5. Februar: Einführung in die Vipassanameditation

Beginn: 18:45 Uhr

Wie an jedem ersten Donnerstag eines Monats bieten wir heute ein Einführung in eine buddhistische Meditationspraxis an.

An diesem Abend geht es um die Vipassana Meditation, auch bekannt unter dem Begriff der Einsichtsmeditation.

Dabei geht es darum, die Dinge so zu sehen wie sie sind und nicht wie wir sie uns zurechtbasteln. Vor allem der intuitiven

Erkenntnis der Instabilität und Prozesshafthaftigkeit unseres Erlebens kommt in dieser Praxis eine zentrale Bedeutung zu.

Wir üben uns darin, einen offenen Geist zu kultivieren, der mit Achtsamkeit und Gewahrsein den inneren und äußeren Erfahrungen begegnet, ohne in die Reaktivität des Be- und Verurteilens zu verfallen. Mit ein wenig Übung erkennen wir unsere Muster und bemerken, wie schnell wir in Aversion oder Anhaftung geraten. Sobald wir erkennen, wie die Vedanas (Gefühlstönungen wie angenehm, unangenehm oder neutral) uns zu Reaktionen bringen, deren Ursache wir nicht wirklich bemerken, können wir aus der gewohnten Reaktivität aussteigen. So entsteht die Chance, nicht mehr auf uns selbst (ich mag dies oder mag jenes nicht), sondern auf die jeweilige Situation zu reagieren. Was für eine Befreiung!

Es sollte deutlich werden, dass buddhistische Praxis keine der Botmäßigkeit und Passivität sondern des bewussten Agierens ist. Ziel ist nicht, alles als gegeben hinzunehmen. Wir kultivieren eine innere Haltung, die es uns ermöglicht, ethisch und menschlich zu handeln, im persönlichen wie auch gesellschaftlichen Umfeld. Dass nationalistische, patriotische oder rassistische Haltungen einer buddhistischen Praxis nicht entsprechen, sollte schnell deutlich werden. Schließlich geht es auf dem buddhistischen Pfad um die Kultivierung von Freundlichkeit, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut – die sogenannten vier unermesslichen Geisteshaltungen.

In Form einer geführten Meditation versuchen wir, uns dem ein wenig anzunähern.

Wie immer ist dieser Abend für Neueinsteiger und Erfahrenere gleichermaßen ertragreich.

Anschließend besteht reichlich Gelegenheit, über die eigenen Erfahrungen zu sprechen und alle Fragen zu stellen, die man Buddhisten schon immer mal stellen wollte.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Von Gary Snyder:

Nach Bamyan
April 2001

Von einem Mann, der über Buddhismus schreibt.

Lieber Gary:
Nun ja, aber, das manifeste Dharma ist inner-samsarisch und wird vergehen.
– R.

– Ich schrieb zurück,
Ah, ja … Unbeständigkeit. Aber das ist niemals ein Grund, das Mitgefühl und die Ausrichtung schleifen zu lassen oder das Leiden anderer zu übergehen, weil sie nur unbeständige Wesen sind. Issas Haiku geht so:
„Diese Tautropfenwelt
ist nur eine Tautropfenwelt
und doch –“
Das „und doch“ ist unsere immerwährende Praxis. Und vielleicht die Wurzel des Dharma.
Aus: Gary Snyder: Gefahr auf den Gipfeln. Stadtlichterpresse, Berlin, 2006, S. 193

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29. Januar 2026: Ayya Khema über Achtsamkeit

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Als Grundlage für den Dhammaaustausch nach der Meditation soll heute ein Vortrag Ayya Khemas (1923-1997) dienen. Ayya Khema war eine Nonne in der Theravada Tradition. Sie lebte und wirkte lange Zeit im Buddha Haus im Allgäu, das auch heute noch von ihr inspirierte Meditationskurse und Retreats anbietet. In dem Vortrag bespricht sie verschiedene Aspekte von Achtsamkeit im buddhistischen Kontext.

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

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22. Januar 2026: Die Satipatthana Sutta und der Aufbau des Gehirns

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr.

Um 19:00 Uhr schalten wir uns wieder einem Zoom-Vortrag aus der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg zu. Dorle Lommatzsch wird über den Zusammenhang zwischen unserer Meditationspraxis und den physiologischen Vorgängen im Gehirn sprechen.

