26. September 2024: Mahayana, ein Überblick

 

Beginn: 18:45 Uhr

 Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Vortrag und Austausch:
Drei Fahrzeuge auf dem einen Weg – Teil 2: Mahayana

Letzten Donnerstag hat sich herausgestellt, dass die drei Fahrzeuge doch zu umfangreich sind, um an einem Abend angemessen vorgestellt zu werden. Früher Buddhismus und Theravada standen dementsprechend im Mittelpunkt des Abends.

Wir versuchen diesmal, uns an das Mahayana (großes Fahrzeug) und dessen verschiedenen Traditionen anzunähern. Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Buddhas, Bodhisattvas und des Großen Mitgefühls. Ausgehend von Indien hat sich die Sichtweise des Mahayana bis nach China, Japan, Vietnam und Tibet ausgebreitet. Aber auch in Südostasien, z. B. in Thailand, hat es Anhängerinnen und Praktizierende gefunden. Der Mönch Bikkhu Buddhadasa hat dort eine Verbindung von Theravada und Mahayana hergestellt, die sehr viele Anhänger, auch im Westen gefunden hat.

Das Vajrayana (das diamantene oder „unzerstörbare“ Fahrzeug) wird an einem späteren Abend im Oktober vorgestellt werden.

„Das geschichtliche Verständnis der ersten Jahrhunderte buddhistischer Geschichte – ebenso wie das tiefere Verständnis der menschlichen Tendenz, Dinge zu manipulieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen – lässt uns schließlich begreifen, dass keine der heute existierenden Traditionen und Schulen das absolut originalgetreue, unveränderte, wahre Wort Buddhas lehrt und damit die einzige ‚richtige‘ Tradition ist – obwohl manche Schulen genau das mit Vehemenz behaupten. Vielmehr sehen wir, dass die meisten Traditionen auch heute noch die ‚richtigen‘ sind und – wenn konsequent praktiziert – auch tatsächlich transformierend und befreiend wirken.“
(Aus: Fred von Allmen: Buddhismus. Leben, Praxis, Meditation. Theseus, 2007, S. 34 f.)

 Zeit zum Austausch und für Fragen werden wir haben.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

 Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

In der letzten Woche haben wir bereits auf das Gewahrseinswochenende mit Lama Tilmann Lhündrup in Freiburg (23. und 24. November) hingewiesen. Ausgehend von den Anleitungen des 9. Karmapa wird er wieder Unterweisungen geben und die entsprechenden Meditationsübungen anleiten.
Es wird wohl eine Fahrgemeinschaft geben. Unsere Freunde vom Buddhistischen Zentrum Freiburg bieten allerdings keine Übernachtungsmöglichkeiten an. Um eine günstige Übernachtung in der Stadt zu ergattern, bietet es sich an, sich frühzeitig zu entscheiden.
Das Wochenende findet in der Aula der Weiherhofschule in der Nähe statt. Der Teilnahmebeitrag ist mit 70,00 € (+ freiwillige Lehrerspende/Dana) noch überschaubar.
Interessenten an einer Fahrgemeinschaft melden sich bitte bei Rüdiger oder tun dies an einem der nächsten Donnerstage kund.

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Die Deutsche Buddhistische Union (DBU), die Dachorganisation der Buddhistinnen und Buddhisten ist in finanzielle Schieflage geraten und benötigt zusätzliche Spenden. Auf unserer Homepage weisen wir darauf hin und haben auch den Spendenaufruf verlinkt.

