3. April 2025: Lass den Buddha in dir meditieren

Beginn: 18:45 Uhr

Anregungen für die buddhistische Vipassana Meditation.

Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation üben wir diese in Form einer geleiteten Meditation. Es spielt keine Rolle, ob und wie viel Erfahrungen mitgebracht werden. Wir starten jedesmal ganz von vorn, mit dem ersten bewussten Atemzug, wenn wir mit der Praxis beginnen.

In der Anapanasati Meditation steht zunächst der Atem im Mittelpunkt der Achtsamkeit, bis sich das Feld immer weiter öffnet. So auch, wenn wir Vipassana üben. Aus der Ruhe des Samatha heraus öffnen wir unser Gewahrsein für das momentane Erleben. Alles darf erscheinen, nichts muss vermieden oder abgelehnt bzw. hergestellt werden. Dies klingt sehr anstrengungslos, scheint aber zugleich nicht einfach zu sein, weil unsere Reaktivitätsmuster sich so schnell kommentierend und bewertend zu Wort melden. Was würde ein Buddha bzw. unsere innere Weisheit (Genjo Roshi sprach letzten Donnerstag davon) jetzt wohl tun?

Wir werden gemeinsam üben und spüren, wie es sich anfühlt, in der Großen Offenheit zu verweilen
Ajahn Chah (einer der großen Meister der thailändischen Waldklostertradition) beschrieb dies so:
„Sei einfach bloß achtsam. Gestatte allen Dingen, den ihnen gemäßen oder natürlichen Verlauf zu nehmen. Dann wird dein Geist stiller und stiller, wo du auch sein magst. Er wird so still wie ein klarer Waldteich. Dann werden alle Arten von großartigen und seltenen Tiere an diesen Teich herankommen, um aus ihm zu trinken. So wirst du die Natur aller Dinge in der Welt verstehen lernen. So wirst du viele wundervolle, sonderbare Dinge kommen und gehen sehen. Aber du wirst still bleiben. Probleme werden entstehen. Aber du wirst sie durchschauen. Dies ist das Glück eines Erwachten.“ 

Im Anschluss besteht genügend Zeit für Fragen zu Meditation und allem, was man schon immer über die Unterweisungen des Buddha wissen wollte.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Lesen

Die Buddhistische Gesellschaft München (BGM) gibt als Dhamma-Dana, also kostenlos bzw. gegen Spende, viele Dhamma-Bücher heraus. Sie haben uns drei Bücher von Buddhadasa Bikkhu (1906-1993) zur Verfügung gestellt. Er war einer der wichtigsten und einflussreichsten buddhistischen Lehrer Thailands. Buddhadasa verband die Lehren des frühen Buddhismus mit denen des späteren Mahayana. Seine Werke und Unterweisungen werden heute in den „Buddhadasa Indapanno Archives“ in Bangkok bewahrt, studiert, gelehrt und geübt. Denjenigen, die einmal Gelegenheit haben, nach Bangkok zu kommen, sei ein Besuch dieses Orts empfohlen. Er liegt wunderbar eingerahmt von tosendem Verkehr auf der einen und einem großen Park auf der anderen Seite. Ein perfekter Praxisort also.

  • Unter dem Bodhibaum – Buddhas ursprüngliche Sicht auf die bedingte Zusammenentstehung
  • DHAMMA-SOZIALISMUS – Eine Zusammenfassung seiner Vorträge zu Dhammic Socialism
  • Kernholz des Bodhibaums – Suññatā verstehen und leben

Bei Interesse können sie ausgeliehen werden. Eine kurze Mitteilung vor dem Donnerstagabend genügt.