Aus der Ankündigung der Buddhistischen Akademie:
„Wenn wir meditieren, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Körper, Atem, Gefühle und Gedanken  – und plötzlich beginnen innere Prozesse und Zusammenhänge, die sonst verborgen bleiben, sichtbar zu werden. Seit mehr als zweitausend Jahren beschreibt das Satipatthana-Sutra diesen Weg der Bewusstseinsentwicklung (die vier Grundlagen der Achtsamkeit). Heute wissen wir aus der Neurowissenschaft: Die Struktur unseres Gehirns spiegelt genau diese vier Bereiche der Achtsamkeit wider.

An diesem Abend werden wir erforschen, wie die uralte Meditationslehre und moderne Gehirnforschung sich berühren – und wie Achtsamkeit nicht nur unser Wohlbefinden, sondern auch die Funktionsweise unseres Gehirns verändern kann. Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die Frage, wie bewusstes Wahrnehmen Stress lösen, Glück fördern und innerliche Freiheit und Verbundenheit vertiefen kann.“

Den Abend in Marburg beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:15 Uhr sein.

Wie an solchen Abenden üblich werden wir eure heutigen Spenden an die Buddhistische Akademie Berlin Brandenburg weiterleiten. Die Veranstalter selbst bitten um eine Spende von 5-10 Euro, um ihre Angebote aufrechterhalten zu können.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vertiefung

Wer sich noch eingehender mit der Satipatthana Sutta beschäftigen möchte, könnte dies u. a. mit diesen beiden Büchern tun:

  • Bikkhu Anālayo: Satipatthana-Meditation – Ein Praxisleitfaden. Edition Steinrich, 2025
  • Mettiko Bikkhu: Gegen den Strich – Erschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu Satipatthana. Beyerlein & Steinschulte, 2025. Kostenlos gegen Dana/Spende erhältlich über den Verlag bzw. per Download über die Homepage des Waldklosters Muttodaya im Frankenwald

Mettiko Bikkhu schreibt über sein Werk:
Dieses Buch handelt von der LEHRE DES BUDDHA.
Es schmeckt nach Freiheit.
Es eignet sich für Erspürende.
Es enthält keine Ballaststoffe historischer Perspektiven.
Es ist frei von Konservierungsstoffen distanzierter Objektivität.
Es verzichtet auf Geschmacksverstärker idealistischer Positionen.

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Die Sache mit der Wahrheit

Wahrheit ist zwar eine persönliche Angelegenheit, aber deswegen keine beliebige. Wenn wir zu den subtilen und tiefgründigen Dingen oder gar zu den edlen Wahrheiten vordringen wollen, ist es wichtig, dass wir die Wahrheit auch sagen. Reden und Denken sind miteinander verknüpft. Wenn wir lügen, müssen wir ständig neben der für uns wahren Welt eine zweite aufbauen, ein Paralleluniversum der Lüge. Damit belügen wir uns selbst und schaffen es nicht, uns selbst wahrhaftig zu betrachten.*

Was bedeutet es, die Wahrheit zu sagen?
Ihr Haushälter, da enthält sich jemand der Lüge, nachdem er das Lügen aufgegeben hat. Vor Gericht geladen, vor eine Versammlung oder vor seine Verwandten zitiert, vor seine Zunft oder die königliche Familie gerufen und folgendermaßen als Zeuge befragt: „Also, guter Mann, sag, was du weißt“, sagt er „Ich weiß nicht“, wenn er nicht weiß, und „Ich weiß“, wenn er weiß; er sagt „Ich sehe nicht“, wenn er nicht sieht, und „Ich sehe“, wenn er sieht. Er ist einer, der nicht bewusst die Falschheit spricht, zum eigenen Nutzen, zum Nutzen eines anderen oder zum Nutzen irgendeiner unbedeutenden weltlichen Angelegenheit. (Majjhima Nikaya 41)
Es fällt auf, dass hier nicht steht, was der gute Mann sagt, etwa „er sagt, wie es ist“, sondern er gibt wieder, wie es sich für ihn darstellt, ob er etwas weiß und sieht. Die Wahrheit sagen heißt, dass ich so spreche, dass es mit meiner Wahrheit übereinstimmt, wie es für mich wahr ist, ohne Absicht, andere in Bezug auf meine Wahrheit zu täuschen.
* Ethik als Voraussetzung für Satipaṭṭhāna wurde schon ganz zu Anfang erwähnt. Wahrscheinlich lügt niemand in meiner Leserschaft und kann daher die Auswirkungen des Lügens nicht direkt am Phänomen der
Lüge beobachten. Aber vielleicht können sich alle vorstellen, wie es ist.