„Der Buddha hat die Freigebigkeit (Dana) an die Spitze der zehn Tugenden (Paramis) gestellt, die wir in uns entwickeln müssen, um diesen Pfad der Freiheit zu vervollkommnen. Freigebigkeit verschafft uns sozusagen den Zugang dorthin.“ Aus: Ayya Khema: Komm und sieh selbst. Jhana Verlag, 1994, S. 109

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Tipp für die Meditation aus der Dzogchen Tradition:

„Beschäftigen Sie sich nicht länger mit dem Baugewerbe! Hören Sie auf, Brücken über tobende Wasser der samsārischen Existenz zu bauen, in dem Versuch, das ‚ferne Ufer‘, das Nirvāna, zu erreichen. Besser wäre es, wenn Sie sich einfach entspannten, gelassen und sorglos in völliger Natürlichkeit verweilten und einfach dem ursprünglichen Fluss der Dinge folgten, was immer gerade eintritt und geschieht. Und seien Sie sich dessen bewusst: Ob Sie nun mit dem Fluss gehen oder nicht, er geht immer mit Ihnen.“ 
Aus: Nyoshul Khen Rinpoche und Lama Surya Das: Der Buddha im Inneren

19. September 2024: Die „Fahrzeuge“ des Buddhadharma

Einladung zur Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Vortrag und Austausch:

Drei Fahrzeuge auf dem einen Weg (Ekayana)

Geplant ist ein kurzer Vortrag über die drei großen Fahrzeuge (Theravada, Mahayana, Vajrayana) des Buddhismus. Wir versuchen, einen kleinen Überblick über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Hauptrichtungen, in denen der Buddhadhamma praktiziert wird, zu geben. Eine Gewichtung, wie sie leider bei manchen Vertreter:innen einiger Schulen gelegentlich noch stattfindet, wird nicht stattfinden. Vielmehr soll es darum gehen, die Schulen kennenzulernen, um sich vielleicht irgendwann für eine, die für den eigenen Weg hilfreich sein kann, zu entscheiden. Tatsächlich weichen manche Trennlinien heute auf, weil viele unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht nur in einer Tradition ausgebildet wurden und deshalb nicht starr aus einer Richtung unterrichten.

„Das geschichtliche Verständnis der ersten Jahrhunderte buddhistischer Geschichte – ebenso wie das tiefere Verständnis der menschlichen Tendenz, Dinge zu manipulieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen – lässt uns schließlich begreifen, dass keine der heute existierenden Traditionen und Schulen das absolut originalgetreue, unveränderte, wahre Wort Buddhas lehrt und damit die einzige ‚richtige‘ Tradition ist – obwohl manche Schulen genau das mit Vehemenz behaupten. Vielmehr sehen wir, dass die meisten Traditionen auch heute noch die ‚richtigen‘ sind und – wenn konsequent praktiziert – auch tatsächlich transformierend und befreiend wirken.“
(Aus: Fred von Allmen: Buddhismus. Leben, Praxis, Meditation. Theseus, 2007, S. 34 f.)

Zeit zum Austausch und für Fragen werden wir haben.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße zusammenzukommen.

Nach dem Retreat ist vor dem Retreat

An dem Anapasati-Retreat am letzten Wochenende mit Raimund Hopf im Haus der Stille in Roseburg bei Hamburg hat eine kleine Delegation aus Marburg teilgenommen. Wir werden bei Gelegenheit berichten und auch eine Meditation, die Raimund angeleitet hat, vorstellen.
Nun steht auch schon ein weiteres meditatives Ereignis vor der Tür: Ein Gewahrseins-Wochenende mit Lama Tilmann Lhündrup in Freiburg.
Das Wochenende besteht aus Unterweisungen Tilmanns zum Buch „Ozean des wahren Sinnes“ vom 9. Karmapa Wangchuk Dorje und entsprechenden Meditationen. Es findet vom 23. bis 24. November statt. Es gibt wieder die Gelegenheit, eine Fahrgemeinschaft zu bilden. Interessenten können sich wieder per Email bei Rüdiger melden oder an einem der kommenden Donnerstage Bescheid sagen. Man kann sich auch kurzfristig entscheiden, da genügend Platz zu Verfügung steht. Allerdings solltet ihr euch rechtzeitig um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern. Da die Veranstaltung am Samstag um 10:00 Uhr beginnt, ist es ratsam, bereits am Freitag anzureisen.

