1. Oktober 2026: Geführte Meditation – nicht gleich, nicht eben noch: Jetzt fließt unser Leben

Nicht gleich, nicht eben noch: Jetzt fließt unser Leben

Wir beginnen wieder pünktlich um 19:00 Uhr mit der Meditation. Bitte nicht auf den letzten Drücker kommen.
Wer früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen und hat Zeit, in Ruhe anzukommen.

Der Weg des Buddhas zur Befreiung von inneren Leiden führt über den edlen Achtfachen Pfad. Ein Aspekt ist die umfängliche Achtsamkeit. Angewandte Achtsamkeit kann nur im augenblicklich gelebten Moment stattfinden. Der vergangene verweigert sich dem Zugriff der Aufmerksamkeit. Der zukünftige kann sich noch nicht einmal verweigern, weil er noch gar nicht existiert. Mehr als „JETZT“ gibt es nicht. Und selbst dieses ominöse Jetzt ist ein äußerst fragiler Zeitgenosse. Kaum fassbar, ist es nur ein Teil des natürlichen Prozesses dessen, was wir „Sein“ nennen. Deshalb geht es in der buddhistischen Meditationspraxis auch gar nicht, wie oft und gerne behauptet wird, um das „im Hier und Jetzt sein“. Das „Hier und Jetzt“ lässt sich so wenig greifen wie das Gestern und Morgen. Zu versuchen, sich darin einzurichten, kann nicht gelingen und führt nur zu weiteren Aktionen des Anhaftens oder der Aversion. Wenn wir jedoch den Prozess des sich ständig verändernden Erlebens mit Achtsamkeit und Gewahrsein begleiten, haben wir die Chance, die Natur der Erscheinungen und unseres Geistes immer deutlicher und beständiger zu erkennen und zu begreifen.

Mit der Achtsamkeit auf den Atem und dem Gewahrsein der geistigen und körperlichen Erscheinungen wollen wir heute mit Anleitung dieser Prozesshaftigkeit auf die Spur kommen.

Vorkenntnisse sind dafür weder erforderlich noch hinderlich. Neueinsteiger, Interessierte und erfahrenere Praktizierinnen und Praktizierer sind gleichermaßen willkommen. Gerade diese Mischung macht unsere Abende so fruchtbar für alle.

Im Anschluss an die Meditation besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über unsere Erfahrungen mit dieser Praxis sowie die vorgestellten Gedanken dazu.

Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.

Was lesen?

Die Ausgabe 4|2026 von „Buddhismus aktuell„, der Zeitschrift der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) ist soeben erschienen. Den Schwerpunkt bildet diesmal das Thema „Übergänge„. Zu den Autorinnen und Autoren gehören diesmal u. a.: Ajahn Chah, Ayya Phalanyani, Shifu Simplicity und Wilfried Reuter. Hineinschnuppern könnt ihr auch online, einige Artikel stehen auch auf der Website.

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Wo sitzen?

Metta-Meditationsretreat

Mit Irene Bumbacher & Fred von Allmen
im Landguet Ried, Niederwangen bei Bern vom 14. – 18. Oktober 2026

Liebevolle Güte – mitfühlende Verbundenheit

Durch die systematische Praxis der Metta-Meditation (liebevolle Güte) entfalten wir die uns innewohnenden Kräfte der Liebe und des Mitgefühls, und wir kultivieren eine altruistische Motivation zum Wohle allen Lebens. Auf diese Weise entwickeln wir eine Haltung von Offenheit, Wohlwollen und Respekt in der Beziehung zu uns selbst und zu allen Lebewesen. Je stärker wir uns in dieser Herzensoffenheit verankern, desto tiefer und unmittelbarer fühlen wir uns mit dem Leben in uns und um uns herum verbunden, und wir wünschen uns, in Harmonie damit zu leben.
Mit Ausnahme von Vorträgen, Anleitungen und Gesprächen mit den Lehrenden verläuft dieses Retreat im Schweigen (siehe auch das Zitat am Ende dieser Einladung zur Meditation), was auch den vollständigen Verzicht auf die Benützung aller elektronischen Kommunikationsgeräte beinhaltet.

Die Kursteilnahme setzt keine Identifikation mit buddhistischen Ideen oder Grundsätzen voraus. Wesentlich ist hingegen das Interesse an einer konsequenten Meditationspraxis. Da diese kontinuierliche Praxis im Schweigen anspruchsvoll sein kann, erfordert sie eine gewisse innere Stabilität und körperliche und psychische Gesundheit.

Weitere Informationen: Hier

Anmeldung: Hier

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Wie bemühen?

Jeder Aspekt des Edlen Achtfachen Pfades ist nützlich, um uns zu einer Reflexion und Prüfung der Annahmen zu ermutigen, innerhalb welcher wir für gewöhnlich existieren. Statt die Dinge für selbstverständlich zu halten, lernen wir sie zu hinterfragen. Da gibt es zum Beispiel die rechte Ausdauer oder die rechte Bemühung: Den eigenen Geist einer Aufgabe in einer disziplinierten Weise zuzuwenden. Geschieht dies jedoch auf eine verkehrte Weise, so wird es selbst zu einer Art Blindheit. Daher muss man darüber nachdenken: „Was geschieht mit mir, wenn ich fleißig bin?“ Wenn meine Ausdauer dazu dient, Eigenschaften zu entwickeln, die andere Leute mich bewundern lassen, dann ist diese Bemühung mit Stolz verunreinigt. Wenn unser Fleiß dazu dient, erfolgreicher zu sein als andere Leute, dann ist unsere Bemühung mit Aggression verunreinigt. Jedes Jahr findet jemand eine neue Art, den Mount Everest zu erklettern: Aufstieg ohne Sauerstoff, Aufstieg mit einer Hand hinter dem Rücken, Aufstieg auf einem Fuß hüpfend … Ist jemand erfolgreich, geht sein Name in das Buch der Rekorde ein, und die Leute erinnern sich seiner. Auf diese Weise wird ein enormes Maß an Fleiß auf Dinge gerichtet, die in Wirklichkeit ziemlich leer und bedeutungslos sind.

– James Low: Zuhause im Spiel der Wirklichkeit. edition khordong im Wandel Verlag, Berlin, 2013, S. 17 f.

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Übrigens: Du kannst die aktuellen und die vorigen Einladungen zur Meditation auch online lesen.

Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.

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