Terminabfrage für den 4. Praxistag im Juni 2024

Liebe Freundinnen und Freunde der buddhistischen Meditationspraxis,

es wird wieder einmal Zeit, einen Tag der gemeinsamen Meditationspraxis zu widmen.

Diese Tage stärken die eigene Praxis, weil sie ein tieferes Eintauchen in die Meditation ermöglichen und fördern zugleich das Gefühl der Gemeinschaft (Sangha). Eine gute Gelegenheit, sich mal wieder zu sehen, denn viele von uns sind stark in Beruf oder Studium eingebunden und konnten nicht so oft donnerstags vorbeischauen.

Um einen für möglichst viele möglichen Termin zu finden, kreuzt bitte die für euch passenden unten an, wenn ihr teilnehmen möchtet.

Der Ablauf des Tages (voraussichtlich 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr) wird sich an den vorherigen Praxistagen orientieren, Vorschläge zur Verbesserung sind herzlich willkommen.

Wir werden wieder am Morgen mit einer kleinen Phase der inneren Ausrichtung beginnen und dann bis zum Nachmittag Meditation im Sitzen und Gehen praktizieren.

Es wird eine Mittagspause und einen sich daran anschließenden kleinen Inspirationsteil geben, bevor es mit der Praxis im Sitzen und Gehen weitergeht.

Anmeldungen wie immer via Email. Es ist auch eine halbtägliche Teilnahme möglich (Ein- bzw. Ausstieg in der Mittagspause), auch wenn es für die Atmosphäre und das Gefühl des gemeinsamen Praktizierens besser wäre, wenn die Gruppe über den Tag ein hohes Maß an Stabilität behält.

Der Tag findet wie immer im edlen Schweigen statt.

Diese Termine stehen zur Auswahl:

Weitere Details folgen, wenn der Termin steht.

An der Umfrage kannst du auch auf unserer Homepage teilnehmen, falls die Einbettung der Umfrage in deinem Mailprogramm nicht funktionieren sollte.

Beste Grüße voller Vorfreude
Birgit und Rüdiger

PS: Auf unserer Hompage (Buddha hier und da) finden sich gerade interessante Hinweise auf ein Retreat für junge Leute (16-28) mit Shifu Simplicity und Tenzin Peljor sowie eine Buddhismus Ausstellung im Übersee Museum Bremen. Ein oder zwei Blicke könnten sich lohnen.

11. April 2024: Mit negativen Gedanken und Gefühlen umgehen

Einladung zur Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

Lesung und Gespräch:
Mingyur Rinpoche: Mit negativen Gefühlen und Gedanken umgehen.
Meditierende Menschen denken oft, dass Gefühle, Gedanken und Emotionen in der Meditation nichts zu suchen haben und man sie aus dem Bewusstsein verbannen müsse, um ein guter Meditierender zu sein.
Diese Ansicht beruht auf einem Irrtum, wie Mingyur Rinpoche in seinem Buch „Buddha und die Wissenschaft vom Glück“ darlegt. Nicht nur, aber vor allem negative Gedanken können Lehrmeisterinnen sein, wenn wir sie nicht bekämpfen, sondern genau anschauen und erspüren, was sie uns sagen wollen.
Entlang des Rates des 9. Karmapas Wangchug Dorje „Was für Gedanken auch aufsteigen, versuche nicht, ihnen Einhalt zu gebieten“, zeigt Mingyur Rinpoche einen Weg auf, mit Gedanken und Emotionen heilsam umzugehen, seien sie angenehm, neutral oder unangenehm.
Der Abend wird sicherlich viel mit unserem Leben und unseren Erfahrungen in der Meditation zu tun haben.

Der 9. Karmapa (1556-1603)

Austausch über das Thema des Abends, Buddhismus, Meditation und alles, was gerade Geist und Herz bewegen mag.

Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes.

Ende: gegen 21:00 Uhr.