Meditation und Forschung

Im Anapanasati-Retreat haben wir Mathis Trautwein kennengelernt, der an der Uni-Klinik Freiburg am Contemplative Lab forscht. Dabei geht es u. a. darum, den „Zusammenhang zwischen dem subjektiven Erleben von Meditation und bestimmten Gehirnprozessen zu erforschen“ (Homepage). Mathis bat uns, den Link zu teilen, denn es gibt die Möglichkeit, selbst an den Studien als Proband teilzunehmen und über die aktuellen Ergebnisse auf dem Laufenden gehalten zu werden. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit findet ihr auf der Homepage des Contemplative Lab.

12. September 2024: Ein Zen-Abend mit Roshi Genjo Marinello

Da wir uns, die Buddhistische Gruppe Marburg, als traditionsungebundene und traditionsverbindende Gemeinschaft verstehen, wird es Zeit, einmal wieder über den einen oder anderen Tellerrand zu blicken und uns mit einer besonderen Richtung des Buddhismus zu beschäftigen.

Nach einer Eingangsmeditation schauen wir uns einen sehr kraftvollen Teisho (Vortrag) von Roshi Genjo Marinello an, den er am zweiten Tag des fünftägigen Sesshins (ZEN-Retreat) im Januar 2024 im Waldhaus am Laacher See gehalten hat. Er handelt unter anderem von der Lebendigkeit allen Seins und von der Weisheit der Liebe. Der Vortrag wurde simultan ins Deutsche übersetzt. Englischkenntnisse sind daher nicht notwendig.

Genjo Marinello Roshi lebt mit seiner Frau Carolyn und seinem Hund Charlie in Seattle und bot zum vierten Mal ein Sesshin im Waldhaus an. Er wurde 1980 als Zen- “Unsui“ (Wolken- und Wasser-Person bzw. Priester Novize) ordiniert und dient seit 1999 als Abt des Rinzai- Zen-Tempels in Seattle (Chobo-Ji, www.choboji.org). Er ist ausgebildeter Psychotherapeut, Pilot und Autor.

Anfang 2021 wurde sein erstes Buch “Reflections on Awakening & Maturity for Spiritual Companions” veröffentlicht. 2022 veröffentlichte er sein zweites Buch „Intimate Infinite“ dass eine Anthologie seiner vielfältigen Vorträge/Teishos ist. Darüber hinaus veröffentlicht er regelmäßig Vorträge auf folgendem Podcast: https://genjo.libsyn.com/

Einige seiner SchülerInnen im Chobo-ji werden selbst Zen-LehrerInnen oder leiten eigene Tempel. Soziales Engagement zeigt Genjo in zahlreichen interreligiösen und buddhistischen Projekten. Als Zen Peacemaker nahm er an zahlreichen Retreats teil: Auschwitz, Ruanda, Black-Hills.

Nach dem Vortrag wird es Zeit für Fragen, Anmerkungen und Austausch geben.

Das nächste Sesshin mit Genjo in Europa findet vom 13.-18.05.2025 in England statt. Informationen und Anmeldung unter: https://www.touching-heart-mind.com/home

Samuel Koelewijn, ein erfahrener Praktizierender des Zen und Schüler Genjo Roshis aus Marburg wird uns durch den Abend leiten.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Um das Verständnis der verschiedenen Traditionen des Buddhismus zu vertiefen, planen wir, eine kleine Reihe über die wesentlichen Strömungen und Entwicklungen des Dharma anzubieten.

Beginnen werden wir wohl mit einem Überblick über die sog. drei Fahrzeuge in denen der Buddhadharma praktiziert wird: Früher Buddhismus/Theravada, Mahayana und Vajrayana. Anschließend ist geplant, diese Hauptrichtungen etwas genauer vorzustellen.

