Vom 18. bis 22. Oktober 2023 findet im Landguet Ried bei Bern/Schweiz ein Vipassana Retreat statt. Es gibt noch freie Plätze für Kurzentschlossene.
Das Retreat wird von Fred von Allmen und Irene Bumbacher geleitet.
Fred ist einer der profiliertesten Vipassana Lehrer im deutschsprachigen Raum. Er hat inzwischen viele gute Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet. Irene gehört dazu, wie z. B. auch Yuka Nakamura, die inzwischen auch im Bodhi College unterrichtet, mitgegründet von Stephen Batchelor.
Es gibt eine Mitfahrmöglichkeit (max. vier Personen) ab Bad Nauheim (ca. 13:15 Uhr). Das Retreat beginnt um 19:00 Uhr mit dem Abendessen. Erfahrungsgemäß ist die Strecke bis dahin gut zu bewältigen. Interessenten an einer Mitfahrt können sich per Email (ruediger@metta.de) melden.
Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten)
Vortrag und Übung: „Die sechs Nägel“ von Tilopa. Wir kümmern uns diesmal ganz praktisch nicht nur darum, was man in der Meditation so alles machen könnte, sondern um das, was es loszulassen bzw. so sein zu lassen geben könnte. Dafür hat Tilopa (928-1009) ein paar gute Nägel eingeschlagen, die wir gemeinsam ziehen könnten. Tilopa gilt als einer der Vorväter der tibetischen Kagyü- und Mahamudra-Tradition. Ähnlichkeiten mit anderen Traditionen wie Vipassana oder Dzogchen sind nicht zufällig. Der Abend ist sicherlich für Neueinsteiger und erfahrene Praktizierende gut geeignet, denn es kommen viele der Fallen zur Sprache, in die wir bei der Meditation tappen (können).
Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung. Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.
Das Kurzskript für diesen Abend mit einem ganz kurzen Abriss von Tilopas Leben und den sechs Nägeln kann heruntergeladen werden, ebenso die überarbeitete und ergänzte Fassung des Dhammatalks.
Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten)
GALERIE GROSSER GEISTERI Unter dieser Rubrik möchten wir in lockerer Folge Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen buddhistischen Traditionen vorstellen. Der Lebenslauf wird dabei eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger sind die Unterweisungen, die wir von ihnen erhalten können.
Den Einstieg in die Reihe machen wir mit Buddhadasa Bikkhu (1906-1993). Er verkörpert einen Aspekt unseres Ansatzes als Buddhistische Gruppe, über Traditionsgrenzen hinaus aktiv zu sein und das Verbindende und nicht das Trennende in den Vordergrund zu stellen. Buddhadasa hat sehr früh versucht, die Verbindungslinien zwischen Theravada und Mahayana herauszuarbeiten und beides zu integrieren. In seinen Unterweisungen hat er intensiv auf die Bedeutung der Erkenntnis von suññyata (Leerheit) hingewiesen, was auf diese Weise im Theravada selten zu finden war. Ein anderer Aspekt seiner Lehrtätigkeit war der „engagierte Buddhismus“. Er hat sich früh Gedanken über die gesellschaftlichen Aspekte unserer Praxis gemacht und sich in Thailand politisch und ökologisch engagiert. Bekannt geworden ist er u. a. für seine Idee des „dhammic socialism“. Lange Jahre hat er dem Kloster Suan Mokkh (Garden of Liberation) in Surat Thani in Südthailand vorgestanden. Dort hat er viele Europäer und Amerikaner ausgebildet, die auch heute noch unterrichten. In Bangkok gibt es ein großes Zentrum, das seinem Wirken gewidmet ist, die „Buddhadasa Indapanno Archives“. Dort werden seine Manuskripte aufbewahrt und Gelegenheiten für Praxis und Studium angeboten. Sein Hauptwerk, „Das Kernholz des Bodhibaums“, ist auch heute noch sehr empfehlenswert. Eine seiner wichtigen Aussagen traf er auf die Frage, wie die Botschaft des Buddhismus zusammengefasst werden könne: „Das kann in einem kurzen Satz beantwortet werden: Nichts, was immer es auch sei, sollte ergriffen oder festgehalten werden.“ (Buddhadasa: Das buddhistische ABC – Dhamma-Prinzipien für kluge Leute, Buddhistische Gesellschaft München, 2016, S. 21) Buddhadasa Bikkhus Bücher in deutscher Übersetzung können auf dhamma-dana.de angesehen und kostenlos (Spenden für weitere Publikationen sind eine Übung in Großzügigkeit) heruntergeladen werden.
Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu gemütlichem Austausch und Plausch zusammenzukommen.