Im Anschluss besteht wieder Gelegenheit zu Plausch, Austausch und Gemeinschaft im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

4. April 2024: Einführung in die buddhistische Meditationspraxis

Wir wollen diese Lehren in die Praxis umsetzen,
sonst sind wir wie Kranke, die nur medizinische Texte lesen. 

(Śantideva)

Die Lehren sind unendlich tiefgründig und reich – und doch geht es immer um das unmittelbare Hier und Jetzt. Was zählt, ist, dass wir das Gehörte, das Gelesene, das Gelernte auch wirklich umsetzen. Śantideva rät uns, so zu praktizieren als wäre unser Haar in Flammen: mit großer Dringlichkeit – und auch zu praktizieren wie ein Elefant, der sich, von Hitze und Staub geplagt, in einen kühlen See wirft: voller Enthusiasmus.
Was immer aber unser Weg, unsere Praxis und unsere Verwirklichung sein mögen; von Bedeutung werden sie dann, wenn sie nicht nur für uns selbst befreiend sind, sondern auch hilfreich für unsere Welt. Wenn wir lernen, alle anderen so wichtig zu nehmen wie uns selbst, dann wird die Praxis unser Leben verändern und für unsere Mitwelt nützlich sein. – Fred von Allmen: Buddhismus. Theseus, 2007, S. 332

Buddhistische Praxis hat das Potenzial, uns von inneren Leiden zu befreien. Diese Praxis üben wir formell auf dem Meditationskissen oder in der Geh- und Stehmeditation. Wenn sich diese Übung des achtsamen Gewahrseins, nicht auch in ganz alltäglichen Handlungen widerspiegelt, stimmt etwas nicht. Vielleicht fehlt die Inspiration für regelmäßiges Üben, vielleicht halten wir uns nicht an die grundlegenden Anleitungen, vielleicht brauchen wir einfach etwas mehr Zeit. Nach dem vielbeschworenen „inneren Frieden“ zu streben und den Rest der brennenden Mitwelt als Störfaktor auf dem Weg zu betrachten, hat der historische Buddha gerade nicht gelehrt. Aktives Mitgefühl war für ihn eine zentraler Bestandteil seiner Empfehlungen.

Für wie dringlich er die Praxis gehalten haben muss, drückt sich in der Adittapariyaya Sutta, der „Feuerlehrrede“ aus:

Alles steht in Flammen. Welches Alles steht in Flammen? Das Auge ist entflammt. Formen stehen in Flammen. Das Sehbewusstsein ist entflammt. Kontakt mit dem Auge ist flammend. Und alles, was in Abhängigkeit von der Berührung des Auges entsteht – ob als Freude, Schmerz oder weder Freude noch Schmerz erlebt – ist ebenfalls entflammt. Entflammt wovon? Entflammt durch das Feuer der Leidenschaft, das Feuer der Abneigung, das Feuer der Verblendung.
Immer wieder genau hinzuschauen und zu spüren, wie wir reagieren, mit welcher inneren Haltung wir beispielsweise auf Menschen oder Situationen zugehen oder auch den Kontakt vermeiden, trainieren wir in der Meditation.

Wie an jedem ersten Donnerstag wird es heute um die Grundlagen dieser Meditationspraxis gehen, es sollte aber auch Raum geben für ein Gespräch darüber, wie wir diese in unser tägliches Leben integrieren können.

Beginn ist wie immer um 18:45 Uhr.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Im Anschluss besteht Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße.

Literaturtipps für beginnende und bereits erfahrene Meditierer:innen finden sich auf unserer Homepage. Der Bestand unserer Dharmabibliothek kann ebenfalls dort eingesehen werden.

