
Einladung zur Meditation
Wir beginnen wieder um 18:45 Uhr.
Um 19:00 Uhr schalten wir uns wieder einem Zoom-Vortrag aus der Buddhistischen Akademie Berlin Brandenburg zu. Dorle Lommatzsch wird über den Zusammenhang zwischen unserer Meditationspraxis und den physiologischen Vorgängen im Gehirn sprechen.
Aus der Ankündigung der Buddhistischen Akademie:
„Wenn wir meditieren, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Körper, Atem, Gefühle und Gedanken – und plötzlich beginnen innere Prozesse und Zusammenhänge, die sonst verborgen bleiben, sichtbar zu werden. Seit mehr als zweitausend Jahren beschreibt das Satipatthana-Sutra diesen Weg der Bewusstseinsentwicklung (die vier Grundlagen der Achtsamkeit). Heute wissen wir aus der Neurowissenschaft: Die Struktur unseres Gehirns spiegelt genau diese vier Bereiche der Achtsamkeit wider.
An diesem Abend werden wir erforschen, wie die uralte Meditationslehre und moderne Gehirnforschung sich berühren – und wie Achtsamkeit nicht nur unser Wohlbefinden, sondern auch die Funktionsweise unseres Gehirns verändern kann. Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die Frage, wie bewusstes Wahrnehmen Stress lösen, Glück fördern und innerliche Freiheit und Verbundenheit vertiefen kann.“
Den Abend in Marburg beenden wir mit einer kurzen Phase der wertschätzenden Stille und der Widmung.
Ende wird gegen 21:15 Uhr sein.
Wie an solchen Abenden üblich werden wir eure heutigen Spenden an die Buddhistische Akademie Berlin Brandenburg weiterleiten. Die Veranstalter selbst bitten um eine Spende von 5-10 Euro, um ihre Angebote aufrechterhalten zu können.
Wir freuen uns auf deine Teilnahme!
Außerdem…
Vertiefung
Wer sich noch eingehender mit der Satipatthana Sutta beschäftigen möchte, könnte dies u. a. mit diesen beiden Büchern tun:
- Bikkhu Anālayo: Satipatthana-Meditation – Ein Praxisleitfaden. Edition Steinrich, 2025
- Mettiko Bikkhu: Gegen den Strich – Erschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu Satipatthana. Beyerlein & Steinschulte, 2025. Kostenlos gegen Dana/Spende erhältlich über den Verlag bzw. per Download über die Homepage des Waldklosters Muttodaya im Frankenwald
Mettiko Bikkhu schreibt über sein Werk:
Dieses Buch handelt von der LEHRE DES BUDDHA.
Es schmeckt nach Freiheit.
Es eignet sich für Erspürende.
Es enthält keine Ballaststoffe historischer Perspektiven.
Es ist frei von Konservierungsstoffen distanzierter Objektivität.
Es verzichtet auf Geschmacksverstärker idealistischer Positionen.

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Die Sache mit der Wahrheit
Wahrheit ist zwar eine persönliche Angelegenheit, aber deswegen keine beliebige. Wenn wir zu den subtilen und tiefgründigen Dingen oder gar zu den edlen Wahrheiten vordringen wollen, ist es wichtig, dass wir die Wahrheit auch sagen. Reden und Denken sind miteinander verknüpft. Wenn wir lügen, müssen wir ständig neben der für uns wahren Welt eine zweite aufbauen, ein Paralleluniversum der Lüge. Damit belügen wir uns selbst und schaffen es nicht, uns selbst wahrhaftig zu betrachten.*
Was bedeutet es, die Wahrheit zu sagen?
Ihr Haushälter, da enthält sich jemand der Lüge, nachdem er das Lügen aufgegeben hat. Vor Gericht geladen, vor eine Versammlung oder vor seine Verwandten zitiert, vor seine Zunft oder die königliche Familie gerufen und folgendermaßen als Zeuge befragt: „Also, guter Mann, sag, was du weißt“, sagt er „Ich weiß nicht“, wenn er nicht weiß, und „Ich weiß“, wenn er weiß; er sagt „Ich sehe nicht“, wenn er nicht sieht, und „Ich sehe“, wenn er sieht. Er ist einer, der nicht bewusst die Falschheit spricht, zum eigenen Nutzen, zum Nutzen eines anderen oder zum Nutzen irgendeiner unbedeutenden weltlichen Angelegenheit. (Majjhima Nikaya 41)
Es fällt auf, dass hier nicht steht, was der gute Mann sagt, etwa „er sagt, wie es ist“, sondern er gibt wieder, wie es sich für ihn darstellt, ob er etwas weiß und sieht. Die Wahrheit sagen heißt, dass ich so spreche, dass es mit meiner Wahrheit übereinstimmt, wie es für mich wahr ist, ohne Absicht, andere in Bezug auf meine Wahrheit zu täuschen.
* Ethik als Voraussetzung für Satipaṭṭhāna wurde schon ganz zu Anfang erwähnt. Wahrscheinlich lügt niemand in meiner Leserschaft und kann daher die Auswirkungen des Lügens nicht direkt am Phänomen der
Lüge beobachten. Aber vielleicht können sich alle vorstellen, wie es ist.
– Mettiko Bikkhu: Gegen den Strich, S. 199
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