20. November 2025:

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).

Im Anschluss an die Meditation gibt es einen Impuls in Form einer kurzen Lesung eines Abschnitts aus Stephen Batchelors Buch „Jenseits des Buddhismus„.

Stephen Batchelor gehört zu den Wegbereitern eines säkularen Ansatzes bei der Betrachtung und Übung des Weges der Befreiung von den quälenden Herzens- und Geisteszuständen, den der Buddha vor ca. 2.500 Jahren aufgezeigt hat.

Aus der Rezension von „Buddhismus aktuell“: „Das über 500 Seiten umfassende Buch geht von einem erfreulich agnostischen Ansatz aus, betreibt eine genaue Analyse der Texte des Pali-Kanons und stellt den historischen Buddha als jemanden dar, der weder an Metaphysik oder Mystizismus noch an der Glorifizierung seiner eigenen Person Interesse hatte. Das Bild, das Batchelor von Buddha zeichnet, ist daher eher nüchtern, und er unterscheidet klar zwischen Historie und Legende. Batchelor bietet eine notwendige säkulare Interpretation von Begriffen wie Leerheit oder Erwachen, holt diese mit Erwartungen überfrachteten Worte ebenso auf die Erde zurück, wie er es auch mit Ausdrücken wie „in den Strom eintreten“ oder den vier „edlen“ Wahrheiten (die er die vierfache Aufgabe nennt) macht. Er spricht überzeugend davon, dass es dem Buddha vor allem um einen grundsätzlichen Perspektivenwechsel ging, um einen sich prozesshaft entwickelnden neuen Blick, nicht um das Erlangen irgendeines mysteriösen Bewusstseinszustandes, der nur Eingeweihten offenbar wird. Entstanden ist so ein sehr weltliches und darum auch sehr wichtiges spirituelles Buch, das den Buddha auf kluge und nachvollziehbare Weise dorthin stellt, wo er hingehört: mitten in die Welt!“

Wir dürfen gespannt sein, welche Erkenntnisse Batchelor in seinem Buch entwickelt und welche Bedeutung dies für unsere Praxis haben könnte.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nachvollziehbar

Letzten Donnerstag standen im Vortrag die Emotionen im Mittelpunkt. dabei fiel der Begriff „Vedanā“. 2023 gab es dazu bereits einen Impuls. Der Text steht auf unserer Homepage zur Verfügung.

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Lesbar

Die Theravada AG in der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) hat ein Werk des australischen Gelehrtenmönchs Shravasti Dhammika übersetzt und herausgegeben: Fußspuren im Staub. Es schildert die Lebensstationen Gotamas vom Leben als Fürstensohn im heutigen Nepal bis zu seinem Erwachen und der langen Zeit seines Lehrens. All dies wird verknüpft mit den entsprechenden Stellen aus dem Palikanon.
Raimund Hopf schreibt in seiner Rezension: „Dhammika versteht es hier meisterhaft, den Buddha sowohl als Menschen wie auch als Erwachten darzustellen und ihn in den konkreten Kontext seiner Zeit einzubetten. Das Buch beleuchtet seine Herkunft aus dem Klan der Sakyā, das Leben in der Gangesebene Indiens, Begegnungen mit verschiedensten Menschen, den Umgang mit Krisen und Machthabern, einen „typischen Tag“ im Leben des Buddha, seine Wanderungen, seine Lehrtätigkeit und seine Schülergemeinschaft. Dabei greift der Autor beständig auf die Quellen des Suttapiṭaka zurück, ohne den Buddha in legendenhafte Erhöhung zu überführen, wie sie uns aus späteren Erzählungen vertraut ist. […] Allen, die sich ernsthaft mit dem frühen Buddhismus und der Lehre des Buddha beschäftigen, möchte ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Durch die historische Einbettung und die anschauliche Darstellung der Orte wird manches Sutta verständlicher – und dadurch für die eigene Praxis heute noch unmittelbarer und lebendiger.“

Das Buch ist auf Spendenbasis zu beziehen über die Theravada AG.

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Fahrbar

Lama Tilmann Lhündrup bietet am 29. und 30. November wieder ein Gewahrseins Wochenende in Freiburg an. Wer Interesse hat, diesen Lehrer einmal persönlich kennenzulernen, ist herzlich zur Mitfahrt eingeladen. Wir fahren am Freitag los, um rechtzeitig am Samstag vormittag vor Ort sein zu können. Es besteht die Möglichkeit, im Buddhistischen Zentrum Freiburg zu übernachten. Dazu bitte direkt dort anmelden. Für den Kurs muss man sich nicht anmelden. Wer noch mitfahren möchte, melde sich bitte an einem der nächsten Donnerstage oder per Email. Ein Platz ist im Auto noch frei.

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Machbar

Wir können kreativ mit unserer Abwehr und Abneigung gegenüber unangenehmen Gefühlen umgehen, wenn wir merken, dass diese Einstellungen in uns selbst entstehen. Wir müssen – zunächst theoretisch – akzeptieren, dass unsere Abwehr und Abneigung nicht die „natürlichste Reaktion der Welt“ auf eine „objektiv beklagenswerte Situation“ ist. Haben wir diesen Schritt getan, können wir durch Übungen in der Meditation und im Alltag gezielt neue Erfahrungen machen, die uns immer vertrauter damit werden lassen, dass Abwehr und Abneigung ebenso wie Habenwollen oder Verbundenheit in uns selbst entstehen. Mitgefühl und Gleichmut bauen die Neigung ab, unangenehme Gefühle abzuwehren. Sie schwächen Abwehr und Ärger, wenn sie bereits da sind. Wenn wir Mitgefühl und Gleichmut fördern, konzentrieren wir uns nicht mehr auf die Auslöser unserer unangenehmen Gefühle, sondern versuchen klug damit umzugehen.

