31. Juli: Rechte Rede

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Vortrag und Gespräch:
Über den Umgang mit Sprache – Rechte Rede

Oft haben wir donnerstags schon darüber gesprochen, wie wenig unsere Sprache dafür geeignet ist, innere Prozesse, komplexe Vorgänge und Emotionen auszudrücken. Gleichwohl sind wir auf verbale Kommunikation angewiesen und beherrschen diese oft recht ordentlich. Sprache hat Wirkungen im Inneren und Äußeren. Es kommt deshalb darauf an, mit welcher inneren Haltung wir miteinander ins Gespräch kommen. Der Buddha hat nicht ohne Grund angemessenes, rechtes, Sprechen in den edlen achtfachen Pfad aufgenommen, der zur Befreiung von Herz und Geist führt. Mit unseren Worten können wir uns selbst und andere verletzen, ob wir wollen oder nicht.
Wie wir „rechter Rede“ näher kommen können und warum sie häufig nicht gelingt, könnte heute Abend zum Thema werden. Dass wir der rechten Rede nicht im politischen Sinne das Wort reden werden, versteht sich von selbst.

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Rückblick

Letzten Donnerstag hat Andreas uns aus einem Buch Ajahn Brahms vorgelesen. Unter anderem ging es auch um den „Affengeist“, den viele von uns sicher kennen. Wie ein kluger Umgang damit aussehen könnte, haben wir besprochen: Wahrnehmen, nicht kämpfen, hüpfen lassen, nicht verstärken, einfach in Ruhe lassen. Ohne Nahrung in Form von Widerstand oder Zuwendung springt er ins Leere.

Was sicherlich nicht hilft, sind heftige Reaktionen, wie Tick es in diesem von Frau Dr. Erika Fuchs übersetzten Panel Carl Barks’ versucht.

Wenn der unruhige Geist so vermöbelt wird, hält er sich für besonders wichtig und denkt sich entsprechend etwas neues aus. Und am Ende grüßt das Wolkenkuckucksheim…

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Ausblick

Geht freundlich mit euch selbst um und verwendet euren Körper, eure Rede und euren Geist für die Praxis, die euch zum Erwachen führen wird. Das ist der größte Gefallen, den ihr euch selbst tun könnt. Keine andere Person könnte jemals so freundlich zu euch sein. Vielleicht verlasst ihr euch auf die heilsamen Handlungen, die andere während eures Todes für euch ausführen. Das ist jedoch eine leere Hoffnung; es kann sich sehr wohl herausstellen, dass es zu schwierig ist, wirklichen Gewinn daraus zu ziehen. Übt euren Geist in der Entwicklung umfassenden Mitgefühls und erkennt, wie tief das Leiden von Samsara ist. Arbeitet das Wesentliche heraus, nämlich Sicht und Meditation. […] und durch eure tägliche Dharma-Praxis tiefes Mitgefühl zu entwickeln ist von unermesslichem Vorteil für euch.
– Dudjom Rinpoche: Die Klausur auf dem Berge. Wandel Verlag, Berlin, 2016, S. 154

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24. Juli 2025: Der Elefant, der das Glück vergaß

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Lesung und Gespräch: Ajahn Brahm und der Elefant, der das Glück vergaß

Ajahn Brahm ist bekannt für seine präzisen Unterweisungen und seinen sense of humour. In dem Buch, aus dem wir an diesem Abend lesen wollen, hat er 108 kleine hintersinnige Geschichten zusammengestellt, die gleichermaßen für Aha- und Haha-Effekte sorgen.
Er wurde 1951 in London geboren und studierte theoretische Physik in Cambridge. Seit 50 Jahren lebt er als buddhistischer Mönch, in dieser Zeit verbrachte er neun Jahre unter der Leitung Ajahn Chahs in dessen Waldkloster Wat Pa Phong im Issan/Thailand. Gegenwärtig leitet er das Bodhinyana-Kloster in Westaustralien.
Zur Frage des zahlenmäßigen Verhältnisses von Christen und Buddhisten in Australien meinte er:„Dass es in Australien mehr Christen als Buddhisten gibt, liegt vielleicht daran, dass es buddhistischen Mönchen untersagt ist, Wasser in Wein zu verwandeln.“

Wir können uns auf einen heiteren Abend mit viel Tiefgang freuen, ganz im Sinne Ajahn Brahms Idee des „Hahayana“.

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Gehörte und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Bewusst handeln

Die Hilfsorganisation „Mitgefühl in Aktion (M.i.A.)“ hat in ihrem aktuellen Newsletter auf die aktuelle Situation von Unterstützungsprojekten hingewiesen. Hier ein Auszug daraus und der Link zum Newsletter:

„Die USAID hat zwar ihre Arbeit nicht ganz eingestellt, doch Budgetkürzungenhaben dazu geführt, dass 144 Millionen Menschen dieses Jahr vom Welternährungsprogramm der UN nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Dies zeigt, wie zerbrechlich die humanitäre Hilfe ist, wenn Gelder ausbleiben.

