19. März 2026: Wo, bitte, geht es zur Buddhanatur?

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

Letzten Donnerstag wurden spannende Fragen an unseren Gast Lama Dorje gestellt, die um das Thema Nirvana/Nibbana und Erwachen/Erleuchtung kreisten. Dieses Interesse aufgreifend, schauen wir uns heute Abend gemeinsam einen Videovortrag von Lama Tilmann Lhündrup an:

Wo, bitte, geht es zur Buddhanatur?
Wegweiser von A nach A“

Lama Tilmann zeigt darin den Weg auf, mitsamt all den Fallstricken, Verwirrungen und Umwegen.

Anschließend besteht Gelegenheit, gemeinsam zu reflektieren, an welchem Punkt des Weges wir uns gerade befinden: A oder A oder doch A.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nachlese zum Abend mit Lama Tenzin Dorje

Der Abend war sehr gut besucht. Lama Dorje hat eindrücklich geschildert, unter welchen Bedingungen die Menschen in seinem sehr abgelegenen Dorf Rana in einer Höhe von 4000 Metern leben. Ohne die Unterstützung aus Europa wären die Krankenstation und der Unterricht für die Kinder dort nicht möglich gewesen.

Lama Dorje ist inzwischen wohlbehalten an der nächsten Station seiner Reise angekommen. Er lässt alle herzlich grüßen – sowohl jene, die letzten Donnerstag dabei sein konnten, als auch diejenigen, die verhindert waren. 
Sein besonderer Dank gilt den so großzügigen Spenderinnen und Spendern: An diesem Abend kamen unglaubliche 855 € für sein Krankenhaus- und Schulprojekt in Rana/Zanskar zusammen! Dieses Geld wird dort sehr viel bewirken können. Sadhu Sadhu Sadhu!

Wir bleiben mit Lama Dorje in Kontakt und werden an dieser Stelle immer wieder über den Stand der Dinge in Rana berichten.

Wer ebenfalls zum weiteren Gelingen des Projekts beitragen möchte, findet auf dem Flyer des Unterstützervereins in Konstanz weitere Informationen und die Kontonummer. Der gemeinnützige Verein „First Aid Amchi Center e. V.“ stellt selbstverständlich Spendenquittungen aus und dokumentiert seine Tätigkeit in seinem Jahresbericht.

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„Gewahrsein entwickeln“ mit Lama Tilmann

Am 28. und 29. März 2026 findet das erste Wochenende mit Lama Tilmann im Rahmen der neuen Reihe mit Wochenenden (ca. drei pro Jahr) zum Buch seines Lehrers Gendün Rinpoche „Herzensunterweisungen eines Mahamudrameisters“ in Freiburg statt. Eine gute Gelegenheit, Lama Tilmann persönlich kennenzulernen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Einfach kommen, ist das Motto. Weitere Infos finden sich auf der Homepage des Buddhistischen Zentrums Freiburg. Birgit und Rüdiger haben schon an verschiedenen Wochenenden teilgenommen und stehen für persönliche Infos zur Verfügung.

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Emotionen in Meditation und Alltag

Zwischen Gedanken und Emotionen besteht kein grundsätzlicher Unterschied, beide sind nichts anderes als Bewegungen des Geistes. Emotionen sind Wellen eng aufeinanderfolgender Gedanken. Sie beginnen mit einem einzelnen Gedanken, dem wir große emotionale Bedeutung beimessen und an den wir weitere Gedanken knüpfen, bis diese schließlich alle unsere Überlegungen, Worte und Handlungen beeinflussen und den Geist quasi überfluten. Emotionale Verwicklung ist das Ergebnis von Unwissenheit: Der Geist, der sich selbst nicht erkennt, wird Opfer seines Anhaftens und lässt sich von Emotionen mitreißen. Unfähig, sich von ihnen zu befreien, muss er kämpfen, um die Objekte, die ihn so aufregen, zu bekommen oder abzuwehren. Dabei erschöpft er sich völlig, während er eigentlich entspannt in sich selbst ruhen könnte. Er bräuchte die Emotionen lediglich im Gewahrsein ihrer wahren Natur loszulassen.

Um die wahre Natur der Emotionen zu erkennen, sollten wir unseren Blick direkt im Moment ihres Auftauchens auf sie richten, genauso wie es bereits für Gedanken im Allgemeinen beschrieben wurde. Jedesmal, wenn eine Emotion den Geist aufwühlt, schauen wir direkt in sie hinein und versuchen herauszufinden, ob sie eine Form, Farbe oder irgendein anderes Merkmal besitzt, das ihre konkrete Existenz bezeugen würde. Als Folge des wiederholten Hineinschauens erkennen wir, dass Emotionen in ihrer Essenz nicht fassbar sind. Sie haben keine konkrete Existenz, sondern sind eine flüchtige Erscheinung im Geist, ähnlich wie ein Traum. Die Emotion ist kein „Etwas“, kein Ding – es ist nichts Konkretes zu finden. Das Gewahrwerden der Tatsache, dass nichts zu finden ist, führt zur direkten Erkenntnis der Natur einer jeden Emotion. Sie enthüllt sich als eine illusorische Erscheinung und wird als Ausdruck des unaufhörlich schöpferischen, ursprünglichen Gewahrseins erkannt. Obwohl diese Praxis des direkten Hineinschauens in die Emotionen zunächst nicht leicht ist, sollten wir uns doch darum bemühen.

Gendün Rinpoche: Herzensunterweisungen eines Mahamudra-Meisters. Norbu Verlag, 2017, S. 248 f.

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