Sylvia Wetzel: Leichter leben – Praktische Meditationen zum Umgang mit Gefühlen, Theseus, 2002, S. 69

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13. November 2025: Über den Umgang mit Emotionen

Wie stets beginnen wir um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und gehen (ca. 20-10-20 Minuten).

Im Anschluss an die Meditation gibt es einen Impuls über den Umgang mit angenehmen und schwierigen Emotionen.

Unsere Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Manches empfinden wir als angenehm, anderes lässt uns eher kalt, während bestimmte Situationen oder Menschen als unangenehm empfunden werden. Vedanā hat Buddha diese Gefühlstönungen genannt. Diese ersten zarten Regungen sind für die meisten von uns normal. Wenn beispielsweise aus einer unangenehmen Tönung Wut, Ärger und Aversion werden, wird es schwierig, denn schnell haben uns diese Emotion im Griff und wir verlieren die Kontrolle über unser Denken und Handeln. Mit der Gefühlstönung „hmmm, angenehm“ kann es ähnlich gehen. Vielleicht entwickelt sich Liebe daraus. Halten wir krampfhaft an dieser Emotion fest (anstatt sie in ihrer Wandelbarkeitkeit zu genießen) wird schnell Klammern und Festhalten daraus. Leiden ist die Folge, die wir uns unweigerlich einhandeln.

Wie ein Umgang mit solchen Emotionen, angenehmen wie schwierigen, aussehen könnte, wenn wir sie mit Achtsamkeit und Gewahrsein begleiten, soll an diesem Abend etwas näher beleuchtet werden.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
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Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Blick zurück

Letzten Donnerstag wurde im Rahmen der Einführung in die Meditation ein Blatt ausgeteilt mit der Übersetzung des Beginns der Satipatthana Sutta und einer Übersicht über die Kontemplationen, die sich als Praxis aus der Lehrrede ergeben. Beides stammt aus Büchern von Bikkhu Anālayo.
Das Blatt steht zum Download zur Verfügung.

Anālayos Übersetzung der Sutta ist seinem Buch „Der direkte Weg – Satipatthana“ entnommen. Die Kontemplationen entstammen dem jüngst erschinenen Werk „Satipatthana-Meditation – Ein Praxisleitfaden“.

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Blick nach vorn

Für unseren Praxistag am Samstag, 15. November 2025 kann man sich noch anmelden. Ein Klick führt zu weiteren Infos.

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Blick noch weiter nach vorn

Lama Tilmann Lhündrup bietet am 29. und 30. November wieder ein Gewahrseins Wochenende in Freiburg an. Wer Interesse hat, diesen Lehrer einmal persönlich kennenzulernen, ist herzlich zur Mitfahrt eingeladen. Wir fahren am Freitag los, um rechtzeitig am Samstag vormittag vor Ort sein zu können. Es besteht die Möglichkeit, im Buddhistischen Zentrum Freiburg zu übernachten. Dazu bitte direkt dort anmelden. Für den Kurs muss man sich nicht anmelden. Wer noch mitfahren möchte – ein Platz ist im Auto noch frei – melde sich bitte an einem der nächsten Donnerstage oder per Email.

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Rundumblick

Achtsamkeit richtet sich nicht nur nach innen. Wenn Sie ruhig und klar genug sind, weiten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Umgebung aus: das Gewirr der ständig dem Ohr präsenten Laute; das selbst durch geschlossene Lider wahrnehmbare Spiel von Licht, Schatten und Farbe; Gerüche, die der Nase zugeweht werden; ein noch am Gaumen haftender Geschmack. Halten Sie bei Ihren täglichen Verrichtungen gelegentlich inne; lassen Sie los von den Sorgen, Phantasien und Plänen, die Sie gerade beschäftigen mögen, und nehmen Sie die sinnliche Unmittelbarkeit des Augenblicks in sich auf: das tiefe Rumpeln eines Lastwagens, durchschnitten vom erschreckten Zetern einer Amsel.

Meditieren heißt nicht den Geist leer machen und die Dinge in tranceartigem Stupor anglotzen. Nichts von Bedeutung wird sich je zeigen, wenn man irgendeinen Gegenstand nur leeren Blicks anstarrt, wie lange auch immer. Meditieren heißt, mit höchster Sensibilität jedem Farbschimmer nachzuspüren, jeder Lautfolge, jeder Berührung durch die Hand eines anderen, jedem stockenden Wort, das zu sagen versucht, was nicht zu sagen ist.

– Stephen Batchelor: Buddhismus für Ungläubige, Fischer, 2003, S. 79 f.

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6. November 2025: Geführte Meditation

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit einer angeleiteten Meditation im Sitzen und Gehen. Ergänzend gibt es Hinweise zu Hintergrund und Technik buddhistischer Meditationsübungen.

Ergänzt wird die Übung, bei der wir angeleitet die einzelnen Teile der Vipassanameditation durchgehen, von ein paar „theoretischen“ Inputs zum Wie und Warum buddhistischer Praxis.

Grundlagen sind die Anapanasati Sutta und die Satipatthana Sutta, in denen Buddha die von ihm gepflegte Art der Meditation erläuterte.