Auch in Deutschland gab es Kürzungen im Etat für Entwicklungs-zusammenarbeit, der insgesamt mehrere Milliarden Euro umfasst. Dies macht es nicht leichter, nachhaltige Hilfe zu leisten. Gleichzeitig steigt der Verteidigungshaushalt auf etwa 2% des Bruttoinlandsprodukts, einschließlich eines Sondervermögens von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr.

Gerade in dieser angespannten Lage ist es wichtiger denn je, Hoffnung zu schenken und Leben zu verbessern. Unsere kleine Hilfsorganisation unterstützt direkt und nachhaltig Menschen in Not – etwa durch Ernährung und Bildung. Seit 2020 konnten wir so jährlich mind. 6.000 Menschen direkt helfen.“

Hinweis der Redaktion: Bei der Prozentzahl hinsichtlich des „Verteidigungshaushalts“ ist den lieben Leuten von M.i.A. wohl eine Fehleinschätzung unterlaufen. Der SPD und ihr Verteidigungsminister peilen deutlich mehr an. Vgl. die Verlautbarung des BMVG

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Bewusst sein

Das abhängige Entstehen hat ein Gegenstück, nämlich das abhängige Aufhören. Wenn ihr diesen Geist durchschaut habt und seht, dass niemand da ist, der etwas tut, endet Avijja, die Unwissenheit oder Verblendung. Das Tun ist einfach ein Prozess, und man kann all die äußeren Ursachen und Bedingungen sehen, aus denen man tut, was man tut. Auch das Erkennen ist einfach ein Prozess, niemand tut es. Auch Bewusstsein ist einfach ein Prozess. Hier ist kein „Wesen“, dass alles hört, was es zu hören gibt, hier drinnen ist keine Person, die all diese Gedanken denkt. Bewusstsein kommt und geht, auf und ab.Mal ist es dieses Bewusstsein, mal jenes. Macht euch die Unterschiede zwischen den sechs Arten von Bewusstsein klar, dann ist es viel einfacher zu verfolgen, welches Bewusstsein gerade ausklingt und welches an seine Stelle tritt.

– Ajahn Brahm: Nur dieser Moment. Anleitungen für die buddhistische Praxis. München, 2009, S. 249

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Bewusst durch den Tag

Manchmal ist es hilfreich, sich an Wichtiges zu erinnern (sati). Vielleicht hilft dieses kleine Suchspiel dabei, etwas achtsamer durch die Tage zu kommen. Durch darauf Klicken kann es in größerer Form heruntergeladen werden.

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17. Juli 2025: Die erste edle Wahrheit

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Lesung und Gespräch:

Das Wesen des Daseins erkennen, so lautet die Überschrift, die Fred von Allmen seinem Abschnitt über die erste edle Wahrheit gegeben hat, die er in seinem Werk „Buddhismus. Lehren-Praxis-Meditation“ erörtert. Es handelt sich nicht um eine „ewige Wahrheit“, die im Besitz von Auserwählten ist, sondern um eine Aufgabe, die uns Gotama, der historische Buddha, stellt, um aus dem Kreislauf des Leidens herausfinden zu können. Stephen Batchelor nennt sie dementsprechend die erste edle Aufgabe.

Aus diesem Buch lesen wir heute einen Abschnitt vor und überlegen anschließend gemeinsam, was es mit „dukkha“ (das Paliwort, welches meist mit Leiden übersetzt wird) auf sich hat. Die Auseinandersetzung damit ist immer wieder lohnenswert. Nicht umsonst sind die vier edlen Wahrheiten (oder Aufgaben) von zentraler Bedeutung in der buddhistischen Lehre.

Zwei Appetithappen:

„Die erste edle Wahrheit weist also mit unübersehbarer Deutlichkeit auf unsere Situation hin: ‚Sabbe sańkhāra dukkhā’ti‘ – Das Dasein ist erfüllt von Dukkha. Das Wort Dukkha wird gewöhnlich mit Leiden übersetzt. Doch diese Bedeutung allein wird der Tragweite des Begriffs nicht gerecht. Dukkha umschreibt vielmehr die Tatsache, dass nichts unter den entstandenen, erschaffenen Dingen des Daseins eine immerwährende Befriedigung geben kann. Weder materielle Dinge noch Gedanken, noch Gefühle ermöglichen dies, und zwar deshalb, weil alles, was erschaffen worden ist, sich ständig wandelt und wieder vergeht. Die Belange dieser Welt lassen sich nur zu einem kleinen Teil kontrollieren und folgen ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten.“ (S. 78)

„Wollen wir die Tragweite der ersten edlen Wahrheit begreifen, so ist es wichtig, unsere täglichen kleinen Leiden zu betrachten. Wir müssen uns vor Augen halten, wie oft wir uns nicht wohlfühlen, weil wir mit etwas konfrontiert sind, das wir nicht möchten, aber nicht loswerden können.“ (S. 81)
Fred von Allmen: Buddhismus. Lehren – Praxis – Meditation. Bielefeld, 2007

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

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Dhamma studieren

Die Lehrreden aus der angereihten Sammlung sind seit Mai 2025 als Download verfügbar. Sie finden sich auf der Homepage der Suttanta Gemeinschaft. Die hier vorliegende Übersetzung wurde zuerst von dem ehrwürdigen Nyantiloka erstellt und dann von seinem Schüler, dem ehrwürdigen Nyanaponika, überarbeitet.