– Einführung in die buddhistische Meditationspraxis im Sitzen und Gehen mit geleiteter Meditation. „Die Lehre des Buddha kann eine starke Inspiration für den Weg sein, da in ihr überaus klar formuliert ist, wohin der Weg der Praxis führt – zu tieferer Einsicht und Freiheit; zu jener Reinheit und jenem Glück, das Herz und Geist erleben, wenn sie frei von Gier, frei von Hass und frei von Unwissenheit sind.“ (Joseph Goldstein: Vipassana-Meditation – Die Praxis der Freiheit, Arbor, 2009, S. 47)
Man merkt schnell, dass sich die buddhistische Praxis grundsätzlich von den Wellness-Achtsamkeits-Varianten unterscheidet, die heute überall (meist für viel Geld) angeboten werden. In unseren Übungen geht es nicht um das vielzitierte „im Hier und Jetzt sein“, sondern um eine wertungsfreie Betrachtung der Natur unserer Erfahrungen des Moments, ohne uns in Bewertungen und Kommentaren zu verlieren. All dies dient unserer persönlichen Befreiung von inneren Leiden und Anhaftungen – ohne dabei andere Lebewesen aus dem Blick zu verlieren. Nicht umsonst hat der historische Buddha immer wieder auf die unverzichtbare Einheit von Weisheit und Mitgefühl hingewiesen. Dies zu üben und zu kultivieren ist eines der Bänder, die alle buddhistischen Traditionen – vom Theravada bis zum Vajrayana und den modernen westlichen säkularen Ansätzen – verbinden.
Die Grundlagen der Meditation, um die es heute Abend gehen soll, bilden die ersten Schritte auf diesem Pfad der Selbstbefreiung. Denn wer sollte dies tun, wenn nicht wir selbst. Ganz im Sinne der „Internationalen“, in der es heißt: „Es rettet uns kein höheres Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun. Uns aus dem Elend (im buddhistischen Sinne: dem inneren Leiden, der Unwissenheit) zu erlösen, können wir nur selber tun.“
Der Abend ist wie stets für Neueinsteiger und erfahrene Praktizierende gleichermaßen empfehlenswert.
– Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
– Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
– Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu gemütlichem Austausch und Plausch zusammenzukommen.
MAITRI-Raumgewahrsein: Ein Wochenendseminar in Marburg
„Das Spiel der Energien in uns und in der Naturentdecken„
Von Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Oktober 2023 findet in Marburg wieder ein Maitri-Seminar statt. Es wir geleitet von Anja Hutwelker und Hans-Peter Hulliger. Nähere Informationen und die Anmeldeformalitäten können dem Flyer entnommen werden.
Anja und Hans-Peter sind sehr erfahrene Praktizierende in der tibetischen Tradition. Das Maitri-Programm wurde von Chögyam Trungpa entwickelt, mit dessen Gedanken zum spirituellen Materialismus wir uns am 10. und 17. August beschäftigt haben.
Und natürlich nicht vergessen:Dieser Donnerstag ist Hahayana-Tag
Diesen Donnerstag machen wir uns um 18:45 Uhr lachend auf den Weg ins Nirwana mit Geschichten und Anekdoten von Ajahn Brahm, einem englischen Mönch aus der Waldkloster-Tradition Ajahn Chahs in Thailand.
Einem Vortrag in Frankfurt hat er einmal den Titel „Hahayana – Laughing on the Way to Nibbana“ gegeben, um auszudrücken, dass es in der buddhistischen Lehre und Praxis nicht um Selbstkasteiung, sondern auch um Freude und Erkenntnis auf dem Weg der Befreiung geht.
Wie bereits in der vorigen Nachricht geschrieben, lesen wir ein paar Geschichten aus Ajahn Brahms Buch „Die Kuh, die weinte“ und könnten überprüfen, ob Freude und Buddhismus nicht ursprünglich zusammengehören.
Lesung und Gespräch: Hahayana: Lachend auf dem Weg zum Nibbana Ajahn Brahms Motto, dass der Buddhismus nicht zur Tristesse einladen will, drücken sein Spruch und seine Erfindung eines neues Yanas, „HAHAYANA“, wunderbar aus. Er gilt als Meister der buddhistischen Anekdoten und versteht es meisterhaft, seine Unterweisungen mit lustigen oder komischen Geschichten zu verknüpfen. An diesem Abend hören wir uns ein paar Geschichten aus seinem Buch „Die Kuh, die weinte“ an und schauen nach, ob sich zwischen den Zeilen eine ernste Botschaft verstecken könnte, die wir uns lachend oder wenigstens schmunzelnd zu Herzen nehmen könnten. Niemand sollte den Abend mit heruntergezogenen Mundwinkeln verlassen müssen. Lachen beim Erwachen lässt sich machen!
Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung. Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.
Allen, die sich gerade im Urlaub befinden, wünschen wir weiterhin schöne Ferien und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
Veranstaltungstipp: Im September findet wieder ein Maitri Wochenende-Workshop statt. Nähere Infos findet ihr unter „Buddha hier und da„.