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Lesen und bedenken

Die Worte „spirituell“ und „geistig“ haben sehr verschiedene Bedeutungen. „Geistig“ bezieht sich auf die geistigen Faktoren, die mit dem Körper verbunden und in Beziehung zu ihm stehen. Wenn wir an einer geistigen Krankheit leiden, gehen wir in ein psychiatrisches Krankenhaus oder eine Nervenheilanstalt. Das ist keine spirituelle Angelegenheit. Das Wort „spirit“ (Geist, Geist-Herz) hat hier nichts mit einem Geist oder einem Wesen zu tun, das Menschen besetzt. Hier bezieht es sich auf die subtilen Aspekte des Geistes, der krank ist durch die Kraft der in ihm wirkenden Herzenstrübungen, besonders durch Ignoranz und falsche Anschauung. Der Geist, der sich aus Unwissenheit oder falscher Ansicht zusammensetzt, leidet an der spirituellen Krankheit; er sieht falsch. Falsches Sehen veranlasst den Geist, falsch zu denken, falsch zu reden und falsch zu handeln. Folglich drückt sich die Krankheit gerade in falschen Gedanken, falscher Rede und falschen Handlungen aus.
Euch wird sofort auffallen, dass jeder ohne Ausnahme die spirituelle Krankheit hat. Soweit es körperliche und geistige Krankheiten betrifft, so treten diese nur in manchen Menschen zu bestimmten Zeiten auf. Sie sind nicht so schrecklich. Sie verursachen nicht das beständige Leid bei jeder Einatmung und jeder Ausatmung, wie es die spirituelle Krankheit tut. Körperliche und geistige Krankheiten werden deshalb im Buddhismus nicht behandelt. Die Lehren des Buddha sind die Heilmittel für die spirituelle Krankheit und der Buddha ist der Arzt des „Geist-Herzens“ (spirit).

Buddhadasa Bikkhu: Kernholz des Bodhibaums. BGM, 2017, S. 33

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27. März 2025: ZEN Abend mit Genjo Roshi

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen.

Ein Impulsabend aus dem ZEN mit Genjo Marinello Roshi – Seattle/USA

Nach einer Eingangsmeditation schauen wir uns einen sehr kraftvollen Teisho (Vortrag) von Roshi Genjo Marinello an, den er am zweiten Tag des fünftägigen Sesshins (ZEN-Retreat) im Januar 2024 im Waldhaus am Laacher See gehalten hat. Der Vortrag handelt unter anderem von der Lebendigkeit allen Seins und von der Weisheit der Liebe. Er wurde simultan ins Deutsche übersetzt, sodass Englischkenntnisse nicht erforderlich sind.

Genjo Marinello Roshi lebt mit seiner Frau Carolyn und seinem Hund Charlie in Seattle und bot bereits zum vierten Mal ein Sesshin im Waldhaus an. Er wurde 1980 als Zen-„Unsui“ (Wolken- und Wasser-Person bzw. Priester-Novize) ordiniert und dient seit 1999 als Abt des Rinzai-Zen-Tempels in Seattle (Chobo-Ji, www.choboji.org). Zudem ist er ausgebildeter Psychotherapeut, Pilot und Autor.

Anfang 2021 wurde sein erstes Buch „Reflections on Awakening & Maturity for Spiritual Companions“ veröffentlicht. 2022 folgte sein zweites Buch „Intimate Infinite“, das eine Anthologie seiner vielfältigen Vorträge/Teishos ist. Darüber hinaus veröffentlicht er regelmäßig Vorträge auf folgendem Podcast: https://genjo.libsyn.com/.

Einige seiner Schüler:innen im Chobo-Ji werden selbst Zen-Lehrer:innen oder leiten eigene Tempel. Genjo zeigt soziales Engagement in zahlreichen interreligiösen und buddhistischen Projekten. Als Zen Peacemaker nahm er an verschiedenen Retreats teil, darunter Auschwitz, Ruanda und die Black Hills.

Das nächste Sesshin mit Genjo in Europa findet vom 13. bis 18. Mai 2025 in England statt. Die Anmeldung erfolgt unter: https://www.touching-heart-mind.com/home.

Durch den Abend wird uns Samuel Koelewijn (www.koelewijn.de), ein langjähriger Schüler von Genjo, führen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Wir schließen den Abend mit einer kurzen Meditation mit Wertschätzung und Widmung ab.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Rückblick

Letzten Donnerstag ging es um „abhängiges Entstehen“. Der Text kann, gesprochen von Lama Tilmann Lhündrup selbst, auf Youtube nachgehört werden. Aus Urheberrechtsgründen können wir ihn hier nicht als Kopie veröffentlichen. Er entstammte dem Buch von Lama Tilmann, Ursula Flückiger und Fred von Allmen: Mahamudra und Vipassana – Gewahr Sein, erschienen im Norbu Verlag. Dort und über den örtlichen Buchhandel kann es bezogen werden.

