5. März 2026: Sayadaw U Tejaniyas Anleitung zur Meditation

Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr.

Beginn: 18:45 Uhr

Wie immer gibt es am ersten Donnerstag eines Monats wieder eine Einführung in eine der buddhistischen Meditationstechniken in Form einer geleiteten Meditation. Heute geht es um die Einsichts- oder Vipassanameditation.

Sayadaw U Tejaniya ist ein burmesischer Meditationsmeister, der schon oft im Westen gelehrt hat. Einige seiner Bücher liegen mittlerweile auch in deutscher Übersetzung vor. Wir orientieren uns diesmal an seinen Anleitungen.

Bei der Meditation geht es um das Kultivieren der guten Geistesqualitäten. Wir versuchen es einfach von Moment zu Moment, ganz einfach. Vergesst nicht, was geschieht. Wenn Gewahrsein da ist, ist auch Weisheit da und der Geist ist frei, befreit. Er ist frei von falscher Sichtweise und frei von Leiden.
Achtsamkeitsmeditation ist ein Lernprozess, kein kreativer Prozess. Deshalb versuchen wir nicht, irgendetwas zu tun. Wir warten einfach ab und beobachten, was geschieht, so wie es ist, ohne Wollen, ohne Erwartungen. Wir praktizieren einfach und kontinuierlich.“
(Sayadaw U Tejaniya: Dhamma überall – Jeden Moment mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen. Verein Vipassana Publikationen (Schweiz), 2017, S. 170)

Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.

Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.

Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.

Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

In Marburg

Für alle, die den letzten Donnerstag verpasst haben oder sich noch einmal mit dem Thema Widmung des Verdiensts beschäftigen möchten, liegt das Skript mit Gedanken zu puñña, der Widmung des Heilsamen, zum Download bereit.
Großer Dank an alle, die den Weg in die Biegenstraße gefunden und das wunderbare Gespräch über die verschiedenen Zugänge zu dieser wichtigen Praxis ermöglicht haben.

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Im Süden

Über Ostern, vom 2. bis 6. April 2026, findet im Seminarhaus Engl in Niederbayern ein Retreat mit Ursula Flückiger statt. Es gibt noch ein paar freie Plätze. Ursula ist eine großartige Lehrerin, die den Dhamma auf einzigartige Weise verkörpert.

Vipassana und Metta über Ostern – Erkenntnis und Herzensgüte

Offenes Gewahrsein, befreiende Erkenntnis, mitfühlende Verbundenheit: Mit achtsamem Gewahrsein erforschen wir die wahre Natur von Körper, Herz und Geist. Die unmittelbare Einsicht in ihre unbeständige, nicht-erfassbare Natur ermöglicht tiefes inneres Loslassen und Annehmen, wodurch Gelassenheit entsteht und innere Befreiung möglich wird. Durch das Kultivieren einer altruistischen Motivation und der Erfahrung der Verbundenheit allen Seins werden Liebe und Mitgefühl vertieft.
Außer beim Austausch zur Praxis mit der Kursleitung findet der Kurs für die Teilnehmenden im Schweigen statt, was auch beinhaltet, dass auf die Benutzung von elektronischen Kommunikationsmitteln verzichtet wird.

Infos und Anmeldung über die Website des Engl.

PS: Für das Retreat „Vipassana an Himmelfahrt“ (13. bis 17. Mai) im Seminarhaus Engl gibt es bereits eine Mitfahrgelegenheit von Marburg. Interessenten melden sich bitte per Email oder sprechen Rüdiger an einem der nächsten Donnerstage an.

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Im Westen

Die Deutsche Buddhistische Union veranstaltet nächsten Freitag das zweite Online-Kolloquium in der Reihe „The Buddha Goes West?“.

Aus der Ankündigung: „Diese Kolloquienreihe widmet sich den essentiellen Fragen zur Zukunftsgestalt des Buddhismus: Wie bewahren wir seine lebendige Essenz und Vielfalt? Wie kann der Buddhismus sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Herausforderungen wirksam adressieren?
Unter der Moderation von Prof. Gert Scobel und mit wissenschaftlicher Begleitung von Dr. Jan-Ulrich Sobisch bringen wir Fachleute verschiedener buddhistischer Traditionen zusammen, um historische Entwicklungslinien nachzuzeichnen, kulturelle Adaptionsprozesse zu analysieren und gegenwärtige Herausforderungen zu beleuchten. Im Zentrum dieses Kolloquiums steht die Frage, wie buddhistische Institutionen Machtstrukturen, Ethik und gesellschaftliche Ordnung prägen und durch sie geprägt werden.
Wir laden euch herzlich ein, diesen kritischen Diskurs mitzugestalten.“

Weitere Informationen finden sich auf der Website der DBU.

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Im Osten

Auf dem Geierberg:
wer stünde dort und sähe
den Mond nicht leuchten? –
Es hinge ihm denn die Wolke
vor dem eigenen Herzen.

– Saigyô Hôshi (1118-1190)

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