– Mettiko Bikkhu: Gegen den Strich, S. 199

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15. Januar 2026: Die Kuh, die weinte

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

Nach der Meditation werden wir heute ein oder zwei oder mehr Geschichten aus Ajahn Brahms Buch „Die Kuh, die weinte“ vorlesen und besprechen.

Neben dem, dass Ajahn Brahm, der Abt des Bodhinyana Klosters in Serpentine/Westaustralien, ein ausgezeichneter Meditations- und Dhammalehrer ist, hat er auch eine umfassende Sammlung von Geschichten mit buddhistischen Weisheiten zusammengetragen und in verschiedenen Büchern veröffentlicht. Er ist bekannt für seinen unglaublichen Sinn für Humor. Ajahn Brahm ist der Überzeugung, dass der buddhistische Weg einer der Freude und des Glücks ist. denn die Kernaussage Buddhas ist, dass er nichts anderes Lehre als dass wir erkennen sollten, dass Leiden zur menschlichen Existenz gehört, aber auch, dass es einen Weg zur Beendigung des Leidens gibt.

In diesem Sinne können wir uns auf einen heiteren Abend mit Tiefgang freuen.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

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8. Januar 2026: Einführung in die buddhistische Meditation

Wir beginnen auch in diesem Jahr wieder um 18:45 Uhr.

Was kann schöner sein als das neue Kalenderjahr mit einer frischen Meditation in geheizten Räumen zu beginnen. Das letzte Jahr ist gelaufen, ändern lässt sich nichts mehr. Deshalb ist es sehr sinnvoll, mit Offenheit, Mitgefühl und Gleichmut all dem zu begegnen, was auf uns zukommen wird.

In der Meditationspraxis üben wir, uns nicht in Gedanken über Vergangenes oder noch nicht Geschehenes zu verwickeln, sondern uns dem Erleben dessen, was gerade von Moment zu Moment geschieht mit Achtsamkeit und Gewahrsein zuzuwenden. Mit der inneren Grundhaltung der Freundlichkeit lauschen wir unseren Körperempfindungen, den Emotionen und all den Sinneseindrücken, die gerade unser Leben ausmachen. Ohne absichtlich in die Muster von Anhaftung und Aversion zu verfallen, nehmen wir Teil am Tanz der Wirklichkeit, in der es nichts Festgefügtes und aus sich selbst heraus Existierendes geben kann. Wie entspannend.

In Form einer geführten Meditation versuchen wir gemeinsam, dem Rat Buddhas, die Dinge so zu sehen, wie sie ihrer Natur nach sind, zu folgen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Jahresplanung

Auch wenn wir in der Meditationspraxis lernen, uns nicht mit Dingen zu beschäftigen, die es noch gar nicht und vielleicht überhaupt nicht gibt, leben wir in der Welt und müssen unsere Zeit planen.

Mittlerweile gibt es im deutschen Sprachraum einige Möglichkeiten, sich phasenweise länger mit der Praxis zu beschäftigen. Wer vorhat, für ein Wochenende, eine Woche oder länger ins Retreat zu gehen, findet hier eine kleine unvollständige Liste zur Inspiration:

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Der Waldteich

„Sei einfach bloß achtsam. Gestatte allen Dingen, den ihnen gemäßen oder natürlichen Verlauf zu nehmen. Dann wird dein Geist stiller und stiller, wo du auch sein magst. Er wird so still wie ein klarer Waldteich. Dann werden alle Arten von großartigen und seltenen Tiere an diesen Teich herankommen, um aus ihm zu trinken. So wirst du die Natur aller Dinge in der Welt verstehen lernen. So wirst du viele wundervolle, sonderbare Dinge kommen und gehen sehen. Aber du wirst still bleiben. Probleme werden entstehen. Aber du wirst sie durchschauen. Dies ist das Glück eines Erwachten.“ 