28. März 2024: Mit dem Geist arbeiten

Einladung zur Meditation:

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten).
  • Lesung und Gespräch:
    Mit dem Geist arbeiten – Tenga Rinpoches Empfehlung kann nicht oft genug wiederholt werden, ist dies doch der Ort, an dem unsere Erfahrungen verarbeitet werden. Wir sind in der Lage, aus der gleichen Situation eine Hölle oder den Himmel zu machen. Unseren Geist und seine Muster genau zu betrachten und zu verstehen, kann also eine enorme Wirkung haben. Auch in welche Richtung wir ihn trainieren und konditionieren, wirkt sich auf die Qualität unserer Welt aus.
    Wir lesen heute einen Text von Tenga Rinpoche, einem tibetischen Meditationslehrer, zu diesem Thema und werden gemeinsam überlegen, wie ein heilsamer Umgang mit unseren unterschiedlichen Geisteszuständen aussehen könnte.
  • Austausch über das Thema des Abends, Buddhismus, Meditation und alles, was gerade Geist und Herz bewegen mag.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes
  • Ende: gegen 21:00 Uhr.
  • Im Anschluss besteht wieder Gelegenheit zu Plausch, Austausch und Gemeinschaft, diesmal im „Early“ in der Oberstadt.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

21. März 2024: „Den Dämonen Nahrung geben“ von Lama Tsültrim Allione

Einladung zu Meditation und Vortrag:

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten).
  • Vortrag: Eine Amerikanerin im tibetischen Buddhismus. Wir stellen Lama Tsültrim Allione vor und zeigen ein kurzes Video, in dem sie kurz über ihren buddhistischen Werdegang spricht. Außerdem wird es um ihr Buch „Den Dämonen Nahrung geben“ gehen.
    Tsültrim Allione leitet eine Reihe von Meditationszentren und hat das „Tara Mandala“ aufgebaut, in dem der weibliche Aspekt der buddhistischen Lehren eine sehr große Rolle spielt. Sie zählt zu den Lehrerinnen, die einerseits klassische Übungen des Vajrayana vermitteln und andererseits sehr modern auf die Bedürfnisse von Praktizierenden der heutigen Zeit eingehen. Dies einfühlsam zu verbinden, gehört zu ihren großen Verdiensten.
    Auch zu den Missbrauchsfällen durch spirituelle Lehrer und Linienhalter, die in einigen Gemeinschaften bekannt wurden, hat sie eine klare Haltung bezogen.
  • Austausch über das Thema des Abends, Buddhismus, Meditation und alles, was gerade Geist und Herz bewegen mag.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes
  • Ende: gegen 21:00 Uhr.
  • Im Anschluss besteht wieder Gelegenheit zu Plausch, Austausch und Gemeinschaft im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

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Letzten Donnerstag hatten wir den Themenschwerpunkt Karuna (Mitgefühl). Ein paar Gedanken dazu können wieder zum Nachlesen heruntergeladen werden. Klar ist, dass Karuna eigentlich nicht gelesen, sondern geübt und kontempliert werden sollte. Dr. Thathagata empfielt mindestens ein Dosis täglich.