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Ausblick

Dharma der Freude

THE DHARMA OF PLEASURE: Eine Folge von Online-Veranstaltungen des Bodhi College in englischer Sprache
Manchmal hat es den Anschein, dass wir viel besser im Leiden sind als im Genießen und im Wohlfühlen. Der frühe Buddhismus ist weit davon entfernt, gegen Vergnügen zu sein, er ist eine Form des verfeinerten Hedonismus. Er baut auf unserer natürlichen Tendenz auf, das zu suchen, was sich gut anfühlt, und ermöglicht es uns, sie zu trainieren und zu verfeinern, so dass wir, anstatt in ungesunden Mustern gefangen zu sein, diese natürliche Tendenz nutzen können, um auf Befreiung hinzuarbeiten.
Diese Perspektive, die viele aus den Augen verloren haben, kann ein Gegengewicht zu Ansätzen der Dharma-Praxis bilden, die übermäßig „rationalistisch“ sind oder die unsere Tendenz, uns auf das Leiden und das Negative zu konzentrieren, noch verstärken.
In vier Online-Sitzungen werden wir sehen, wie die Erforschung des Angenehmen unser Leben verbessern, unseren Altruismus nähren, unsere Meditationspraxis vertiefen und ein fruchtbarer Boden für Einsichten sein kann.

– Vier aufeinanderfolgende Sonntagnachmittage, 16 -18 Uhr britischer Zeit am 18. und 25. Mai, 1. und 8. Juni

– Offen für alle – neue und erfahrene Praktizierende gleichermaßen

Infos auf der Homepage des Bodhi College.

PS: Dass es in der buddhistischen Praxis um Freude gehen sollte, hat Ajahn Brahm vor Jahren in seinem Vortrag „Which Yana? Hahayana!“ erläutert. Er kann auf der Homepage der Buddhist Society of Western Australia nachgehört werden.

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Klarblick

Geist geht allem Tun voraus,
alles Tun ist vom Geist geleitet, vom Geist erschaffen.

Spricht oder handelt einer mit unlauterem Geist,
folgt Leid wie Räder dem Huf des Zugochsen folgen.

Geist geht allem Tun voraus,
alles Tun ist vom Geist geleitet, vom Geist erschaffen.
Spricht oder handelt einer mit heiter-klarem Geist,
folgt Glück so sicher wie der eigene Schatten.

Aus dem Dhammapada

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20. März 2025: Paticcasamuppada – Bedingtes Entstehen

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20 – 10 – 20 Min.)

Vortrag und Austausch:

Paticcasamuppada: 
Buddhas Lehre vom Abhängigen Entstehen

Nach dem inspirierenden Vortrag von Franz Lüke über Shunyata/Leerheit in der letzten Woche wagen wir einen weiteren Schritt in dieses Themenfeld. Eng verknüpft mit „Leerheit“ ist „abhängiges/bedingtes Entstehen“. Buddha maß seinen Unterweisungen darüber sehr große Bedeutung bei, denn er ging davon aus, dass ohne dieses Prinzip verstanden zu haben, Leiden vorprogrammiert sei, während dessen Durchdringung dem Leiden ein Ende setze.

Buddhadasa Bikkhu schreibt: „
Paṭiccasamuppāda ist ein Thema, das, wenn es verstanden wird, zur Beendigung des Leidens genutzt werden kann. In einem anderen Licht betrachtet, müssen wir es als unsere Pflicht ansehen, zu versuchen, die abhängige Entstehung zu begreifen und einander dabei zu helfen, sie ebenfalls zu begreifen. Das ist unsere Pflicht. Das ist Buddhas Wunsch. Wenn wir das schaffen, dann war Buddhas Erleuchtung nicht umsonst. […] Wenn jemand fragt: ‚Was ist paṭiccasamuppāda?‘, lautet die Antwort: ‚Paṭiccasamuppāda ist eine detaillierte Demonstration, wie Leiden entsteht und wie Leiden aufhört. Es zeigt auch, dass das Entstehen und Aufhören von Leiden eine Angelegenheit natürlicher Interdependenz ist. Es ist nicht notwendig, dass Engel oder heilige Dinge oder irgendetwas anderes helfen, Leiden entstehen oder vergehen zu lassen. Es handelt sich um mehrere Ebenen natürlicher Interdependenz. Wenn bestimmte Faktoren in gegenseitiger Abhängigkeit entstehen, entsteht oder endet das Leiden. Das Wort paṭicca bedeutet ‚beruhend auf, betreffend, weil‘ und das Wort samuppāda bedeutet ‚Ursprung, Entstehung, Genese, Entstehen, Produktion‘. Das, was mit den gleichzeitig entstehenden, voneinander abhängigen Dingen zu tun hat, wird paṭiccasamuppāda (abhängiges Entstehen) genannt.“(Buddhadasa Bikkhu: Paticcasamuppada: Practical Dependent Origination. Buddhadāsa Foundation, 2020, S. 27 f.)