Dabei soll es nicht darum gehen, eine Gewichtung oder Be/Verurteilung vorzunehmen, sondern Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Denkungsart und Praxis deutlich werden zu lassen, um sich vielleicht für die eine oder andere Richtung zu entscheiden.
„Das geschichtliche Verständnis der ersten Jahrhunderte buddhistischer Geschichte – ebenso wie das tiefere Verständnis der menschlichen Tendenz, Dinge zu manipulieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen – lässt uns schließlich begreifen, dass keine der heute existierenden Traditionen und Schulen das absolut originalgetreue, unveränderte, wahre Wort Buddhas lehrt und damit die einzige ‚richtige‘ Tradition ist – obwohl manche Schulen genau das mit Vehemenz behaupten. Vielmehr sehen wir, dass die meisten Traditionen auch heute noch die ‚richtigen‘ sind und – wenn konsequent praktiziert – auch tatsächlich transformierend und befreiend wirken.“ (Aus: Fred von Allmen: Buddhismus. Leben, Praxis, Meditation. Theseus, 2007, S. 34 f.)

5. September 2024: Geführte Meditation

– Beginn: 18:45 Uhr

 – Meditation im Sitzen und Gehen

 – Einführung in die buddhistische Meditationspraxis

 – Übung und Austausch

„Um das alltäglich Erhabene zu erfahren, ist es erforderlich, die konditionierte Wahrnehmung aufzulösen, die uns darauf bestehen lässt, uns selbst und die Welt als essentiell bequem, dauerhaft, beständig und „mein“ zu verstehen. Es bedeutet, vor Leiden und Konflikt nicht zurückzuweichen, sondern diese zu umarmen. Es bedeutet, eine im Körper verankerte Aufmerksamkeit zu kultivieren und damit die tragischen, veränderlichen, leeren und unpersönlichen Dimensionen des Lebens zu betrachten, statt sich Fantasien und Selbstverherrlichung oder Selbsthass hinzugeben.“ (Stephen Batchelor: Jenseits des Buddhismus. Eine säkulare Vision des Dharma. Berlin, 2017, S. 338)

Im Rahmen einer geleiteten Meditation werden wir uns heute der meditativen Praxis im Sitzen und Gehen annähern. Im Körper verankert, versuchen wir unser Gewahrsein aufrechtzuerhalten, ohne uns durch Gedanken, Geräusche oder andere Sinneseindrücke abzulenken. Alles was in unserem Bewusstsein aufscheint, darf sein. Wir verlängern keine Erfahrung und weisen keine zurück. So entspannt sich unser Geist und Erkenntnis über seine Natur wird möglich. „Es gibt nicht Gutes, außer man tut es“, sagte Erich Kästner und hatte damit auf seine Weise recht. Manchmal allerdings besteht die (meditative) Kunst darin, eben einmal nichts zu tun. Diese werden wir heute Abend vorstellen und üben.

Ganz im Sinne des Zen-Spruchs „Zen-Geist ist Anfänger-Geist“ ist dies nicht nur ein Abend für Neulinge oder weniger Erfahrene, sondern gerade auch für „Alte Häsinnen und Hasen“ von Gewinn.

 – Anschließend besteht Gelegenheit, sich über die gerade gemachten Erfahrungen auszutauschen und über Fragen zum Buddhismus zu sprechen.

 – Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

 – Ende gegen 21:00 Uhr.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße zusammenzukommen.

Vorletzten Donnerstag gab es einen Impuls zum Thema “Immer Ärger mit dem Selbst“.
Das überarbeitete Skript mit den Zitaten liegt jetzt vor und kann heruntergeladen werden.

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In der Presse wurde gerade das neue Album von Laurie Anderson (Performancekünstlerin und Avantgardemusikerin) „Amelia“ besprochen und meist sehr gelobt. Das war ein Anlass, mal wieder in der Diskografie dieser Ausnahmekünstlerin zu stöbern.
2019 hat sie mit Tenzin Choegyal und Jesse Paris Smith (Tochter von Patti und Fred „Sonic“ Smith) ein sehr ungewöhnliches Album aufgenommen: „Songs From The Bardo“. Darin singt, spricht und spielt sie Stücke mit buddhistischen Inhalten. Da sie selbst seit langem praktiziert, ist dies eine sehr authentische Angelegenheit. Sie ist Schülerin von Yongey Mingyur Rinpoche, aber auch offen für andere Traditionen.
In einem stellenweise schönen Interview auf „A Sceptic’s Path to Enlightenment“ spricht sie beispielsweise begeistert von Unterweisungen von Bikkhu Analayo zur Anapanasati Sutta.
Ihre Alben finden sich auf den gängigen Streamingdiensten und natürlich auch als CD bzw. LP und seien euch ans Herz gelegt.
Der Autor hört beim Schreiben dieser Zeilen gerade die LP „Landfall“, die Laurie Anderson mit dem Kronos Quartet eingespielt hat und fühlt sich äußerst nachdenklich-beschwingt.