Dr. Analayo Bikkhu, ein deutscher Mönchsgelehrter, sagt, dass es bei der Übung von Achtsamkeit und Gewahrsein darum ginge, „jegliche Situation mit einer ausgeglichenen Haltung ‚zu begleiten‘ und achtsam in ihr gegenwärtig zu sein.“ Wie wir uns dem annähern können und wie daraus ein blühendes Leben und die Überwindung inneren Leidens ermöglicht werden kann, soll Gegenstand des Abends sein.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Bewusst lesen I

Letzten Donnerstag ging es um Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung. In dem sich an Sabines inspirierenden Vortrag anschließenden lebhaften Gespräch ging es auch um die Frage einer möglichen Wiedergeburt nach dem physischen Tod und der Bedeutung von Nahtoderfahrungen. Wie versprochen, dazu den Artikel von Prof. Dr. Dieter Vaitl, Gründer und ehem. Direktor des Hirnforschungsinstituts „Bender Institute of Neuroimaging“ in Gießen. Auf der Website der Herder Korrespondenz kann er nachgelesen werden.
Auch Dr. Karl Heinz Brodbeck hat in der Zeitschrift Ursache/Wirkung etwas Interessantes dazu veröffentlicht: „Gibt es mich im nächsten Leben?“

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Bewusst lesen II

Der englische Dzogchen Lehrer James Low hat gerade ein neues Buch im Wandel Verlag veröffentlicht: DAS IST ES!

Aus der Verlagsseite: Die sechs verschiedenen Teile dieses Buches bieten jeweils wichtige Einblicke in das buddhistische Verständnis davon, wie wir uns aus den Situationen befreien können, in denen wir gefangen sind. Das Buch bietet vielfältige Ressourcen für das Studium und die Praxis, darunter detaillierte Analysen von Phänomenen, Tragödien blinder Arroganz, die durch Tantra transformiert werden, und das Erwachen in der direkten Gegenwart des Dzogchen.

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Bewusst anmelden

Wer mal wieder etwas tiefer in die Meditation einsteigen möchte, hat dazu am Samstag, 15. November Gelegenheit. Dann wird es unseren 6. Praxistag geben. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung per Email, damit wir Raum und Verpflegung gut planen können. Nähere Infos hier.

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Bewusst fahren

Lama Tilmann Lhündrup bietet am 29. und 30. November wieder ein Gewahrseins Wochenende in Freiburg an. Wer Interesse hat, diesen Lehrer einmal persönlich kennenzulernen, ist herzlich zur Mitfahrt eingeladen. Wir fahren am Freitag los, um rechtzeitig am Samstag vormittag vor Ort sein zu können. Es besteht die Möglichkeit, im Buddhistischen Zentrum Freiburg zu übernachten. Dazu bitte direkt dort anmelden. Für den Kurs muss man sich nicht anmelden. Wer noch mitfahren möchte, melde sich bitte an einem der nächsten Donnerstage oder per Email.

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Bewusst sein

Wenn aber die Bewusstheit als nackt und frisch beschrieben wird, dann bedeutet das, dass sie ohne jede Parteilichkeit ist. Unparteilichkeit, Gleichmut bedeuten zu akzeptieren, dass was immer kommt, kommt. Das bedeutet daher, einen Weg zu finden, das, was da ist zu erfahren, ohne darauf zu reagieren. Die Reaktion auf ein Erstehen ist ein anderes Erstehen. Wenn aber die Reaktion sich anfühlt wie wir selbst, wenn wir das Gefühl haben, wir müssen es tun, dann betreten wir jenen Pfad der Verwirrung, der darin besteht, etwas Bewegliches als Basis für unsere wahre Identität zu nehmen. Es bleibt uns dann nichts anderes übrig, als zu versuchen, diese zu stabilisieren.
[…] So lange wir in Impulsen und Reaktionen befangen bleiben, haben wir keine Freiheit. Wir können wählen, etwas zu tun, insbesondere wenn es in Beziehung zu anderen nützlich erscheint, das ist sehr verschieden von der Unvermeidlichkeit, die mit der Empfindung eines Impulses, dass wir es tun müssen, einhergeht. Das ist die Freiheit, nach der wir Ausschau halten.

– James Low: Zuhause im Spiel der Wirklichkeit, edition khordong im Wandel Verlag, 2013, S. 121 f.

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30. Oktober 2025: Über Karma

Wir beginnen um 18:45 Uhr mit einer Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20 – 10 – 20 Min.).

An die Meditation schließt sich ein Impulsvortrag an zum Thema

„Kamma/Karma“

Das Wort Karma (Sanskrit) oder Kamma (Pali) taucht in den unterschiedlichsten Zusammenhängen auf. Begründet liegt es in der brahmanischen Religion des vorbuddhistischen Indiens und bedeutet so etwas wie Handlung, Wirkung, Tat oder das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Karma besagt, dass jede Handlung, die ein Mensch ausführt, kurzfristige oder langfristige Folgen für diesen nach sich zieht. Der Buddha hat dazu eine Antwort entwickelt und fügte das Karma-Prinzip, inklusive der Vorstellung einer möglichen Wiedergeburt in seine Lehre, in der anatta (Nichtselbst) eine zentrale Rolle spielt, ein.

An diesem Abend wollen wir versuchen, etwas Licht ins Karma zu bringen. Sicher scheint, dass Gotama (Buddha) wohl recht hatte, als er laut dem Dhammapada sagte:

Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet: 
Kommt aus getrübtem Geist dein Wort und dein Betragen, 
So folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen. 
Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet: 
Entspringen reinem Geist dein Wort und deine Taten, 
folgt das Glück dir nach, unfehlbar wie dein Schatten.

Auch im Westen wurde sich schon immer darüber die Frage gestellt. Sprüche wie, „Jeder ist seines Glückes Schmied“ sind sicherlich Einigen bekannt.