Da alle Phänomene in Abhängigkeit verschiedenster Faktoren entstehen, sich wandeln und auch wieder vergehen, also ohne ein dauerhaftes Selbst sind, liegt im Verständnis dieser „Leerheit“ der Schlüssel zur Befreiung von Herz und Geist. Wir werden uns heute die 12 Glieder des bedingten Entstehens näher anschauen und wieder versuchen, kognitives und intuitives Begreifen zu verknüpfen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

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Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Retreatplanung

Vom 28. Mai bis 1. Juni leitet Ursula Flückiger wieder das Retreat „Vipassana und Karuna (Mitgefühl) an Himmelfahrt“ im Seminarhaus Engl in Niederbayern. Wir sind weiterhin in der Lage, Mitfahrgelegenheiten anzubieten. Interessenten können sich einfach per Email bei uns melden.

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Gedanken für die Woche

Meditation hilft und befähigt uns, in unseren Einstellungen und Wahrnehmungen flexibler zu werden und die passenden Gegenmittel für aufkommende Negativität anzuwenden. Je besser wir meditieren können, desto transparenter werden unsere eigenen Probleme und Schwierigkeiten. Es wird leicht für uns sein, mit unseren Sorgen umzugehen, wenn unser Geist scharf und klar genug ist, um von vornherein sehen zu können, wie Verwirrung aufgekommen ist. Durch diese verstärkte Klarheit, die durch meditative Erkenntnis entsteht, können wir verhindern, dass schwierige Situationen schlimmer werden und sicherstellen, dass unsere Verhaltensmuster sich nicht wiederholen. – Kyabje Chogye Trichen Rinpoche: Sich Lösen von den vier Anhaftungen. Ein Kommentar zu Djetsün Dragpa Gyaltsens Gesang der Verwirklichung über das Geistestraining und die Sicht. Tushita Verlag – Edition Tibet, 2007, S. 106

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13. März 2025: Shunyatā/Suññatā: Ein Versuch über Leerheit

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen

Vortrag und Austausch:

Der Begriff Shunyatā (Pali: suññatā) ist in den buddhistischen Traditionen von großer Bedeutung. Obwohl er, vor allem im Mahāyāna, einer der zentralen ist, fällt es immer wieder schwer, ihn mit Inhalt zu füllen. Traditionell wird er mit „Leerheit“ übersetzt. Dies führt schnell zu Assoziationen, die mit unserem Alltagsverständnis von Leere verknüpft sind, die aber nicht notwendigerweise den Kern der Sache treffen. Wir versuchen, etwas mit Worten zu beschreiben, was aber, um vollständig verstanden werden zu können, auch auf der intuitiven Ebene erfahrbar geworden sein muss. Kognition und Intuition müssen also angemessen zusammenfinden.

Der Vipassanalehrer Fred von Allmen beschreibt die Schwierigkeit, Shunyatā zu erklären, mit dem Problem, eine entwischte schwarze Katze in einem dunklen, fensterlosen Kohlenkeller zu finden – aber sie befindet sich gar nicht darin.

Verwirrt werden wir möglicherweise auch durch Formulierungen, wie sie sich im Herz Sūtra finden: 

„Form ist Leerheit. Leerheit ist Form. Leerheit ist nichts anderes als Form. Form ist nichts anderes als Leerheit.“ (Zitiert nach Khenpo Karl Brunnhölzl: Das Herzinfarktsutra. Ein neuer Kommentar zum Herzsutra. edition steinrich, 2014, S. 298)

Im Palikanon, der Sammlung der Lehrreden Buddhas des frühen Buddhismus, taucht der Begriff der Leerheit als auf diese Weise substantiviertes Adjektiv selten auf. Beispiele finden sich allerdings in der Cūlasuññatā Sutta (MN 121) und in der Mahasuññatā Sutta (MN 122).

Wir werden also versuchen, an diesem Abend etwas Licht in den dunklen Kohlenkeller zu bringen. Mal sehen, ob sich nicht doch eine Katze darin finden lässt.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Online

Fred von Allmen bietet in der nächsten Zeit zwei Vorträge an, bei denen es lohnenswert sein könnte, sich via Zoom zuzuschalten.

Bereits am Mittwoch, 12. März findet ein Abendvortrag im ZfB (Zentrum für Buddhismus) in Bern mit Fred von Allmen statt, vor Ort und online. Es gibt einen Flyer mit den nötigen Daten.

