6. Juni 2024: Meditation lernen und kultivieren

Beginn: 18:45 Uhr

Einführung in die Grundlagen der buddhistischen Meditation.
Dass durch Meditation die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt werden können, ist nicht bewiesen und eher unwahrscheinlich. Sicher ist allerdings, dass durch buddhistische Praxis die Natur des Geistes entdeckt werden kann und direkte, intuitive Einsicht in die Prozesshaftigkeit und Unbeständigkeit aller Phänomene möglich ist. Dies hat befreiende Kraft, die sich auf unser Leben auswirkt. Siehe auch das Interview unten.

Nach dem kurzen Überblick über buddhistische Praxisformen und die Bedeutung der Ethik und des Humors in diesem Zusammenhang, widmen wir uns gemeinsam dieser Übung in Gestalt einer angeleiteten Meditation. Da auch bereits Erfahrenere immer wieder neu beginnen („Zen-Geist ist Anfänger-Geist“) sollten, ist der Abend für alle geeignet, die einen (Neu-)Einstieg wagen wollen. Nichts hemmt die Meditation mehr, als sich in Routinen einzurichten. Regelmäßig zu meditieren ist sicherlich eine gute Angewohnheit, aber nur, wenn sie nicht aus pflichtergebener Gewohnheit betrieben wird, sondern mit frischem Interesse sowie mit Freude und Enthusiasmus, sagen zurecht unsere Meditationslehrerinnen und -lehrer.

Tipp für Meditierende:

„Es ist wichtig, ein tief versöhnliches und geduldiges Herz zu haben, um die Einstellung der Bereitschaft zum Neuanfang zu kultivieren. Wenn wir in Meditation sitzen und die Absicht fassen, uns auf den Atem zu fokussieren, und der Geist saust davon und verliert sich in einem Klang oder einer Idee oder einer Erinnerung, dann üben wir geduldig loszulassen. Verzeiht die Gewohnheit des unablässigem Ergreifens von Mögen und Nicht-Mögen, von Furcht und Begierde, von Aufregung und Irritation oder welche Gewohnheiten auch immer es sein mögen. Erkennt die Ablenkung, verzeiht und lasst los. Wir üben geduldig und mitfühlend, stets bereit, neu anzufangen.“
Aus: Ajahn Amaro: Auf den Geist kommt’s an – Der phänomenologische Zugang zur Lehre des Buddha. Muttodaya Dhamma, Stammbach, 2022, S. 93

Für Fragen und Gespräch wird genügend Zeit sein.

Ende wird gegen 21:00 Uhr mit einer kurzen Abschlussmeditation und der Widmung.

Wir freuen uns auf deine Teilnahme!

Im Anschluss besteht noch Gelegenheit zum geselligen Austausch im „Early“ in der Oberstadt.

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Texte: Auf unserer Homepage findet ihr die Übersetzung eines Interviews der Zeitschrift „Tricycle – The Buddhist Review“ mit dem Musiker und Komponisten Miguel Atwood-Ferguson, der darin über die Wirkung seiner Praxis auf seine Depressionen und sein musikalisches Schaffen spricht.

Neue Bücher: Das buddhistische Waldkloster Muttodaya im Frankenwald hat unserer Gruppe großzügig eine Reihe von großartigen Büchern geschenkt. Wer sich näher mit der thailändischen Waldklostertradition beschäftigen möchte, wird sicher fündig. Die Bücher stehen zur Ausleihe zur Verfügung. Näheres zum Ausleihverfahren und die Gesamtliste der verfügbaren Bücher steht auf der Homepage unter „Dhammabibliothek“. Die Neuzugänge werden in Kürze eingepflegt, können aber schon hier begutachtet werden.

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