Wer lieber Papier in Händen hält, kann das gedruckte Buch beim Verlag Beyerlein & Steinschulte bestellen.
Großer Dank gebührt Raimund Hopf und seinen MitstreiterInnen.

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Dhamma anwenden

„Buddhas Lehren sind unvorstellbar tiefgründig und umfassend. Sie voll intellektuell auszuschöpfen, wäre für sich allein schon eine bemerkenswerte und ungewöhnliche Leistung. Aber selbst damit wäre nicht viel erreicht. Solange wir nicht zusätzlich innere Verwirklichung erlangen, indem wir die Lehren tatsächlich anwenden und einswerden lassen mit unserem Geist, wird alles Wissen, das wir erwerben, Theorie bleiben und nur dazu führen, dass unser Ich sich aufbläht.
Wir haben eine Menge Bücher gelesen und uns viele Belehrungen angehört, doch nichts hat wirklich dazu beigetragen, unser Sein zu verwandeln. Wenn man das Rezept des Arztes auf seinem Nachttisch liegen lässt, wird die Krankheit nicht kuriert. Wenden Sie also den Geist nach innen und erforschen Sie durch tiefes Nachsinnen das Wesen des Dharma, bis er Ihr ganzes Sein durchdringt.“
– Dilgo Khyentse Rinpoche: Das Herzjuwel der Erleuchteten. Berlin, 1996, S. 79

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10. Juli: Offener Meditationsabend

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

An diesem Abend steht die Praxis im Vordergrund.

Nach der Meditation besteht wieder reichlich Gelegenheit, über die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Feld der Themen ist weit geöffnet.

Wir sind sehr froh, dass wir keine Sommerpause machen müssen, weil sich genügend EnthusiastInnen gefunden haben, die es ermöglichen, die Donnerstagabende im Juli für alle an buddhistischer Praxis Interessierte anbieten zu können.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama, feiert heute seinen 90. Geburtstag!
Wir gratulieren von Herzen und wünschen ihm, dass er noch lange zum Wohle der fühlenden Wesen wirken kann.

Der Dalai Lama in Leh, 2012

Im Juli wird der Dalai Lama Leh, die Hauptstadt von Ladakh, besuchen. Da genügend Ursachen und Bedingungen zusammenkamen, werden Birgit, Sabine und Manfred zur selben Zeit vor Ort sein und können ihm unsere guten Wünsche direkt übermitteln und ihm ein herzliches „Julley“ zurufen.

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Nahe Zukunft

Die ARD wird heute Abend um 23:15 Uhr eine 45-minütige Dokumentation über das Geburtstagskind ausstrahlen. In der Mediathek steht der Bericht bereits zur Verfügung.

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Vom buddhistischen Standpunkt aus glaube ich, dass Mitleiden ein wichtiger Aspekt der menschlichen Natur ist, ein Bestandteil des menschlichen Geistes. Es ist eine der guten Eigenschaften des menschlichen Wesens. Die verschiedenen Religionen versuchen, diese grundlegende menschliche Eigenschaft zu fördern und zu stärken, aber sie ist keine äußerliche, dem Menschen hinzukommende Erwerbung oder irgendeine vom religiösen Glauben aufgestellte Erfindung. Sie ist immer schon da, ob ich nun Buddhist bin oder nicht. Es gibt heute so viele Religionen auf der Welt, dass die religiöse Praxis nicht notwendigerweise das gleiche ist wie praktiziertes Mitgefühl. Man kann Güte und Mitleiden durchaus ohne religiöse Nebenbedeutung zeigen und fördern.

– Daniel Goleman (Hrsg.): Gespräche mit dem Dalai Lama über Achtsamkeit, Emotion und Gesundheit. Die heilende Kraft der Gefühle. Lico, 2005, S. 28 f.

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3. Juni 2025: Meditieren wie ein Buddha – Einführung in die Meditation

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit einer

Einführung in die Praxis der buddhistischen Meditation
im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen.

