Selbst-Konzepte erkennt und zu verändern vermag. […] Dieser Pfad muss von jedem , der sich darauf einlässt, selbst gegangen werden.“ (Karl Schmidt: Kein Weg – nur Schritte. Theseus, 2001, S. 13)
Durch, immer wieder auch unterschiedliche, Übungen der freundlichen Achtsamkeit machen wir uns mit Geist und Körper vertraut, erkennen die Prozesshaftigkeit unserer Erfahrungen. Aus der Stille, die im Geist entsteht, erwachsen Einsichten, die uns ermöglichen, innerlich und äußerlich unsere Handlungen und Gedanken neu zu justieren. Diese Einsichten ergeben sich direkt aus der Praxis, wir müssen sie nicht übernehmen, weil ein Guru oder der Buddha dies so behaupten oder gar von uns verlangen, etwas ungeprüft zu übernehmen. Denn „es wird kein Glauben erwartet, das möglicherweise im Widerspruch zur Vernunft, der eigenen Einsicht oder den Naturgesetzen steht, sondern allein das Vertrauen in die eigene Erkenntnis und Erfahrung ist die Grundlage buddhistischer Haltung. Buddha hatte den Mut, […] Kritik zu fordern und seine eigene Lehre als ein spirituelles Angebot dem Urteil seiner Anhänger auszusetzen, nach dem Grundsatz: ‚Komm und schau es dir an.’“ (Ebenda, S. 17)
In diesem Sinne bieten wir heute für Neueinsteiger wie auch für Erfahrene Praktizierende wieder eine Einführung in eine der buddhistischen Meditationstechniken an. Der Schwerpunkt wird diesmal auf der Anapanasati Meditation, der Achtsamkeit auf den Atem, liegen.
Wir rufen allen Interessierten ein herzliches „HALLO“ zu.
Denn die Übung beginnt mit einer
Heiterkeit, aus der sich die
Achtsamkeit entwickeln kann.
Liebevolle Zuwendung schenken wir dem, was uns in der Praxis begegnen mag,
Loslassen ist das Motto, denn wir üben, keine Erfahrung festzuhalten oder zu vermeiden. So entsteht aktive
Offenheit, die uns einen heilsamen Umgang mit uns selbst und anderen ermöglicht.
Wir schließen den Abend mit einer kurzen Meditation mit Wertschätzung und Widmung ab.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Außerdem…

Seit dieser Woche werden wir als „Buddhistische Gruppe Marburg“ auf der Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) unter der Rubrik „Gruppen und Zentren“ geführt. Diese Liste könnte auch für diejenigen hilfreich sein, die umziehen oder in anderen Städten Kontakt zu buddhistischen Gruppen suchen.
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Gedanken für die Woche
„Es erfordert Mut, sich der ganzen Bandbreite unserer Gefühle und Emotionen zu stellen, ohne darauf zu reagieren oder sie abzuschneiden. Und doch ist dies der Ort, an dem unsere Freiheit liegt. Oder wie Albert Camus sagt: ‚Wir alle tragen das Exil in uns, unsere Verbrechen, unsere Schandtaten. Unsere Aufgabe ist es, sie nicht auf die Welt loszulassen, sondern daraus uns selbst und andere hervorgehen zu lassen.’
Achtsamkeit hilft uns, machtvollen Gefühlen und Emotionen zu begegnen. Diese sind einfach nur Energie. Wenn sie erkannt, akzeptiert und erforscht werden, dann werden wir frei vom Anhaften. Dann haben wir die Wahl. Auf jene, die eine Antwort erfordern, können wir reagieren, die anderen aber können wir mit den Energien des Lebens sich verströmen lassen.“ – Jack Kornfield: Das weise Herz – Die universellen Prinzipien der buddhistischen Psychologie. Arkana, 2008, S. 195

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