
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).
Heute soll es um die Skandhas (Pali: Kandhas), die Mengen unseres Erlebens, gehen, die dafür sorgen, dass wir so schnell von einem festen Ich anstatt einem dynamischen ausgehen, was uns so viele vermeidbare Probleme bereiten kann.
Es geht darum, zu erkennen wie wir auf der Grundlage unserer Wahrnehmung unsere Welt bauen und gestalten. Am Ende des Prozesses und des Zusammenwirkens der Skandhas stehen wir allzuoft als vemeintlich feste stabile Wesen da, die von Gewohnheitsmustern getrieben manches Gutes, aber viel Unheilsames denken und tun. (Siehe auch das Zitat am Ende dieser Einladung)
Grundlage des Gesprächs werden zwei kurze Vorträge von Lama Tilmann Lhündrup und Karl-Heinz Brodbeck sein, die sich auf durchaus unterschiedliche Weise diesem Thema widmen.
Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Außerdem…
Entwicklungslinien der buddhistischen Lehre
In einem der letzten Einladungen haben wir auf einen einjährigen Kurs der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) aufmerksam gemacht. Er beginnt am 21. April. Hiermit sei an ihn erinnert. Weitere Infos zu auf der Homepage der DBU. Einige von uns werden teilnehmen und bieten einen Austausch darüber an, wenn gewünscht.
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Grundlagen der buddhistischen Lehre II

Das von Lama Tilmann Lhündrup mitgegründete Ekayana Institut bietet einen Grundlagenkurs an, der systematisch in die buddhistische Lehre einführt. Vom 18. bis 26. April 2026 findet der Dharma Grundkurs 5 mit dem Schwerpunkt „Unsere Geistestrübungen auf den Weg bringen“ statt. Auch wer die ersten vier Grundkurse nicht mitgemacht hat, kann problemlos einsteigen. Alle vorherigen Aufzeichnungen werden zugänglich gemacht, wenn man dies möchte. Es geht aber auch einfach so. Der gesamte Kurszyklus ist auf zehn Jahre angelegt und kann Neulingen und Erfahreneren Praktizierenden nur empfohlen werden.
Der Kurs findet analog am Titisee (Schwarzwald) und online statt. Es gilt das Prinzip von Dana, der Übung der Großzügigkeit. Deshalb wird der Kurs kostenlos angeboten. Lediglich für die Vorortteilnahme sind 50 € für die Raummiete fällig.
Lehren werden Lama Tilmann Lhündrup und Lama Heiko.
Nähere Infos finden sich auf der Homepage des Ekayana Instituts.

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Skandhas – unsere psychophysischen Bestandteile
Weisheit entsteht nur, wenn wir erkennen, dass die Dinge, die wir für real und substanziell halten, überhaupt nicht real und substanziell sind. Alle unsere negativen Gewohnheiten und verzerrten Sichtweisen kommen daher, dass wir nicht verstehen, wie die Dinge wirklich sind, und uns stattdessen darauf konzentrieren, wie sie uns erscheinen. So interpretieren wir alles falsch. Diese Fixierung lässt den Glauben entstehen, dass unsere psychophysischen Bestandteile (Skandhas) ein „Selbst“ sind, und verstärkt das Missverständnis, dass die Objekte, die durch unsere Sinnesbewusstseine wahrgenommen werden, real und substanziell sind. Dies wiederum stört den Geist und führt zu diskursiven Gedanken und widerstreitenden Emotionen. Daraus ergeben sich zwangsläufig negative Verhaltensweisen und wir gelangen schließlich zu unseren Erfahrungen von Leiden und Unzufriedenheit zurück. Dies wiederum führt zur weiteren Erzeugung diskursiver Gedanken und widerstreitender Emotionen.
Nur wenn wir die Natur des Geistes und die Natur der Dinge erkennen, kehren wir diesen Abwärtstrend in die samsarische Existenz um. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich eine direkte Wahrnehmung der leuchtenden, spontan entstandenen Weisheit, die von Natur aus klar ist.
Diese Weisheit manifestiert sich auf unablässige Weise. Sie ist gänzlich ungeschmückt von den Vorstellungen von Subjekt und Objekt. Nur unser Unvermögen, diesen selbst-leuchtenden Zustand zu erkennen, hat zu unserer Verstrickung in den dualistischen Fixierungen geführt, die unser samsarisches Leiden verursachen. Wenn wir der Unzufriedenheit ein Ende setzen wollen, müssen wir unseren Verblendungen ein Ende setzen. Es ist daher unerlässlich, die Wahrheit zu begreifen, dass die Natur der Dinge leer von einer inhärenten Existenz ist. Wir müssen wahrhaft erkennen, dass es kein selbst-existierendes Subjekt oder Objekt gibt, das letztendlich real ist.
– Traleg Kyabgön Rinpoche: Leuchtend klare Glückseligkeit. Meditation und Philosophie der Mahamudra-Tradition. Manjugosha Edition, 2020, S. 105

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