14. März: Karuna – Mitgefühl

Einladung zur Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten).
  • Vortrag und Übung: Karuna – Mitgefühl
    Im Laufe der letzten Wochen haben wir uns bereits mit zwei der Brahmaviharas, den vier unermesslichen Geisteshaltungen beschäftigt. Nach Metta und Upekkha soll es heute um das Entwickeln von Karuna, Mitgefühl, gehen. Wie auch schon bei Metta, oft übersetzt mit liebender Güte, eigentlich unbedingte Freundlichkeit, geht es hier nicht um romantische Gefühle, sondern um das Erkennen des eigenen Leidens und das der anderen und einen daraus folgenden mitfühlenden Umgang mit uns und anderen.
    Man könnte auch wieder sagen, dass der Buddha, Dr. Thathagata, uns eine Universalmedizin in die Hand gibt, die es uns ermöglicht, unser Leben angstfreier, mitfühlender und unabhängiger zu führen. Zum Wohle unserer selbst und aller Wesen, die uns umgeben.
    Die Dharmalehrerin Tara Brach hat dafür das bekannte RAIN-Prinzip (Recognize – Accept – Investigate – Non-Reaction) etwas angepasst. Sie spricht in ihrem Buch „Radical Compassion“ (leider ist es noch nicht auf Deutsch erschienen) von „Erkennen – Erlauben – Untersuchen – Nähren“. Ein eine leichte Verschiebung der Nuancen, die in diesem Zusammenhang, Karuna, durchaus sinnvoll erscheint.
    Über die Möglichkeiten dieser Medizin und ihre transformierende Kraft, bei regelmäßiger Anwendung, soll es heute gehen.
    Wir werden uns im Rahmen des Vortrags eine kleine Dosis KarunaForte genehmigen.
    Da es um eine grundlegende Übung geht, dürfte der Abend wie immer für erfahrenere Übende und für Neueinsteiger gleichermaßen geeignet und ertragreich werden.
    „Mögen alle Wesen glücklich sein und frei von inneren und äußeren Leiden und den Ursachen des Leidens sein.“ Das sagt sich leicht mal so dahin. So unpraktisch ist es allerdings nicht vom Buddha gemeint. Das steht auch nicht auf dem Beipackzettel.
    Denn Mitgefühl ist nicht nur eine Sache des Gefühls, sondern eine aktive Einstellung, die nicht tatenlos bleiben will, kann und sollte.
  • Austausch über das Thema des Abends, Buddhismus, Meditation und alles, was gerade Geist und Herz bewegen mag.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes
  • Ende: gegen 21:00 Uhr.
  • Im Anschluss besteht wieder Gelegenheit zu Plausch, Austausch und Gemeinschaft im „Early“ in der Oberstadt.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

Am 18. Februar haben wir uns mit einer Lehrrede (Buddhas Rat an den Laien Sigalaka) aus dem Palikanon beschäftigt und deren vielfältige Bedeutung, durchaus kontrovers, diskutiert. Den von Birgit vorgelesenen Text könnt ihr nun herunterladen.

Gedanken über Metta“ (zum Metta-Abend am 15. Februar 2024) mit einigen Zitaten berühmter Meditierer und einer Übersetzung der Metta-Sutta nach Thich Nhat Hanh sowie Śantidevas Bodhisattva-Versprechen liegen zum Download bereit, können aber auch in ausgedruckter Form donnerstags nach der Meditation mitgenommen werden.

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Für die mittelfristige Planung sei noch einmal daran erinnert, dass sich am Montag, 18. März, um 19:00 Uhr unsere Studiengruppe erstmalig zu einem inhaltlichen Termin trifft. Wir haben uns vorgenommen, die Seiten 9-35 (Die Einleitung) im „Herzinfarkt-Sutra“ von Khenpo Karl Brunnhölzl zu studieren, um an diesem Abend darüber zu sprechen.
Wer noch einsteigen möchte, kann dies gerne tun. Bitte meldet euch dann vorher bei uns (persönlich oder per Email, info@metta.de) an, damit wir den Raum entsprechend vorbeireiten können. Bitte nicht auf „antworten“ klicken, dann landet die Nachricht im Kommentarkasten.

Informationen zum Stand der Diskussion, zu Terminen und Themen der Sitzungen findet ihr zukünftig auf unserer Homepage unter der Rubrik „Studiengruppe“.

Wie der Zufall es will, findet zu unserem Studienobjekt im Buddhistischen Zentrum Freiburg ein Wochenendkurs mit Shabdrung Rinpoche zum Herz-Sutra statt. Termin: Freitag, 19. bis Samstag, 20. April 2024.
Es besteht wohl am Donnerstag zuvor eine Mitfahrgelegenheit ab Marburg. Bei Bedarf können die Feinheiten der Reise im Gespräch geklärt werden.