Am Dienstag, 15. April wird er zum Thema „Rechtes Bemühen – Die Triebkraft unserer Praxis“ für die Online-Meditationsgruppe www.onlinemeditation.info  sprechen. Neulinge sind dort herzlichst willkommen.

Da unsere Lehrenden nur von den Spenden leben, die wir ihnen zukommen lassen, sollte bei Teilnahme eine Überweisung erwogen werden. Die karmischen Folgen dieser Übung der Großzügigkeit sind unermesslich.

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Gedanken für die Woche

„Kein Töten und kein Stehlen,
Kein Missbrauch und kein Lügen,
Keine üble Nachrede, Schmähung, Klatsch,
Keine Gier, Übelwollen oder Fixierung:

Diese klaren Handlungen
Sind Wege der Praxis
Und reifen zu Schönheit und Freude,
Hier und anderswo.“

Nagarjuna (2. Jhdt.)

Aus: Stephen Batchelor: Nagarjuna – Verse aus der Mitte. Eine buddhistische Vision des Lebens. Theseus, 2002, S. 117

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6. März 2025: Einführung in die Vipassana-Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Einführung und geleitete Meditation im Sitzen und Gehen 

Wie an jedem ersten Donnerstag eines Monats findet heute wieder unser Einführungsabend für neue und erfahrenere Meditierer:innen statt.
Der Schwerpunkt wird dieses Mal bei der Vipassana- oder Einsichtsmeditation liegen. Auf der Grundlage einer stabilen Sammlung des Geistes durch die Achtsamkeit auf den Atem erweitern wir das Feld der Achtsamkeit auf die Wahrnehmung des Körpers und des Geistes. Mit gleichem Mut nehmen wir die erscheinenden angenehmen, unangenehmen und vielleicht neutralen Wahrnehmungen zur Kenntnis.
Wie dies funktionieren kann, welche Art von Einsichten dabei entstehen und welche Hindernisse dabei auftreten können, soll Thema der Einführung sein. Es wird Gelegenheit geben, in diese Übung hineinzuschnuppern. Raum für all die Fragen, die dabei aufkommen oder die man Buddhist:innen schon immer mal stellen wollte, wird natürlich ebenfalls zur Verfügung stehen.

Und was hat man davon, wozu taugt das Ganze?
Fred von Allmen, ein Schweizer Vipassanalehrer sagt dazu:
„Meditation wird gelegentlich immer noch mit Weltflucht gleichgesetzt. Das kann unter Umständen auch zutreffend sein. Wie jede Form der komplexen inneren Veränderung, hat auch sie ihre Sackgassen und Fallen und kann zu völlig egozentrischen Zwecken missbraucht werden. Dies aber hat mit dem Wesen und ihrem Sinn nichts gemeinsam. 
Das Ziel der Meditation und der spirituellen Praxis – im Buddhismus auch ‚Dharma‘ oder ‚Dhamma‘ genannt – ist ein ganzheitliches: Sie will Freiheit von Leiden, von inneren Zwängen und Ängsten schaffen; sie bewirkt vertiefte Sensibilität, Ehrfurcht vor dem Leben und echtes Interesse am Wohlergehen alles Lebendigen. Über eine äußerlich sichtbare und praktizierbare Form und Lehre hinaus handelt es sich um eine Lebenshaltung; sie bedeutet eine realitäts- und alltagsbezogene Transformation. Wir können Meditation und Dharma-Praxis als Übung, Training und Lebensweise erfahren, die sich bis in sämtliche Bereiche unseres Lebens auswirkt.“
(Fred von Allmen: Die Freiheit entdecken – Grundlagen buddhistischer Erkenntnis-Meditation. Norbu Verlag, 2016, S. 19)

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der Stille mit Wertschätzung und einer traditionellen Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Retreat I

Am 27. März wird Samuel Koelewijn wieder einen Zen-Abend gestalten, wobei wir wieder einen Vortrag seines Zenlehrers Genjo Roshi hören werden. Vom 13. bis 18. Mai gibt es die Gelegenheit, diesen außergewöhnlichen Lehrer im Rahmen eines Sesshins/Retreats in England kennenzulernen. Gerne könnt ihr Samuel auch nach dem Zen-Abend dazu ansprechen. Es sind noch Plätze verfügbar.