Inwieweit kann uns dieser Gedanke in der heutigen Gesellschaft beeinflussen?  
Wie können wir mit unserem persönlichen Schicksal umgehen?  
Welche Handlungen führen zu einem positiven Karma?

Es wird sicher ein spannender karmageladener Abend werden.

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Karma entwickeln

Der einigen von uns bereits bekannte und geschätzte Meditationslehrer Raimund Hopf (Mitbegründer des „Buddha Talks“ und der Hilfsorganisation „Mitgefühl in Aktion“) hält am Freitag, 6. 11. 2025 um 19:00 Uhr im Buddhistischen Stadtzentrum Hamburg einen Vortrag mit anschließendem Übungstag. Thema ist „Heilsames entwickeln in unheilsamen Zeiten – Buddhistische Tugenden für den Alltag“, was sehr gut zu unserem nächsten Thema passt. Eine Onlineteilnahme ist für Vortrag und Übungstag möglich.
Aus mitfühlenden Kreisen haben wir erfahren, dass Raimund gerne einmal für ein Wochenende nach Marburg käme, um einen Kurs zu leiten. Wir werden mit ihm sprechen und schauen, was geht. Vorfreude ist erlaubt.

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Karma kultivieren

In der edition steinrich ist jetzt die Übersetzung eines Buches von Bikkhu Anālayo, Satipatthāna-Meditationen – Ein Praxisleitfaden, erschienen. Es handelt sich um eine gute Ergänzung seiner sehr gründlichen Darstellung der Satipatthāna Sutta, weil es sich hier weniger um die – ebenso wichtige – Theorie dreht, sondern Anleitungen für unsere Praxis bietet – Schritt für Schritt durch alle vier Aspekte der Achtsamkeit. Das Buch scheint das Zeug zum Klassiker zu haben. Die deutsche Übersetzung besorgte die Vipassanalehrerin Yuka Nakamura.

Aus der Verlagsseite: „Das Satipatthana-Sutta ist eine der bekanntesten Lehrreden des Buddha über die vier Verankerungen oder Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit – Körper, Gefühle, Geist und Dharmas. Es ist jedoch gar nicht so einfach, es als Grundlage der eigenen Meditations- und Achtsamkeitspraxis zu nehmen und diese kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der renommierte Mönchsgelehrte und Autor zahlreicher Bücher über Meditation und den frühen Buddhismus Bhikkhu Analayo hat sich viele Jahre lang eingehend mit diesen grundlegenden Lehren des Buddha beschäftigt und bereits zwei eher wissenschaftlich-theoretische Bücher zu dieser Lehrrede veröffentlicht.

In seinem neuen Buch wechselt er die Perspektive und spricht als weiser, mitfühlender Meditationslehrer. Er fasst diese Lehre des Buddha als einen stufenweisen Pfad, hilfreich für alle, die Achtsamkeit mehr in ihr Leben integrieren möchten. Dank der bemerkenswerten Breite seines Wissens und der Tiefe seiner Praxis werden die befreienden Lehren des Buddha mit großer Klarheit erhellt und machen diesen Leitfaden zu einem unentbehrlichen Werkzeug der eigenen Meditationspraxis.“

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Karma erkennen

„Nisargadatta Maharaj […]: ‚Nach innen blicken und sehen, dass ich nichts bin, ist Weisheit. Nach außen blicken und sehen, dass ich alles bin, ist Liebe. Mein Leben kreist zwischen beiden.‘ Weisheit und Erbarmen: die beiden Flügel des Dharma.

Zu erkennen, dass ich nichts bin (besser wohl: nicht etwas), bedeutet, frei zu werden, weil es innen nicht länger ein unsicheres Selbst gibt, dass sich nie sicher genug fühlen kann. Zu erkennen, dass ich alles bin, ruft tatkräftiges Mitgefühl oder Erbarmen für andere hervor, die nicht wirklich getrennt von mir sind. Gelebte Weisheit ist Liebe. Gewöhnlich nehmen wir an, spirituelle Befreiung und ein Verantwortungsgefühl für das, was in der Welt geschieht, wären verschiedene Dinge, doch Nisargadatta zeigt sie als die beiden Seiten ein und derselben Münze.“

 – David R. Loy: Erleuchtung Evolution Ethik – Ein neuer buddhistischer Pfad, edition steinrich, 2015, S.87

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Karma verbessern

Eine gute Gelegenheit, heilsame Ursachen für heilsame Wirkungen zu schaffen, ist wie immer unser gemeinsamer Praxistag, an dem wir einen Tag lang (na gut, nicht ganz: von 9:30 bis 17:30) Achtsamkeit und Gewahrsein kultivieren. Inzwischen hat sich Andrea wieder bereiterklärt, ihre kulinarischen Kenntnisse in den Dienst unseres Pfades zum Erwachens zu stellen. Das Mittagessen ist nunmehr gesichert. Jet zt kommt es nur noch auf euch an.
Anmeldung per Email oder persönlich an einem der nächsten Donnerstage.

Weitere Infos auf unserer entsprechenden Seite. Dort finden sich auch stets Aktualisierungen.

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23. Oktober 2025: Übertragungslinien der Befreiung

Wir beginnen diesmal um 18:30 Uhr mit einer Meditation im Sitzen und Gehen.

An diesem Abend werden wir uns via Zoom mit dem Meditationszentrum „Kalyana Mitta“ (Pali für „spiritueller Freund“) in Basel verbinden. Dort hält Fred von Allmen, ein Schweizer Vipassana Lehrer, einen interessanten Vortrag, der gut zu unserem Motto, die buddhistische Traditionslinien nicht als trennend sondern als einander ergänzend zu betrachten, passen dürfte:
Von Buddha bis zu uns: Übertragungslinien der Befreiung.