7. März: Heiter und gelassen in einer sich wandelnden Welt

Einführung in die Grundlagen buddhistischer Meditationspraxis

Programm für den 7. März 2024:

Beginn: 18:45 Uhr

  • Wie immer am ersten Donnerstag eines Monats findet heute die Einführung in die Praxis der buddhistischen Meditation in Form einer angeleiteten Meditation statt. Neben Erläuterungen zur inneren und äußeren Haltung wird die Praxis im Sitzen und Gehen vorgestellt und geübt. Hinweise auf die möglichen Früchte dieser Übungen runden das Programm ab.
    Die Erfahrung unseres Lebens zeigt, dass die Welt ständig im Fluss ist und sich beständig verändert. Ukiyo-e, fließende Welt, ist ein japanischer Begriff für dieses Erleben. Wie also können wir innerhalb dieser Tumulte unsere Heiterkeit und Gelassenheit bewahren, um handlungsfähig zu bleiben und angemessene und somit heilsame Formen des Umgangs mit Mensch, Natur und Gesellschaft zu finden, die nicht auf Vorteil und Profit aus sind. Vielleicht gibt dieser Abend ein paar Hinweise auf die Möglichkeiten, die ein entspannter Geist haben kann.
    Erfahrene und Unerfahrene profitieren gleichermaßen davon.
  • Austausch über Buddhismus, Meditation und alles, was gerade Geist und Herz bewegen mag.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes
  • Ende: gegen 21:00 Uhr.
  • Im Anschluss besteht noch Gelegenheit zu Plausch und Austausch im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

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Hinweis:

Unsere Studiengruppe hat sich zum ersten Mal getroffen und entschieden, mit dem Buch „Das Herzinfarktsutra – Ein neuer Kommentar zum Herz-Sutra“ von Karl Brunnhölzl zu beginnen. Besprechen wollen wir zunächst die Seiten 9-35.

Der nächste Termin ist Montag, der 18. März 2024 um 19:00 Uhr bei Birgit im Gemeinschaftsraum. Interessenten können jederzeit dazustoßen. Meldet euch dann bitte kurz einmal per Email (info(at)metta.de) an, damit wir den Raum passend machen können.

29. Februar 2024: Buddhanatur

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten)
  • Lesung und Gespräch:
    Im Grunde genommen, meine Damen und Herren, ist dies die wirklich gute Nachricht, wenn wir sie so nennen dürfen: Wir sind intrinsisch Buddha und wir sind intrinsisch gut. Ohne Ausnahme und ohne die Notwendigkeit analytischer Studien können wir sagen, dass wir automatisch Buddha in uns haben. Das ist bekannt als Buddha-Natur oder Bodhichitta, das Herz des Buddha.“ Chögyam Trungpa: The Heart of the Buddha, Boston, 1999, S. 3
    Der tibetische Lehrer Chögyam Trungpa (1939-1987) erläutert in seinem Buch „Das Herz des Buddha“ die, aus seiner Sicht, Kernanliegen und -aussagen der buddhistischen Lehre. Wie alle Vertreter der tibetischen Tradition geht er von der Buddhanatur aller Wesen aus. Auf dieser Basis führt er aus, was es mit dem erwachten Herzgeist, dem achtfachen Pfad und der Egolosigkeit auf sich hat. Dies macht er manchmal auf eine semantisch ungewöhnliche Weise, die dem  Leser einen neuen Zugang ermöglichen könnte. Im englischen beschreibt er Egolosigkeit folgendermaßen: „Egolessness means less ‚maniac-ness‘.“ (S. 4) Da stellt sich die Frage, ob die Übersetzung mit „Verrücktheit“ den Nagel auf den Kopf trifft.
    Wir werden uns heute ein kurzes einführendes Kapitel anschauen und darüber diskutieren.
  • Austausch über das Thema des Abends und alle Fragen über Buddhismus und Meditation, die sich ergeben.
  • Kurze Abschlussmeditation mit Wertschätzung und Widmung des Verdienstes

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Ende wird wie immer gegen 21:00 Uhr sein.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

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Zum Plausch und weiteren Austausch treffen wir uns anschließend im „Early“ in der Oberstadt.

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Am 18. Februar haben wir uns mit einer Lehrrede (Buddhas Rat an den Laien Sigalaka) aus dem Palikanon beschäftigt und deren vielfältige Bedeutung, durchaus kontrovers, diskutiert. Den von Birgit vorgelesenen Text könnt ihr nun herunterladen.

