
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).
Das Thema Achtsamkeit ist ein wichtiger Aspekt in der buddhistische Lehre und Praxis. Dabei geht es nicht um Entspannung im Sinne von Zerstreuung und Unterhaltung, sondern um ein tiefes Verständnis unseres Geistes und der grundlegenden Qualität der Realität. Achtsamkeit ist ein Bestandteil des von Gotama empfohlenen „Edlen Achtfachen Pfads“: Rechte (angemessene/heilsame) Achtsamkeit. Dieser Weg ist das Mittel, das hilft, unsere Leiden zu überwinden, indem wir aus unseren Täuschungen und Illusionen erwachen.
Am heutigen Abend wollen wir uns Texten von Tulku Lobsang Rinpoche und Dagyab Kyabgön Rinpoche widmen, die sich mit „Achtsamkeit“ befassen.
Tulku Lobsang ist ein buddhistischer Lehrer, der im Bön (eine animistisch-schamanistische Religion, die vor dem Buddhismus in Tibet vorherrschte) und den großen tibetischen buddhistischen Traditionen ausgebildet wurde.
Dagyab Kyabgön Rinpoche ist der spirituelle Leiter des Tibethauses Deutschland.
Wenn wir Achtsamkeit entwickeln, blühen wir im jetzigen Moment auf. Uns der gegenwärtigen Erfahrung bewusst zu sein, ermöglicht uns, aus der gewohnten Reaktivität auszusteigen und uns schrittweise von den inneren Schleiern zu befreien.
Die Lesung wird von praktischen Übungen begleitet, die uns über das Hören hinaus ein intuitives Verständnis ermöglichen können.
Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.
Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Außerdem…
Zukunft
Am 21. April 2026 beginnt ein Online Studienprogramm mit Dr. Karsten Schmidt, Wissenschaftler und Dharmapraktizierender.
Laut Ankündigung soll es um die folgenden Fragen gehen: „Wer war der historische Buddha? In welchem Umfeld hat er gelebt? Worin bestehen die zentralen Aussagen seiner Lehre und wie hat diese sich verbreitet und entwickelt? Was sind die Besonderheiten der einzelnen Traditionslinien? Welche interkulturellen und interreligiösen Kontakte haben sich ergeben? Wie wurden die buddhistischen Traditionen von europäischer Seite wahrgenommen, und wie kam der Buddhismus in den Westen?
Und nicht zuletzt: Welche speziellen Herausforderungen ergeben sich für das Verständnis buddhistischer Lehren vor einem europäischen und modernen Hintergrund.“
Dieser einjährige Kurs findet immer dienstags im zweiwöchigen Rhythmus statt. Mehr auf der Website der Deutschen Buddhistischen Union (DBU).

Vielleicht ist für diejenigen unter uns, die sich wirklich tief mit dem Dharma beschäftigen wollen, folgender Hinweis interessant:
Modalitäten: In einer ausgewogenen Mischung aus Vorträgen, Diskussionen sowie Frage und Antwort- Sequenzen wird der Buddhismus aus historischer, philosophischer, religionswissenschaftlicher und erfahrungsbasierter Perspektive vermittelt. Umfassende Unterrichtsmaterialien werden regelmäßig zur eigenständigen Vertiefung und weiterführenden Auseinandersetzung zur Verfügung gestellt. Teilnehmende, die die Lehrerausbildung im Rahmen des Studienprogramms in rund 20 Modulen absolvieren, können mit diesem einjährigen Kurs fünf Module erwerben.
Nach Abschluss wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.
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Vergangenheit
Letzten Donnerstag sahen wir in der Biegenstraße einen Dharmavortrag Lama Tilmann Lhündrups. Er hatte den Titel „Wo, bitte, geht es zur Buddhanatur?“. Tilmann sprach von dem Weg von A nach A. Wer ihn versäumen musste oder noch einmal hören und sehen möchte kann dies einfach tun. Mit einem Klick zur Buddhanatur.
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Gegenwart
Irgendwo in dieser Welt und in diesem Leben werdet ihr Zufriedenheit finden müssen, sonst rennt ihr immer nur herum, als wäre ein Schwarm Bienen hinter euch her, und findet keine Freiheit vom endlosen Ringen eures Lebens. Wenn wir von Freiheit sprechen, wissen manche nicht, was darunter zu verstehen ist. Gemeint ist nicht die Freiheit, sich dem Haften und Begehren hinzugeben. Weltmenschen mögen das meinen, wenn sie Freiheit sagen – die Freiheit, herumzulungern, sich zu betrinken und so weiter.
Das ist überhaupt keine Freiheit, weil wir darin einfach nur den groben Begierden nachgeben und doch nichts Brauchbares finden, nichts, was uns erfüllt oder glücklich macht. Jeder hat das bei anderen schon beobachten können und sollte sich sagen, dass es bei ihm selbst genauso ist: All das zieht nur mehr Verwicklungen, mehr Probleme, mehr Leid nach sich.
Wahre Freiheit ist die Freiheit, nein zu sagen, nein zu den Kräften in unserem Geist, die keinen Frieden zulassen, die uns von Ort zu Ort und von Mensch zu Mensch wehen. Es muss eine Zeit kommen und es muss sich ein Ort finden, an dem man Halt macht und still stehen bleibt wie ein Berg. Der Wind weht weiter, aber du regst dich nicht. Der Wind kann wehen, wie er will, und da er nichts erreicht, legt er sich schließlich. Der Berg ist das Symbol des Arahant, der vom Begehren und von den geistigen Verunreinigungen nicht mehr zu bewegen ist. Wir müssen den Entschluss fassen, anzuhalten, einfach nur noch hier zu sein und uns nicht mehr vom gegenwärtigen Augenblick zu entfernen.
– Ajahn Brahm: Nur dieser Moment – Anleitungen für die buddhistische Praxis. Lotos Verlag, 2009, S. 61 f.

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