In Form einer geleiteten Meditation führen wir in eine der Meditationstechniken der buddhistischen Traditionen ein. Die Achtsamkeit auf den Atem (Anapanasati) wird dabei der Schwerpunkt sein. Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich, Interesse an buddhistischer Praxis und Lehre sind natürlich hilfreich, um sich einmal darauf einzulassen. Gleichwohl ist der Abend wie stets auch für erfahrene Praktizierende hilfreich, weil wir immer wieder neu beginnen und nicht in vermeintlich guter Routine erstarren sollten.

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Praktisch lesbar

Gerade ist die neue Ausgabe von „Buddhismus aktuell“ erschienen. Das Schwerpunktthema sind die „Computerwelten“. Der Dhamma und das Digitale: sicherlich eine interessante Ausgabe. Einige Artikel stehen auch online zur Verfügung, manche auch nur dort. In Marburg sollte das Heft in der Bahnhofsbuchhandlung zu erstehen sein. Bei Interesse kann ein Exemplar (und auch ältere) über uns ausgeliehen werden.

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Praktisch machbar

Verfolgt nicht die Vergangenheit, geht nicht in die Zukunft voraus, bleibt natürlich im gegenwärtigen Bewusstsein, so wie es ist. Wenn ich sage, verfolgt nicht die Vergangenheit, so meine ich damit, dass wir mit unserem Intellekt nicht den vorangegangenen Gedanken verfolgen. Wenn ich sage, geht nicht in die Zukunft voraus, dann bedeutet das, nicht mit unserem Intellekt dem nächsten Gedanken entgegenzugehen. Wenn ich sage, bleibt natürlich im gegenwärtigen Bewusstsein, so wie es ist, dann bedeutet das, aus der Gegenwart kein Bezugsobjekt zu machen.

Es heißt: „Wenn du nichts im Geist fabrizierst, ist er klar, wenn du das Wasser nicht aufwühlst, ist es durchsichtig.“ Lasst den Geist einfach in seinem unveränderten Zustand. Darin werdet ihr eine Klarheit erfahren, frei von begrifflichem Denken, rein und transparent, welche nur ein Fingerschnippen dauert oder so lange, wie es braucht, eine Kuh zu melken. Meditiert, ohne eine längere Dauer dieser Erfahrung als Vorteil und eine kurze Dauer als Nachteil zu betrachten. Wenn dann wieder ein Gedanke auftaucht, entspannt euch in ihn hinein.

– Gampopa (1079-1153). Zitiert nach: Karmapa Wangtchug Dordje: Mahamudra – Der Ozean des wahren Sinnes. Edition Octopus, 2009, S. 127

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26. Juni 2025: Das Diamantsutra III – Freigebigkeit

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Lesung und Gespräch:

Thich Nhat Hanh über das Diamant Sutra

Das Diamantsutra gehört zu den wichtigsten Weisheitstexten des Mahayana-Buddhismus. Thich Nhat Hanhs ausführliche Erläuterungen lassen den Gehalt und die konkrete Bedeutung dieses Sutra für die heutige Zeit deutlich werden.
Es ist hilfreich, sich zu fragen: ,Haben diese Lehren des Buddha irgendetwas mit meinem täglichen Leben zu tun?‘ Abstrakte Ideen können wunderschön sein, doch wenn sie mit unserem Leben nichts zu tun haben, welchen Nutzen haben sie dann? Fragt euch also: ,Haben diese Worte irgendetwas damit zu tun, wie ich eine Mahlzeit zu mir nehme oder meinen Tee trinke?‘“ (Thich Nhat Hanh)

Letzte Woche haben wir wieder einen Abschnitt seines Kommentars gelesen und besprochen. Dieses angeregte Gespräch wollen wir gerne an diesem Donnerstagabend fortsetzen. Thematisch wird es sich um die Haltung der Freigebigkeit, der Großzügigkeit (Pali: dana) drehen. Auch wenn im Sutra die Großzügigkeit der Bodhisattvas besprochen wird, hat dies natürlich wieder mit uns, unserem Leben und unserer inneren Ausrichtung zu tun. Gerade an den kleinen Dingen zeigt sich doch immer wieder, inwiefern es uns bereits gelingt, Wunsch und Wirklichkeit zusammenzubringen.

Thay sagt dazu: „Bodhisattvas (aber warum nicht auch wir?/Red.) üben sechs Methoden, um das Ufer der Erleuchtung zu erreichen; diese sind als die sechs Paramitas (Pali: Paramis/Red.) bekannt – Freigebigkeit, tugendhaftes Handeln, Geduld, Tatkraft, Konzentration und Weisheit. Es wäre falsch zu glauben, wir könnten Freigebigkeit nur dann praktizieren, wenn wir Geld haben.“ (S. 77)

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Zukünftiges

Die kleine Umfrage, die wir in der letzten Woche verschickt haben, hat ein übersichtliches, gleichwohl positives Ergebnis gezeitigt:
Im Juli wird weiterhin in der Biegenstraße meditiert.
Es haben sich sich genügend Leute bereiterklärt, die Abende zu organisieren. Wie schön. Ein herzliches Dankeschön im Namen aller Buddhas. Wer auch dazu beitragen möchte, die Juliabende abzusichern, kann dies gerne tun. Die Umfrage ist noch offen.

