
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder pünktlich um 19:00 Uhr mit der Meditation. Bitte nicht auf den letzten Drücker kommen.
Wer früher kommt, kann noch beim Auslegen der Kissen helfen und hat Zeit, in Ruhe anzukommen.
An diesem ersten Donnerstag im September brechen wir mal mit unserer Tradition. Sabine war wieder in Ladakh und Zanskar und wird von ihrer Reise berichten. Ihr Terminkalender ließ keinen anderen Termin zu, deshalb wird der Abend einer geleiteten Meditation mit Einführung in die Vipassana (Einsichts-) Praxis auf den kommenden Donnerstag verschoben.
Hier ist Sabines Appetithappen:
Buddhismus in Ladakh und Zanskar
Bilder einer spirituellen Reise
Mit Sinn zu reisen ist gut für einen selbst und für andere Menschen. Diese spirituelle Reise hat mich in den Himalaya geführt. Über fünf Wochen hat sich ein tiefer Einblick in die Kultur Ladakhs, seine jahrtausendalten Traditionen und die lebendige Praxis des Buddhismus erschlossen.
Zunächst bin ich mit einer buddhistischen Sangha unter Leitung eines Lamas der Gelug-Tradition, Geshe Lobzang Tsewang aus dem Kloster Shey, durch das Industal gereist. Für einige Monate im Jahr lebt und unterrichtet Geshe-la in „Buddhas Weg“, einem buddhistischen Kloster im Odenwald.
Die Reise diente auch der Gemeinschaft, indem die Lamdon School in Shey unterstützt und besucht wurde.
Die alten Klöster, wie Alchi sind Weltkulturerbe und reich an buddhistischen Schätzen. Die grandiose Landschaft mit ihren Steinformationen, grünen Tälern und sprudelnden Flüssen ist im Sommer einzigartig schön.
Ein besonderer Fokus lag aber auf der Entfaltung von Mitgefühl.
Der Wunsch den eigenen Herz-Geist zu öffnen und sich zum Wohle aller Wesen vollkommen dem Positiven zuzuwenden, bildet ein Herzstück der buddhistischen Praxis und dieser Reise.

Zanskar ist ein Bezirk in Ladakh, der noch abgeschiedener und ursprünglicher ist. Zwischen dem Industal und der zentralen Himalaya Kette, höher gelegen, ist es von Leh aus über die Chadar Road oder über die viel längere Strecke über Kargil zu erreichen. Hier befinden sich noch die meisten Höhlenklöster, in denen Yogis und Buddhisten nach alten Überlieferungen, die Erleuchtung erlangten.
Der Besuch des Klosters von Lama Tenzin Dorjay in Mune, in Zanskar, war ein besonderes Erlebnis. Im Kloster die gemeinsame Meditationspraxis mit den Mönchen zu vertiefen, lassen Qualitäten wie Freundlichkeit, Geduld und inneren Frieden wachsen.
Im Mai 2026 besuchte uns bereits Lama Dorjay in Marburg und war auch in unserer Gruppe für einen Abend zu Gast. Unsere Spendengelder daraus wurden in den Ausbau eines Satteldaches für das kleine Hospital und First Aid Center mit anderen Spenden investiert.

An diesem Abend zeigen wir auch die Fotos vom Dachausbau des Hospitals.
Wer an diesem Abend teilnehmen möchte, wird um eine Spende für das Hospital und die Winterschule für die Kinder gebeten. Öffnen wir unsere Herzen für die Menschen und das Leben in einer sehr besonderen Region im Himalaya. Die Lebensbedingungen sind auch dort durch den Klimawandel enorm beschwerlicher geworden.
Wer an diesem Abend verhindert ist, kann in der folgenden Woche noch eine Spende in die Box geben.
Jullay und vielen lieben Dank dafür !
Sabine
Im Anschluss an Meditation und Vortrag besteht wieder reichlich Gelegenheit zum Austausch über unsere Erfahrungen mit dieser Praxis sowie die vorgestellten Gedanken dazu.
Wir beschließen den Abend mit einer kurzen Phase der stillen Wertschätzung und der Widmung.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Natürlich ist die Teilnahme an unseren Abenden einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und den Zugang zum Dhamma in Marburg zu sichern.
Außerdem…
Retreatangebot nur für junge Leute

Irene Bumbacher und Stefan Lang laden junge Menschen von 15 bis 26 Jahren auf eine innere Forschungsreise ein. Geübt werden verschiedene Meditationsformen im Sitzen, Stehen, Gehen und in der Bewegung. Vorträge und Gespräche mit den Lehrenden runden das Programm ab.
Das Ganze findet im Meditationszentrum Beatenberg im Berner Oberland statt. In zauberhafter Landschaft gegenüber von Eiger, Mönch und Jungfrau fällt das Innehalten leicht. Die köstliche vegetarisch/vegane Verpflegung tut ein Übriges.
Weitere Infos und Anmeldung auf der Homepage des Meditationszentrums Beatenberg.
______________________
7. Marburger Praxistag am 26. September

Am Samstag, den 26. September wird unser 7. Praxistag stattfinden. Ab sofort könnt ihr euch dafür anmelden. Schön wäre für die Orga, wenn ihr dies zeitnah tätet. Das erleichtert die Planung für das Mittagessen gewaltig. Aber auch kurzfristige Anmeldungen sind kein Problem.
Weitere Infos zum Ablauf findet ihr hier.
______________________
Geschickter Umgang mit den Kilesas
Du versuchst nicht, die Dinge [die Meditationspraxis, d. Red.] so hinzukriegen, wie du sie gerne hättest. Du versuchst zu bemerken, was passiert, so wie es ist. Zu denken, dass die Dinge so oder so sein sollten, zu wünschen, dass dies oder jenes geschieht oder nicht geschieht, ist Erwartung. Erwartungen rufen Angst hervor und können zu Abneigung führe. Es ist wichtig, dass du dir deiner Einstellungen bewusst wirst.
Es ist eine falsche Einstellung, die Praxis zu beurteilen und darüber unzufrieden zu werden, wie sie läuft. Unzufriedenheit entspringt entweder der Idee, dass die Dinge nicht so sind, wie sie unserer Meinung nach sein sollten, einem Wunsch, dass sie anders sein sollten oder der Unwissenheit darüber, was richtige Praxis ist. Diese Einstellungen verschließen den Geist und behindern die Praxis. Versuche Unzufriedenheit zu erkennen, sie ganz und gar zu akzeptieren und sie sehr aufmerksam zu beobachten. In diesem Prozess des Beobachtens und Erforschens der Erfahrung von Unzufriedenheit können ihre Ursachen klar werden. Ihre Ursachen zu verstehen, wird die Unzufriedenheit zum Verschwinden bringen und wird dir helfen, sie zu erkennen, wenn sie wieder auftaucht. Du wirst immer klarer sehen, welchen Schaden Unzufriedenheit dem Geist und dem Körper zufügt. Du wirst dir deiner urteilenden Einstellungen bewusster werden und sie nach und nach aufgeben. Auf diese Weise entwickelst du Geschicklichkeit im Umgang mit geistigen Verunreinigungen.
– Sayadaw U Tejaniya: Schau nie auf die geistigen Verunreinigungen herunter, sie lachen dich nur aus. Verein Vipassana Publikationen (Hg.), 2022, S. 24 f.
______________________
Übrigens: Du kannst den Newsletter auch online lesen.
Auf Instagram sind wir ebenfalls zu finden, auf „X“ nicht.