Retreat II

Am 5. und 6. April 2025 findet in Freiburg wieder ein meditatives Wochenende mit Lama Tilmann statt: „Gewahrsein entwickeln“.
Nähere Infos findet ihr wie immer auf der Homepage unserer Freunde vom Buddhistischen Zentrum Freiburg. Lama Tilmann lehrt anhand der Meditationsunterweisungen des 9. Karmapas aus dem Buch „Der Ozean des wahren Sinnes“. Die bisherigen Erfahrungen von Teilnehmern aus unserer Gruppe waren überaus positiv.
Sollten sich mehrere Interessenten aus Marburg finden, könnte wieder eine Fahrgemeinschaft gebildet werden.

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Umwerfende Gedanken für die Woche

„Es ist also nötig, eine veränderte Haltung zu erzeugen, eine Haltung, die von Verantwortung und aktivem Mitgefühl geprägt ist. Aber wie? […] Der Beitrag des Buddhismus zu diesem Thema ist im Grunde von umwerfender Einfachheit. Er lautet: Unsere Ego-Verhärtungen sowie Gier, Hass und Stumpfheit mit all ihren verheerenden Konsequenzen können wir ruhig aufgeben, da sie ohnehin auf falscher Einschätzung der Lage und Illusionen beruhen. Wir verlieren dabei nichts. Wir riskieren nichts. Wir werfen nur Ballast ab.“ – (Dagyab Kyabgön Rinpoche in: Fred von Allmen: Die Freiheit entdecken. Norbu Verlag, 2016, S. 10f.)

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Einladung zum 5. Marburger Praxistag

Liebe Freundinnen und Freunde,

unsere Umfrage bezüglich unseres nächsten Praxissamstags hat den 15. März als für die meisten passenden Termin ergeben.

Erste Infos findet ihr auf unserer Homepage. Den genauen Tagesplan erstellen wir gerade. Wenn alle Fragen geklärt sind, schicken wir ihn herum. Geplant ist, dass wir, wie letztes Mal, um 9:00 Uhr beginnen und um 17:00 Uhr mit dem gemeinsamen Aufräumen enden. Ein Mittagessen wird es auch wieder geben. Wer noch Kleinigkeiten mitbringen möchte, kann dies natürlich gerne tun.

Es sind noch Plätze frei. Bitte meldet euch zeitig an, das erleichtert die Planung.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!
Birgit und Rüdiger

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27. Februar 2025: Der Dalai Lama und die Logik der Liebe

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen.

Lesung und Austausch:
An diesem Abend werden wir ein Kapitel aus dem Buch „Logik der Liebe“ des Dalai Lamas lesen und diskutieren: „Religiöse Werte und die menschliche Gesellschaft“.

Als Appetithappen möge folgendes Zitat aus dem Werk dienen:

„Es gibt viele Philosophien; von grundlegender Bedeutung aber sind heilende Hinwendung, Liebe, Fürsorge für das Leid anderer und Reduzierung der Selbstsucht. Ich glaube, dass ein Denken, das zu heilender Hinwendung führt, das Kostbarste überhaupt ist.“

Es wird sicherlich ein anregender Abend mit einem interessanten Gespräch über die Gedanken des Dalai Lamas werden.

Wir schließen den Abend mit einer kurzen Meditation mit Wertschätzung und Widmung ab.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Gedanken für die Woche

„Eine buddhistische Schrift von nur vier Wörtern soll man ebenfalls als Juwel des Dharma sehen. Hat man Zuflucht zum Dharma genommen, ist es gänzlich unangebracht, einen Lehrtext direkt auf den Boden, einem Sitz oder unbedeckten Tisch oder dergleichen zu platzieren. man sollte in keinem Fall über ihn steigen, oder jemals Gegenstände wie seine Brille darauflegen. Es ist daher sehr wichtig, ihn wertzuschätzen.“ – Der XIV. Dalai Lama: Die Stufen des Pfades zum Erwachen. Die Essenz meiner Lehre. Herder Verlag, 2024, S. 355

Der Potala Palast in Lhasa

Der Potala Palast, Lhasa. Sitz der Dalai Lamas in Tibet.

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20. Februar: Über Buddha-Natur und grundlegende Gutheit

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen.

Vortrag: Buddha-Natur und grundlegende Gutheit – Sind wir bereits erleuchtet? Und wenn ja, warum merken wir es so oft nicht?

Der Weg zur Erleuchtung, den Buddhisten mit ihrer Praxis beschreiten, hat viele Tücken. Missverständnisse, Irrtümer und unterschiedliche Ansichten über den Weg, der zu gehen sei, ziehen sich durch die Geschichte.
So ist es auch mit dem Begriff der „Buddha-Natur“ (Tathagatagharba), der vor allem in den späteren Traditionen des Mahāyāna und Vajrayana von großer Bedeutung ist.
Müssen wir erst Buddha werden (also erwacht aus den Täuschungen und Illusionen über die Natur der Dinge) oder ist diese Qualität bereits von Anfang an ein Bestandteil unserer selbst und unseres Geistes?