Damit wir zuvor noch Zeit für die Praxis haben, wäre es gut, wenn ihr diesmal bereits um 18:30 Uhr kommen könntet. Wer es nicht schafft, „schleicht“ sich bitte leise rein.

Es besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.
Da Lehrerinnen und Lehrer wie Fred und viele andere von unseren Zuwendungen leben, bitten wir diesmal um eine Spende. Was sich am Ende im Spendenschweinchen befindet, werden wir ihm dann zukommen lassen. Danke für eure praktizierte Großzügigkeit.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Nachschlag

Gioia hat im Rahmen ihres Vortrags am letzten Donnerstag einen kurzen Text bezüglich der Themen, die wir laut Buddha häufig reflektieren sollten, ausgeteilt. Er findet sich hier.

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Vorschlag

Das Meditationszentrum Beatenberg hat uns sein Programmheft 2026 zugeschickt. Es liegt ab sofort in der Biegenstraße aus. Wir bitten um freundliche Beachtung.
Spoiler: Das Programm ist wieder sehr vielfältig und inspirierend.

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Ratschlag

Dass mit einer rein theoretischen Methode das Erwachen nicht erlangt werden kann, ist ein sich wiederholendes Thema in den Lehrreden. Die Zeit mit geistreichen Überlegungen zum Dhamma zu verbringen und dadurch die praktische Übung zu vernachlässigen, würde eindeutig das Missfallen des Buddha erregen. Ihm zufolge kann jemand , der sich so verhält, nicht als Praktizierender des Dhamma betrachtet werden, sondern zählt lediglich als jemand, der sich im Denken verfangen hat.
Bikkhu Anālayo: Der direkte Weg: Satipatthāna, Verlag Beyerlein & Steinschulte, 2010, S. 133

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Erinnerung

Am Samstag, 15. November findet endlich unser 6. Marburger Praxistag statt. Dieser Tag, der meditativen Übung gewidmet, bietet die Gelegenheit, etwas tiefer in die Praxis einzusteigen und zu erleben, was mit einem in Achtsamkeit und Gewahrsein ruhenden Geist sicht- und spürbar wird. Den Tagesablauf haben wir hier abgelegt. Anmeldungen sind ab sofort möglich: Per Email (info(at)metta.de) oder direkt an einem der nächsten Donnerstage in der Biegenstraße.
Die bereits versandte Einladung kann online eingesehen werden.

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16. Oktober 2025: Alltagspraxis

Beginn: 18:45 Uhr

Meditation im Sitzen und Gehen – manchmal auch im Stehen. (ca. 20 – 10 – 20 Minuten)

Vortrag und Gespräch

In unseren Austauschgesprächen wird immer wieder deutlich, dass es vielen schwerfällt, eine tägliche Meditationspraxis zu etablieren. Im gefüllten Alltag eine Lücke für das Sitzen zu finden, ist nicht immer einfach. Für all jene, die das gut kennen, gibt es eine freudige Nachricht: Neben der Entwicklung innerer Sammlung (samatha) ist die Praxis der Einsicht (vipassanā) ebenso wichtig auf dem Weg zu mehr Frieden, Freiheit und Freude. Und diese Einsicht lässt sich fast überall und jederzeit üben – beim Spazieren, Trainieren, Putzen, Autofahren und sogar, so der Buddha, wenn das Haus voller Kinder ist.

Zum Reflektieren und Kontemplieren braucht es nur einen wachen, neugierigen Geist und den Willen, die Wirklichkeit so kennenzulernen, wie sie ist. Um uns dieser Praxis zu nähern, wollen wir uns an diesem Donnerstag vier der fünf Dinge anschauen, über die man, so rät der Buddha, häufig reflektieren sollte: Altern, Krankheit, Tod und Vergänglichkeit.

Das mag auf den ersten Blick etwas düster klingen, doch hoffentlich werden wir erkennen, wie viel Licht diese Reflexion in unser Leben bringen kann – sei es durch die resultierende Weisheit allein oder durch die geweckte Motivation, achtsam und wachsam zu leben. Denn:

Es wird wieder reichlich Gelegenheit geben, über das Thema und die eigenen Erfahrungen mit der Meditation, schöne wie auch schwierige, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Selbst oder Nicht-Selbst

Der Vortrag der letzten Woche beruhte auf einem Text Fred von Allmens. Wer sich noch einmal in Ruhe mit Mana – Dünkel oder dem vergleichenden Geist beschäftigen möchte, findet Freds Vortrag auf seiner Homepage. Fred, wie auch die meisten anderen Lehrerinnen und Lehrer leben vollständig von unserer Großzügigkeit, dana. Deshalb sollte beim Herunterladen eine Spende erwogen werden. Nur so kann das Prinzip, dass buddhistische Unterweisungen kostenlos angeboten werden, aufrechterhalten werden. Alles dazu Notwendige findet sich hier.