Gedanken über Metta“ (zum Metta-Abend am 15. Februar 2024) mit einigen Zitaten berühmter Meditierer und einer Übersetzung der Metta-Sutta nach Thich Nhat Hanh sowie Śantidevas Bodhisattva-Versprechen liegen zum Download bereit, können aber auch in ausgedruckter Form donnerstags nach der Meditation mitgenommen werden.

22. Februar 2024: Buddhas Rat an Sigala

Eine Lehrrede aus dem Palikanon

22. Februar 2024: Der Buddha sprach nicht nur für Mönche und Nonnen – Sigala Sutta (DN31)

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten)
  • Lesung und DiskussionDer Rat des Buddha an Sigala – Eine Lehrrede aus dem Palikanon

    Der Buddha hat bis zu seinem Tod unermüdlich Unterweisungen gegeben und Gespräche geführt. Viele davon richteten sich an die Mönchs- und Nonnengemeinschaft. Daraus den Schluss zu ziehen, dass Dhammapraxis nur etwas für Ordinierte sei, ist sicherlich nicht sinnvoll. Es gibt einen großen Korb an Lehrreden, die er für Laien gehalten hat. Immer wieder finden wir auch den Hinweis, dass die Person nach der Unterweisung durch Buddha sofortiges Erwachen erlebte. 

    An diesem Abend soll es um genau eine solche Lehrrede gehen. Sigala, eine „ganz normale Person“ seiner Zeit, wahrscheinlich ein Praktizierender des Brahmanismus, bat Gotama um eine Praxisanleitung, die er natürlich umgehend erhielt.
    Wir werden uns die Lehrrede (DN31) aus dem Digha Nikaya (der Sammlung der längeren Lehrreden) gemeinsam anschauen und überlegen, was die Empfehlungen Buddhas für uns im 21. Jahrhundert bedeuten könnten.

    Die Sprache, in der die Reden aus dem Palikanon ins Deutsche übersetzt wurden, mutet heute oft antiquiert an. Häufig spiegelt sich der Zeitgeist des frühen 20. Jahrhunderts darin wider. Dies gilt es bei der Lektüre zu bedenken. Die Worte des Buddha sind über Jahrhunderte memoriert und mündlich weitergeben worden, bevor sie in Pali übersetzt verschriftlicht wurden. Dass sich dabei immer wieder Veränderungen eingeschlichen haben, ist nachvollziehbar und geradezu unvermeidlich. Gleichwohl haben sie sehr oft ihre Zeitlosigkeit nicht verloren. Wie und in welcher Sprache er tatsächlich gesprochen hat, ist nicht überliefert. Seine Sprache aus dem heutigen Nepal ist längst untergegangen.
    Es wird also spannend sein, zu überprüfen, wie gültig die Ratschläge eines Wanderpredigers aus dem 6. bis 5. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung heute noch sein können. Wir haben bereits eine Vermutung… Aber lassen wir sie auf uns wirken…
    Literaturtipp: Wer sich mit den Lehrreden für Laien näher beschäftigen möchte, findet in der verdienstvollen Zusammenstellung von Fritz Schäfer jede Menge Material. Es sind beeindruckende 1.861(!) Seiten zusammengekommen.
    Fritz Schäfer: Der Buddha sprach nicht nur für Mönche und Nonnen: Die ganze Lehre erstmals nur nach seinen Reden für Nichtasketen. Werner Kristkeitz Verlag
  • Austausch über das Thema des Abends und alle Fragen über Buddhismus und Meditation, die sich ergeben.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Ende wird wie immer gegen 21:00 Uhr sein.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

Zum Plausch und weiteren Austausch treffen wir uns anschließend im „Shamdan“ in der Weidenhäuserstraße.

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Gedanken über Metta“ (zum Metta-Abend am 15. Februar 2024) mit einigen Zitaten bekannter Meditierer und einer Übersetzung der Metta-Sutta nach Thich Nhat Hanh sowie Śantidevas Bodhisattva-Versprechen liegen zum Download bereit, können aber auch in ausgedruckter Form donnerstags nach der Meditation mitgenommen werden.