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Gegenwärtiges

Selbst wenn ein Gefäß nicht umgestülpt ist, aber leckt, wird das Wasser, oder was auch immer man hineingießen mag, nicht das (Gefäß) anfüllen, sondern unten wieder heraustropfen. In gleicher Weise gilt: Auch wenn man die Dharma-Lehren der Lehrerin oder des Lehrers hört, der Geist jedoch währenddessen nicht von Vergegenwärtigung ergriffen (durchdrungen) ist, wird der Verstand nach Beendigung der Unterweisung die ganzen Inhalte vergessen haben. Weil man somit einem undichten Gefäß ähnelt, muss man beim Hören von Dharma den Entschluss fassen, die [Inhalte] nicht zu vergessen und sie dauerhaft erinnern. Entsprechend der jeweiligen Situation sollte man [die Unterweisungen] aufnehmen, sich Notizen machen oder ähnliche Mittel nutzen, um sich ihrer Inhalte immer wieder zu vergewissern.
Wenn man sich jedoch zu intensiv auf das Schreiben von Notizen o. Ä. verlässt, wird man sich im Falle, dass man sie nicht zur Hand hat, an überhaupt nichts erinnern – so wie es heißt: „Das Verständnis ist in den Büchern geblieben.“

Dalai Lama: Die Stufen des Pfades zum Erwachen. Die Essenz meiner Lehre. Zusammengestellt von Dagyab Kyabgön Rinpoche. Herder Verlag, 2024, S. 144

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19. Juni 2025: Das Diamantsutra II

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Lesung und Gespräch:

Thich Nhat Hanh über das Diamant Sutra

Das Diamantsutra gehört zu den wichtigsten Weisheitstexten des Mahayana-Buddhismus. Thich Nhat Hanhs ausführliche Erläuterungen lassen den Gehalt und die konkrete Bedeutung dieses Sutra für die heutige Zeit deutlich werden.
Es ist hilfreich, sich zu fragen: ,Haben diese Lehren des Buddha irgendetwas mit meinem täglichen Leben zu tun?‘ Abstrakte Ideen können wunderschön sein, doch wenn sie mit unserem Leben nichts zu tun haben, welchen Nutzen haben sie dann? Fragt euch also: ,Haben diese Worte irgendetwas damit zu tun, wie ich eine Mahlzeit zu mir nehme oder meinen Tee trinke?‘“ (Thich Nhat Hanh)

Vor vier Wochen haben wir bereits einen Abschnitt seines Kommentars gelesen und besprochen. Diese angeregte Gespräch wollen wir gerne an diesem Donnerstagabend fortsetzen.

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vergangenheit

Letzten Donnerstag sprach Gioia über „tanha“ und stellte dies in den Zusammenhang von Buddhas Unterweisungen zu „paticcasamuppada“, dem abhängigem Entstehen. Wer sich damit und dessen zwölf Gliedern noch weiter beschäftigen möchte (tatsächlich ist die Erkenntnis des abhängigen Entstehens in der buddhistischen Lehre von zentraler Bedeutung), kann sich dazu zwei Dhamma Vorträge anhören.
Lama Tilman Lhündrup und Fred von Allmen haben darüber im Rahmen eines gemeinsamen Retreats gesprochen. Sie beleuchten das Thema auf unterschiedliche Weise. Tilmann kommt aus der tibetischen Karma Kagyü Tradition. Fred von Allmen lehrt Vipassana Meditation und widmet sich zugleich der Dzogchen Praxis. Als Team sind sie unschlagbar.

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Zukunft

Drittes Sommercamp des
Jungen Buddhistischen Netzwerks

24. bis 27. Juli 2025, Milarepa Retreat Zentrum, Schneverdingen

Das Junge Buddhistische Netzwerk bietet auch dieses Jahr wieder ein „Sommercamp“ an, um jungen Menschen Gelegenheit zu Praxis und Austausch zu geben.

Weitere Infos und Anmeldung über die Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU).

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Ein Leben in der FKK-Siedlung

Es gilt, direkt den Unterschied zwischen der Natur des Geistes und den Inhalten des Geistes zu erkennen. Unser Geist selbst ist von Anbeginn an rein. Er ist nackt. Er ist durch keinerlei Gedanken oder Erlebnisse verdeckt. Wir können das selbst sehen: In jedem Moment ziehen Erfahrungen vorbei. Doch durch diese Erfahrungen holen wir Erinnerungen zurück. Wir erschaffen Konstruktionen, in die wir uns einhüllen, wie in Kleider. So funktioniert Konditionierung.