„Du weißt, dass der erste Buchstabe im hebräischen Alphabet Aleph ist. Und der Buchstabe Aleph hat eigentlich keinen Klang.
Es ist ein Buchstabe ohne Klang, ein mentaler Buchstabe.
Um also
Aleph zu sagen, öffnest du deinen Mund,
denkst an den Buchstaben und beginnst ihn zu sagen.
Und dann hörst du auf.
Und das ist
Aleph.“
Laurie Anderson: „Nothing Left But Their Names“

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Letzter Aufruf:
Sollte sich noch jemand aus dem Marburger Raum spontan entscheiden, am Anapanasati Retreat vom 5. bis 8. September im Haus der Stille in Roseburg bei Hamburg teilzunehmen, sei auf die Fahrgemeinschaft hingewiesen, die von Marburg aus angeboten wird. Es ist noch Platz.

29. August 2024: Wenn du denkst, du denkst…

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen, Gehen

Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst

Lesung und Austausch

„Wenn du nichts im Geist fabrizierst und frei von Begehren bist, dann entsteht und vergeht alles von selbst wie Zeichnungen auf dem Wasser.“ (Tilopa)

In seinem Werk „Mahamudra – Ozean des wahren Sinnes“ gibt der 9. Karmapa Wangchug Dorje (1556-1603) Erläuterungen und Anleitungen zum Umgang mit Gedanken während der Meditation, die heute noch so aktuell sind wie im 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Oft herrscht die Ansicht vor, das Gedanken während der Meditation zu vermeiden sind und niedergedrückt werden müssen, damit es im Geist stiller werden kann. Karmapa hält dagegen und sagt sogar, dass wir uns über Gedanken freuen sollten.

„Betrachte es nicht als Störung, wenn unaufhörlich viele Gedanken kommen, sondern denke: ‚Sollen sich die Gedanken bewegen, so viel sie können‘, und empfinde Freude darüber.“

Wir schauen uns den Textausschnitt genauer an und versuchen, nicht gedankenlos darüber zu sprechen.

Und schon wieder verspricht es, ein interessanter Abend zu werden.

Das Werk des 9. Karmapas ist ein umfangreiches Kompendium an Lektionen und Übungen, die Meditierende durch den ganzen Pfad führen. Wer nähere Bekanntschaft unter kundiger Anleitung mit dem Buch machen möchte, kann eines der sehr empfehlenswerten Gewahrseinswochenenden mit Lama Tilmann Lhündrup in Freiburg besuchen. Dort geht er jedesmal kurze Abschnitte durch und erläutert sie, mit vielen praktischen Übungen. Die nächste Gelegenheit dazu besteht im November. Eventuell lässt sich auch hierzu eine Fahrgemeinschaft bilden.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Early“ in der Oberstadt zusammenzukommen.

Im buddhistischen Meditationszentrum „Haus der Stille“ in Roseburg bei Hamburg findet vom 5. bis 8. September 2024 ein Anapanasati-Kurzretreat mit dem Titel „Stiller Geist, ruhiges Herz“ statt. Geleitet wird es von Raimund Hopf vom Buddha-Talk und der Suttanta-Gemeinschaft
Es sind noch Plätze frei! 
Mitfahrgelegenheiten von Marburg aus gibt es ebenfalls noch. Zur Anmeldung und zu weiteren Infos gelangt ihr über die entsprechenden Links.
Wer mitfahren möchte, melde sich bitte per Email bei Rüdiger.