– Ajahn Chah (1918-1992)

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25. Dezember 2025: Der Meditationsabend fällt aus

Liebe Freundinnen und Freunde der buddhistischen Lehre und Praxis und der Buddhistischen Gruppe Marburg,

das Jahr neigt sich dem Ende zu. Da wird es Zeit, Danke zu sagen für die Teilnahme an unseren Abenden, für die tollen Beiträge und die freundlichen Spenden. So konnten wir den Bestand eines traditionsverbindenden buddhistischen Angebots in Marburg sichern und auch neue Sitzunterlagen finanzieren, die angesichts der steigenden Teilnehmerzahlen nötig wurden.
Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr ebenso gut weitergeht. 

Am 25. Dezember wird der Abend in der Biegenstraße ausfallen.

Wer inspiriert in das Jahr 2026 starten möchte, ist herzlich eingeladen am 1. Januar um 18:45 Uhr in die Biegenstraße zu kommen. Wir werden das neue gemeinsam meditierend begrüßen und uns ohne ein bestimmtes Thema austauschen.

Der nächste Einführungsabend mit einer geführten Meditation wird dann am 8. Januar stattfinden.

Wir wünschen euch allen schöne Feiertage und einen guten Übergang in das neue Jahr!

Für die Buddhistischen Gruppe Marburg 

Birgit und Rüdiger

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Deep Dive Dharma

Das Tibethaus Frankfurt bietet eine interessante Folge von Wochenenden mit Tenzin Peljor, einem deutschen Mönch, an. Aus der Ankündigung:

Deep Dive Dharma – Praxiswochenende – Kostbares Menschenleben (einen Sinn im Leben finden) sowie Tod und Vergänglichkeit

Nächster Termin: von 10.01.2026 10:00 bis 21.06.2026 13:00 | Wiederholung: jeden Monat am 10nd bis 10.06.2026

Wir freuen uns sehr, dass Tenzin Peljor ab Januar 2026 wieder im Tibethaus unterrichten wird. In einer Reihe von sechs intensiven Wochenenden lädt er zu einem echten Deep Dive in den Dharma ein – mit besonderem Fokus auf Praxis und Meditation. Jedes Wochenende widmet sich einem eigenen Schwerpunktthema, das gemeinsam vertieft und unmittelbar erfahrbar gemacht wird. Die Teilnahme ist vor Ort oder online möglich. Die Reihe kann einzeln oder komplett gebucht werden; bei Buchung aller Termine lässt sich – je nach Preiskategorie – bis zu 60 Euro sparen! Die Themen im Überblick: Kostbares Menschenleben und Vergänglichkeit – Sinn finden, Ausrichtung stärken Karma, Samsara, Nirvana und Gleichmut – Gelassenheit und Klarheit entwickeln Die Brahmavihāras – Liebe, Mitgefühl und Freude kultivieren Geistesruhe (Shamatha) – Innere Stabilität als Basis aller Meditation Mitmenschlichkeit – Egozentrismus überwinden, Mitgefühl vertiefen Weisheit und Dekonstruktion – Einsicht in Geist, Gedanken und Ich Folgende Termine sind vorgesehen: 10. und 11.1., 14. und 15.2., 14. und 15.3., 25. und 26.4., 16. und 17.5. sowie 20. und 21.6.2026

Weitere Infos auf der Website der DBU.

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Der Pfad wirkt, wenn wir ihn gehen

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18. Dezember 2025: Über Bodhicitta

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

Nach der Gemeinsamen Meditation gibt es heute einen Input in Form einer Lesung zum Thema Bodhicitta.

Dieser Begriff aus dem Sanskrit wird vor allem im Mahayana Buddhismus verwendet. „Bodhi“ leitet sich vom Wort „Buddha“ ab und bedeutet „erwachen“. Citta steht für Herz und Geist, manche sagen auch Herzgeist, um die innige Verbindung beider zu betonen. Wie es gelingen kann, einen „erwachten Herzgeist“ zu kultivieren, soll heute Abend den Rahmen unseres Gesprächs bilden.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Retreat