Diese Einschränkung entsteht dadurch, dass man sich selbst als eine Entität auffasst. Eigentlich wissen wir nicht wirklich, wer wir sind. Wir haben nur Vorstellungen davon, wer wir sind. Um also klar  zu sehen, praktizieren wir. Wir ziehen uns alle Kleider aus: Hoffnungen, Ängste, Erinnerungen, und so weiter. Viele Erlebnisse tauchen auf, aber wir brauchen sie nicht anzuziehen, denn wir leben in einer FKK-Siedlung.

Unsere Schränke sind übervoll mit völlig nutzloser Kleidung. Die Sonne scheint, wir können uns entspannen, glückliche Gedanken kommen: „Oh, wie schön!“ Traurige Gedanken kommen: „Nun ja!“ Diese Gedanken werden von selbst verschwinden und wir, das offene Bewusstsein, brauchen sie ohnehin nicht.
James Low: Die heilende Kraft der Leerheit. Eine Anthologie von Dzogchen Texten. Wandel Verlag, 2025, S. 114

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12. Juni 2025: Gier – eine der drei Geistestrübungen

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Vortrag und Gespräch:

Die Auflösung der drei Geistestrübungen, manchmal auch Geistesgifte genannt, nimmt eine zentrale Rolle in der buddhistischen Praxis ein: Gier (Hahn), Hass (Schlange) und Verblendung/Nicht-Wissen (Schwein). In Thangkas oder Wandgemälden, die das Rad des Lebens darstellen, finden sie sich, in Tierform dargestellt, stets im Zentrum. Solange diese in unserem Geist dominieren, werden wir kein freies und entspanntes Leben führen. Da es sich „lediglich“ um Trübungen oder geistige Verunreinigungen handelt – auch wenn sie sehr hartnäckig sind – muss es möglich sein, sie zu minimieren oder gar zu überwinden.

Beim Erläutern der zweiten edlen Wahrheit spricht Gotama davon, dass „der sinnliche Durst, der Daseinsdurst, der Nichtseinsdurst“ (Pali: tanha) für unser Leiden verantwortlich ist (SN 56.11). Dazu gesellen sich dann noch die Gier, der Geiz (Pali: lobha). Sind wir darin gefangen, folgt uns das Leiden wie der Karren dem Ochsen.

Wie Gier, darum soll es heute gehen, entsteht und wie ein heilsamer Umgang damit aussehen könnte, wollen wir an diesem Abend im Anschluss an Gioias Vortrag besprechen.

Darstellung der drei Geistestrübungen in einem Wandgemälde im Kloster Thiksey bei Leh in Ladakh

Der burmesische Meditationslehrer Sayadaw U Tejaniya empfielt: „Lass dich nicht von Gier leiten. Nimm dir Zeit, um etwas über Gier zu lernen. Achte auf ihre typischen Eigenschaften. Wenn du weiter auf sie hereinfällst, wirst du niemals ihre Natur verstehen.“ (Sayadaw U Tejaniya: Schau nie auf die geistigen Verunreinigungen herunter, sie lachen dich nur aus. Verein Vipassana Publikationen, 2022, S. 161)

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit Gier und Geiz sowie mit der Meditation, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Zukünftiges

Laut nachgedacht

Unter diesem Titel wird im Herbst, vom 27. September bis 20. Dezember, eine Reihe von Online-Veranstaltungen des Bodhi College laufen. Das ist noch etwas hin, aber manche müssen ja länger im Voraus planen.
Aus der Ankündigung:
Perspektiven und Schritte auf dem Weg
In einer deutschsprachigen Online-Folge präsentieren jeweils zwei Lehrer:innen von Bodhi College im Wechselgespräch ihre Gedanken und Anregungen zur Praxis des Dharma für Menschen von heute. 
Themen: Unter dem Titel »Schritte auf dem Weg« laden jeweils zwei der zehn Lehrenden zu einer Vertiefung der eigenen Praxis ein, bieten Kurzpräsentationen und eine Gelegenheit zu Rückmeldungen und Austausch. 
Format: Jeweils Samstag 17:00 – 19:00 (MEZ): Präsentationen und Kleingruppen 

Für Nähere Informationen und Anmeldung: siehe Homepage des Bodhi College.

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Gegenwärtiges

Aber wenn da Wachheit und Gewahrsein ist, erscheint die Erkenntnis „Dies ist mögen“. Das führt zu „Bloß weil ich etwas mag, muss ich dem nicht nachjagen. Bloß weil ich etwas nicht mag, muss ich nicht dagegen ankämpfen oder es in ein Problem verwandeln.“ Mögen ist einfach nur mögen. Nicht Mögen ist einfach nur Nicht Mögen. Mit diesem Verständnis gibt es Frieden, Weite und Klarheit. Wir sind nicht träge; wir treffen immer noch Entscheidungen. Aber diese Entscheidungen basieren auf Achtsamkeit und Weisheit, anstatt auf Reaktivität.