Dr. Gotama empfielt:
Einmal täglich MegaMetta üben!

15. Februar 2024: Metta Meditation

Beginn: 18:45 Uhr

  • Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20/10/20 Minuten)
  • Vortrag und ÜbungMetta Meditation – Sanfte Freundlichkeit

    „Auf dem Boden von Freundlichkeit
    Erwächst die bemerkenswerte Blüte des Mitgefühls,
    Gewässert von Tränen der Freude
    Und geborgen in dem kühlen Schatten des Baumes der Gelassenheit.“
     
    Longchenpa (ca. 1308-1363), Lehrer der tibetischen Nyingma Tradition.

    Metta wird oft mit „liebender Güte“ übersetzt. Andere, wie John Peacock (Bodhi College) bevorzugen „sanfte Freundlichkeit“. Im Kern geht es tatsächlich nicht um romantische Liebe, wie wir sie kennen. Wenn von „grenzenloser Liebe“ die Rede ist, stellt sich uns oft schnell die Frage, wie es möglich sein soll, alles und jeden gleichermaßen zu lieben. Daran kann man ja auch geradezu nur scheitern. Deshalb ist es vielleicht sinnvoll, Metta auf ein tragfähiges Maß zu bringen. Etymologisch ist das Wort „metta“ mit Freundlichkeit verbunden.

    In der Metta Meditation versuchen wir, eine vorbehaltlose Freundlichkeit zu entwickeln: für uns und andere, nah oder fern. Dies hat transformative Kraft, weil wir dabei unserer innewohnenden Freundlichkeit begegnen, wie auch den Widerständen, die uns zurückzucken lassen, wenn es um weniger angenehme Personen geht. Mit einer freundlichen Haltung uns selbst gegenüber erkennen wir unsere Grenzen und können probieren, sie sanft durchlässiger zu machen.

    Traleg Kyabgon (1955-2012) schreibt: 
    Die Vier Unermesslichen sind speziell dafür ausgelegt, die Art von Gefühlen, Emotionen und Gedanken hervorzurufen, die sich positiv auf unseren Charakter auswirken. Viele unserer Handlungen sind nicht hilfreich und selbstzerstörerisch, weil sie direkt aus unseren ungeprüften egozentrischen Einstellungen stammen. Das Meditieren über die Vier Unermesslichen bietet die Gelegenheit, uns neu zu orientieren und unsere begrenzten, egoistischen, selbstbezogenen Seinszustände zu überwinden. Sie wirken auch unserer unbewussten Tendenz entgegen, unsere selbstsüchtigen Handlungen über den Verstand zu erklären, denn selbst unsere altruistischen Handlungen sind oft von Egoismus durchsetzt.“ (Leuchtend klare Glückseligkeit, S. 117)
    Wir werden dies an diesem Abend nicht nur theoretisch angehen, sondern praktisch auszuprobieren.
    Uns in Freundlichkeit, Zuneigung und Liebe ohne Anhaftungen, Erwartungen und Besitzdenken zu üben, scheint sinnvoll. Rainer Maria Rilke meinte dazu:
    „Wir müssen in Liebe nur das üben: einander gehen lassen. Zum Festhalten kommt man leicht; wir müssen es nicht üben.“

    Der Abend könnte sich also lohnen, wenn wir uns selbst wieder ein Stückchen näher kennenlernen wollen.
  • Austausch über das Thema des Abends und alle Fragen über Buddhismus und Meditation, die sich ergeben.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Ende wird wie immer gegen 21:00 Uhr sein.

Material zum Thema des Abends: „Die Brahmaviharas – Gedanken über Metta“ liegen zum Download bereit, können aber auch donnerstags nach der Meditation in gedruckter Form mitgenommen werden.

Bereits um 17:30 Uhr (s.t.) besteht Gelegenheit, ein Stunde im ruhigen Verweilen zu praktizieren.

Zum Plausch und weiteren Austausch treffen wir uns anschließend im „Early“ in der Oberstadt.

Metta Meditation macht meditierende Menschen munter!