Wer sich intensiver mit dem Dhamma/Dharma (der buddhistischen Lehre) beschäftigt, verspürt irgendwann den Wunsch, sich für eine längere Zeit der Meditation zu widmen und die Praxis zu vertiefen. Dann wird es Zeit für eine Phase des Rückzugs, für ein Retreat – alleine zuhause oder in einem buddhistischen Retreatzentrum wie dem Seminarhaus Engl, dem Meditationszentrum Beatenberg oder dem Grünen Baum im Schwarzwald. Dort kann unter kundiger Anleitung intensiv praktiziert werden. Lama Tilmann Lhündrup hat sehr viele Retreats absolviert (darunter mehrere 3-Jahresretreats mit seinem Lehrer Gendün Rinpoche) und angeleitet. Er geht in einem Video der Frage nach, warum wir überhaupt und immer wieder ins Retreat gehen sollten.

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Zukunft

Das junge buddhistische Netzwerk bietet im März 2026 ein Winter-Retreat im Meditationszentrum Metta Vihara an.

Aus der Ankündigung: „Nach dem erfolgreichen Winterretreat zu Beginn des Jahres 2025, bietet das Junge Buddhistische Netzwerk (JBN) im März 2026 erneut ein Winterretreat für junge Menschen bis 35 Jahre an. In Kooperation mit der Gemeinschaft in der Metta Vihara im Allgäu und begleitet von der Meditationslehrerin Romy Schlichting werden wir uns für sieben Tage der buddhistischen Praxis widmen.“

Weitere Infos und Anmeldedaten auf deren Website.

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11. Dezember 2025: Achtsamkeitspraxis im Mahāyāna-Buddhismus

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr.

Um 19:00 Uhr schalten wir uns einem Zoom-Vortrag aus der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg zu. Die Tibetologin und Übersetzerin Dr. Martina Draszczyk wird die Besonderheiten der Achtsamkeitspraxis, wie sie im Mahāyāna-Buddhismus kultiviert wird, erläutern.

Aus der Ankündigung der Buddhistischen Akademie:
„Achtsam zu sein ist eine lebendige Weise, klare und liebevolle Beziehungen zu sich selbst und anderen zu pflegen – und es ist wesentlich, wenn wir Leid verringern und überwinden wollen. Im Westen wurden Buddhas Lehren zur Achtsamkeit meist anhand von Theravāda-Anleitungen vermittelt. Doch auch im Mahāyāna finden sich reiche Quellen dazu, als Weg zu Wachheit, Mitgefühl und Weisheit. Martina Draszczyk wird an diesem Abend vor allem über die Praxis der Achtsamkeit in den Lehrreden zur Vollkommenheit der Weisheit sowie deren Auslegungen im Tibetischen Buddhismus sprechen. Der Abend umfasst auch angeleitete Meditationen und bietet die Möglichkeit zum Austausch.“

Wie an solchen Abenden üblich, werden wir eure heutigen Spenden an die Buddhistische Akademie Berlin Brandenburg weiterleiten. Die Veranstalter selbst bitten um eine Spende von 5-10 Euro, um ihre Angebote aufrechterhalten zu können.

Lama Tilmann Lhündrup hat ein neues kurzes Video veröffentlicht. Darin spricht er über die vielfältigen Aspekte von Dana/Freigiebigkeit.

Den Abend in Marburg beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:15 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Buddha Stiftung

Die Website der „Buddha Stiftung“ wurde reorganisiert und erstrahlt in neuem Glanz. Wer sich über eine Form des pragmatischen säkularen Dhammas informieren möchte, wird dort fündig.

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Nibbāna

Nibbāna ist der Zustand, der absolut, perfekt und völlig frei von allem Anhaften ist. In Nibbāna gibt es kein Festhalten an gut oder schlecht, an ich und mein oder irgendetwas sonst. Wann immer man etwas ergreift und festhält, wird man gebissen. Der Geist wird aufgewühlt, was zu Schmerzen, Leiden und Elend führt. Wenn wir uns gut fühlen, werden wir gebissen. Wenn wir uns schlecht fühlen, werden wir gebissen. Es mag auf verschiedene Weise beißen, aber es ist gleichwohl schmerzhaft, schwierig und qualvoll. Je besser sich etwas anfühlt, desto verführerischer ist es und desto mehr wird an diesem Guten festgehalten. Je stärker man festhält, desto mehr beißt es und desto stärkeres Leiden ist vorhanden. Klammert euch nicht an schlecht oder gut, dann können sie nicht beißen. Jenseits von Gut und Böse wird man nicht gebissen. Die Abwesenheit von allem Beißenden, sei es durch Positivität oder Negativität, heißt im Buddhismus Nibbāna.