22. August 2024: Immer Ärger mit dem Ich

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen, Gehen und Stehen (letzteres nach Wunsch).

Vortrag und Gespräch:

„Du dödl du – Di dödl ich“

Warum die Suche nach dem Eigenem stets so traurig endet

„The self is not something bad that we need to get rid of. As the Buddha pointed out, it has never been there in the first place.“ – Joseph Goldstein
„Das Selbst ist nicht etwas Schlechtes, das wir loswerden müssen. Wie der Buddha betonte, war es von vornherein nie da.“

In seinem legendärem Sketch „Die Jodelschule“ führt Loriot mustergültig vor, wie die Suche nach etwas Eigenem ausartet und ihr am Ende auch noch die Grundlage entzogen wird.

Wie so oft greift Loriot menschlich-allzumenschliche Schwächen und Irrtümer auf und führt sie uns in ihrer vollen Pracht vor.

Wie selbstverständlich gehen auch wir im Alltag davon aus, dass wir etwas Eigenes brauchen und eben genauso sind wie wir sind – jetzt und immerdar. Sogar Schüler antworten auf Vorschläge zur Verhaltensänderung oft mit dem Satz: „So bin ich eben, dass wird sich auch nicht ändern!“

Anstatt flexibel auf Situationen einzugehen und zu schauen, was gerade sinnvoll und heilsam sein könnte, versuchen wir unseren Erfahrungen unseren Stempel aufzudrücken, damit wir uns sicher fühlen können. Tatsächlich ist diese Suche nach Sicherheit eine Sysyphus-Arbeit. Denn kaum haben wir womöglich eine Beziehung, eine Situation stabilisiert, ändern sich die Bedingungen und wir können von neuem beginnen. Wie anstrengend!

Wenn wir nicht mehr so sehr von unseren Ich-und-Du-Vorstellungen gefangen sind, erweitert sich unser Handlungsrahmen enorm, weil plötzlich Veränderungen nicht mehr als Gefahr angesehen werden müssen, sondern als unumstößliche Bedingungen unseres Daseins akzeptiert werden können. Wie befreiend!

Heute Abend soll es einerseits darum gehen zu zeigen, wie unsere Vorstellung von einem festen „Ich“ funktioniert und andererseits zu diskutieren, wie wir uns daraus befreien können und wie unser Leben ohne diese Anhaftung an das illusionäre „ich“ aussehen könnte.

Wohlgemerkt, es geht nicht darum zu beweisen, dass wir gar nicht existieren und keine  Wesensmerkmale haben, die uns auszeichnen. Vielmehr soll es darum gehen zu überlegen, wie wir einen heilsamen Umgang damit finden und aus der „ich/mir/mein-Falle“ herausfinden können.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße zusammenzukommen.

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Im buddhistischen Meditationszentrum „Haus der Stille“ in Roseburg bei Hamburg findet vom 5. bis 8. September 2024 ein Anapanasati-Kurzretreat mit dem Titel „Stiller Geist, ruhiges Herz“ statt. Geleitet wird es von Raimund Hopf vom Buddha-Talk und der Suttanta-Gemeinschaft
Es sind noch Plätze frei! 
Mitfahrgelegenheiten von Marburg aus gibt es ebenfalls noch. Zur Anmeldung und zu weiteren Infos gelangt ihr über die entsprechenden Links.
Wer mitfahren möchte, melde sich bitte per Email bei Rüdiger.

15. August 2024: Wenn der Weg schwierig wird

Auch diesmal ist der kurze Newsletter etwas länger geraten. Beachtet bitte auch die Informationen nach dem Hinweis auf den nächsten Meditationsabend.

Einladung zur Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen, Gehen und Stehen (letzteres nach Wunsch).

Trotz Sommer- und Ferienzeit findet unser Meditationsabend weiterhin statt.