PS: Der Werbeblock nach unseren Inhalten verdankt sich des günstigen Vertrags mit dem Anbieter „WordPress“.
Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten)
Lesung: „In buddhistischer Tradition meint der spirituelle Pfad ein Durchbrechen unserer verwirrenden Selbsttäuschung und zugleich ein Enthüllen des erweckten Geistes.“ (Chögyam Trungpa, Spiritueller Materialismus, Freiburg, 1975, S. 8)
Anknüpfend an die Einführung in die Grundlagen der buddhistischen Meditation der letzten Woche, geht es heute um den Umgang, den wir mit der inneren und äußeren Welt pflegen. Die Vorstellung eines festen ICH bringt uns dazu, diese Welten auf besondere Art zu interpretieren und entsprechend dieser Interpretationen mit ihnen umzugehen. Wir setzen zum Beispiel auf materielle Dinge, weil wir uns von ihnen unser Lebensglück, oder wenigstens ein Stück davon versprechen. Trungpa meinte dazu, dass dies nur unseren Hang widerspiegele, „durch Manipulation unserer physischen Umwelt uns selbst davor zu schützen, durch schroffe, widrige und unvorhergesehene Lebensaspekte irritiert zu werden.“ (S. 9)
Um diese Form des „Materialismus“ soll es an diesem Abend gehen. Dazu schauen wir uns ein Stück des Textes Trungpas an und untersuchen anschließend gemeinsam, ob und inwiefern seine Interpretation auf uns zutrifft.
Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße (oder einer anderen gastlichen Stätte) noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.
Allen, die sich gerade im Urlaub befinden, wünschen wir schöne Ferien und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!
Damit der Sommer nicht zu langweilig wird, haben wir noch etwas für euch, nämlich das stressreduzierende
Erste Kleine Marburger Buddhistische Sommerrätsel (EKMBSR)
Wer als erste(r) den Standort des „Würstelstands“ auf dem Einladungsfoto errät oder durch Forschung herausbekommt (Stadt und Stadtteil), kann sich einen von drei Gewinnen aussuchen:
Ein Würstel – auch vegan – bei passender Gelegenheit und Begegnung oder
Ein gedrucktes Exemplar von „Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen“ von Sayadaw U Tejaniya (Abt des Shwe Oo Min Dhamma Sukha Forest Meditation Center in Yangon, Myanmar) oder
Wer das „Buch“Dhamma überall“ schon hat, kann sich für „Das Verhalten der Bodhisattvas in 37 Strophen“ von Gyalse Thogme Sangpo, herausgegeben anlässlich des Besuchs des 17. Karmapa Thaye Dorje in Dagpo Möhra und Bodhi Path Renchen Ulm, entscheiden oder
Ein Würstel und ein Buch (lesen macht manchmal hungrig)
Einsendungen an info@metta.de Der Eingangsstempel zählt. Einsendeschluss: 31. August 2023.
Sollte das Rätsel zu schwer sein (nicht ganz unwahrscheinlich) gewinnt die schnellste Annäherungslösung. Unter allen anderen Einsendungen wird als Trostpreis ein weiteres Exemplar von „Dhamma überall“ verlost. Preisübergabe: eines Donnerstags nach den Sommerferien, Anfang September 2023. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
Tipp: Der Würstelstand steht im deutschsprachigen Raum, in einer großen Stadt, die manche vielleicht schon besucht haben oder noch besuchen werden. Dort kann man sehr gut Kaffee trinken, auch wenn die Einwohner selten sagen: „Einen Kaffee, bitte!“ Die Straße, an der sich der Würstelstand befindet, ist nach der Muse der komischen Dichtung und der Unterhaltung benannt.
An diesem Donnerstag, wird es wieder eine praktische Einführung in die Grundlagen buddhistischer Meditationspraxis geben. Ausgehend von der Satipatthana Sutta, der Lehrrede von der Achtsamkeit des Buddha, üben wir uns in Achtsamkeit und Gewahrsein. Die Meditationsübungen werden angeleitet. Neben den praktischen Aspekten soll es auch um den ethischen Zusammenhang gehen, in dem Buddhisten Meditation üben. Dabei werden die Unterschiede (aber vor allem die Gemeinsamkeiten) innerhalb der verschiedenen buddhistischen Traditionslinien deutlich, wie auch die Unterschiede zu den zeitgeistigen Techniken der sogenannten Achtsamkeitsbewegung wie z. B. MBSR und ähnliches.
Es wird also praktisch und theoretisch interessant sein. Wir werden nachschauen, was sich in Fach 108 finden lässt.
Zeit und Raum für Fragen, Gedanken- und Erfahrungsaustausch wird es reichlich geben.