– Buddhadasa Bikkhu: Unter dem Bodhibaum – Buddhas ursprüngliche Sicht auf die bedingte Zusammenentstehung, Buddhistische gesellschaft München (Hg.), 2024, S. 71

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4. Dezember 2025: Einführungsabend: Buddhistische Meditationspraxis

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit einer Einführung in die buddhistische Meditationsübung im Sitzen, Gehen und Stehen.

Eingerahmt von kurzen Erläuterungen des besonderen Sinn und Zwecks dieser Praxis, gehen wir die verschiedenen Aspekte der Betrachtung von Atem, Körper, Emotionen und Geist in Form einer geführten Meditation durch.

Der Herbst ist nicht nur eine optisch besonders reizvolle Zeit. Neben den vielen Farbtönungen stellen sich auch die verschiedenen Gefühlstönungen (Vedana) ein in dieser sich jährlich wiederholenden Zeit des Übergangs. Die Prozesshaftigkeit als Natur der Welt und ihrer Bewohner wird uns deutlich vor Augen geführt. Von Moment zu Moment verändern sich die Farbe des Laubs und und die Farbe unseres Lebens und unseres Geistes. In der Meditation versuchen wir, dem inneren Geschehen von Moment zu Moment mit Interesse und Gelassenheit zu folgen. Auf Bewertungen und Kommentare verzichten wir und erhalten so die Chance zu intuitiver Einsicht in die Natur der Phänomene. Der burmesische Meditationslehrer Sayadaw U Tejaniya sagt dazu:
Kurz gefasst geht es bei der Achtsamkeitsmeditation nicht darum, einen laufenden Prozess anzuhalten, sondern darum, die Realität oder die Wahrheit dieses Prozesses zu verstehen. Manche versuchen, die Prozesse zu stoppen oder zu unterbrechen, wenn sie eine Menge an Konzepten bemerken. Weisheit kann so nicht entstehen. Weisheit kann nur dann erscheinen , wenn klar gesehen wird, wie die geistigen Funktionen ihre Jobs machen und wenn lobha (Gier) und dosa (Aversion) nicht dicht dahinter folgen.“ (Ashin Tejaniya: Dhamma überall, Verein Vipassana Publikationen, 2017, S. 114)

In dem Lied „Die Internationale“ heißt es, „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun, uns aus dem Elend (dem Leiden) zu erlösen, können wir nur selber tun.“ Genau dies hat auch der Buddha gelehrt und einen Weg der Selbstbefreiung von den Täuschungen und Illusionen aufgezeigt. Heute Abend versuchen wir, einen Zipfel dieser Erkenntnis zu erwischen. Es wird also wieder spannend.

Der Abend ist für Neulinge ebenso ertragreich wie für bereits Erfahrenere.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein paar Worte zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vorfreudiger Hinweis des Bodhi College

Yuka ist eine sehr versierte Lehrerin. Die Kurse mit ihr sind immer ein Erlebnis.

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Hinweis von Ajahn Brahm

Wenn es kein Selbst gibt, wer meditiert dann, und wer wird erleuchtet?

[…] Das Upanisā-Sutta beschreibt die buddhistische Praxis, mit der Meditation im Zentrum, als einen natürlichen Vorgang, bei dem ein Geisteszustand ein zweites Phänomen verursacht, das wiederum zu einer neuen Erfahrung führt… und das geht so weiter bis zum Ende aller Vorgänge, Nibbāna.

Niemand „macht“ die Meditation. Meditation ist das, was geschieht, wenn der „Macher“ aus dem Weg geht, wobei ein natürlicher Urasache-Wirkung-Prozess in Gang kommt, der Stufe für Stufe weiterläuft bis zur Erleuchtung.

Viele Teile in dieser Kette geistiger Ereignisse sind angenehme Zustände: Freude (pāmojja), Entzücken (pīti) und Glück (sukha). Dadurch wird hervorgehoben, dass die Meditation – nach den Anleitungen des Buddha, im Gegensatz zu denen mancher späterer buddhistischer Lehrer – ein erfreulicher Vorgang ist, voller Ekstase. Wie könnte man das Leiden besser ein für allemal beenden als mit einer Methode, die von einer Glückseligkeit zur anderen führt!

