
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr mit Meditation im Sitzen und Gehen (ca. 20-10-20 Min.).
Entsprechend guter alter buddhistischer Gepflogenheit widmen wir in allen Traditionen am Ende einer Praxisphase die erworbenen „Verdienste“ allen(!) fühlenden Wesen. Dies drückt auf formelle Weise unsere Großzügigkeit aus, nicht für uns allein zu praktizieren, sondern alle Lebewesen im Blick zu haben. Ob Andere direkt von der Widmung profitieren, ist eine Glaubenssache. Diese Haltung der Freundlichkeit (metta) und des Mitgefühls (karuna) zu kultivieren, den Weg des Erwachens nicht nur für sich allein, sondern für alle Mitwesen zu beschreiten, hat sicher eine Wirkung auf uns und die Wesen um uns herum.
„Das Verdienst zu widmen ist wie das Speichern unserer Arbeit auf einem Computer. Egal, wie lange wir gearbeitet haben, wenn wir unsere Dateien nicht gesichert haben und der Rechner herunterfährt, werden wir alle unsere Arbeitsergebnisse verloren haben. Genau das passiert, wenn wir unsere Verdienste nicht allen fühlenden Wesen widmen. Wenn wir später wütend werden oder uns in anderen widersprüchlichen Emotionen oder Geisteszuständen wiederfinden, werden wir die Weisheit, den Verdienst und die Tugenden verlieren, die wir zuvor angesammelt haben.“ (Khenpo Gawang Rinpoche: Your Mind Is your Teacher, Boston, 2013, S. 50 f.)
An diesem Abend wollen wir uns damit beschäftigen, was „Verdienst“ bedeutet und warum es heilsam für uns und andere sein könnte, ihn zu widmen. Alle, die schon einmal donnerstags dabei waren, kennen ja unsere gelben Kärtchen mit dem Widmungstext. Heute wollen wir versuchen, diesen mit mehr Inhalt und Inspiration zu versehen.
Natürlich besteht anschließend wieder reichlich Gelegenheit über das Geübte und Gehörte zu diskutieren und unsere Erfahrungen zu teilen.
Den Abend beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.
Ende wird gegen 21:00 Uhr sein.
Die Teilnahme an unseren Abenden ist einer guten buddhistischen Tradition folgend kostenlos.
Gleichwohl freut sich unser Spendenschweinchen über kleine Zuwendungen, um die Anschaffung neuer Praxismaterialien und anderer Notwendigkeiten zu erleichtern.
Ein Link zum Prinzip „Dāna“.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Außerdem…
Mara, Nachtrag
Letzen Donnerstag haben wir uns mit „Mara“, den wenig heilsamen inneren Tendenzen, beschäftigt. Das zu Beginn vorgestellte Gedicht Baudelaires und einige ergänzenden Gedanken können jetzt heruntergeladen werden.
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Metta-Montag

Morgen ist wieder MettaMontag
Die Deutsche Buddhistische Union hat den MettaMontag ins Leben gerufen und regt dazu an, die Woche mit der Übung und der Haltung von Metta (Freundlichkeit/Wohlwollen) zu beginnen. Das können wir doch nur unterstützen!
Auf Instgram schreibt die DBU dazu:
„❤️ Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass Mettā „Liebe“ oder „Liebende Güte“ bedeutet. Das schreibt Thānissaro Bhikkhu in dem kleinen Büchlein „Die erhabenen Haltungen des Geistes“* (S.38), das die Theravada AG der Deutschen Buddhistischen Union herausgegeben hat.
🍀Metta ist, anders als Liebe, ein 𝒖𝒏𝒑𝒂𝒓𝒕𝒆𝒊𝒊𝒔𝒄𝒉𝒆𝒓 Wunsch nach Glück für alle Menschen, für alle Wesen, seien sie einem angenehm oder nicht. Daher übersetzt man es besser mit „Wohlwollen“.
❗️Und wenn Wohlwollen im Einklang mit rechter Ansicht steht, dann erkennt man, dass die Wesen nur glücklich sein werden, wenn 𝒔𝒊𝒆 𝒔𝒆𝒍𝒃𝒆𝒓 𝒅𝒊𝒆 𝑼𝒓𝒔𝒂𝒄𝒉𝒆𝒏 für echtes Glück verstehen und danach handeln.“
🙏 Das können wir nur unterstützen und wünschen euch eine Woche voller Metta und Karuna und Mudita und Upekkha.
*Eine Rezension zum Buch Thanissaros findet ihr auf:
buddhismus-aktuell.de/rezension/die-erhabenen-haltungen-des-geistes
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Maitri-Wochenende

Anja Hutwelker und Hans-Peter Hulliger bieten wieder ein Maitri-Wochenende an.
Weitere Infos und Anmeldedaten findet ihr in deren Flyer.
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Was ist die richtige Einstellung zur Meditation?
Bitte prüfe deine Einstellung, bevor du mit der Sitzmeditation beginnst. Mit welchen grundlegenden Ideen oder Einstellungen meditierst du? Möchtest du einfach nur einen friedlichen Geisteszustand oder möchtest du etwas über das, was geschieht, lernen und verstehen? Der Geist kann nicht gelassen und ruhig sein, wenn du andere Erfahrungen möchtest als jene, die im jetzigen Moment geschehen.
Man braucht nicht umherzuirren und zu versuchen, den Geist dazu zu zwingen, etwas zu erkennen, weil er dies nämlich bereits weiß. Es liegt in der Natur des Geistes, Objekte, die geschehen, zu erkennen. Du beobachtest Objekte und Erfahrungen, die, im Einklang mit ihrer eigenen dhamma-Natur entstehen. Alles, was du machst, ist abwarten und mit Intelligenz zuschauen.
Keine Erfahrung ist eine Störung oder eine Ablenkung, da alle Erfahrungen dhamma-Natur sind. Was im Körper geschieht, ist dhamma-Natur und was im Geist geschieht, ist dhamma-Natur. Nichts gehört mir oder dir. Hitze zu spüren ist einfach nur Hitze zu spüren und dhamma-natur. Wir verspüren nur noch mehr Hitze, wenn wir die Hitze als die unsere in Besitz nehmen und eine Aversion gegen sie entwickeln.
– Sayadaw U Tejaniya: DHAMMA überall – jeden Augenblick mit Gewahrsein+Weisheit willkommen heißen. Verein Vipassana Publikationen, 2017, S. 56 f.

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