[…] Je mehr die Qualitäten von Gewahrsein, Wachsamkeit und Klarheit etabliert sind, desto mehr besteht die Fähigkeit, auf das Leben einzugehen, anstatt nur darauf zu reagieren. Das ist ein großer Unterschied.

Ajahn Amaro (*1956): Auf den Geist kommt es an. Der phänomenologische Zugang zur Lehre des Buddha. Muttodaya Dhamma, 2022, S. 49 f.

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5. Juni 2025: Einführung in die Vipassana Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Einführung und geleitete Meditation im Sitzen, Gehen und Stehen

Wie an jedem ersten Donnerstag eines Monats findet heute wieder unser Einführungsabend für neue und erfahrenere Meditierer:innen statt.
Der Schwerpunkt wird dieses Mal bei der Vipassana- oder Einsichtsmeditation liegen. Auf der Grundlage einer stabilen Sammlung des Geistes durch die Achtsamkeit auf den Atem erweitern wir das Feld der Achtsamkeit auf die Wahrnehmung des Körpers und des Geistes. Mit gleichem Mut nehmen wir die erscheinenden angenehmen, unangenehmen und vielleicht neutralen Wahrnehmungen zur Kenntnis.
Wie dies funktionieren kann, welche Art von Einsichten dabei entstehen und welche Hindernisse dabei auftreten können, soll Thema der Einführung sein. Es wird reichlich Gelegenheit geben, in diese Übung hineinzuschnuppern. Raum für all die Fragen, die dabei aufkommen oder die man Buddhist:innen schon immer mal stellen wollte, wird natürlich ebenfalls zur Verfügung stehen.

Passenderweise sind drei von uns gerade in einem Vipassana Retreat mit Ursula Flückiger im „Engl“ in Niederbayern gewesen und können von ihren unmittelbaren Erfahrungen mit dieser Praxis berichten.

Und was hat man davon, wozu taugt das Ganze?
Fred von Allmen, ein Schweizer Vipassanalehrer sagt dazu:
„Meditation wird gelegentlich immer noch mit Weltflucht gleichgesetzt. Das kann unter Umständen auch zutreffend sein. Wie jede Form der komplexen inneren Veränderung, hat auch sie ihre Sackgassen und Fallen und kann zu völlig egozentrischen Zwecken missbraucht werden. Dies aber hat mit dem Wesen und ihrem Sinn nichts gemeinsam. 
Das Ziel der Meditation und der spirituellen Praxis – im Buddhismus auch ‚Dharma‘ oder ‚Dhamma‘ genannt – ist ein ganzheitliches: Sie will Freiheit von Leiden, von inneren Zwängen und Ängsten schaffen; sie bewirkt vertiefte Sensibilität, Ehrfurcht vor dem Leben und echtes Interesse am Wohlergehen alles Lebendigen. Über eine äußerlich sichtbare und praktizierbare Form und Lehre hinaus handelt es sich um eine Lebenshaltung; sie bedeutet eine realitäts- und alltagsbezogene Transformation. Wir können Meditation und Dharma-Praxis als Übung, Training und Lebensweise erfahren, die sich bis in sämtliche Bereiche unseres Lebens auswirkt.“
(Fred von Allmen: Die Freiheit entdecken – Grundlagen buddhistischer Erkenntnis-Meditation. Norbu Verlag, 2016, S. 19)

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der Stille mit Wertschätzung und einer traditionellen Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Zukünftiges

Eine weitere gute Gelegenheit, intensiven Kontakt mit der Vipassana Meditation zu machen, besteht vom 2. bis 12. Oktober in Basthorst bei Hamburg. Raimund Hopf, ein erfahrener Meditationslehrer, der eine Zeit lang in der Theravadatradition ordiniert war, wird dieses Retreat leiten. Infos und Anmeldung über die Homepage der Suttanta Gemeinschaft.

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Gegenwärtiges

„Sei einfach bloß achtsam. Gestatte allen Dingen, den ihnen gemäßen oder natürlichen Verlauf zu nehmen. Dann wird dein Geist stiller und stiller, wo du auch sein magst. Er wird so still wie ein klarer Waldteich. Dann werden alle Arten von großartigen und seltenen Tiere an diesen Teich herankommen, um aus ihm zu trinken. So wirst du die Natur aller Dinge in der Welt verstehen lernen. So wirst du viele wundervolle, sonderbare Dinge kommen und gehen sehen. Aber du wirst still bleiben. Probleme werden entstehen. Aber du wirst sie durchschauen. Dies ist das Glück eines Erwachten.“ 

Ajahn Chah (1918-1992)

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29. Juni 2025: Diesmal kein Offener Abend

Beginn: Jetzt und jetzt und jetzt…

Die gemeinsame Meditation fällt am Donnerstag, den 29. Mai aus. Während des „Himmelfahrts“-Wochende sind einige von uns in einem Vipassana Retreat mit Ursula Flückiger im Seminarhaus Engl (für ganz Spontane: Es ist noch ein Platz im Wagen frei!), andere nutzen das verlängerte Wochenende für Ausflüge oder kümmern sich um ihre Familien. Deshalb treffen wir uns diesmal nicht in der Biegenstraße.