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Nicht-Selbst ist Sicherheit

Wir sollten diese Themen Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Nicht-Selbstheit nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind nicht nur Geschichten für alte Leute oder Worte, die rezitiert werden, wenn jemand stirbt. Es handelt sich hier um Themen, die wir alle aufgreifen und in unserem täglichen Leben anwenden müssen. Jeder, der im Stande ist, sein oder ihr Verständnis von Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Nicht-Selbstheit anzuwenden, um mit seinem Leben klarzukommen, besitzt den ultimativen Antikörper. Für so jemanden können sich Sinnesobjekte nicht in Gift verwandeln. So jemand besitzt Sicherheit (khema). Beachtet, dass der Buddha nicht das Wort „glücklich“ gebraucht hat, denn dieses Wort kann uns in die Irre führen oder sogar täuschen. „Sicher“ ist gut genug. Es bedeutet frei und friedvoll zu sein.
– Buddhadasa Bikkhu: Kernholz des Bodhibaums – Suññatā verstehen und leben, Buddhistische Gesellschaft München (Hg.), 2017, S. 120

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9. Oktober 2025: Mana – Der vergleichende Geist

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten). Vielleicht mit ein paar kleinen Impulsen das Thema des Abends betreffend.

An diesem Donnerstag wird es wieder einmal einen klassischen Vortrag zu einem buddhistischen Kernthema geben:
„Mana“, der vergleichende Geist.

Das Paliwort „Mana“ wird oft mit Dünkel oder Einbildung übersetzt. Auf der Suche nach Bestätigung und Abgrenzung agiert unser Geist auf sonderbare Weise. Er vergleicht sich mit anderen und stellt dabei selbst(?)bewusst fest, genauso gut, besser oder schlechter zu sein. In welche Richtung es geht, spielt für das „Selbst“ keine entscheidende Rolle. Meist fühlt es sich gut an, sich überlegen zu fühlen oder wenigstens für gleichwertig („kann ich doch auch“). Aber auch der Eindruck nicht mithalten zu können, kann zur Selbstbestätigung benutzt werden („das habe ich doch gar nicht nötig…“). Die Techniken und Hintergründe des vergleichenden Geists sollen heute Abend etwas genauer beleuchtet werden.

Natürlich besteht wieder reichlich Gelegenheit über die Impulse zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden stets kostenlos, auch wenn wir uns über eine kleine Spende für neue Sitzkissen etc. freuen.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Zukunft

Wir sind im Herbst angekommen, die Zeit, in der viele Retreathäuser und Meditationszentren ihre neuen Jahresprogramme bekanntgeben. So geschehen bereits beim Seminarhaus Engl in Niederbayern. Das Programm für 2026 ist jetzt online und Anmeldungen können ab sofort getätigt werden.

Auch das Meditationszentrum Beatenberg (Schweiz/Berner Oberland) hat eine Programmvorschau bereitgestellt. Anmeldungen sind ab 21. Oktober möglich.

Beide Häuser können von Herzen empfohlen werden. Die Programme sind vielfältig und nicht an nur eine Tradition gebunden.

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Vergangenheit

Obwohl sich Stephen Batchelor in seinem neu erschienenen Buch „Buddha, Socrates, and us – Ethical Living in Uncertain Times“ mit zwei Denkern und Pragmatikern beschäftigt, die räumlich getrennt, aber nahezu zeitgleich im 5. Jhdt vor Beginn unserer Zeitrechnung gelebt haben, steht er damit mitten in der Gegenwart. Stephen lebt schließlich in der Jetztzeit und überlegt in seinem Werk, wie heute ein blühendes Leben auf ethischer Grundlage gelebt werden kann. Da haben die Beiden uns auch heutzutage noch einiges zu sagen. Das Buch gibt es bislang nur in der englischen Originalfassung – im Onlinehandel ist es gerade für 15,99 € im Angebot – wird aber sicher über kurz oder lang auch in deutscher Sprache erscheinen. Die erste Lektüre ist auf jeden Fall sehr anregend und erhellend. Ein Exemplar befindet sich bereits in unserer Bibliotheksliste.

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Gegenwart

Prüfe regelmässig die Einstellung im meditierenden Geist. Wir sind uns sowohl des Guten wie auch des Schlechten gewahr und betrachten beides. Meditation bedeutet zu akzeptieren, was immer entsteht, ob „gut“ oder „schlecht“, und es auf entspannte Weise zu beobachten.

Ist es Meditation, wenn es uns nach etwas verlangt, das uns gut erscheint, oder wenn wir etwas ablehnen, das wir als schlecht erachten? 

Es ist nicht richtige Praxis, wenn wir versuchen, die Art von Erfahrung zu erschaffen, die wir möchten. Wir versuchen, das was geschieht so zu verstehen und zu beobachten, wie es ist.

Wenn der Geist müde und elend ist, ist etwas in unserer Praxis unausgeglichen oder es fehlt etwas. Es wird schwierig zu meditieren, wenn sich der Geist angespannt oder beengt anfühlt. Prüfe, wie du meditierst, wenn du merkst, dass dein Geist oder dein Körper müde wird. Ist die richtigeEinstellung im Geist anwesend?

Der meditierende Geist ist entspannt und friedvoll. Nur mit einem leichten und freien Geist ist es möglich zu meditieren.

Was macht der Geist? Welche Arbeit macht er? Ist er in Gedanken verloren? Ist er gewahr?

Versuche nicht, den denkenden Geist als Fehler zu sehen – du versuchst nicht, das Denken anzuhalten. Stattdessen versuchst du, Denken zu erkennen, wenn Denken da ist.

[…] Wenn das Beobachten mit der richtigen Einstellung geschieht, dann ist jedes Objekt das richtige Objekt.

– Sayadaw U Tejaniya: Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heissen, Verein Vipassana Publikationen (Hg.), 2017, S. 66 f.

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Übrigens: Du kannst den Newsletter auch online lesen.

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2. Oktober 2025: Geführte Meditation

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit einer angeleiteten Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten). Ergänzend gibt es Hinweise zu Hintergrund und Technik buddhistischer Meditationsübungen.

