17. September 2026: Rechte Rede, Rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb

Ein Plakat der Buddhistischen Gruppe Marburg mit einem lila Lotuspflanze im Hintergrund. Das Thema ist der edle Achtfache Pfad, Teil 2: Angemessenes Sprechen, Handeln und Lebenswerb. Datum: Donnerstag, 17. September 2026, um 19:00 Uhr in der Biegenstraße 20.

Wir beginnen wieder pünktlich um 19:00 Uhr mit der Meditation. Bitte nicht auf den letzten Drücker kommen.
Wer früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen und hat Zeit, in Ruhe anzukommen.

An diesem Abend setzen wir unsere Reihe zu den vier edlen Aufgaben mit den drei Aspekten des edlen Achtfachen Pfads unser Agieren in der Welt betreffend, fort. Im Mittelpunkt steht der Rat Buddhas, in angemessener Weise zu sprechen, zu handeln und unserem Lebenserwerb nachzugehen.

Buddha zeigt auf, welche Folgen angemessenes Tun und welche Folgen unangemessenes für uns und andere hat. Die Vorschläge kommen nicht in Form von Gesetzen oder Geboten daher, deren Nichtbeachtung von übergeordneten Mächten (Staatsgewalt oder ein Gott) bestraft wird.

Im Gegensatz zu theistischen Vorstellungen, in denen ein göttliches Wesen zu allen Bestrafungen, die ein Mensch sich nur ausdenken kann, greift, um Botmäßigkeit zu erzwingen, konfrontiert uns Buddha mit den natürlichen Folgen unseres Denkens und Handelns – Kamma/Karma. Unser Agieren in der Welt hat unmittelbare Folgen für unser Wohlbefinden und für andere. Reden wir schlecht über andere, tratschen wir sinnloses Zeug, wird unser Geist eng und enger. Verhalten wir uns verständnisvoll anderen gegenüber, entspannt sich unser Inneres und Heiterkeit kann sich ausbreiten. Wir sind selbst verantwortlich für unseren inneren Zustand. Ein klares Wort zur rechten Zeit ist damit nicht ausgeschlossen. Dies hilft manchmal mehr als das Zeigen von Verständnis, weil wir unsere Ruhe haben wollen.

Vom Geist geführt die Dinge sind,
Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.
Wenn man da lautern Geistes spricht,
Und lautern Geistes Werke wirkt,
Dann folget einem Freude nach,
Gleichwie der Schatten, der nie weicht.
(Dhammapada)

Wie wir mit Buddhas Ratschlägen tatsächlich umgehen und uns heilsamem Verhalten annähern können, soll heute im Mittelpunkt des Vortrags und des Gesprächs darüber stehen. Natürlich ist Platz für alle anderen Fragen, die man Buddhisten schon immer mal stellen wollte.

Beschließen werden wir den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

Eine grafische Darstellung des Achtfachen Pfades nach Stephen Batchelor, mit einem Rad und den acht Prinzipien: Angemessene Sicht, Angemessene Absicht, Angemessenes Sprechen, Angemessenes Handeln, Angemessener Lebenswerb, Angemessene Achtsamkeit, Angemessene Sammlung und Angemessenes Bemühen.

Vorschlag

Plakat für den 7. Marburger Praxistag der Buddhistischen Gruppe Marburg mit mehreren Buddha-Statuen im Freien, Datum und Informationen zur Veranstaltung.

Einfach anmelden!
Weitere Infos zum Ablauf findet ihr hier.

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Nachschlag

Letzten Donnerstag haben wir die Einführung in die Meditation nachgeholt. Ajahn Sucitto hat in seinem Buch „Kamma und das Ende von Kamma“ verschiedene wunderbare Meditationen vorgestellt. Eine davon haben wir gemeinsam ausprobiert. Wer verhindert war, kann sich das Skript herunterladen, in dem alle sechs Meditationen Ajahn Sucittos zu finden sind. Das gesamte Buch kann über das Kloster Dhammapala in Kandersteg bezogen werden. Auf deren Website kann das Werk und vieles andere kostenlos heruntergeladen werden. Unsere Schweizer Dhammafreundinnen und -freunde stellen dies als Akt des Dana zur Verfügung. Damit sie dies weiterhin tun können, erwägt bitte ebenfalls die Übung der Großzügigkeit in Form einer Spende, wenn ihr dort etwas herunterladet.

Das Skript zum 10. September gibt es: HIER.

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Zuschlag

Befreiung beginnt damit, dass du von dem, womit du beschäftigt bist, einen Schritt zurücktrittst, um dir über deine Wahrnehmungen und Absichten klar zu werden. Wenn du deine Einstellungen, Gedanken und Neigungen aus einem leidenschaftslosen Blickwinkel beobachtest, kannst du deinen Geist in Bahnen lenken, die zu positiven Ergebnissen führen. Für einen gelungenen Start solltest du dich zunächst auf eine ethische Grundhaltung konzentrieren. Diesbezüglich riet der Buddha zum Training in fünf Verhaltensregeln: das Unterlassen des absichtlichen Tötens jeglicher Lebewesen (einschließlich Insekten); das Unterlassen der Aneignung jeglicher Dinge, die einem nicht gegeben wurden; die Enthaltung von nicht-einvernehmlichen sexuellen Handlungen; das Unterlassen unheilsamer Redegewohnheiten, wie z.B. Betrug, Klatsch und Tratsch, Fluchen und sinnloses Geplapper, das unsere eigene Aufmerksamkeit und die anderer Menschen vernebelt; sowie der Verzicht auf die Einnahme von Rauschmitteln, wie z.B. Alkohol und Drogen. Tugendhaftigkeit ist die notwendige Grundvoraussetzung für einen aufrechten, gesammelten Geist. Es geht hierbei um Klarheit und Wohlbefinden – für einen selbst und für die anderen.

– Ajahn Sucitto: Kamma und das Ende von Kamma, Dhammapala Verlag, 2024, S. 33

Eine kunstvolle Darstellung eines Baumes, der eine menschliche Figur umfasst, mit dem Titel "Kamma und das Ende von Kamma" sowie dem Autorennamen Ajahn Sucitto.

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