Beginn (das Gute am Anfang) ist wie immer um 18:45 Uhr mit Aufbau und Ankommen. Das Gute in der Mitte sind die Praxis und die Gespräche. Den Schluss (das Gute am Ende), bilden die Widmung und das gemeinsame Aufräumen gegen 21:00 Uhr.
PS: Jüngst haben wir begonnen, einen Aufsatz von Dzongsar Khyentse Rinpoche, „Buddhismus in einer Nussschale: Die vier Siegel des Dharma“, vorzustellen und zu besprechen. Die Beschäftigung damit wird am 17. August fortgesetzt. Wer sich den Text schon einmal anschauen möchte, findet ihn z. B. auf der Website „rangdrols blog„.
Das überarbeitete Skript des Vortrags vom 13. Juli zu den Gefühlstönungen, Vedanā, liegt nun zum Download auf unserer Homepage bereit.
Nachdem wir in der letzten Woche die Erläuterungen Dzongsar Khyentse Rinpoches zu ersten zwei Siegel betrachtet haben, wenden wir uns nun den zwei letzten zu:
Alle Phänomene sind leer; sie sind ohne inhärente Existenz. Dies ist eigentlich die letztendliche Sicht des Buddhismus; die anderen drei gründen auf diesem dritten Siegel.
Das vierte Siegel ist, dass Nirvana jenseits der Extreme ist.
Eine gute Gelegenheit in die Essenz der buddhistischen Lehre einzutauchen und ihre Relevanz für das eigene Leben zu überprüfen.
Wir beginnen wie immer um 18:45 Uhr mit Aufbau und Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten). Anschließend werden die zwei Siegel vorgestellt und besprochen.
Den Abend rundet dann eine kurze Meditation mit Widmung der Verdienste ab. Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße zu Plausch und Austausch zusammenzukommen.
Hinweis: am 13. Juli gab es einen Vortrag zu „Vedanā„, den sog. Gefühlstönungen. In dem Vortrag wurde versucht, dem Begriff und seiner Bedeutung etwas näher zu kommen. Es gab den Wunsch, das Skript zugänglich zu machen. Nach einer kleinen Überarbeitung liegt er nun zum Download bereit.
Thema: An diesem Abend geht es um „Buddhismus in einer Nusschale – Die vier Siegel des Dharma“, basierend auf einem Artikel von Dzongsar Khyentse Rinpoche. Er beschäftigt sich u. a. mit der Frage der Erleuchtung/des Erwachens. Dabei werden die Unterschiede des Buddhadharma zu theistischen oder sogenannten mystischen Ansätzen und den Ideen der Anhänger der Ideologie des New Age bzw. von Leuten wie E. Tolle deutlich.
Er sagt: „Unglücklicherweise scheint der Buddhismus im Westen in der religiösen Abteilung gelandet zu sein, oder auch in der Abteilung für Selbsthilfe oder Selbstentwicklung und ganz klar in der zeitgeistigen Meditationsabteilung.“
Wie Dzongsar Khyentse Rinpoche die Sache sieht, werden wir uns anschauen und diskutieren.
Es verspricht, spannend zu werden.
Angesichts der gelegentlichen Vermischung des Dhamma mit Selbstoptimierungstechniken und esoterischen Ansätzen, ist es sicherlich wichtig, sich dazu Gedanken zu machen, damit es nicht zu Verwechslungen darüber kommt, worum es im Buddhismus tatsächlich (durchaus in Abgrenzung von anderen Konstrukten wie Mystik, Sufismus, Taoismus etc.) geht, unabhängig von den verschiedenen Traditionen oder „Fahrzeugen“.
Dzongsar Khyentse Rinpoche fasst die „vier Siegel“ folgendermaßen zusammen:
Alle zusammengesetzten Dinge sind vergänglich.
Alle Emotionen sind leidvoll. Das ist etwas, worüber nur Buddhisten sprechen würden. Viele Religionen beten Dinge wie Liebe durch Feiern und Lieder an. Buddhisten denken: „Das ist leidvoll.“
Alle Phänomene sind leer; sie sind ohne inhärente Existenz. Dies ist eigentlich die letztendliche Sicht des Buddhismus; die anderen drei gründen auf diesem dritten Siegel.
Das vierte Siegel ist, dass Nirvana jenseits der Extreme ist.
Gespräch und Austausch über das Thema des Abends und über alles, was mit buddhistischer Lehre und Praxis zusammenhängt.
Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung.
Ende: gegen 21:00 Uhr.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, im „Shamdan“ in der Weidenhäuser Straße noch zu Austausch und Plausch zusammenzukommen.
PS: Das versprochene Skript des Vortrags von letzter Woche über Vedanā, die Gefühlstönungen, ist noch in der Endredaktion und wird mit der nächsten Einladung verschickt.