Was ist eigentlich gemeint mit „Achtsamkeit“, dem Begriff, der gerade so inflationär benutzt wird?
Nyanaponika Mahathera (1901-1994), ein in Hanau geborener Mönch der Theravada Tradition, sagt dazu:

„Reines Beobachten ist das klare unabgelenkte Beobachten dessen, was im Augenblick der jeweils gegenwärtigen Erfahrung (einer äußeren oder inneren) wirklich vor sich geht. Es ist die unmittelbare Anschauung der eigenen körperlichen und geistigen  Daseinsvorgänge, soweit sie in den Spiegel unserer Aufmerksamkeit fallen. Dieses Beobachten gilt als ‚rein‘, weil sich der Beobachter dem Objekt gegenüber rein aufnehmend verhält, ohne mit dem Gefühl, dem Willen oder Denken bewertend Stellung zu nehmen und ohne durch Handeln auf das Objekt einzuwirken.“ (Nyanaponika: Geistestraining durch Achtsamkeit, Beyerlein & Steinschulte, 7. Aufl. 2007, S. 26)

Buddhistische Meditation ist also keine Wellnessübung, sondern eine Praxis des genauen Hinschauens, die jede Erfahrung ohne Vor- und Nach-Urteile zur Kenntnis nimmt, solange sie andauert. So entsteht im Laufe der Zeit die intuitive Einsicht in die Natur der Dinge, die Herz und Geist von den Täuschungen befreien kann. Ein Versuch lohnt sich also! Vielleicht wird sogar mehr daraus.

Natürlich besteht wieder reichlich Gelegenheit über die Praxis zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden stets kostenlos, auch wenn wir uns über eine kleine Spende für neue Sitzkissen etc. freuen.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Bewusst anmelden

Wer mal wieder etwas tiefer in die Meditation einsteigen möchte, hat dazu am Samstag, 15. November Gelegenheit. Dann wird es unseren 6. Praxistag geben. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, damit wir Raum und Verpflegung gut planen können. Eine gesonderte Einladung wird in Bälde versandt.

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Bewusst lesen I

Die neue Ausgabe von „Buddhismus aktuell“ ist gerade erschienen. Einige Beiträge stehen auch online zur Verfügung und können hier angesehen werden.

Bei Interesse können das aktuelle Heft und auch ältere Ausgaben bei uns ausgeliehen werden. Einfach rechtzeitig vor einem Donnerstag Bescheid sagen. Email genügt.

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Bewusst lesen II

Die Liste der ausleihbaren Bücher ist endlich mal wieder aktualisiert worden und kann hier eingesehen werden.

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Bewusst sein

Wenn aber die Bewusstheit als nackt und frisch beschrieben wird, dann bedeutet das, dass sie ohne jede Parteilichkeit ist. Unparteilichkeit, Gleichmut bedeuten zu akzeptieren, dass was immer kommt, kommt. Das bedeutet daher, einen Weg zu finden, das, was da ist zu erfahren, ohne darauf zu reagieren. Die Reaktion auf ein Erstehen ist ein anderes Erstehen. Wenn aber die Reaktion sich anfühlt wie wir selbst, wenn wir das Gefühl haben, wir müssen es tun, dann betreten wir jenen Pfad der Verwirrung, der darin besteht, etwas Bewegliches als Basis für unsere wahre Identität zu nehmen. Es bleibt uns dann nichts anderes übrig, als zu versuchen, diese zu stabilisieren.
[…] So lange wir in Impulsen und Reaktionen befangen bleiben, haben wir keine Freiheit. Wir können wählen, etwas zu tun, insbesondere wenn es in Beziehung zu anderen nützlich erscheint, das ist sehr verschieden von der Unvermeidlichkeit, die mit der Empfindung eines Impulses, dass wir es tun müssen, einhergeht. Das ist die Freiheit, nach der wir Ausschau halten.

– James Low: Zuhause im Spiel der Wirklichkeit, edition khordong im Wandel Verlag, 2013, S. 121 f.

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Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

25. September 2025: Ladakh – Dem Himmel so nah

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten).

An diesem Donnerstag gibt es anstelle der Erörterung eines buddhistischen Themas einen Reisebericht aus einem buddhistischen Land. Drei von uns waren im Sommer in Ladakh (im Nordwesten Indiens). Die Reise wurde von Lama Samten organisiert und geführt. Sabine wird von ihren Eindrücken und Begegnungen berichten und dies mit wunderschönen Fotos untermalen.

Ladakh das „Land der hohen Pässe“ ist mit seinen Bergen, tiefen Schluchten, Mondlandschaften und  grünen Oasen eine faszinierende Landschaft. Die vielen buddhistischen Klöster liegen malerisch auf Hügeln und sind reich an kulturellen Schätzen. Die Herzlichkeit der Bewohner ist spürbar und die alten tibetisch-buddhistischen Traditionen werden im Alltag gelebt. 

Die Reise führt durch das Industal mit seinen schönen Klöstern, bis zum Aryan Valley und über den zweithöchsten Pass der Welt, den Khardung-La Pass, bis ins Nubratal. Dort sind Sanddünen zu finden, Kamele und Pferde laufen über den Weg. In Zanskar ist es noch ursprünglicher. Die Klöster sind sehr alt und in Höhlen gebaut. Auf dem Landweg den Himalaya herunter zu fahren bis  Manali und weiter nach Dharamsala, dem Wohnsitz des Dalai Lamas, ist eine lange und abenteuerliche Fahrt auf Schotterpisten.

