12. März 2026: Ein Abend mit Lama Tenzin Dorje

Beginn: 18:45 Uhr

Dieser Abend wird etwas Besonderes sein.

Lama Tenzin Dorje aus Zanskar (Nordwestindien) wird uns an diesem Abend besuchen.

Im vergangenen Sommer hatten Mitglieder unserer Gruppe die besondere Gelegenheit, die Region Zanskar im indischen Himalaya zu bereisen. Diese wilde und beeindruckende Landschaft ist geprägt von jahrhundertealten Klöstern, buddhistischer Kultur und einer einzigartigen Bergwelt.

Dort wohnten sie im Gästehaus des Klosters Muney, in dem Lama Dorje mit weiteren Mönchen lebt. Mit ihm verbrachten sie zwei Wochen in Zanskar und Nordindien, um Klöster zu besuchen, Mönche zu treffen und einen Einblick in eine Kultur zu gewinnen, die vom Rhythmus der Berge, der Spiritualität und einer großen inneren Ruhe geprägt ist.

Nun ist Lama Dorje zum „Gegenbesuch“ in Marburg und wird aus seiner Heimat berichten und Einblicke in das Leben, die Traditionen und die buddhistische Praxis in Zanskar geben wird. Er wird uns auch von seinem Krankenhausprojekt und dessen Fortschritten berichten. Wir bitten deshalb an diesem Abend ausdrücklich um Spenden für den Weiterbau des Krankenhauses. Es fehlt noch an so vielem.

Natürlich werden wir gemeinsam mit ihm meditieren. Lama Dorje wird die Praxis anleiten und mit tibetischen Wunschgebeten einrahmen.

Wir haben viel Zeit für das Gespräch mit ihm eingeplant. Er spricht gut Englisch und für schnelle Übersetzung wird gesorgt sein. Alle Interessierten, die schon länger zu unseren Donnerstagen kommen, sind herzlich eingeladen. Da unsere räumlichen Kapazitäten recht begrenzt sind, können Neueinsteiger in der nächsten Woche gerne wieder teilnehmen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Aus gegebenem Anlass

Die Welt wird zurzeit nicht gerade friedlicher. Politische und wirtschaftliche Interessen werden zunehmend mit direkter kriegerischer Gewalt durchgesetzt.

Der US-amerikanische Mönch Thanissaro Bikkhu hat bereits vor ein paar Jahren einen Text, „At war with the Dhamma“ verfasst, der sich mit der Frage beschäftigt, wie eine dem Dhamma entsprechende Haltung zu Krieg und Gewalt aussehen sollte. Er sei an dieser Stelle dringend zur Lektüre empfohlen. Unsere übersetzte Fassung steht zum Download bereit.

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Atomare Dämmerung

Der Tag, als ich das erste Mal den Mount St. Helens bestieg, war der 13 August 1945.

Der Spirit Lake lag weitab von den Städten im Tal, und Nachrichten brauchten lange bis dorthin. Obwohl die erste Atombombe am 6. August auf Hiroshima abgeworfen worden war und die zweite am 9. August auf Nagasaki, erschienen erst am 12. August Fotos im Portland Oregonian. Diese Zeitungen müssen den Spirit Lake am 13. erreicht haben. Am frühen Morgen des 14. ging ich zur Forsthütte hinüber, um das Schwarze Brett zu studieren. Ganze Zeitungsseiten waren dort angeheftet: Luftaufnahmen von einer zerstörten Stadt, die auf 150.000 geschätzte Zahl der Toten allein in Hiroshima, der zitierte amerikanische Wissenschaftler: „Dort wird in den nächsten 70 Jahren nichts mehr wachsen.“ Die Morgensonne auf meinen Schultern, der Geruch des Tannenwaldes und die Schatten der großen Bäume; Füße in dünnen Mokassins spürten den Boden, und mein Herz noch eins mit dem Schneegipfelberg in meinem Rücken. Entsetzt, Wissenschaftler und Politiker und die Regierungen der Welt verfluchend, legte ich vor mir ein Gelübde ab, etwas wie: „Bei der Reinheit des Mt. St. Helens, ich werde diese grausame, zerstörerische Kraft und jene, die danach trachten, sie zu benutzen, mein Leben lang bekämpfen.“

Aus:
Gary Snyder (*8. Mai 1930 in San Francisco), Buddhist, Dichter, Umweltaktivist, Pulitzerpreisträger: Gefahr auf den Gipfeln (Übers. Sebastian Schmidt), Stadtlichter Presse, Berlin, 2006. S. 19

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