In den alten Mahāyānatexten finden sich u. a. folgende Aussagen:
Lebende Wesen sind der Buddha selbst. Und sind sie auch durch akzidentielle Befleckungen verdunkelt, so sind sie doch, wenn die Verdunkelungen geklärt wurden, der Buddha selbst.“
(Longchen Rabjam (1308-1363): Buddha-Natur – Dzogchen in der Praxis. Eine Anthologie, ausgewählt von Tulku Thondup, Opus Verlag, 2012, S. 247)
Oder
Wäre das Buddha-Element nicht vorhanden,
entstände auch kein Überdruss an Leid.
Es gäbe weder Sehnsucht nach Nirvana,
noch Streben oder Hingabe an dieses Ziel.“

(Jamgon Kongtrul Lodrö Thaye: Buddha-Natur. Das Mahāyāna-Uttaratantra-Shastra mit Kommentar. Khampa Edition, 2014, S. 137 f.)Diese klare Natur des Geistes
ist unwandelbar wie der Raum.
Sie wird nicht geplagt von Begierde usw., der flüchtigen Verschmutzung,
die aus einem nicht der Wirklichkeit entsprechenden Denken hervorgeht.“

(Ebenda. S. 149)

Chögyam Trungpa, ein tibetischer Lehrer, der in den USA gelehrt hat, nutzte den Begriff basic goodness, der meist mit „grundlegendes Gutsein“ übersetzt wird. Dies sei „gut in dem Sinne, dass es so grundlegend und deshalb gut ist – also nicht in einem Gegensatz zu böse oder schlecht. […] Wir pflegen Freundschaften, wir wehren unsere Feinde ab und wir sind gelegentlich gleichgültig. Dass dem so ist, halten wir nicht für einen Mangel des Menschseins. Es ist einfach Teil der Vornehmheit und der natürlichen Ausstattung des Menschen. Wir haben alle Fähigkeiten, die wir brauchen, und darum müssen wir nicht mit der Welt kämpfen.“
(Chögyam Trungpa: Große Östliche Sonne. Arbor, 2004, S. 106 f.)

Die Sichtweisen auf die „Buddha-Natur“ sind also durchaus unterschiedlich. Heute Abend versuchen wir, die Begriffe und was dahinterstecken könnte gemeinsam auszuloten.

Wir schließen den Abend ab mit einer kurzen gemeinsamen Meditation und der Widmung der entstandenen Verdienst.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Erinnerung

Bis heute Abend besteht Gelegenheit zur Teilnahme an der Terminabfrage für den Praxissamstag im März. Hier geht es zur Umfrage.

Anfang der nächsten Woche werden wir mitteilen, an welchem Tag er stattfinden wird. Spontane Teilnahmen sind natürlich möglich, manchmal ergibt sich ja eine unerwartete Lücke im Terminkalender.
Für verbindliche, auch kurzfristige Anmeldungen sind wir sehr dankbar, dies erleichtert die Planung ungemein.

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Gedanken für die Woche

Niemand kann Ihnen vorschreiben, dass Sie Dharma praktizieren müssen, und auch kann Ihnen niemand sagen, dass Sie Buddhist sein müssen. Zu seinen Lebzeiten lehrte Buddha nur: ‚Derart ist meine Sicht und Philosophie‘. Er hat nie davon gesprochen, dass sämtliche Inder den Buddhadharma praktizieren oder alle Wesen in das Tor der Lehre eintreten sollten. In ihrer Darlegung und der Begründung der Inhalte der buddhistischen Schriften, ihrer Sichtweisen und philosophischen Lehrmeinungen widerlegten auch Nāgārjuna und dergleichen Meisterinnen die widersprüchlichen Positionen der anderen buddhistischen wie nichtbuddhistischen Ansichten nur mittels der Logik. Niemals griffen sie zu Schwert, Schusswaffe oder Schlagstock und versuchten, die anderen mit Gewalt zu besiegen.“
– Dalai Lama: Die Stufen des Pfades zum Erwachen – Die Essenz meiner Lehre. Herder Verlag, 2024, S. 336

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Einladung zum 5. Marburger Praxistag

Wenn Buddhas meditieren…

Im März soll unser 5. Praxissamstag stattfinden. Um möglichst vielen von uns eine Teilnahme zu ermöglichen, stehen drei Termine zur Auswahl.