Auch Agra mit dem Weltkulturerbe Taj Mahal war einen Besuch wert, auch wenn der Monsun seine Regenschauer jeden Tag über das Land fallen ließ. 

Natürlich besteht wieder reichlich Gelegenheit über das Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nachlese I

Nachdem wir in der letzten Woche eine, zugegeben, kurze Einführung in die Metta Meditation gegeben haben, sei an dieser Stelle auf einen Vortrag Fred von Allmens hingewiesen, der auf der Homepage der Zeitschrift „Buddhismus aktuell“ nachzulesen ist. Er befasst sich mit den Brahmaviharas, den erhabenen befreienden Geistes- und Herzenszuständen. Der Vortrag hat den Titel „Mitfühlender Gleichmut – Befreiende Gelassenheit“. Ein entspannter Klick führt zu ihm.

Viele weitere Vorträge Freds (Audio und Text) finden sich auf seiner Website.

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Nachlese II

Vorschläge für die Metta Sätze und die Metta Sutta stehen zum Download bereit. Auf dem Blatt finden sich auch Literaturhinweise zur Vertiefung der Praxis.

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18. September 2025: Metta-Meditation

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Minuten).

Diesmal wird es eine Mischung aus Impulsen und geführter Meditation geben. Vorstellen wollen wir die „Metta-Bhavana“. Metta gehört zu den vier unermesslichen Geisteshaltungen oder Brahmaviharas (Freundlichkeit, Mitgefühl, Mitfreude, Gleichmut), die sehr zentral für die buddhistische Praxis der Befreiung von den quälenden Herzens- und Geisteszuständen sind.

„Die Metta Karaniya Sutta ist ein sehr alter Text aus dem Pali – Kanon mit sehr eigener Sichtweise. Buddha sagt darin: Es gibt keine bessere Achtsamkeit als diese. Der Weg zu Metta ist der Weg zum Erwachen. Das ist revolutionär, besonders im Vergleich mit den Traditionen, die – vor allem Theravada – die Weisheit (pañña) in den Vordergrund stellen. Ich verwende das Wort Erwachen (engl.: awakening) als Alternative zu Erleuchtung (engl.: enlightenment ). Dieses Wort kam im westlichen Denken im 18. Jahrhundert auf. Buddha sprach nicht darüber, sondern über Erwachen – die Alternative zum Schlafwandeln. Er sagt: Wach auf zu den drei Facetten der Existenz: Unbeständigkeit (anicca), Schmerz (dukkha) und Nicht-Ich (anatta). Und das kann Metta bewirken.
Metta bedeutet nicht ‚Liebende Güte‘ , sondern Freundlichkeit, grenzenlose Freundlichkeit gegenüber allen Dingen. Buddha verlangt von uns nicht, jedermann zu lieben, sondern zu jedermann freundlich und respektvoll zu sein, sich selbst eingeschlossen. Das ist für die meisten Menschen im Westen eine große Aufgabe, weil wir uns selbst das Leben so schwer machen.“
(John Peacock)

Dem Pragmatiker Buddha folgend, werden wir den Schwerpunkt auf die Praxis der Metta Bhavana (bhavana = kultivieren) legen und einmal in Ruhe und mit Präzision erspüren, was diese Übung bei uns auslöst. Selbstverständlich ist auch diese Praxis eine, die nicht auf das Meditationskissen beschränkt bleiben sollte. Denn allein durch philosophische Erörterungen (und sie sind immer wieder wichtig) werden wir dem „Erwachen“ nicht näher kommen, dies gelingt nur durch unsere Praxis auf dem Kissen und im Alltag.

Natürlich besteht wieder reichlich Gelegenheit über das Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden wie stets kostenlos.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Nachfragen

Anlässlich eines Treffens einiger unserer Lehrerinnen und Lehrer im Meditationszentrum Beatenberg im Berner Oberland wurden diese gefragt, worum es im Buddhismus eigentlich geht. Herausgekommen sind sehr vielfältige persönliche Aussagen darüber, warum sie sich so sehr dieser Praxis widmen. Neben den Antworten gibt es auch noch einige Filmaufnahmen der traumhaft winterlichen Landschaft um das Zentrum herum. Sehr inspirierend!
Hier geht es zum Film.

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Nachspüren

Perfekt

Du kannst es nicht perfekt machen. 
Das Leben hat die Angewohnheit, 
aufzutauchen und dich an die Vergänglichkeit zu erinnern.

Sei gnädig beim Loslassen, 
beim Aufgeben dieses perfekten Traums. 
Lass dich sanft in die Realität zurückgleiten, 
wie sie wirklich ist und in den beständigen Wandel, 
der geschieht, was immer wir tun.

Stell deine Füße wieder auf den Boden
und lass dich mit der Drehung der Erde treiben. 
Es gibt keine Perfektion außer diesem Tanz 
mit all seinen Farben, 
und nichts zu tun, außer das Leben zu leben 
und jeden Moment loszulassen.

Aus Rachel Holstead: These are not my words (eigene Übersetzung)

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Nachlegen

Dank der freundlichen Spende einiger nicht mehr benötigter Sitzkissen durch das Marburger Shambhala Zentrum und der Bestellung eines Satzes neuer Unterlagen (dank der freundlichen Spenden unserer Teilnehmer:innen) können wir hoffentlich schon in dieser Woche wieder allen einen guten Sitz anbieten. Das war in der letzten Zeit ja nicht immer möglich. Danke für eure Geduld und dass ihr euch so zahlreich mit uns auf die Dharma-Forschungsreise begebt!

Sadhu sadhu sadhu!
(in Burma übliche Redewendung (Pali): wohlgetan wohlgetan wohlgetan!)

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