Lesung: Nach den ersten (durchaus wohltuenden) Erfahrungen mit buddhistischer Meditationspraxis nimmt man sich oft viel vor. Jeden Tag zu meditieren, weniger aggressiv auf schwierige Personen zu reagieren und dergleichen mehr. Tatsächlich tun sich immer wieder Hindernisse auf, die uns davon abhalten, das zu tun, was wir „eigentlich“ für sinnvoll halten. Irgendetwas oder irgendjemand kommt immer dazwischen. Nicht schlecht könnte man sagen, dann können wir ja nichts dafür, dass wir uns nicht an unsere Ziele halten. 

Ani Pema Chödrön, eine us-amerikanische Nonne aus der tibetischen Tradition, kennt dies aus ihrer jahrzehntelangen Praxis sehr genau. Wie man mit diesen Schwierigkeiten produktiv und sinnvoll umgeht, beschreibt sie in ihrem Buch „Geh an die Orte, die du fürchtest“. Daraus lesen wir ein kurzes Kapitel, um dann gemeinsam zu überlegen, wie es uns gelingen könnte, uns nicht immer wieder selbst vom Pfad abzubringen. Sie stellt diesem Kapitel ein Zitat Atishas (ein indischer Gelehrter des 11. Jhdts.) voran: „Laß dich von äußeren Umständen nicht vom Weg abbringen.“ Entscheidend ist schließlich, ob und wie wir auf äußere Umstände reagieren. Dies ist unsere Sache und nicht die einer anderen Person.

Der Abend verspricht interessant zu werden!

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Early“ in der Oberstadt zusammenzukommen.

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Am Samstag, 17. August, wollen wir uns als private kostenfreie Aufführung gemeinsam einen Film des thailändischen Arthouse-Regisseurs Apichatpong Weerasethakul anschauen: „Syndromes and a Century“ (Original mit englischen Untertiteln). Apichatpong erhielt 2010 als erster thailändischer Regisseur die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes.
Beginn: 19:00 Uhr.
Bei Interesse meldet euch bitte unbedingt bei Daniel, danusmehlis(at)gmail.com, an, denn der Platz im Gemeinschaftsraum in Birgits Wohnprojekt ist begrenzt. Bei Nachfragen zu Film und Regisseur und Ort des Abends wendet euch bitte ebenfalls an Daniel.

Vielleicht entsteht daraus einmal so etwas wie ein Dhamma Film Club, denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von sehenswerten Filmen mit buddhistischem Hintergrund und Dharmainhalten.

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Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) veranstaltet am 16. August ihr viertes Colloquium zum Thema „Was ist Geist?“

Die Diskutanten sind Dr. Olga Klimecki, Prof. Dr. Thomas Metzinger, Dr. Dagmar Schwerk und Prof. Gerd Scobel.

Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen stehen auf der Homepage der DBU.

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Einige von euch kennen das Seminarhaus Engl in Unterdietfurt, haben dort vielleicht schon Retreats gemacht und wissen die Arbeit der „Engl“ zu schätzen.

Zur Zeit ist dort eine Stelle in Küche, Haus und Garten zu besetzen. Vielleicht ist jemand inspiriert, sich einmal auf diese Weise für den Dharma einzusetzen.

Einzelheiten finden sich auf deren Homepage.

8. August 2024: „Komm’ ins Offene, Freund(In)“

Offener Meditationsabend

Unser Programm für den 8. August 2024:

Beginn: 18:45 Uhr

Trotz Sommer- und Ferienzeit findet unser Meditationsabend weiterhin statt.

Diesmal gibt es kein besondere Programm. Es wird also reichlich Gelegenheit geben, sich in der Sitz- und Gehmeditation zu üben. Wie der Abend abläuft, hängt von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab. Daniel wird den Ablauf koordinieren.

Auf jeden Fall gibt es nach der Meditation Gelegenheit zum Austausch über die jeweils gemachten Erfahrungen.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

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Für Kurzentschlossene:


Buddha-Talk in Hamburg veranstaltet am Sonntag, 4. August 2024 einen Vortragsabend mit Sylvia Wetzel: Säulen des Lebens. Was uns trägt.

Weitere Infos und den Zoomlink findet ihr auf der Homepage von Buddha-Talk.