Zeit für die Praxis gibt es natürlich jederzeit. Auch solche Feiertage können wir mit Freundlichkeit, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut sowie Achtsamkeit&Gewahrsein begleiten. Wann soll es denn geschehen, wenn nicht in unseren mehr oder weniger herausfordernden Alltagssituationen.

Apropos „Mitgefühl“: Karuna, das Paliwort dafür, ist eng verknüpft mit einem anderen Wort, das in der buddhistischen Praxis eine große Rolle spielt, nämlich „ahimsa“. Dies bedeutet, davon Abstand zu nehmen, ein Lebewesen zu töten, zu verletzen oder auf andere Weise zu schädigen. Man könnte das Wort vielleicht mit „von der Anwendung von Gewalt Abstand nehmen“ (Danke Tilmann) übersetzen. Eine sehr alltagstaugliche Übung. Gewaltfreiheit hat ja nicht nur den körperlich en Aspekt, sondern kann in allen Situationen geübt werden. Mit einer ordentlichen Portion Alltagsgewahrsein könnten wir bemerken, wenn der Impuls zu harschen Aktionen oder Reaktionen aufsteigt und überlegen, ob wir dem folgen wollen oder lieber nicht.

Wir wünschen allen in nah und fern ein schööönes langes Wochenende!

Theorie und Praxis

Letzten Donnerstag sprachen wir über das Diamant Sutra und Thich Nhat Hanhs Erläuterungen. Dabei ging es auch immer wieder um die Unterschiede zwischen den buddhistischen Hauptlinien, dem frühen Buddhismus (Theravada, Suttanta) und später entstandenen Strömungen (Mahayana, Vajrayana), aber auch und vor allem um deren Gemeinsamkeiten. Um die Gedankenwelt des frühen Buddhismus, der sich auf die im Palikanon niedergelegten Lehrreden Gotamas beruft, einmal systematisch darzustellen, hat Raimund Hopf zwei Landkarten des Dhamma zur frühbuddhistischen Lehre und zum Praxispfad zusammengestellt. Raimund ist ein buddhistischer Lehrer, der einige Jahre in der Theravada Tradition ordiniert war (Ordensname „Jinavaro“). Es lohnt sich, die einzelnen Glieder dieser Systematik zu lesen und dann zu kontemplieren. Es ist wirklich alles Wichtige dabei. 

Wie wir in unserer Diskussion am 15. Mai festgestellt haben, geht es im Dhamma nicht um Glaubenssätze, die zu übernehmen sind, sondern um einen Übungsweg, auf dem wir aufgefordert (Buddha hätte vielleicht gesagt „gebeten“) sind, immer wieder zu überprüfen, ob die Schritte auf dem Weg tatsächlich für uns und andere heilsam sind. Gehen müssen wir sie natürlich schon selbst, wenn die Praxis Früchte tragen soll. Siehe auch: Kalama Sutta.

Auf Wunsch können wir DIN A3 Ausdrucke zur Verfügung stellen. Kurze Mitteilung genügt. Wer es größer möchte, müsste mit den Dateien eine Gehmeditation zum nächsten Kopierladen unternehmen.

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Praxis und Theorie

Die Kultivierung von Freigiebigkeit und Großzügigkeit spielt in allen buddhistischen Traditionen eine wichtige Rolle. Manchmal ist dies ganz einfach: Man werde Mitglied eines Vereins, der sich dies zur Aufgabe gemacht hat. Deshalb stellen wir an dieser Stelle M. i. A. vor: Mitgefühl in Aktion e. V. Dieser Verein unterstützt weltweit Projekte, die Menschen helfen, mit den Widrigkeiten, die ihnen die äußeren, meist gesellschaftlich bedingten Lebensverhältnisse aufherrschen, besser zurechtzukommen. M. i. A. braucht dringend neue Mitglieder. Wer Interesse an der Unterstützung des von Raimund Hopf mitbegründeten gemeinnützigen Vereins (Schirmherr ist der ehrw. Bhikkhu Bodhi) oder sogar an einer Mitarbeit hat, kann sich auf deren Homepage kundig machen.

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Gedanken zur Woche

Gleichmut ist das Vermögen des Geistes, einen klaren Überblick über alles, was sowohl äußerlich als auch innerlich geschieht, zu behalten. Außerdem ist er die Fähigkeit des Geistes, der Leidenschaft Raum zu geben, ohne dabei seine Ausgeglichenheit zu verlieren. Der klar sehende Geist stellt sich der Erfahrung mit herzlicher Absicht.

– Sylvia Boorstein: Was geschieht, das geschieht. Lotos, 2007, S. 56 f.

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