Bei Interesse an einer Teilnahme, bitten wir euch bis Sonntag, den 16. Februar, an der Umfrage teilzunehmen. Der Tag mit den meisten Treffern, wird es dann werden. Sobald der Termin feststeht, bitten wir um eine kurze Anmeldung per Email, denn manchmal ist es schwer, bei Namensgleichheit herauszufinden, wer sich „eingeklickt“ hat. Auch die Kommunikation wird dann leichter.

Erste Infos zum Tag stehen bereits auf unserer Homepage

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

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13. Februar: Die Mahamangala Sutta und Einladung zum Praxistag

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen.

Vortrag und Austausch: Die Mahamangala Sutta

Die Lehrreden des Buddha haben sehr oft einen ganz pragmatischen Ansatz. Häufig wird er darin um Rat gefragt, wie man sich heilsam in bestimmten Lebenssituationen verhalten könnte oder welche Konsequenzen manche Verhaltensweisen haben können.

In der Mahamangala Sutta (AN 2.4) passiert etwas Besonderes: Gotama wird nicht von einem Menschen gefragt, sondern von einem Gott (in Indien haben Götter eine andere Bedeutung als  beispielsweise in den monotheistischen Glaubenswelten) gebeten, eine Unterweisung zu geben. Die Frage, die den Gott (Name und Funktion bleiben unerwähnt) umtreibt, ist die nach einem glücklichen Leben und was dem „höchsten Glück“, „the best fortune“ in der Übersetzung von Doug Smith, zuträglich ist. Der Buddha gibt als Antwort eine Liste von Umständen, die zu einem solchen guten, glücklichen Leben führen.

In unserem Vortrag werden wir uns wieder einmal auf ein Buch des amerikanischen Dhammalehrers Doug Smith beziehen, das er über dem Mahamangala Sutta gewidmet hat.

Das Thema dieser Lehrrede taucht immer wieder im Palikanon (der Zusammenstellung der Lehrreden Buddhas) auf. Meist wird gesagt, dass er sich dabei im Park des Anāthapiṇḍika aufgehalten habe.
Beispiele sind die Sappurisa Sutta (MN 113) und die Sevitabbāsevitabba Sutta (MN114).

Es wird interessant sein, darüber zu sprechen, wie Gotamas Vorschläge nach zweieinhalb Jahrtausenden auf uns wirken und inwiefern sie heute relevant für uns sein können.

Wir schließen den Abend mit einer kurzen Meditation mit Wertschätzung und Widmung ab.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Es ist wieder höchste Zeit für einen Praxissamstag!

Im März soll es endlich einen, unseren fünften, geben. Um den besten Termin zu finden, starten wir wieder eine kleine Umfrage.

Mögliche Termine sind der 1., 8. und 15. März.

Bitte tragt euch bis nächsten Sonntag, 16. Februar 2025 in die Onlineliste ein, wenn ihr teilnehmen möchtet.

Es wird wieder ein gemeinsames Mittagessen geben.

Hier ist der Link zur Umfrage.

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Gedanken für die Woche

Ich befürworte einen experimentellen Zugang zur Dhamma-Praxis: Welche Übung fühlt sich gut an? Welche Übung ist angenehm? Ganz wesentlich: Welche Übung funktioniert? Dieser Zugang basiert nicht auf einer Theorie von dem, was hilfreich sein sollte oder was der Ajahn sagt. Sie basiert darauf, Dinge auszuprobieren und die Ergebnisse zu beobachten. Das sollte der entscheidende Faktor sein. Dies nennt man vīmaṃsā oder „Überprüfen“, also die Ergebnisse der unternommenen Anstrengungen zu betrachten.

Wir könnten in der Praxis fragen: „Wenn ich mehr Aufmerksamkeit auf die Atem-Betrachtung lege – was kommt dabei heraus? Wenn ich sehr fokussiert und präzise bei der Gehmeditation bin – was ist der Effekt? Wenn ich bei der Gehmeditation entspannter und offener bin – wie ist das dann?“ Vīmaṃsā ist Teil eines Rückkopplungssystems. Wir sehen die Ergebnisse von dem, was wir getan haben und das prägt unsere Entscheidungen.
Ajahn Amaro: Auf den Geist kommt es an – Der phänomenologische Zugang zur Lehre des Buddhas. Muttodaya Dhamma, Stammbach, 2022, S. 95
Ajahn Amaro ist Abt des von Ajahn Sumedho gegründeten Klosters Amaravati in England.

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