Niemand wird erleuchtet, genauso wenig wie ein Mangobaum eine süße und köstliche Mangofrucht wird. Erleuchtung ist das Ende eines selbstlosen Prozesses, der vom Buddha in diesem Sutta anschaulich beschrieben wird.

Bring die Lawine tiefer und glückseliger Meditationszustände jetzt ins Rollen! Beende deine Verblendung, indem du dieses Buch liest. Geh aus dem Weg und beobachte, wie der Ursache-Wirkungs-Prozess dich abwickelt!

– Ajahn Brahm im Vorwort zu Bikkhu Brahmāli: Abhängiges Entstehen – Abhängige Befreiung, Verlag Beyerlein & Steinschulte, 2014, S. 29 f.

Das Büchlein ist Dhamma-Dāna und kann kostenlos vom Verlag bezogen bzw. heruntergeladen werden. Die Erwägung einer Spende führt definitiv aus dem Bereich der hungrigen Geister heraus.

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27. November 2025: Innere Krisen überwinden

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

An diesem Abend wird Manfred von seinem Weg berichten.
Wie können wir uns mit unserem Leiden, den Ängsten und Sorgen auseinandersetzen? Er wird aufzeigen wie Ego, Geist und Gedanken uns im Griff haben und was wir tun können, um sie zu überwinden. Ist dies überhaupt möglich? Müssen äußere widrige und schwierige Umstände notwendigerweise inneres Leiden verursachen?
Unser Referent wird berichten, wie und wie weit es ihm persönlich gelang, aus dem Zirkel des Leidens auszubrechen und zu einem erfüllten Leben zu finden, inmitten all der schwierigen Umstände, die weiterhin sein Leben begleiten.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Vergangenheit

An einem der letzten Donnerstage standen im Vortrag die Emotionen im Mittelpunkt. Dabei fiel der Begriff „Vedanā“ (Gefühlstönung). 2023 gab es dazu bereits einen Impuls. Der Text steht auf unserer Homepage zur Verfügung.

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Zukunft

Das junge buddhistische Netzwerk bietet im März 2026 ein Winter-Retreat im Meditationszentrum Metta Vihara an.

Aus der Ankündigung: „Nach dem erfolgreichen Winterretreat zu Beginn des Jahres 2025, bietet das Junge Buddhistische Netzwerk (JBN) im März 2026 erneut ein Winterretreat für junge Menschen bis 35 Jahre an. In Kooperation mit der Gemeinschaft in der Metta Vihara im Allgäu und begleitet von der Meditationslehrerin Romy Schlichting werden wir uns für sieben Tage der buddhistischen Praxis widmen.“

Weitere Infos und Anmeldedaten auf deren Website.

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Gegenwart

Die Vertiefung der Praxis kommt auch aus dem Gleichgewicht der spirituellen Fähigkeiten wie Vertrauen, Anstrengung, Achtsamkeit, Sammlung und Weisheit. Wenn eine dieser Eigenschaften aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird Vertiefung verhindert. So müssen wir, zusätzlich zu den Dingen, die ich erwähnt habe, Sorge tragen, dass Weisheit und Vertrauen im richtigen Gleichgewicht sind. Manchmal besteht ein Übermaß an Vertrauen, das dazu führen kann, zu viel über die Lehre zu reflektieren und dadurch zeitweise das klare Beobachten zu vernachlässigen. Zu anderen Zeiten kann zu wenig Vertrauen vorhanden sein, und wir verlieren den Mut. Wir müssen auch darauf achten, dass die Faktoren der Anstrengung und Sammlung ausgeglichen sind. Sind sie es nicht, wird die Praxis behindert. Wann immer man sich durch Überanstrengung verkrampft hat, ist Entspannung angesagt. Ist man zu lasch, braucht es mehr Anstrengung. So geht es um ein dauerndes Ausbalancieren des jeweiligen Ungleichgewichts.

Joseph Goldstein in Fred von Allmen: Die Freiheit entdecken, Norbu Verlag 2016, S. 125

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