Vorankündigung: Filmabend

Am Samstag, 17. August, wollen wir uns als private kostenfreie Aufführung gemeinsam einen Film des thailändischen Arthouse-Regisseurs Apichatpong Weerasethakul anschauen: „Syndromes and a Century“ (Original mit englischen Untertiteln). Apichatpong erhielt 2010 als erster thailändischer Regisseur die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes.
Beginn: 19:00 Uhr.
Bei Interesse meldet euch bitte unbedingt bei Daniel, danusmehlis(at)gmail.com, an, denn der Platz im Gemeinschaftsraum in Birgits Wohnprojekt ist begrenzt. Bei Nachfragen zu Film und Regisseur und Ort des Abends wendet euch bitte ebenfalls an Daniel.

Vielleicht entsteht daraus einmal so etwas wie ein Dhamma Film Club, denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von sehenswerten Filmen mit buddhistischem Hintergrund und Dharmainhalten.

Für Kinofreunde

In Kürze kommt ein Film aus Buthan in die Kinos: „Was will der Lama mit dem Gewehr?
Infos zum Film gibt es hier.

Eine Rezension von Mechthild Klein hat der Deutschlandfunk gesendet.

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Du kannst den Newsletter auch online lesen.

1. August 2024: Einführung in die buddhistische Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Wie immer bieten wir am ersten Donnerstag des Monats eine Einführung in die buddhistische Meditation an.

Diesmal geschieht dies durch eine geleitete Meditation nach Thich Nhat Hanh (1926-2022), einem vietnamesischen Meditationsmeister und Friedensaktivisten.
Wie immer ist der Abend gleichermaßen für Erfahrene und Neulinge inspirierend und empfehlenswert.

Nach der Meditation besteht Gelegenheit zum Austausch über die gemachten Erfahrungen.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Kennenlernen im „Early“ in der Oberstadt zusammenzukommen.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

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Vorankündigung Filmabend

Am Samstag, 17. August, wollen wir uns als private kostenfreie Aufführung gemeinsam einen Film des thailändischen Arthouse-Regisseurs Apichatpong Weerasethakul anschauen: „Syndromes and a Century“ (Original mit englischen Untertiteln). Apichatpong erhielt 2010 als erster thailändischer Regisseur die Goldene Palme der Filmfestspiele in Cannes.
Beginn: 19:00 Uhr.
Bei Interesse meldet euch bitte unbedingt bei Daniel, danusmehlis(at)gmail.com, an, denn der Platz im Gemeinschaftsraum in Birgits Wohnprojekt ist begrenzt. Bei Nachfragen zu Film und Regisseur und Ort des Abends wendet euch bitte ebenfalls an Daniel.

Vielleicht entsteht daraus einmal so etwas wie ein Dhamma Film Club, denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von sehenswerten Filmen mit buddhistischem Hintergrund und Dharmainhalten.

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Du kannst den Newsletter auch online lesen.

25. Juli 2024: Die unbeständige Leichtigkeit des Seins

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Rahmen des Online-Vortrags.

Heute klinken wir uns per Zoom in einen Vortragsabend der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg ein.

Bruder Freiheit, buddhistischer Mönch und direkter Schüler des vietnamesischen Dharma-Lehrers und Friedensaktivisten Thich Nhat Hanh, wird über die unbeständige Leichtigkeit des Seins sprechen.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.

Ende gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, zu gemütlichem Plausch und Austausch im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße zusammenzukommen.

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Letzten Donnerstag haben wir uns mit einem Essay von Thanissaro Bikkhu, „Im Krieg mit dem Dhamma“, beschäftigt. Wir hatten ein vielfältiges und friedvolles Gespräch.
Zu diesem Themenkomplex gibt es weitere Veröffentlichungen auf der Homepage der Deutschen Buddhistischen Union (DBU):

Brian Daizen Victoria: „Nationalismus: Kollektives Ego und das Versprechen von Buddhaland
und
AG Krieg und Frieden der DBU: „Aufforderung zur Friedfertigkeit